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Archiv > Originale > When the Night falls

y When the Night falls
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Ab 18 Jahren Deutsch 04.10.200920.07.2010 290830 4.20
Bei 5 Vote(s)
94
Autor: Rolerne
Pairing: Andriel x Ammon
Kategorien: Action, Horror, Mystery
Inhalte: Angst, Tod und Mord, Limone, Lemon, Blödsinn, Songfic, Gewalt
Einführung: Lüftet die Mysterien der Nacht und all ihrer Bewohner.
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y Drei Flüsse der Unterwelt - Küss den Schatten - Wovon träumst du Nachts?
Ammon saß an Andriels Bett und betrachtete seinen Liebling. Er war immer noch bleich, hatte aber mittlerweile wieder etwas Farbe bekommen. Tiamath betrat das Zimmer und brachte zwei Tassen Tee auf einem Tablett, welches er leise auf dem Nachttisch abstellte.
„Wie geht es ihm?“
Ammon strich seinem Geliebten eine Strähne aus dem Gesicht.
„Schon etwas besser, aber er ist immer noch sehr schwach.“
Tiamath nickte und reichte Ammon eine der dampfenden Tassen.
„Gibt es denn gar nichts was für ihn tun können?“ fragte der Exinquisitor.
Der Rothaarige setzte sich auf den gegenüberliegenden Stuhl und trank einen Schluck bevor er antwortete.
„Da gäbe es schon eine Möglichkeit, aber ich bezweifele dass Andriel als erstes in das Gesicht eines Ulvin blicken will.“
Ammon sah Tiamath fragend an.
„Die Ulvin sind fast so alt wie die Zeit selbst und sie gehören zu den Kasten die niemals kämpfen. Sie versorgen die Verwundeten und kümmern sich um die Sterbenden. Doch durch ihren Eifer, ihre Heilkünste immer mehr zu vervollkommnen, verkümmerten mit der Zeit ihre Körper. Ihre Beine wurden kurz, dafür nahmen die Arme eine Überlänge an. Die Attribute die ein Gesicht ausmachen, sind bei ihnen auf ein Minimum reduziert. Eine Nase gibt es praktisch nicht mehr, nur noch zwei schwarze Löcher durch die sie atmen, der Mund wurde schmaler und schmaler und die Augenlider sind so gut wie nicht mehr existent. Ulvin sind die besten Heiler die man finden kann, aber dafür in ihr Gesicht zu blicken; dass ist es für die meisten nicht wert.“
Ammon nickte nachdenklich und blickte wieder zu Andriel. Ein sanftes Lächeln legte sich auf seine Lippen. Er hatte ihn wieder. Das war momentan das einzige was zählte.
„Ich hätte nicht gedacht, das es Calzifer jemals aus dem Cogitus heraus schafft.“ kam es von Tiamath plötzlich
„Was überrascht Euch daran so sehr?“ wollte Ammon wissen.
Müde kniff der Fürst die Augen zusammen und es dauerte eine kleine Weile, bis er antwortete.
„Calzifer ist mein Bruder, musst du wissen. Einst hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, von Menevia aus dem Verkehr zu ziehen. Aber dem heutigen Großinquisitor gelang es durch eine List Calzifer in den Cogitus zu verbannen. Der Cogitus ist der Eissee im tiefsten Kreis der Hölle. Er wird durch die drei Flüsse Acheron, Phlegeton und Styx gespeist. Normalerweise gibt es kein entkommen von dort, doch Calzifer war schon immer hartnäckig. Hach, Mutter hatte ganz Recht.“
„Mutter?“ fragte Ammon ungläubig.
„Aber ja, dachtest du Dämonen kommen aus feurigen Erdlöchern? Nein, unsere Mutter ist Aja`Tal`Iva.“
„Die Königin der Finsternis?“
„Eben jene.“
Tiamath trank einen weiteren Schluck und ließ seinen Blick in die Ferne schweifen. Ammon wandte sich wieder seinem Geliebten zu und fragte sich ob er irgendwie zu ihm durchdringen könne. Einem plötzlichen Impuls folgend legte er seine rechte Hand auf die Stirn des Inkubus. Er schloss die Augen und murmelte unbekannte Worte. Ein Lichtblitz schoss grell durch seine Gedanken und Ammon konnte spüren, wie sich die Pforten seines Unterbewusstseins öffneten. Sein Geist wurde durch seinen Arm direkt in Andriels Stirn geschickt.

