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Archiv > Originale > Hinter den Spiegeln

y Hinter den Spiegeln
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Nicht beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 13.02.201026.02.2010 62459 5.00
Bei 2 Vote(s)
92
Autor: FireDevil
Pairing: lesen ^^
Kategorien: Psycho, Mystery
Inhalte: Angst, Trauma / Depressionen, Tod und Mord, Lemon, Vergewaltigung, Sadomasochismus
Einführung: Hoch oben thronten die Silbermonde, als ich mich durch die vom feinem Nieselregen feuchten Büsche hechtete. Ich spürte wie mir das Regenwasser bereits die Stirn und den Rücken hinab glitt. Es störte mich nicht, ich empfand es mehr als kühle Erfrischung, die meinen Körper weiter durch das verwucherte Dickicht der tiefen Wälder hetzen ließ, deren Zweige und Dornen nach mir zu greifen schienen. Auch zeugte mein Gewand davon, denn dieses war an vielen Stellen eingerissen und bespickt von feinen Blättern, die es leid waren immerzu an einem dürren Zweig zu baumeln um sehen zu müssen wie sich die Welt um sie herum drehte und wuchs. So wie ich, wenn mich an manchen Tagen meine innere Unruhe plagte und ich das Land erforschen wollte über welches ich einst herrschen sollte.
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y Kapitel 3
Leises zwitschern von Vögeln drang zu mir, als mein Körper mich erweckte und doch blieb ich mürrisch liegen und hielt mich bedeckt. Noch nicht wollte ich diese friedliche Schwärze aufgeben die mich erst seit wenigen Stunden in Gefangenschaft genommen hatte. Gerne würde ich noch mal diese Träume durchforsten, die mich begleitet hatten, diese Wiesen sehen, diese Wälder und Berge, die nicht aus unserer Dimension stammten. Nun war es mir ein Rätsel mehr warum die Menschen diese herrliche Welt zerstörten und nicht ihre schreie hörten, die mich selbst in diesen Träumen geplagt hatten. Es war mir unerklärlich, aber verwarf ich diese Gedanken schnell, als auch mein Verstand erwacht. Jäh durchzuckten mich wilde Bilder, mein Kopf zersprang förmlich unter diesen Erinnerung an die Schmerzen, an diese Pein, an diese Schmach meines Vaters. Sie ließen mich erneut zusammen fahren. Bibbernd kauerte ich mich zusammen schlang die Decke eng um meinen Körper und vergrub mein Gesicht in den Kissen, um meine aufkommenden Schluchzer zu ersticken. Doch was war das, mir war der Geruch dieser Laken vollkommen fremd. Selbst der Duft, der im Raum war, glich mehr einer tropischen Blume, als den Düften von Ataya.
Verwirrung spiegelte sich in meinem Blick, als meine Augen neugierig durch den Raum glitten. Eines war mir sicher ich war noch immer in meiner Dimension, doch nicht in Ataya. Viel zu tropisch wirkte die Landschaft dort draußen und schwüle Hitze drang durch das Fenster herein, gar vernahm ich manch urwaldähnliche Schreie von Tieren. Selbst dieses Zimmer war untypisch für mein Land. Es wurde aus Holzstämmen zusammengeschnürt und es roch nach Wald und Erde. Wie war ich hierher gekommen?
„Nerien.“
Sprach ich leise zu mir selbst. Mir wurde klar, dass er mich wohl hierher gebracht hatte und endlich meiner Bitte gefolgt war, sich gefügig gezeigt hatte. Ich seufzte schwer. Kurzes Murren drang aus mir, denn ich verspürte großen Hunger. Getrieben von meinen animalischen Bedürfnissen, wagte ich schüchterne Schritte aus meiner Ruhestätte.
Jäh, bevor meine Zehen den Boden überhaupt berühren konnten wurde die Tür aus Geäst und Blättern schier aufgerissen. Panisch zog ich meine Beine zurück, schlang die Decke eng um mich und starrte den riesigen Fremden dort in der Tür panisch an. Es war keineswegs ein Elf, nicht einmal zeigte sich Ähnlichkeit gegenüber eines Menschen. Er schien mehr eine Katze zu sein. Die riesigen Pranken, mit den dunklen Krallen und die dicht angelegten Ohren. Er fletschte warnend die Zähne, es war ein Gebiss einer Katze. Gar sträubte sich sein Nackenfell und ich erkannte die feinen schwarzen Schnurrhaare. Was war das für ein Wesen, welches unerkannt auf Ataya leben konnte, ohne dass ich Bücher über es gelesen hätte. Ich war fasziniert von der feinen Zeichnung in seinem Gesicht, dem langen Schwanz, der aufgebracht hinter seinem Rücken umher peitschte und doch war ich geschockt. Ich war unfähig zu reden, geschweige denn ein einziges Wort über meine Lippen zu zwingen. Doch ehe ich mich durch das Fenster gehechtet hätte, die Bäume hinab und durch das Dickicht geflüchtet wäre, trat dicht hinter dem Hünen Nerien hervor.
