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Archiv > Digimon > Ein perfekter Abend

y Ein perfekter Abend
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Status Alter Sprache Veröffentlicht Last Update Zeichen Bewertung Klicks
Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 26.07.201026.07.2010 95780 5.00
Bei 3 Vote(s)
71
Autor: Joy01
Pairing: *Taito*
Kategorien: Romantik, SAP
Inhalte: Lime, Limone, Lemon
Einführung: Vier Wochen getrennt! Vier Wochen Sehnsucht! Vier Wochen Verpflichtungen! Taichi war wieder mal für Wochen in einem Trainingslager seiner Fußballmannschaft. Natürlich plant Yamato dann einen perfekten Abend für ihr Wiedersehen.
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y Kapitel 1
Hallo!!!

Ja, ich weiß… eigentlich wollte ich mein nächstes „Machwerk“ länger werden lassen. Und eigentlich bin ich auch dabei eine längere Geschichte zu schreiben. Allerdings ist seit April eine Menge passiert, was mich leider viel zu sehr beansprucht hat. Etwas, dass mich mal wieder sehr gefrustet hat, was aber zum Glück schnell abgeschlossen war. Aber wie es bei mir so ist, wenn ich gefrustet bin, schreib ich einfach! Daraus ist nun also meine neuste Fanfiction entstanden und ich hoffe ihr habt Lust sie zu lesen.

Erklärungen die sein müssen: ;o)

Wie immer in meinen Geschichten wird es wieder Lemonszenen geben, also sollten Menschen, die Probleme damit haben, nichts lesen.

Die Hauptcharaktere wurden nicht von mir erfunden. Sondern gehören dem Erfinder und den Produktionsfirmen! Ich verdiene kein Geld damit.

Was mir allerdings gehört sind das Drachentattoo und der Hund Jake! Ich möchte nicht, dass sie ohne mein Wissen genutzt werden!!! Auf keinen Fall!

Bevor es los geht, muss ich noch mal kurz moralisch werden ;o). Es ist toll, wenn Menschen anfangen zu schreiben. Es ist toll, wenn es immer mehr junge Autoren gibt, die Fanfiction erfinden und veröffentlichen. Aber haltet euch an die Regeln! Schreibt eigene Geschichten, denn jemand der einfach Wort für Wort bei anderen abschreibt ist kein Autor!

Natürlich kann es nicht losgehen, ohne dass ich ein paar ‚Dankeschöns‘ loswerde!

Zu allererst gilt der größte Dank Shinjis_aijin! Ich hab dir so viel zu verdanken und du weißt wofür ich dir danke :o)
Ganz liebe Grüße auch an die liebe Maike!
An Melli, Asuka und Kati- chan. Toby, Yamo und JamesX, auch wenn wir schon Jahre nichts mehr voneinander gehört haben! Und natürlich an alle die schon seit Jahren meine Geschichten lesen und mich immer mit lieben Kommentaren und E-Mails unterstützen. Dankeschöööööööööön!!!!!!

So, nun aber los. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!!!





Ein perfekter Abend


„Drei Stunden noch, dann bin ich da, Schatz!“, rief Taichi Yagami fröhlich in sein Handy hinein.

Nach vier Wochen Trainingslager hatte seine Fußballmannschaft noch einen wichtigen Pressetermin absolvieren müssen und sie konnten nun endlich die Heimfahrt im Teamreisebus antreten. Tai war Fußballer in einem Verein der Japan- League. Vier Wochen hatten sie sich Tag für Tag am Tazawa- See abgerackert. Endlich waren die Wochen Intensivtraining, in denen er seinen Freund und Ehemann Yamato Ishida nur einmal kurz sehen konnte, vorbei. Unter anderem auch das strenge Sexverbot, welches der Trainer der Mannschaft auf gebürgt hatte. Dementsprechend konnte er es in vielerlei Hinsicht kaum erwarten nach Hause zu kommen.

„Nun, dann hoffe ich, dass du auch pünktlich da bist!“, hörte er die dunkle, ruhige Stimme seines Liebsten.

Oh wie sehr er diese Stimme liebte. Jeden Abend hatten sie kurz telefoniert. Immer wieder hörte er die Songs seines Mannes auf dem MP3 Player. Yamato, oder auch Matt Ishida war ein bekannter Sänger der Band „Teenage Wolves“ und so hatte Tai diese Stimme immer bei sich. Aber das war bei Weitem nicht genug!

„Ich vermisse dich Darling!“, seufzte Tai in den Hörer.

„Jaaa! Er vermisst dich!“, kam es mehrstimmig von einigen Mannschaftskammeraden, die Tai gespielt mitfühlend ansahen und ihm dann einen Plastikbecher mit Bourbon- Cola in die Hand drückten.
Zum Glück war Taichi bei seinen Kollegen voll integriert. Sie akzeptierten, dass er schwul und verheiratet war und unterstützten ihn. So etwas war in der Welt des Fußballs sehr selten und er war froh ein solches Glück zu haben.
„Prost!“, wurde gerufen und „Matt wir brauchen Yagami jetzt noch für uns!“
Tai rollte mit den Augen und er hörte Matts sanftes Lachen durch das Telefon.

„Nun, dann wünsche ich dir und den Jungs noch viel Spaß!“, sagte Matt fröhlich, „Aber trink nicht zu viel, du hast hier zu Hause noch ‚eheliche Verpflichtungen‘!“

„Soll ich jetzt rot werden Mr. Ishida- Yagami?“, fragte Tai und hatte wirklich das Gefühl rote Wangen zu bekommen, wenn auch eher aus Vorfreude.

„Tja,… such es dir aus!“, säuselte Matt verschwörerisch zurück. „Ich freue mich schon auf heute Abend!“

„Ja Schatz! Bis in drei Stunden dann! Ich liebe dich!“

„Ich dich auch!“

Damit wurde das Gespräch beendet und Taichi nahm glücklich einen Schluck aus dem Plastikbecher. Puh, davon sollte er am besten nicht zu viel trinken! Drei Wochen Alkoholabstinenz und hartes Training würden bei zu viel Bourbon-Cola einschlagen wie eine Bombe. Und… er wollte den Abend und auch die Nacht noch erleben! Drei Stunden noch! Nichts konnte seine Stimmung vermiesen. Nicht einmal die Regenwolken, die aufzogen. Wenn er mit Matt zusammen war, war das Wetter sowieso unwichtig!

***
Zufrieden roch Matt an der Mango, die er gerade begutachtete und legte sie in seinen Einkaufskorb.

„Bald ist er wieder zu Hause Jake!“, sagte er zu dem großen schwarzweißen Hund, der geduldig neben ihm saß und plötzlich mit dem Schwanz wedelte.