In der fremden Gedankenwelt angekommen, sah sich Ammon von durchdringender Schwärze umgeben. Er rief etwas in die Dunkelheit, doch kein Laut fand den Weg aus seiner Kehle. Es war als wolle die Finsternis, die Gedankenwelt Andriel vor Allem schützen. Wieder rief er etwas und die Dunkelheit begann sich zu verändern, wurde dichter und dichter, bis sie ihn schließlich komplett einschloss. Es war dunkel und warm. Hatte da nicht gerade jemand nach ihm gerufen? Nein. Es war sicher nur eine Einbildung. Er fühlte sich geborgen. Er wollte hier nie wieder weg. Wieder schien jemand ihn zu rufen. Etwas packte ihn am Arm und zog ihn weg von der beruhigenden Dunkelheit.

Er fand sich in einem Zimmer wieder. Darin befanden sich zwei Stühle, ansonsten war es leer. Auf einem der Stühle saß eine Gestalt, die Ammon den, ihr gegenüberliegenden Platz anbot. Der Ex-Inquisitor setzte sich und sah die Gestalt musternd an. Es war ein junger Mann mit fließendem blondem Haar. Er trug einen weiten Kaftan, für einen Mann ein sehr ungewöhnliches Kleidungsstück, aber es stand ihm sehr gut. Seine grünen Augen leuchteten wie Smaragde im Sonnenlicht.
„Wer bist du?“ fragte Ammon.
Der junge Mann schenkte ihm ein Lächeln.
„Ich bin die Rettung.“
Ammon sah ihn verwirrt an.
„Die Rettung wofür? Für Andriel?“
Sein Lächeln hielt an.
„Wer bist du?“
Doch statt zu antworten, fragte sein Gegenüber: „Wer bin ich?“
Ammon sah ihn an.
„Woraus besteht mein Ring?“
Ammons Augen glitten zu dem Ring an seinem Finger
„Aus Silber, aber wieso ist das wichtig?“
„Wer bin ich?“
„Ich weis es nicht.“
„Woraus besteht mein Ring?“
„Aus Silber.“
„Wer bin ich?“
„Ich weis es nicht.“
„Woraus besteht mein Ring?“
Ammon zog eine Augenbraue nach oben und dachte über die Frage nach. Sein Gegenüber würde sie nicht immer und immer wieder stellen wenn nicht etwas dahinter stecken würde. Er schloss die Augen und dachte nach. Dann riss er sie wieder auf.
„Aus versilbertem Platin.“
„Wer bin ich?“
„Genau wie bei Andriel.“
Das Lächeln seines Gegenübers hielt weiter an, doch auf einmal begann er zu strahlen und veränderte seine Gestalt. Geringfügige Details wurden hinzugefügt, andere weggelassen. Das Haar wurde schwarz wie die tiefe Nacht. Seine Augen wurden rot wie funkelndes Granat. Seine Lippen wurden einen Hauch feiner und sein Körper eine Idee schmaler und zierlicher.
„Du hast dir ja ganz schön Zeit gelassen.“ sagte Andriel.
Doch bevor Ammon etwa erwidern konnte wurde das Zimmer gegen einen großen Raum ausgetauscht. In der Mitte eines großen Kreises stand, angekettet, Andriel und wimmerte vor Schmerz. Ammon wollte zu ihm laufen, ihm helfen, doch seine Beine versagten ihm den Dienst. In seinen Augenwickeln nahm er eine Bewegung war und drehte den Kopf in die entsprechende Richtung. Neben ihm stand Tiamath und lächelte.
„Was sucht ihr hier?“
Ohne ihn anzublicken antwortete er.
„Ich suche hier gar nichts, aber die Erinnerungen von und dir und ihm überschneiden sich gerade. Daher bin ich hier und auch wieder nicht.“
Ohne weiter darauf einzugehen, blickte Ammon wieder zu seinem geschundenen Andriel.
„Andriel.“
Aus seinem Rufen wurde nur ein Wort. In seiner Stimme herrschte eine ungewöhnliche Lethargie. „Andriel, du bist in Sicherheit. Niemand kann dir mehr wehtun.“
Plötzlich fixierte Andriel ihn.
„Das haben die anderen auch gesagt. Doch als ich sie vernichtete, waren sie ganz still geworden.“ Seine Fesseln lösten sich in Rauch auf und das Zimmer verschwand. Die Dunkelheit hatte wieder alles umhüllt, einzig da wo Andriel und Ammon standen fiel ein Lichtschein wie von einem Scheinwerfer.
„Die anderen waren hier um ihm wehzutun und das lasse ich nicht zu.“
Andriels Gestalt wurde flüchtiger und dunkler bis vor ihm der schwarze Schatten der Finsternis stand, Infernum. Seine karmesinroten Augen durchdrungen Ammon, um ihm direkt in die Seele zu schauen.
„Infernum, Andriel ist in Sicherheit. Calzifer hat ihn gerettet. Wir sind in Tiamath´ Haus.“
Infernum kam auf ihn zu und schien zu lächeln.
„Das haben mir auch die anderen versucht weiszumachen, beinah wäre ich darauf hereingefallen und hätte Andriels Geist geöffnet. Wie gesagt, beinah. Die anderen vor dir habe ich vernichtet, doch dich lasse ich am Leben damit du deinem Meister sagen kannst, dass ich Andriel nicht aufgeben werde. Ihr könnt seinem Körper brechen wie ihr wollt, aber seine Seele und sein Geist, die werdet ihr nicht bekommen. Ich habe sie vom Rest der Welt abgeschottet, niemand kommt an sie heran.“ Ammon schloss die Augen und suchte nach den passenden Worten um Infernum davon zu überzeugen das er es war und niemand anderes. Sein Mund öffnete sich und fremde Worte verließen ihn, Worte die für die menschliche Zunge eigentlich nicht zu bewältigen waren. Nachdem Ammon die Worte gesprochen hatte tat ihm sein Gaumen weh, doch sie zeigten offenbar Wirkung. Infernum sah ihn mit großen Augen an.
