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Zu neuen Ufern |
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Veröffentlicht |
Last Update |
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Bewertung |
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Beendet
| Ab 18 Jahren |
Deutsch |
12.11.2009 | 08.10.2010 |
497800 |
5.00 Bei 19 Vote(s) |
197 |
| Autor: |
Jule-ys |
| Pairing: |
Axel + Manuel |
| Kategorien: |
Romantik, Komödie |
| Inhalte: |
Lime, Lemon |
| Einführung: |
Gestatten? Mein Name ist Axel. Vormals eingefleischter Hetero, inzwischen Privatkoch und -bäcker meiner Naschkatze, bzw. eigentlich eher meines Naschkaters, den ich auf der Geburtstagsfeier des Vaters meiner damaligen Freundin aufgelesen - pardon - kennen gelernt habe. Und was auf die Tierwelt zutrifft, passt auch bei Manuel: füttert man ihn einmal, bekommt man ihn nie wieder los. Sehr zu meiner Freude, denn wenn ich ehrlich bin, möchte ich alles andere, als ihn wieder loswerden... |
| Kommentare: |
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Axel auf Reisen (Teil 2)
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Vielen lieben Dank für die Kommentare. Ich habe mich sehr darüber gefreut! *rundeknuddel*
~***~
Immer noch unsicher darüber, ob ich das hier wirklich durchziehen soll, stehe ich vor Svens Hoteltür und fühle mich mehr als unbehaglich. Vielleicht sollte ich einfach alles auf sich beruhen lassen. Vielleicht hört er ja von ganz alleine auf, in mich verliebt zu sein, vielleicht lernt er in der nächsten Zeit einen netten Mann kennen und vielleicht werde ich auch morgen von einem Dachziegel erschlagen, wenn ich das Haus verlasse.
Nein, ich denke, ich bin es ihm und auch mir einfach schuldig, ihm zu sagen, dass er sich keine Hoffnungen machen darf. Ich möchte diese ganze Geschichte ein für allemal vom Tisch haben, vielleicht können wir dann auch wieder zu einem ganz normalen, kollegialen Verhältnis zurückfinden.
Entschlossen räuspere ich mich und klopfe schließlich an.
„Ja?“, ertönt es von der anderen Seite der Tür.
„Axel hier“, antworte ich und vergrabe die Hände tief in meinen Hosentaschen. Ich komme nicht umhin, zumindest mir selbst gegenüber einzugestehen, dass ich nervös bin. Aber wir sind beide erwachsene Männer, es wäre doch gelacht, wenn wir das nicht irgendwie geklärt bekommen würden.
Keine Sekunde später wird die Tür aufgerissen und Sven steht vor mir. Ich bin nun wirklich nicht klein, aber ich muss den Kopf leicht in den Nacken legen, um ihm ins Gesicht blicken zu können. Er sieht mich mit leuchtenden Augen und einem erwartungsvollen Lächeln auf den Lippen an. Weshalb nur habe ich plötzlich das Gefühl, einen ganz furchtbaren Fehler gemacht zu haben?
„Oh endlich... endlich!“, seufzt er und zieht mich an einem Arm in sein Zimmer. Ich fühle mich völlig überrumpelt.
Danach geht alles furchtbar schnell, ich habe noch nicht einmal die Möglichkeit richtig zu registrieren, was mir gerade geschieht. Sobald die Tür hinter uns ins Schloss gefallen ist, werde ich auch schon von zwei starken Armen etwas unsanft an selbige gepinnt und Sven versucht stürmisch meinen Mund zu erobern. Er ist fast einen Kopf größer als ich und wiegt bestimmt annähernd das Doppelte – ich habe nicht die geringste Chance gegen diesen Bär von Mann. Wie eine Naturgewalt bricht er über mich herein. Was für eine Schnapsidee, hier aufzutauchen. Ich könnte mich ohrfeigen dafür.
Nun, auch wenn ich bisher noch Zweifel daran hatte, ob es wirklich stimmt, was Johannes mir erzählt hat, jetzt habe ich zumindest absolute Gewissheit. Was denn? Sarkasmus ist durchaus ein probates Mittel, um mit solchen Situationen fertig zu werden!