Matt hatte keinen Zweifel daran, dass der Hund ihn verstanden hatte. Jake vermisste sein Herrchen, genauso wie Matt seinen Ehemann vermisste.
Heute war ein besonderer Tag. Yamato hatte sich extra ein paar Tage frei genommen, damit er etwas Zeit mit seinen Schatz verbringen konnte. Aber im Moment konnte er sich auch Freizeit erlauben. Das neue Album war fertig und die Promotion dazu geplant. Also konnte er sich jetzt ohne Probleme frei nehmen. Nun, da er seit Wochen seinen Mann das erste Mal wieder sah, hätte er es heute so oder so getan!
Der ganze Abend war geplant. Es würde ein perfekter Abend werden! Matt würde ein leichtes Abendessen servieren und Tai dann nach Strich und Faden verführen! Als kleinen Gag hatte er sogar vor sich eine Schleife um sein bestes Stück zu binden!

Leise lachte er über den Gedanken und bezahlte die Einkäufe bei der Frau hinter dem Marktstand. Taichi und er hatten ein kleines Dörfchen in der Nähe ihres Hauses entdeckt, wo es einen Markt gab auf dem die frischesten Sachen zu finden waren. Ihr Haus lag außerhalb von Tokio auf einer Wiese, in der Nähe eines Wäldchens. Kaum zu glauben, dass man nur 30 Minuten von der bunten Glitzerwelt der Stadt auf eine solche Idylle stieß. Nun, und dieses Dorf war nur knapp 20 Minuten von ihrem Haus entfernt. Tai und er fuhren häufig mit Jake hier heraus um ungestörte Spaziergänge zu unternehmen, oder eben um sich an besonderen Tagen mit frischen Obst und Gemüse einzudecken. Oh Mann! Soviel Idylle war echt ein harter Gegensatz zu Matts Rockerdasein. Aber es war das, was ihn glücklich machte.

Zufrieden zog er sein Basecap tiefer ins Gesicht. Auch hier musste er Inkognito bleiben, sonst würde er wohl zu leicht erkannt werden und gerade hatte er keine Lust Autogramme zu schreiben. Aber es störte ihn nicht sich zu verkleiden. Es ging ihm gut. Wenn Taichi doch nun schon da wäre! Er vermisste ihn schon ziemlich stark. Na ja, aber im drei Stunden war es so weit.

So langsam musste er sich beeilen, weshalb er die Einkäufe und Jake schnappte und zu Tais schwarzen Landrover ging. Sein eigener roter Mustang wäre wohl zu auffällig gewesen. Wie dem auch sei. Matt hatte heute schon viel erledigt und konnte sich auf den Heimweg begeben. Er hatte zu Hause schon den Esstisch dekoriert. Okay… Tais Schwester Hikari hatte ihm geholfen, da Matt selbst Dekotechnisch eher minimalistisch angehaucht war. Danach war er mit Jake in Tais Landrover in das Dörfchen gefahren und hatte einen langen Spaziergang mit dem großen Hund gemacht, bevor er die letzten Lebensmittel, die ihm für sein Dinner gefehlt hatten, besorgt hatte.
Jetzt musste nur alles mit dem Essen klappen und ihrem perfekten Abend würde nichts mehr im Weg stehen. Die paar Regentropfen, die gegen die Windschutzscheibe fielen, wurden dabei wissentlich ignoriert.

***

„Wenn ich es mir recht überlege, wird es wohl besser sein mit einem Kerl verheiratet zu sein!“, sinnierte der Torwart der Mannschaft und war schon ein wenig angetrunken. Dabei waren sie erst eine Stunde unterwegs.

„Ach?“, meinte Tai amüsiert. „Also hättest du auch gerne etwas mit einem Mann?“

„Äh…nein!“ Die Augen des Torwarts wurden aufgerissen. „Ich bleib bei meiner Süßen! Aber bei einem Kerl fallen die ganzen nervigen Frauenticks weg! Schuhe, Haare, Freundinnen!“

„Na ja, glaub mir, da geben sich beide Geschlechter nicht viel!“, sagte Tai grinsend. „Jeder hat so seine Ticks und bei Matt und mir ist das eher ausgeglichen! Ich akzeptiere seine Eigenheiten und er dafür meine! Eben so, wie es sein sollte!“

„Hm,… na gut! Dann macht das eben so!“ Der Torwart nahm einen großen Schluck seines Getränks und sah verlegen drein. „Hast vielleicht recht!“

Damit wandten sich beide den mittlerweile sehr angeheiterten und wild durcheinanderredenden Fußballkollegen zu. Das harte Training hatte ihnen wohl alle sehr zugesetzt. Aber zum Glück hatten sie ja jetzt knapp zwei Wochen frei. Da konnte man schon etwas feiern! Taichi war aber relativ brav und erinnerte sich an Yamas Worte! Er trank nicht so viel wie die anderen, denn auf ihn wartete ein besonderer Abend.

*

Eine knappe halbe Stunde später nahm die bisher reibungslose Fahrt des Busses ein jähes Ende. Stau! Anscheinend hatte es einen Unfall gegeben und so musste der Bus stoppen. Als wäre das nicht genug gewesen, verstärkte sich auch noch der Regen, der vor einigen Minuten angefangen hatte. Wundervoll! Er wollte nach Hause!!! Missmutig kramte Tai nach seinem Handy.

„Was gibt es denn?“, hörte er Matts Stimme nach einiger Zeit gehetzt durch das Telefon.

„Yama, wir stehen im Stau!“, informierte Tai seinen Sänger.

„Bitte was?“

„Der Bus hat gerade gestoppt und es geht hier nicht vorwärts.“, sagte er nun etwas nörgelnd.

„Weißt du schon wann es weitergeht?“, wollte Yamato wissen.

„Keine Ahnung! Ich befürchte vor uns hat es einen Unfall gegeben. Drück einfach die Daumen, dass es bald weiter geht!“, seufzte er in sein Handy hinein.

„Ich drücke nicht nur die Daumen!“, rief Matt und schien etwas sauer zu sein. „Ich bin hier im Kochstress und ihr steht im Stau!“

„Schatz, ich hab auch keine Lust darauf!“, sagte er wahrheitsgemäß. „Außerdem habe ich Hunger!“

„Du hast immer Hunger, Taichi!“, Tai wusste, dass Matt gerade mit den Augen rollte, wenn er sich nicht sogar einbildete es durch das Telefon zu hören.

„Ja, aber wenn du was Leckeres kochst, dann habe ich doppelt so viel Appetit!“, versuchte er sich zu verteidigen.

„Tja, da bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als den Stau aufzulösen und in heldenhafter Geschwindigkeit den Bus anzuschieben!“, kam es trocken zurück.

„HAHA!“ Toll wie sein Mann mit ihm fühlte. „Naja, ich werde dich anrufen, wenn es weiter geht!“

„Ok! Beeilt euch!“ Damit wurde schon aufgelegt. Na klasse!

***

„Jetzt kommt der auch noch später!“, sagte Matt zu Jake, der neben ihm in der Küche saß und geduldig zu ihm hoch schaute.