„Du kannst diese Worte nicht wissen. Niemand kennt sie mehr.“
Der Ex-Inquisitor rieb sich den Hals.
„Siehst du jetzt, dass ich es bin?“
Infernum ging ein paar Schritte zurück und schüttelte den Kopf.
„Das... das ist ein Trick. Ich lasse mich nicht verwirren.“
Infernums jahrtausende altes Bewusstsein war von den Drogen vergiftet worden. Diese Erkenntnis hatte schon etwas Ironisches an sich. Da lebt ein infernalischer Geist tausende von Jahren und ein paar neuzeitliche Drogen verdrehten ihm den Kopf. Ammon war sich sicher das er etwas tun konnte. Die Frage war allerdings was? Er dachte, dass die Worte, die er von Infernum in einer ruhigen Minute gelernt hatte, ihn wieder zurückholen würden, aber das war ein Irrtum gewesen. Was sollte er nun tun? Dann kam ihm eine Idee. Sie war zwar absurd, aber es war das einzige was er jetzt noch versuchen konnte. Es musste einfach klappen. Ammon ging auf Infernum zu und hoffte das dieser seine Verbindung nicht kappen würde. Der Schatten sah mit Argwohn seinen angeblichen Feind näher kommen, entschloss sich aber abzuwarten. Vernichten konnte er ihn immer noch. Schließlich stand Ammon nah an Infernum und beugte sich vor zu dessen Ohr. Ein Flüstern verlies seine Kehle.
„Ich liebe dich.“
Die blutroten Augen des Schemens weiteten sich und bevor er reagieren konnte, küsste Ammon ihn. Andriel sagte ihm einmal, dass alles was er spürt, auch Infernum spüren würde. Vielleicht klappte das ja auch in die andere Richtung. Ammon stellte sich vor, dass Andriel vor ihm stünde und er ihn küsste. Infernum war so überrascht von dieser Liebesattacke, dass ihm gar nicht mehr die Zeit blieb etwas zu unternehmen. Der schwarze Geist der Finsternis gab sich dem Kuss voll und ganz hin. Schließlich mussten sie ihn, wegen Luftmangels auf Ammons Seite, unterbrechen.
„Du bist es wirklich.“, flüsterte Infernum, „In Ordnung, ich lasse ihn wieder in die Welt.“
Kaum das er das letzte Wort ausgesprochen hatte, wurde die Verbindung getrennt und Ammon fand sich in seinem eigenen Körper wieder. Er fühlte sich wie in einem Gefängnis. Noch immer hallte die grenzenlose Freiheit im Geiste wieder und nun wieder in seinem Körper zu stecken erschien dem Exinquisitor mehr Strafe als Glück.
Er hörte Hekates Stimme die in seinen Gedanken von drei abwärts zählte. Bei eins angekommen, schlug Andriel die Augen auf und atmete tief ein. Sein Brustkorb hob sich leicht von der Matratze, bevor er wieder darauf zurück fiel. Die Augen des Inkubus hatten wieder die sattrote Farbe und die Bleiche verschwand allmählich aus seinem Gesicht. Zuerst fuhr Andriel etwas panisch herum, doch als er Ammon erblickte beruhigte er sich, sein Herz hörte auf gegen seine Brust zu hämmern und sein Blutdruck normalisierte sich wieder. Er setzte sich auf, sagte aber kein Wort. Stattdessen lächelte er nur. Für Ammon war es das Schönste was er je gesehen hat.
„Danke.“ flüsterte Andriel schließlich.
Der Träumer umarmte seinen Geliebten und fing an zu weinen. Es war eine völlig neue Erfahrung für ihn, doch schämte er sich in keinster Weise für seine Tränen.
„Ich... ich dachte ich hätte dich verloren.“
Der junge Dämon lächelte noch immer und als Ammon die Umarmung löste, küsste er ihn. Noch bevor sie den Kuss beendet hatten ertönte ein melancholisches Klavierspiel. Andriel erstarrte zunächst, doch ahnte er schon, woher die Klänge kamen. Bittend musterte er seinen Liebsten. Ammon half ihm aus dem Bett und stützte ihn, als sie sich auf die Suche nach der wunderschönen Melodie begaben. Mit jedem Schritt verlies Andriel die Unsicherheit mehr, bis er schließlich allein gehen konnte. Die beiden fanden sich vor einer großen Eichenholztür wieder. Die Musik kam eindeutig aus diesem Zimmer. Ammon öffnete die Türen und beide sahen ein Musikzimmer vor sich. 16 Instrumente standen dort und jedes von ihnen wurde regelmäßig gespielt. An dem großen Flügel saß der Fürst. Mit geschlossenen Augen und einer großartigen Fingerfertigkeit spielte der alte Dämon. Das was die beiden nicht sahen war, dass eine, in schwarze Tücher gehüllte, Gestalt im Schatten des Klaviers stand und die Melodie mit summte. Was Ammon jedoch etwas verwirrte war, dass Andriel diese Melodie anscheinend auswendig kannte. Jede Note die Tiamath spielte, konnte er perfekt wiedergeben. Schließlich endete die Melodi ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: CrazyMama
Username: CrazyMama
Datum: 10.03.2010 - 19:56