Ich presse meine Lippen fest aufeinander und versuche verzweifelt ihn von mir zu stoßen, doch in seiner Raserei bemerkt er noch nicht einmal, dass ich mich wehre. Er hat bereits ein Bein zwischen die meinen geschoben und drängt sich an mich. Einen Arm hat er um meinen Oberkörper geschlungen, die andere Hand tastet sich meinen Rücken hinunter, bis zu meinem Hintern. Sie schlüpft unter meine Hose und umfasst besitzergreifend eine meiner Popacken. Kräftig zieht mich Sven noch dichter zu sich heran und ich fühle etwas Hartes gegen meinen Bauch drücken. Mir bricht der kalte Schweiß aus. Es bedarf wahrlich keiner allzugroßen Phantasie, um zu erahnen, was sich da so fordernd an mir reibt. Kleiner Tipp gefällig? Es ist kein Schlüsselbund!
Ich versuche panisch unter seinen Armen hinwegzutauchen. Keine Chance. Seine schraubstockartige Umarmung wird dadurch nur noch enger und ich bekomme langsam keine Luft mehr. Wenn er mich nicht augenblicklich loslassen sollte, werde ich ihn irgendwohin treten müssen, wo es so richtig weh tut. Ich bringe mein Knie in Position. Das hier unterscheidet sich ganz entschieden von dem, was ich erwartet habe. Wobei ich noch nicht einmal sagen kann, was ich genau erwartet habe. Dies hier jedoch definitiv nicht!
Von einer Sekunden auf die andere, lässt er von meinen Lippen ab und saugt sich an meinem Hals fest.
Ich pumpe noch zwei-, dreimal Luft in meine Lungen und brülle dann, fast schon hysterisch: „Verdammt Sven, hör sofort auf damit!“, gleichzeitig drücke ich mit aller Kraft gegen seine Schultern.
Irritiert tritt er einen Schritt zurück und blickt mich aus noch immer vor Lust verschleierten Augen an.
Mit vor Entsetzen geweiteten Augen starre ich zurück. Mein Brustkorb hebt und senkt sich aufgebracht.
Es dauert einige Zeit, bis sein Blick wieder klarer wird und die Lust nach und nach einem gewissen Erkennen weicht.
„Aber ich... ich dachte...“, stammelt er und seine Gesichtsfarbe wechselt von rot zu blass.
Ich schüttle energisch den Kopf, das Herz klopft mir bis zum Hals und ich habe immer noch Probleme mit meiner Atmung. Meine feuchten Handflächen wische ich hastig an meiner Jeans ab. „Nein, deswegen bin ich nicht hier, eigentlich wollte ich Dir sagen...“, ich breche ab. Seine Gesichtsfarbe wird noch eine Nuance blasser und sein Atem geht unregelmäßig. Svens hellgraue Augen scheinen zu flackern, aber das kann auch an der Neonbeleuchtung des Hotelzimmers liegen.
„Weshalb bist Du hier“, fragt er heiser und lässt sich sichtlich mitgenommen auf die Bettkante sinken. Seine Hände zittern, als er sich durchs kurzgeschnittene dunkle Haar fährt. Er stützt die Ellbogen auf seine Knie und fixiert mit den Augen einen imaginären Fussel auf dem Teppichboden vor sich.
„Es tut mir leid“, bringe ich zögernd hervor. Ich stehe immer noch mit dem Rücken zur Tür, möchte die räumliche Distanz noch weiter vergrößern. Meine ganze Haltung zeigt Ablehnung.
„Lass mich raten, Du bist nicht hier, weil Du... weil Du Dich in mich...“, seine Stimme wird immer leiser und verliert sich schließlich in einem unverständlichen Flüstern. Aber ich weiß auch so, was er mich fragen wollte.
Langsam schüttle ich den Kopf. Er tut mir in diesem Moment wirklich unsagbar leid. Fast schon möchte ich auf ihn zugehen, um ihn zu trösten. Doch ich bleibe wie angewurzelt mit dem Rücken zur Tür stehen. Ich wage es nicht, ihn anzufassen. Viel zu tief sitzt noch der Schock über das soeben Geschehene.