Zum Glück wusste er nicht, was der große Hund dachte. So oft wie dieser von seinen beiden Herrchen zu geblubbert wurde… Tai hatte Jake quasi mit in die Beziehung gebracht und war es gewohnt mit ihm zu reden. Eben das hatte sich Yamato auch angewöhnt und was sollte er sagen? Manchmal hatte er das Gefühl, als würde der Hund auch verstehen, was man ihm erzählte.
Matt beschloss das Radio anzuschalten. Vielleicht kam ja etwas über den Unfall und er konnte erfahren wann es weiterging. Als die ruhige Musik seines Lieblingssenders die großzügige Küche und das angrenzende Wohnzimmer durchflutete, stellte er den Backofen, in dem saftige Entenbrüste garten, niedriger. Langsames Garen bekam bei diesen Temperaturen eine ganz neue Bedeutung! Aber es half ja nichts. Das Fleisch war nun mal im Ofen und musste dazu gebracht werden, sehr langsam gar zu werden! Sollte es jetzt mehr als drei Stunden dauern, bis Taichi heimkam, würde er eben Entenbrustbriketts zu essen bekommen. Obwohl… wenn Tai Hunger hatte, würde er diese auch verputzen.

Der Regen, der mittlerweile gegen das Fenster schlug wurde stärker und auch im Radio wurde ein Sturm mit starken Windböen angesagt. Toll! Nicht nur, dass Tai mit seiner Mannschaft im Stau steckte, nein… jetzt musste Matt sich auch noch sorgen um diesen Kerl machen! Sicher, ein großer Reisebus war stabil. Aber Yamato wäre es lieber gewesen, wenn sein Mann sicher und wohlbehalten hier in ihrem Haus wäre. Naja, aber auch hierbei half es nichts sich aufzuregen. Matt beschloss erst einmal mit den Vorbereitungen fortzufahren. Tja, und wenn er jetzt schon etwas mehr Zeit hatte, konnte er alles perfektionieren.

*

Eine Stunde später war er dann soweit fertig, dass das Essen eine Weile alleine weiter garen konnte und viele Teelichter im Wohnzimmer verteilt waren. Es würde wohl einiges an Zeit beanspruchen diese alle anzuzünden, doch er entschied sich dafür sich jetzt erst einmal selbst schick zu machen. Schließlich wollte er heute Abend besonders gut aussehen!
Der nächste Weg führte ihn also schnurstracks in die Dusche. Oh ja, er würde sich so richtig aufbretzeln! Yamato stieg unter die Brause und ließ das warme Wasser über seinen Körper fließen. Augenblicklich entspannte er. Kaum zu glauben, dass die Planung eines perfekten Abends so viel Mühe kostete! Aber das würde es wert sein!

Tai war von der Pressekonferenz direkt in den Bus gestiegen. Das bedeutete, dass er einen Anzug tragen würde. Da er ein wenig getrunken hatte, wäre er etwas verwuschelter als sonst und seine Lippen würden ein wenig nach dem Getränk schmecken, welches im Bus die Runde machte. Wahrscheinlich wäre der Geschmack vanillig. Die Krawatte, die Taichi so sehr hasste würde gelockert, oder gleich ganz ausgezogen sein und die Ärmel seines Hemdes bis zum Ellenbogen aufgerollt. Sein Sakko würde irgendwo auf seinem Koffer liegen und durch das Wetter, welches draußen herrschte würde der ganze Mann wahrscheinlich durchnässt sein.
Matt würde ihn erwarten, kurz begrüßen und dann zum schön gedeckten Tisch führen. Er konnte sich gut vorstellen, dass er seinen Fußballer davon abhalten musste, sich auf das Brot zu stürzen, bevor er nicht das eigentliche Essen serviert hatte. Allerdings wusste er, dass wenn er erst einmal mit seinem Styling fertig war, so verführerisch wirken würde, dass er nur mit einem Hüftschwung in die Küche gehen musste um sich Taichis ganzer Aufmerksamkeit sicher zu sein! Aber sein Fußballer würde sich sehr gedulden müssen! Matt würde es zu keinen größeren Berührungen kommen lassen. Erst würden sie Essen und Matt würde es seinem Mann sehr schwer machen! Er wusste wie sehr Taichi Yagami gutes Essen liebte und schätzte. Aber er wusste auch was für eine Wirkung er selbst auf den Braunäugigen hatte. Das bedeutete, das er bald einen sehr hungrigen Mann gegenüber sitzen haben, der nicht wusste was er zuerst vernaschen sollte.
Es würde spannend sein, zu sehen was sein Schatz tun würde. Seit dem Mittag hatte Tai nichts mehr gegessen… Aber richtigen Sex hatte er seit vier Wochen nicht mehr! Bei Matts kurzem Besuch vor zwei Wochen war leider nicht die Zeit dafür gewesen. Erstens hatte der Coach Sexverbot verordnet und zweitens war ihnen Beiden die Nähe des Anderen wichtiger gewesen so dass sie ihre Zeit lieber anders genossen hatten. Heute war Taichis Heimkehr und ihr Wiedersehen im Gegenzug darauf ausgerichtet, das sie sich endlich wieder körperlich vereinigten. Oh ja!

Matts Haut begann zu prickeln. Er hatte gar nicht bemerkt, dass seine Hände beim Einseifen auf Wanderschaft gingen. Wie sehr wünschte er sich doch, dass es die großen, starken Hände von Taichi wären, die gerade über seine härter werdenden Brustwarzen fuhren. Weiter herunter über seinen straffen Bauch. Noch weiter hinunter zu… STOPP!
Schlagartig riss Yamato seine Augen auf. Wann waren sie eigentlich zugefallen? Egal! Sicher war nur, dass er jetzt nicht seine Zeit damit vergeuden wollte, sich bei einer Phantasie über seinen Mann, selbst zu befriedigen, wenn er noch an diesem Abend das Original haben würde! Oh nein! Er würde sich beherrschen! Entschlossen drehte er das Wasser auf eisig kalt. Das war sowieso besser für seine Haut!

*

Eine weitere Stunde später kam er fertig gestylt aus dem Schlafzimmer. Ein enganliegender, schwarzer Anzug legte sich um ihn als wäre es eine zweite Haut. Tja… Er würde definitiv die Aufmerksamkeit seines Mannes haben. Die volle Aufmerksamkeit!
Nun, mittlerweile waren es fast dreieinhalb Stunden her, seit Taichi in den Bus gestiegen war. Eigentlich musste er bald zu Hause sein! Es sei denn, er steckte immer noch in diesem Stau fest. Der Regen war zu einem Wasservorhang geworden und Matt war schon etwas besorgt. Vielleicht sollte er mal bei Tai anrufen. Doch als Yamato nach dem Telefon griff, sah er, dass bereits eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter blinkte. Die Stimme der Maschine sagte ihm, dass der Anruf vor knapp 25 Minuten eingegangen war.