Kommentar Nr.: 7179
smile Danke für die neuen kapitel
Kommentar von: CrazyMama
Username: CrazyMama
Datum: 16.01.2010 - 15:46

Kommentar Nr.: 7037
echt abgefahren--schreib bloß schnell weiter
Kommentar von: Levyn
Username: Levyn
Datum: 29.11.2009 - 14:05

Kommentar Nr.: 6858
wow, absolut genial!
ich bin total begeistert, die story ist super und der schreibstyl und fehler hab ich auch keine gefunden, höchstens ein oder zwei rechtschreibfehler.
hoffentlich gehts schnell weiter ♥

lg levyn
Kommentar von: StoFftieRchEn
Username: StoFftieRchEn
Datum: 17.10.2009 - 20:45

Kommentar Nr.: 6774
Oh, das scheint ja mal was ziemlich neues zu sein… Andriel gefällt mir er ist so schön trotzig^^…

Einzig was vielleicht zu bemängeln wäre ist, dass ihr vielleicht kurz einfürt was man unter den einzelnen wesen sich vorsellen sollte (gerade die eher etwas untypischen, was ein vampir und was ein werwolf ist weiß jeder aber inkubus?)

Baba das StoFftiErchEn^^
Kommentar von: fee-chan
Username: fee-chan
Datum: 04.10.2009 - 14:46

Kommentar Nr.: 6753
Der Anfang ist schon mal nicht schlecht.
Ich denke mal, dass Ammon zu diesen Kindern der Inquisition gehört. Ich bin schon gespannt, was bei seinem nächten Treffen mit Andriel passiert.
Und was wird aus den Kindern, die den Geschöpfen der Nacht begegnen um sie zu töten?

Bin schon auf das nächste Kapitel gespannt.

lg fee-chan
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