Es ist ihm deutlich anzusehen, dass er sich ein großes Loch wünscht, das ihn einfach verschlingen möge. Er atmet einige Male tief ein und aus. „Es tut mir so... oh Gott, es tut mir so leid. Ich dachte wirklich... ich hoffte so sehr. Oh Gott“, stöhnend verbirgt er das Gesicht in seinen riesigen Händen.
Erneut überkommt mich eine Welle des Mitleids. „Es tut mir wirklich schrecklich leid“, sage ich leise, „Ich wollte wirklich keinen falschen Eindruck vermitteln. Ich liebe Manu...“
Er unterbricht mich mit einer unwirschen Handbewegung. „Ich denke, ich habe es jetzt begriffen“, bringt er gepresst hervor. „Wenn Du mich jetzt bitte allein lassen würdest.“
Ich nicke nur, eine Antwort erwartet er eh nicht von mir. Einen Moment später bin ich auch schon durch die Tür geschlüpft und fliehe in mein eigenes Hotelzimmer. Die Lust darauf, mich nochmals zu Johannes in die Hotelbar zu setzen, ist mir gründlich vergangen. Wie konnte ich nur so furchtbar dumm sein. Ich hatte keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, dass mein Auftauchen vor Svens Hoteltür vielleicht ganz anders aufgefasst werden könnte, als es eigentlich gemeint war. Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, dass er über mich herfällt wie ein Hirsch über sein Weibchen in der Brunftzeit.
Mein Weg führt direkt ins Bad. Ich habe das dringende Bedürfnis meine Zähne zu putzen. Ich muss einfach diesen Geschmack auf meinen Lippen loswerden, Svens Geschmack.
Mechanisch greife ich nach meiner Zahnbürste, drücke Zahncreme darauf und beginne meine Zähne zu schrubben. Meine Hände zittern immer noch vor Aufregung. Immer wieder denke ich über Sven und diese ganze vertrackte Situation nach. Seufzend spüle ich meinen Mund aus und blicke in den Spiegel.
Entsetzt starre ich mein Spiegelbild an und taste mit den Fingern der rechten Hand meine Kehle entlang, bis hin zu der Stelle, an der ein riesiger, blutunterlaufender Fleck von der Größe eines Fussballfeldes prangt. Dieser Wahnsinnige hat mir doch tatsächlich einen Knutschfleck verpasst. Kann mir mal jemand sagen, wie um Himmels Willen ich Manuel das erklären soll, ohne dass er vollkommen durchdreht?
*
Ich öffne leise die Tür. Endlich bin ich wieder zu Hause.
Die Heimfahrt mit dem Zug war anstrengend, wobei nervenaufreibend wahrscheinlich sogar der treffendere Ausdruck dafür wäre. Ich bin weiter denn je davon entfernt, mit Sven so etwas wie das von mir gewünschte normale kollegiale Verhältnis zu haben. Ich fürchte, ich habe durch meine unbedachte Handlung die Situation für uns beide sogar noch verschlimmert. Sven sieht mich mittlerweile nicht einmal mehr an.
Mehrmals habe ich versucht, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Doch jedes mal, wenn ich auch nur zum Reden angesetzt habe, hat er mir den Rücken zugewandt und sich taub gestellt. Irgendwann habe ich begriffen, dass er nicht mit mir über das zu reden gedenkt, was in diesem Hotelzimmer vorgefallen ist, zumindest in naher Zukunft nicht. Ich kann es ihm noch nicht einmal verdenken. Das Ganze muss ihm ganz entsetzlich peinlich sein. Wem wäre es das nicht. Das war auch der Zeitpunkt, an dem ich die Hoffnung begraben habe, dass wir vielleicht irgendwann einmal über diesen Vorfall einfach werden lachen könnten.