>>Hallo Schatz! Wo bist du? Vielleicht… unter der Dusche??? Naja, ich hoffe du hörst mich! Der Empfang wird nämlich schwächer! Der Sturm scheint stärker zu werden. Wir sind gerade aus dem Stau raus. Theoretisch müssten wir in einer Stunde in Tokio sein. Allerdings kann der Bus gerade nur so langsam fahren, dass man dabei die Reifen wechseln könnte. Der Coach hatte vorgeschlagen irgendwo ein Hotel aufzusuchen, bis alles vorbei ist!<<
Oh nein, das konnte doch nicht wahr sein! Matt wollte schon frustriert aufschreien, aber Taichis Stimme sprach weiter.
>>Natürlich ist niemand im Team dafür gewesen. Nun ist der Beschluss von allen der, dass wir eben sehr langsam, Stück für Stück, weiterfahren. Ich weiß also nicht wann ich nach Hause komme. Ich liebe dich Scha…<<
Damit war die Aufzeichnung beendet worden. Das konnte ja heiter werden! Frustriert nahm Matt das schnurlose Telefon mit zu dem großen Panoramafenster, wo der Wasserfall aus Regen herunterlief, und wählte.

***
Seufzend blickte Tai durch das Busfenster. Natürlich sah er nichts, da es schon 22 Uhr war und stockdunkel. Außerdem ließ der Regen noch nicht mal dem Busfahrer genug Sicht, dass er schneller fahren konnte, warum sollte Taichi dann den besten Ausblick haben? Im Bus war es mittlerweile sehr still geworden. Viele Teammitglieder waren nun endgültig dem Alkohol unterlegen und schliefen. Er selbst hatte vor einer Stunde aufgehört zu trinken und hatte sich auf seinen Lieblingsplatz durchgewühlt. Hinten im Bus, das hieß auf der Rückbank und den letzten Sitzreihen, verstauten die Fußballer immer die Trainingstaschen. Hier hatte sich Tai einen Fensterplatz freigeräumt und sich regelrecht hinter eine Wand aus Taschen verschanzt. Über seinen Mp3- Player hörte er die Stimme von Matt, die die Lieder der Teenage Wolves sang. Einige Balladen waren sogar für ihn geschrieben. Nun, sicher war allerdings, dass die Lieder seines Schatzes ihm dabei halfen, die Sehnsucht nach dem Sänger wenigstens ansatzweise zu lindern. Plötzlich vibrierte sein Handy in der Hosentasche. Er hatte es auf lautlos gestellt, damit er seine schlafenden Kollegen nicht weckte. Schnell zog er die Ohrstöpsel heraus und nahm den Anruf an. Gut, dass er hier hinten ungestört war.

„Ja?“, fragte er, obwohl er genau wusste, wer dran war.

„Hallo Tai! Ich habe gerade deine Nachricht gehört. Wie ist die Verbindung?“, hörte er seinen Schatz etwas lauter rufen.
Zum Glück funktionierte gerade alles, trotz des Sturms der draußen tobte. Allerdings wurde die Dunkelheit inzwischen immer wieder von Blitzen durchzuckt.

„Es geht so.“, seufzte Tai und war froh Matt zu hören. „Ich hoffe es bleibt auch so!“

„Wo seid ihr gerade?“

„Tja, wenn ich das wüsste! Ich kann gerade nichts außer Regen sehen und gelegentlich ein paar Blitze. Ab und zu schaukelt der Bus, aber ich denke wir sind noch auf dem Highway!“, informierte er den Sänger.

„Also weißt du noch nicht wann du heim kommst?“

„Leider nicht! Aber ich wünschte ich wäre schon bei dir!“ Matt lachte über diese Aussage leicht. Oh wie sehr er dieses Lachen liebte.

„Den Wunsch kann ich nachvollziehen! Ich hätte dich jetzt auch lieber in meinen Armen!“, sagte Yamato und Tai konnte das Lächeln heraushören, welches diesen Satz garantiert begleitet hatte. „Außerdem bin ich gerade mit meinem Styling fertig geworden und ich sehe verdammt heiß aus!“

Leicht fing es in Tais Ohren an zu klingen. Matt sah immer gut aus! Er achtete immer auf sein Aussehen. Aber wenn er behauptete heiß auszusehen, dann bedeutete dies megaheiß!!! Warum tat der Blonde das und machte ihm jetzt den Mund wässrig? Allerdings würde Tai jetzt cool bleiben!

„So, du siehst also heiß aus?“, sagte er und ließ seine Stimme dunkel klingen und versuchte so wenig Interesse wie möglich herausklingen zu lassen.

„Oh ...~aa…“, hörte er gedehnt und abgehackt. Toll, gerade jetzt fing der Empfang wieder an zu reißen.

„Was hast du an?“, flüsterte er leise und wollte dieses Gespräch nicht aufgeben.

„Was ist das denn für eine ~age?“, kam es zurück.

„Nun, wenn ich weiß was du anhast, kann ich mir vorstellen, wie du gerade zu Hause sitzt und auf mich wartest!“

„Deine Flirtversuche kommen hier ganz abgehackt an, Schatz!“, meinte Yamato und schien etwas belustigt. „Damit wirkt es nic~ gerade ro~tisch!“ Blöder Empfang!!! Aber solange es ging würde er seinen Engel jetzt noch an der Strippe halten!

„Naja, ich sitze hier gerade eingemauert und abgeschirmt von meinen schlafenden Teamkollegen in der letzten Reihe. Da ist es doch klar, dass ich an etwas Angenehmes denken will. Und zwar an dich!!!“

„Nun, du kannst ~och an mich denken, ohne zu ~sen, wie ich aus~ehe!“ kam es weiterhin belustigt, aber auch sanft zurück.

„Stimmt! Dann stelle ich dich mir einfach ohne etwas vor! Also ganz… schön… nackt!“, sagte er grinsend. Aber er meinte es durchaus ernst.

„Oh nein, Mr. Yagami!“, hörte er Matt tadelnd.

„Ach Yama!“, säuselte er jetzt fast schon. „Ich würde dich jetzt gerne fest mit meinen Armen umschlingen und so eng wie möglich an mich drücken. …Nackt natürlich!“

„Ich überlege, ob ich nicht einfach auflegen sollte!“, seufzte Yama zurück.

„Warum? Ich stelle mir doch nur gerade vor, wie deine Haut am Stoff meines Anzuges reibt. Das lässt uns beide nie kalt!“

„Nein, lässt es uns wirk~ nie!“ Super! Matt ließ sich auf das Spielchen ein! Da konnte der blöde Empfang nicht mal stören! Irgendwie fand es Tai sehr prickelnd, so im vollbesetzten Bus, mit Matt zu telefonieren.
„Und an sowas denkst du ~zt.“, fragte sein Schatz doch noch ziemlich sachlich. Den würde er noch kriegen!!!

„Nicht nur daran!“, hauchte er. „Vor allem denke ich an deine süßen Lippen, die ich erst mal gerne küssen würde. Und das so lange, bis wir beide nach Luft schnappen müssen! Dann werde ich dich erst einmal hinter eines deine Ohren küssen und du schmilzt noch mehr in meine Arme hinein!“

„Ich schmelze also? Gut, dass kann sein! Allerdings werde ich mich dabei dann so an dir reiben, dass du dir ~ünschen wirst deine Klamotten loszuwerden! Und dabei würd~ ich ~ir nicht helfen!“ Verdammt! Es wurde jetzt doch schwer mir dieser Verbindung in romantischer Stimmung zu bleiben!