Erleichtert seufzte ich und gab meine abwehrende Haltung auf.
„Das ist Kharjo, der Häuptling dieses Stammes der Khajit.“
Ich nickte nur anerkennenden.
Langsam trat Nerien an mich heran, wobei nun die Katze aus dem Zimmer verschwand und nur kurz fauchte.
„Ich bin dir so dankbar Nerien.“
Sprach ich mit zittriger Stimme. Die Panik saß mir noch immer tief in den Knochen, vor allem als ich Neriens ernsten Gesichtsausdruck sah, mit welchem er mich hart musterte. Angsterfüllt wich ich zurück, als ich seine Nähe fast auf meiner Haut spürte. Etwas stimmte nicht mit ihm. War er wütend, weil er wegen mir das Land verraten musste?
„Dankt mir nicht zu früh.“
Erklang es hart von meiner Leibwache, gar zuckte ich beim klang seiner Stimme zusammen. Es schien so, dass er sehr wütend auf mich sein musste. Kaum merklich schlich ich mich aus seiner Nähe. Die Angst gegenüber solch männlichen Wesen saß noch immer tief in meinen Knochen. Wer sagte mir, gab mir Zeugnis, dass selbst Nerien nicht die Wollust gepackt hatte? Nun erkannte, dass es ein leichtes war mich zu bezwingen. Gar entgültig meinen Willen zu brechen.
Verwirrt von seiner Wut und mit Angst genährten Gedanken, blickte ich zu ihm auf, ehe er, in meinen Augen spiegelnde, Frage beantwortete.
„Verzeiht mir Hoheit, aber wir befinden uns nicht mehr auf Ataya.“
Nun überkam mich erneut tiefe Verwirrung und sah mich kurz um. Ich wusste nicht, wie er meine Zurechnungsfähigkeit, an was er sie beurteilte, denn war mir das sehr wohl bewusst gewesen.
„Das ist mir bereits bewusst.“
Erwiderte ich etwas säuerlich, denn der Gedanke daran, dass er mich nun für senil und geistig schwach hielt, ärgerte mich. Ich gab zu, meine Gedanken spielten mir oft wirre Streiche, doch nie war ich schwach im Geiste gewesen. Zudem war mir auch bewusst, dass mein Reich, über welches ich eigentlich einst herrschen sollte, aus mehreren Inseln bestand und ich, was ich sehr bedauerte, nicht alle besichtigen konnte.
Ich sah wie über Neriens Lippen ein frustriertes und zugleich wissendes Lächeln huschte, ehe seine ernste Miene wiederkehrte. Mich erneut frösteln ließen.
„Wir befinden uns auf Solemn.“
Lähme des Schockes durchfuhr mich hart. Unfähig ein Wort zu sagen, geschweige denn mich zu Bewegen, stierte ich Nerien entgeistert an. Erinnerungen von Schmerzen begleitet durchfuhr mein inneres Auge. Ließ mich einmal mehr erstarren. Mir war als würde alles noch mal geschehen, erneut diese Angst, diese Nacht durchleiden.
„Du beliebst zu Scherzen.“
Ich klammerte hoffnungsvoll und naiv an den Gedanken, dass es sei ein schlechter Scherz, zur Rache. Als wolle er mir den Bruch seiner Loyalität des Königs gegenüber wett machen. An den Gedanken an meinen Vater überkam mich neuer Ekel und es schüttelt mich durch. Doch sah ich in seiner Miene, dass er nicht zu Scherzen beliebte und gar die Wahrheit sprach.
Apathisch wandte ich meinen Kopf ab. Ich konnte es nicht fassen, dass er mich, vor allem Nerien, mich hier her gebracht hatte, aber war der Sinn eigentlich nicht zu erkennen? Zumindest tat ich es in meiner Angst, in meiner Wut auf ihn nicht und stierte weiterhin auf die dünne Decke die den Rest meines Körpers bedeckte. Ich selbst spürte nicht wie mich heftiges Beben durchging und meine Hände sich in dem rauen Stoff verkrallten. Ich glaubte gar zu erahnen, wie dort all die Dunkelelfen lauerten, um im nächsten Moment über mich her zu fallen oder war ich nach den wenigen Jahren paranoid geworden?
Anscheinend bemerkte Nerien nur zu gut meinen tiefen Schock über sein Tun, denn er seufzte ergeben und wandte ebenfalls seinen Blick von mir ab.
„Was hätte ich tun sollen, Prinz?“
Erklang es schon fast schüchtern, leise neben mir. Nur dieses eine Frage, diese banalen Wörter ließen m ...

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