„Du weißt doch wie schnell ich aus meinen Klamotten raus sein kann!“, meinte er selbstsicher. „Doch selbst wenn ich es nicht schaffe: früher oder später würdest du mir helfen! Du liebst es nämlich meine Haut an deiner zu spüren, genauso wie ich es liebe! Wir wollen uns immer pur spüren! Schatz! Und ich würde viel dafür tun, damit unsere Wünsche in Erfüllung gehen!“ Langsam wurde es eng in seiner Hose als er so sprach und sich alles dabei auch vorstellte.
„Ich will dich riechen, schmecken, fühlen! Und meine Hände finden immer einen Weg über deinen Körper.“

Matts leises Stöhnen hörte er unverzerrt. Oh ja! „Welchen ~eg ~ürdest ~u einschla~en?“

„Ich bevorzuge es sanft über deinen Hals zu streichen, runter zu deinem Schlüsselbein und langsam… ganz langsam zu deinen Brustwarzen!“, hauchte er erregt in sein Handy. In seinem Kopf spielte sich alles ganz genau ab, während er erzählte.
„Ich bin so langsam, weil ich einer meiner Hände natürlich küssend folge! Ich freue mich schon darauf, dass meine Finger federleicht über deine härter werdenden Knospen streicht, bevor ich eine davon mit meinem Mund umschließe und sanft daran sauge!“

Plötzlich erhellte ein starker Blitz den gesamten Bus und die Leitung war tot! Fünf Sekunden später ertönte ein nerv tötendes Tuten. NEIN! Die Verbindung war zusammengebrochen! Schnell drückte Taichi die Kurzwahltaste, aber es baute sich keine neue Verbindung auf. Frustriert stöhnte er auf. Nein, es war kein heftiger Telefonsex gewesen! Eher eine erregende Spielerei. Aber warum konnten sie nicht weiterspielen? Es war doch so schön gewesen!
Ein lautes Schnarchen aus den vorderen Reihen zerstörte ihm nun voll und ganz die Stimmung und das machte ihn nicht mehr ganz so umgänglich.

Murrend nahm er wieder seinen Mp3-Player um sich wenigstens von Matts Stimme beruhigen zu lassen. Wenn dieser Bus nicht bald schneller wurde, würde er ihn noch anschieben! Aber es nutzte nun mal nichts. Er musste sich beruhigen.

***
Verdammt! Dieses blöder Unwetter! Matt stand immer noch wie vor einer Minute mit der Stirn an das kalte Glas gepresst da und verfluchte diesen Sturm. Eine Hand hielt immer noch das Telefon am Ohr und mit der anderen stützte er sich am Fenster ab. Er hatte sich verboten sich dort zu berühren, wo Tai es beschrieben hatte! Es war ein erregendes Geplänkel gewesen, was vielleicht wirklich zu Telefonsex geführt hätte. Die Vorstellung, dass Tai zum Beispiel mit heruntergelassener Hose und seinem schönen Penis in der Hand, in der hintersten Reihe des Mannschaftsbusses hätte sitzen können, hatte für ihn durchaus etwas Delikates! Aber er wollte den echten Tai! Echte Küsse, echte Berührungen!
Nun, seine Erregung ließ sich dennoch nicht verleugnen. Kalt duschen wäre keine gute Lösung, denn schließlich hatte er lange gebraucht um so auszusehen, wie er jetzt aussah. Das wollte er auf keinen Fall ruinieren!

Frustriert stöhnte er auf. Er wusste noch nicht einmal, wann sein Schatz nach Hause kommen würde! Naja, es blieb ihm nichts anderes übrig, als das Essen, welches inzwischen fertig war, warm zu halten und sich die Zeit irgendwie zu vertreiben. Das Radio hatte mittlerweile auch keinen Empfang mehr und an das Fernsehen, war bei diesem Wetter auch nicht zu denken. Immer wieder zuckten Blitze auf. Er sollte es sich einfach gemütlich machen und auf Tai warten. Der musste schließlich später die Verantwortung für seine Erregung übernehmen!

Daher beschloss Matt erst einmal alle Teelichter anzuzünden, sich ein Glas Weißwein einzuschenken und sich an seinen Flügel zu setzen, der in ihrem großzügigen Wohnzimmer stand. Musik hatte für ihn schon immer die Eigenschaft ihn zu beruhigen. Mittlerweile war auch Jake wieder zu ihm gekommen. Der große Hund hatte überall im Haus verstreut seine Lieblingsplätze und konnte sich frei bewegen. Er konnte sogar durch eine riesige Hundeklappe hinaus in den eingezäunten Garten. Aber bei diesem Wetter hatte er sich verständlicherweise dafür entschieden nicht raus zu gehen und mal wieder nach Yamato zu sehen. Fast schon fragend schaute er ihn an und legte seinen Kopf schief.

„Nein, ich weiß nicht wann Tai nach Hause kommt!“, verriet Matt dem schwarzweißen Hund. „Er hängt irgendwo in diesem Sturm fest!“

Jake schnaufte einmal kurz, legte sich hin und bettete seinen Kopf auf seinen Vorderpfoten. Matt lächelte kurz, seufzte dann aber auf und spielte weiter Klavier.

*

Eine dreiviertel Stunde später hatte er genug! Taichi war immer noch nicht da und er hatte keine Lust mehr Klavier zu spielen. Außerdem hatte es heute irgendwie doch keine beruhigende Wirkung mehr. Heute war eher das Gegenteil der Fall. Während seine Hände zart über die schwarzen und weißen Tasten strichen, musste er immer an Taichis Hände denken, die ebenso über seinen Körper gleiten würden und somit auch auf ihm spielen würden. Tai kannte seinen Körper in und auswendig und wusste welche Punkte er treffen musste damit Matt zerfloss. Und er wollte zerfließen, verdammt! Er wollte die ganze Nacht wieder und wieder zerschmelzen und mit Taichi über so manche Klippe springen. Das würden sie auch! Fast schon trotzig fasste Matt eine Entscheidung. Wenn Mr. Yagami einfach so zu spät kommen wollte (ob nun freiwillig oder nicht, war mal dahingestellt) musste er auch mit den Konsequenzen leben!

Wild entschlossen stapfte er in die Küche und holte einige Frischhalteboxen aus den Schränken heraus. Entenbrust, Reis, Gemüse und Sauce wurden verpackt, aber währenddessen genehmigte er sich selbst den ein oder anderen Bissen, da er selbst etwas Hunger hatte. Danach wurde alles im Kühlschrank verstaut. Spülen würde er später.
Als in der Küche soweit alles fertig war, setzte er sich mit seinem wieder gefüllten Weinglas auf die Couch und schaute in Richtung Treppe, welche von der unteren Etage direkt ins Wohnzimmer führte. Tai musste an dieser Couch vorbeikommen! Yamato Ishida wollte Tai spüren und wenn das bedeutete, dass sein Mann erst einmal nichts zu essen bekommen würde!

Fünf Minuten und ein weiteres Weinglas später, war ihm selbst das nicht genug. Damit Taichi auch ja wusste, was Sache war, wurde jetzt alles was noch an elektrischem Licht schien, ausgeschaltet. Immer noch wurde der Raum von den wiederkehrenden Blitzen erhellt, aber die Kerzen und Teelichter hielten tapfer dagegen an. Matt hatte sich dazu entschlossen Taichi jetzt nackt zu begrüßen.
Daher zog er sich schnell aus, bis auf die Schleife, die sein bestes Stück zierte, und drapierte sich verführerisch auf der Couch. Jake, der aufgewacht war und ihn wie es schien skeptisch anschaute wurde nur an geschnaubt.

„Subtilere Hinweise sind jetzt völlig fehl am Platz wenn er nach Hause kommt!“, erklärte er dem Tier. „Und wenn du das nicht sehen möchtest, dann musst du eben gehen!“

Tja, anscheinend verstand dieser Hund tatsächlich die menschliche Sprache, denn er trottete zur Treppe und verließ das Stockwerk. Nun, Matt wollte gar nicht erst wissen, was manchmal in diesem Hundekopf vor sich ging!

***
Geld war ihm nicht wichtig! Oh nein! Aber wenn es einen verkorksten Taxifahrer dazu brachte, ihn bei diesem Wetter eine halbe Stunde von Tokio entfernt, aufs Land zu bringen, war er froh, dass er viel davon besaß. Er hatte zwar nicht so viel Alkohol getrunken, aber es reichte, dass er nicht mehr fahren konnte. Daher hatte er sich auch keinen Mietwagen nehmen können. Nun, aber er war jetzt da.
Glücklich schloss er um halb ein Uhr nachts, die Haustür zu ihrem Haus auf und betrat nass vom Regen den Eingangsbereich. Er konnte gerade noch seine Schuhe ausziehen und musste aufpassen, dass er nicht von einem total verrückten, freudig mit dem Schwanz wedelnden Jake umgeworfen wurde.

„Na mein Junge! Hast du auf mich gewartet?“ Taichi stellte sein Gepäck an einer Wand ab ums wuschelte dem großen Hund erst einmal richtig durch das Fell.

Der sonst so entspannte Hund kam ihm in seiner Begrüßungsfreude vor wie ein kleiner Welpe und Tai war froh, dass er nur freudig winselte, anstatt das ganze Haus zusammen zu bellen. Tja, sein Hund hatte um halb eins in der Nacht eben Manieren! Ihm war klar, das Jake jetzt in den nächsten Tagen wie ein Schatten für ihn sein würde. Aber das war auch irgendwie schön.
Nun, viel wichtiger war ihm jetzt, nachdem sein Hund ihn schon begrüßt hatte, dass sein Schatz ihn auch so freudig empfing. Hoffentlich war Yamato nicht allzu sauer. Immerhin hatte er sich sicherlich viel Mühe gegeben und dieses Unwetter machte einem schönen Abend einen Strich durch die Rechnung.

Das Haus war dunkel, bis auf sanftes Licht, was von dem offenen Wohnzimmer das Treppenhaus herunter fiel. Matt hatte sicherlich Kerzen angezündet. Fast schon bedächtig schritt Taichi die Treppe hinauf und hörte nicht mal das Kratzen der vier Pfoten auf dem Parkett, die ihm folgten. Stufe für Stufe kam er höher und als er endlich angekommen war, setzte sein Herz für einen glücklichen Moment aus. Das ganze Wohnzimmer war voll mit Teelichtern und Kerzen und der Esstisch in der Ecke war wunderschön dekoriert. Das Zentrum seiner Aufmerksamkeit lag allerdings schlafend auf der Couch.
Sein blonder Engel lag dort, in eine Decke gekuschelt, die sonst immer unter dem Sofa verstaut war und schlummerte friedlich. Auf dem Couchtisch stand ein Glas und eine halbleere Flasche Weißwein. Matt hatte auf ihn gewartet. Wahrscheinlich hatten ihn die Strapazen des Tages so geschafft, dass er die schönen blauen Augen nicht mehr offen lassen konnte. Nun… vermutlich würden sie ihn anderenfalls tadelnd anfunkeln.

Taichi seufzte auf. Sie hatten sich diesen Abend beide anders vorgestellt! Leise setzte er sich neben Yama und streichelte ihm durch die perfekt sitzenden Haare. Wie machte der Kerl das bloß? Da er sich diese Frage schon viel zu oft in den letzten Jahren gestellt hatte, verschwendete er seine Gedanken nicht weiter daran und beschloss etwas Gutes für den Rücken seines Schatzes zu tun. Hier konnte er nicht liegen bleiben!

„Schatz, ich bin zu Hause!“, murmelte er und küsste federleicht die rosigen Lippen.

Matt brummte missgelaunt und kuschelte sich fester in die Decke ein. Nun, dann würde er seinen Schatz eben ins Bett tragen. Schnell befreite er die Decke aus Matts Klammergriff und schlug sie zurück. Eigentlich wollte er ihn gleich auf seine Arme nehmen, aber für einen Augenblick blieb ihm doch die Luft weg. Sein Engel lag nackt auf dem Sofa und war nur mit einer roten Schleife um die schöne Männlichkeit ‚bekleidet‘. Aus dieser Atemlosigkeit wurde allerdings schnell ein verruchtes Grinsen. Matt war anscheinend so ‚sauer‘ auf ihn, dass er ihn ohne Abendessen ins Bett schicken wollte! Naja, aber nur um dort den Nachtisch zu vernaschen. Trotz der langen Busfahrt hatte er jetzt sehr große Lust auf diesen Nachtisch! Aber es half alles nichts. Er konnte jetzt nicht wie ein Raubtier über diesen schlafenden Engel herfallen! Hey, er war schließlich ein Gentleman. Liebevoll küsste er die Stirn seines Schatzes und hob ihn sanft hoch.

„Ich packe mein Willkommensgeschenk später aus, Yama!“, hauchte er ihm zu und trug ihn noch ein Stockwerk höher ins Schlafzimmer, wo er den nackten Körper liebevoll ins Bett legte und zudeckte.

„Hab dich vermisst!“, wurde im Schlaf genuschelt.

Glücklich lächelte Taichi. Er überlegte erst, ob er sich gleich dazu kuscheln sollte, aber dann beschloss er erst einmal, aus seinen nassen Sachen herauszukommen und sich dann eine heiße Dusche zu gönnen. Der ganze Reisestress musste abgewaschen werden. Außerdem befürchtete er, dass ihm sein zweiter Schatten noch etwas folgen würde, nur um sicher zu gehen, dass er als Rudelführer auch anwesend war und nicht gleich wieder verschwinden würde. Also sah er seinen schwanzwedelnden Freund an, lächelte und ließ sich von diesem auch ins Bad verfolgen.

***
Weich und zart schmiegte sich der Satin an seinen Körper. Er fühlte sich wirklich wohl dort wo er lag. Moment mal! Die Couch war aber nicht so bequem. Erstaunt schlug Matt die Augen auf. Auf dem Digitalwecker stand die Zahl 1:28. Und noch mal Moment! Wenn er konzentriert lauschte, konnte er Geräusche von Unten wahrnehmen, die nichts mit dem Regen zu tun hatten, der draußen vom Himmel fiel. Tobte dieser Sturm denn immer noch?

Aber das Wichtigste war… Tai war zu Hause! Yamatos Herz schlug etwas schneller und ein Lächeln schlich auf seine Lippen. Aber… warum hatte Tai ihn, so wie er war ins Bett gebracht? Er hätte ihn wecken sollen! Da waren wohl ein paar ernste Worte nötig! Außerdem konnte er sich denken, wo er seinen Mann jetzt in diesem Augenblick zu finden war! Entschlossen streckte er sich und stand auf. Vor dem großen Spiegel, den sie im Schlafzimmer hatten, betrachtete er sich noch mal von allen Seiten und ordnete seine Haare. Mr. Yagami würde sein blaues Wunder erleben!

Elegant und katzengleich schritt er, immer noch nur von der Schleife bekleidet, die Treppe zum Wohnzimmer hinunter. Langsam ging er dann zu der offenen Wohnküche, wo er wie erwartet seinen Mann vorfand.
Taichi hatte alle Plastikbehälter offen vor sich stehen und saß essend auf einem Stuhl am großen Küchentisch. Jake saß wachsam neben ihm, ging aber als er Matt bemerkte zur Treppe, welche ins Erdgeschoss führte. Wahrscheinlich hatte er es auch aufgegeben darauf zu warten, dass etwas für ihn herunterfallen würde, denn Tai beanspruchte gutes Essen immer für sich und hatte Jake darüber hinaus in dieser Hinsicht sehr streng erzogen! Es gab nichts vom Tisch, …was den großen Hund aber nicht davon abhielt immer wieder darauf zu hoffen. Irgendwie amüsierte es Matt gerade sehr! Doch er musste sich wieder seiner eigentlichen Aufgabe besinnen.

„Ich hatte mir eigentlich gedacht, wir würden gemeinsam essen!“, sagte Matt gespielt tadelnd, was Tai dazu veranlasste aufzusehen. Er bemerkte das Glitzern in den schokobraunen Augen, als Tai ihn von oben bis unten ansah.

„Aber ich habe seit dem Mittag nichts mehr gegessen und ich brauche doch meine Kraft!“, sagte er mitleiderregend und ging auf Yamatos Tadelei an.

„Du brauchst deine Kraft?“, fragte Matt und schritt geschmeidig auf Tai zu, der sogar die Stäbchen weglegte um ihm vollste Aufmerksamkeit zu geben.

„Ja!“, kam es bestätigend.

„Du hast mehrere Wochen trainiert, hast Fußballtaktiken studiert und deinen Körper bis zum Ultimo gestählt! Wozu brauchst du noch mehr Kraft?“, fragte Matt und stellte sich hinter Tai.

Zart legte er seine Hände auf die Starken Schultern und strich an beiden Seiten über das Schlüsselbein zur Brust. Tai war kein Bodybuilder. Er hatte nicht übertrieben viele Muskeln, aber er war durch und durch trainiert und sein Körper war fest und hart! Wie ein Experte, der sich ein Meisterstück begutachtete, ging er um Taichi herum und kam neben dem Tisch wieder zum stehen.

„Ich würde sagen, du bist kräftig genug! Du würdest nicht vom Fleisch fallen, wenn du eine Mahlzeit ausfallen lassen würdest!“

„Naja!“, sagte Tai und legte sich gespielt grübelnd zwei Finger unter das Kinn. „Ich werde in den nächsten Tagen meine Wäsche waschen, die Pflichten eines Hundebesitzers wieder annehmen und viele Dinge erledigen müssen, wofür ich wochenlang keine Zeit hatte. Außerdem brauche ich besonders viel Kraft dafür um mein Willkommensgeschenk auszupacken, damit ich meinen Mann glücklich machen kann.“

Neckens sah Tai ihn an und ließ seinen Blick zu einer gewissen Schleife gleiten. Zum Glück hatte Yamato sich noch soweit unter Kontrolle und das war unter diesem heißen Blick wirklich nicht leicht, dass er kühl bleiben konnte.

„Wer sagt denn, dass du dir überhaupt das Geschenk verdient hast?“, fragte er und sah ihn maßregelnd an. „Und wer sagt dir dazu noch, dass du dir dieses Essen verdient hast?“

„Ob ich es verdient habe oder nicht!“, sagte Tai erst leise, bevor er mit einem Mal Matt auf seinen Schoß zog. „Du weißt doch, Geschenke werden bei mir immer sehr schnell ausgepackt!“ Und damit wurden Yamatos Lippen mit einem leidenschaftlichen Kuss in Beschlag genommen.

Es war kein romantischer Begrüßungskuss. Vielmehr war er hungrig und verzehrend. Beide hatten sich vermisst und beide wollten so viel wie möglich vom anderen aufsaugen. Taichi war verdammt gut darin! Er raubte Matt den Atem und wollte ihn mit in eine Leidenschaft reißen, die er noch bei keinem andern Menschen je allein durch Küsse gespürt hatte. Seine Hände wollten sich schon in den braunen Wuschelhaaren festkrallen und alles einfach genießen. Doch er musste sich darauf besinnen, dass er eigentlich gespielt empört war und das Tai eine wilde Knutscherei nicht verdient hatte! Vor allem nicht das gute Essen, welches noch auf einen Teller wartete.
Resolut riss er sich von Tai los und stemmte sich von der Brust weg. Dann drehte er sich zum Tisch um und schob alles, was in Tais Reichweite war weit nach hinten, bevor er sich auch aus Taichis besitzergreifenden Griff befreite. Langsam setzte er sich auf den Küchentisch direkt vor seinen Mann. Seine Erregung war jetzt deutlich zu sehen, aber er musste jetzt beherrscht bleiben und wenn auch nur zum Schein.

„Also ich denke, du hast für alles genug Kraft!“, sagte er nachdenklich, auch wenn seine Stimme eine Nuance rauer klang. „Das heißt kein Essen für zu spät nach Hause kommende Sportler!“
Während er das sagte, stellte er provozierend einen Fuß zwischen Taichis Beine auf den Stuhl, der mit gespreizten Beinen, mit leidenschaftlichen Augen zu ihm aufsah.

„Und wie kann ich mir ‚es‘ verdienen?“, fragte Tai und sein Blick blieb fest an ihm haften. Beide Hände umfassten Matts Wade und fuhren sanft hoch über das Knie zum Oberschenkel.

„Nun…“, antwortete er mit theatralischer Pause. Er drehte sich leicht nach hinten und tauchte einen Finger in die Sauce, bevor er diese sehr provozierend nachdenklich ableckte. „Ich denke du denkst dir selbst etwas aus!“

Tais Mund verzog sich zu einem verführerischen Grinsen. Leicht beugte er sich vor und küsste Yamatos Knie. Zart und sanft, während die Hände Matts Wade streichelten. Dann stand er auf und legte das Bein um seine Hüfte. Soweit machte sein Mann das echt gut! Matt musste schmunzeln. Taichi stand nun ganz nah bei ihm so, dass er Matts zweites Bein anhob, damit es dasselbe tun konnte. Die letzten Zentimeter überbrückend, zog er Matt in eine feste Umarmung, bevor er seine Lippen sanft auf die seines Mannes legte. Mit aller Vorsicht knabberte er an der Unterlippe und ließ dann seine Zunge langsam über die rote Verführung gleiten. Ebenso vorsichtig kam Yamato ihm entgegen und ihre Zungen trafen sich. Der Kuss war süß, auch wenn er nach Sauce schmeckte. Matt hatte keinen Zweifel daran, dass sein Schatz ihn deshalb auskostete. Er kannte ihn einfach zu gut. Naja, warum sollten sie nicht ein bisschen spielen? Langsam brach er den Kuss ab und sah in Taichis Augen.

„Na gut!“, sagte Matt rau. „Dafür hast du dir ein Stückchen verdient!“

Er griff nach hinten in irgendeine Aufbewahrungsdose. Es stellte sich allerdings als sehr schwierig heraus, weil sein Blick immer noch von Taichis Augen gefangen war. Zu allem Überfluss stellte dieser Kerl auch noch seine Arme links und rechts neben ihm ab und sah ihn funkelnd an. Aber irgendwie erhaschte er doch ein Stück Gemüse und schob es in den frechen Mund.

„Hmmmh!“, schnurrte Der genüsslich und schnappte sich Matts Hand um mit seiner Zunge sanft die Finger abzulecken. „Mit den Fingern schmeckt es doch am besten! Und erst recht, wenn man gefüttert wird!“

Irgendwie hatte ihr Spiel seinen Knackpunkt erreicht. Zwischen ihren Körpern herrschte eine fast elektrische Spannung, welche sich endlich entladen musste.

„Jetzt reicht`s!“, beschloss Matt energisch und zog Taichis T-Shirt ruckartig über den Kopf.

Er hatte seinen Mann wochenlang nicht spüren können und die Zeit war einfach nicht die richtige für Spielchen. Dennoch ließ er seinen Blick kurz über den wunderbaren Körper wandern. Diese starke Brust, der trainierte Bauch alles von gebräunter Haut bedeckt. Dieser Mann war einfach heiß, in Schlabberklamotten, wie in einem feinen Anzug, aber nackt… Und alles gehörte Matt!

„Ach, bekomme ich jetzt schon meinen Nachtisch?“, fragte Tai noch keck, bevor Matt ihn knurrend in einen feurigen Kuss verwickelte.

Ihre Körper pressten sich aneinander, genauso wie ihre Erregungen. Die Schleife um Yamatos harter Männlichkeit wurde langsam unangenehm und störend, denn sie schnürte ihn verdammt ein! Schon wollte er zwischen ihre Körper fahren um das lästige Ding loszuwerden, als Tais Hand hervorschnellte und seinen Arm festhielt. Außerdem riss er sich auch noch aus dem leidenschaftlichen Kuss los, der sie schwer Atmen lies. Taichis Lippen verzogen sich zu einem Grinsen, während sie sich in die Augen schauten.

„Oh nein!“, sagte der Fußballer dann auch noch bestimmend mit dunkler Stimme. „Ich habe dir doch gesagt, dass ich mein Geschenk später auspacke.

Taichi zog daraufhin seinen Körper zurück, was Matt frustriert aufstöhnen ließ. Tai war so verflucht sexy, wenn er bestimmend war! Nicht, dass Yamato in irgendeiner Weise devot wäre, aber er liebte es, wenn sein warmherziger, wunderschöner Mann zum strengen Verführer wurde. Doch als Taichi sich ganz aus der Umklammerung seiner Beine befreite und zurück auf den Stuhl setzte, war er doch einen Moment lang ratlos. Hallo! Er saß hier mit seiner steifen, in die Luft zeigenden Männlichkeit auf dem Küchentisch und Tai setzte sich genüsslich auf den Stuhl und sah ihn einfach nur an? Nun, zum Glück entging ihm das Glitzern in den braunen Augen nicht. Taichi hatte irgendetwas vor!

„Nach langer Abstinenz sollte man(n) genießen!“, raunte der braunäugige belehrend. „Und ich fange gerade erst mit dem Begutachten an“

Matt wollte schon sagen, dass ihre vom Küssen geschwollenen Lippen ein Zeichen dafür waren, dass sie schon längst über das „Begutachten“ hinaus waren, aber Tais Blick hielt ihn einfach gefangen. Langsam stand er auf und ging wieder auf Matt zu, kam ihm sehr nahe und legte seinen Kopf schief. Wie ein Kunstkenner schaute sich dieser Mann intensiv die Konturen seines Gesichtes an. Yamato konnte den heißen Atem auf seiner Haut spüren und irgendetwas veranlasste ihn ganz still zu halten. Es war eine Spannung in ihm, die sich durch die Nähe des anderen aufbaute. Warum konnte Taichi nicht einfach die letzten Zentimeter überbrücken und sein Gesicht küssen. Seine Haut sehnte sich förmlich danach berührt zu werden, genauso wie alles an ihm gerne Berührungen fühlen würde. Doch natürlich tat Tai ihm diesen Gefallen nicht. Die genaue Begutachtung ging weiter… über den Hals, die Schulter und das Schlüsselbein bis hin zu den Brustwarzen. Überall spürte Matt Tais Atem und er bemerkte, wie die braunen Augen immer wieder zu ihm aufsahen um seine Reaktionen zu beobachten.
Wartete er etwa darauf, dass Yamato den ersten Schritt ging? Wollte er ihn einfach nur reizen? Letzteres hatte er ja wohl lange vorher schon geschafft! Pah, der sollte nur abwarten! Ein bisschen Spannung hielt Matt schon noch aus, auch wenn es schwer war, wenn gerade all seine erogenen Zonen nur minimal angehaucht wurden!
Tais Blick und auch sein Atem wanderten weiter südwärts. Ausgiebig betrachtete er Yamatos erregte Männlichkeit, die durch die Schleife immer fester eingeschnürt wurde. Verflucht! Sonst hatte Taichi wenn es um Geschenke ging, alles in Null Komma Nichts ausgepackt! Es musste einfach mehr passieren! Zeit zum genießen würden sie doch die ganze Nacht haben.

„Taichi Yagami!“, sagte Matt versucht mahnend. „Jetzt ist keine Zeit für Spielchen! Ich will dich spüren und zwar schnell!“

Tai sah ihn amüsiert an. Er stützte seine Hände links und rechts neben Matts Hintern ab und berührte gerade so die seidige Haut.
„Na, dann kommt jetzt nach dem Begutachten das Verwöhnen!“

„Tai!“, rief Matt noch einmal im tadelnden Ton. „Höchste Zeit dein freches Mundw ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: Berry
Username: Berry
Datum: 19.09.2010 - 17:13

Kommentar Nr.: 7948
Eine echt süße Story :D ich liebe dein Schreibstil ^_____^
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