Aus dem Wohnzimmer dringen gedämpfte Stimmen in den Flur. Auch das bläulich flackernde Licht deutet auf den Fernseher hin. Ich schmunzle bereits in Vorfreude an das Bild, das sich mir sicherlich gleich bieten wird. Ich bin ziemlich sicher, dass Manuel langestreckt auf dem Sofa liegt und leise vor sich hin schnarcht. Er hat diese Woche Frühschicht und liegt um eine solche Uhrzeit für gewöhnlich schon längst im Bett. Deswegen wollte ich auch nicht, dass er uns vom Bahnhof abholt. Ich hätte mir eigentlich denken können, dass er nicht ohne mich zu Bett gehen würde.
Ich stelle meine Reisetasche im Flur ab, hänge meinen Mantel an die Garderobe und betrete auf leisen Sohlen das Wohnzimmer. Und tatsächlich, da liegt er, wie ich es mir schon gedacht habe. Ein Arm ruht oberhalb seines Kopfes auf der Lehne des Sofas, wodurch sein Shirt um einige Zentimeter nach oben gerutscht ist und den Blick auf einen Streifen nackter Haut freigibt. Ich weiß ganz genau, wie diese Stelle riecht und wie die feinen Härchen meine Nase kitzeln, wenn ich sie in seinen Bauchnabel grabe. Die Fingerspitzen der anderen Hand hat er sind unter den Bund seiner Hose geschoben. Er sieht einfach zum Anbeißen aus und ich muss mich wirklich arg beherrschen, um nicht an Ort und Stelle über ihn h
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Die letzten 5 Kommentare
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Kommentar von: soosa
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Username: soosa
Datum: 12.09.2011 - 15:34
Kommentar Nr.: 9195
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Hi !
Sehr schöne Story . Hat mir sehr gut gefallen .
LG
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Kommentar von: FlyinWerwolf
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Username: FlyinWerwolf
Datum: 09.10.2010 - 22:29
Kommentar Nr.: 8038
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Hi du,
wunderbarer Abschluss einer grandiosen Story. Man merkt, dass in dieser Arbeit dein Herzblut steckt. Auch mir als Leserin fällt es ganz schön schwer Abschied zu nehmen von den beiden Jungs. Wirklich nochmal vielen lieben Dank fürs Onlinestellen und für das stetige weiterarbeiten. Ich habe es wirklich genossen, das zu lesen.
Ich hoffe, ich kann bald mal wieder etwas anderes von dir lesen, denn auf weitere Geschichten aus deiner Tastatur bin ich sehr gespannt und werde die Augen danach offen halten. Lass dir nicht allzuviel Zeit, ja?
Liebe Grüße
Yours Wolfi
Ps.: Neue Story bedeutet auch neue Kommis, und damit werde ich nicht sparsam sein, wenn du bald mit neuen Geschichten kommst ;-)
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Kommentar von: BsuffaneMarille
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Username: BsuffaneMarille
Datum: 24.04.2010 - 17:34
Kommentar Nr.: 7255
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Ach, schon das Ende?! Wirklich schade, aber ein perfektes Happy End. Und wir können uns ja noch auf den Epilog freuen.
Werde gespannt auf deine nächste Story warten, die dir wieder sicherlich so gut gelingen wird!
Liebe Grüße
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Kommentar von: Inura
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Username: Inura
Datum: 24.04.2010 - 00:11
Kommentar Nr.: 7254
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ich wusste es Q______Q!! <3 <3
ich wusste, dass er um seine hand anhalten würde Q^Q
das is so schön <3 ein wahnsinnig gelungener abschluss.
die ff war wirklich absolut brilliant, schade dass es schon enden musste qq
ich kann wirklich nur lob aussprechen, obwohl die ff weit mehr verdient hätte. wirklich. bravo :D
<3
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Kommentar von: Inura
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Username: Inura
Datum: 19.04.2010 - 21:55
Kommentar Nr.: 7236
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waaah <3 so toll q^q
du verbindest deine beiden ffs miteinander Q^Q das lässt mein ff-herz höher schlagen <3
und ich bin schon soooo gespannt auf die überraschung Q^Q kanns kaum erwarten!~
schreib also bitte bitte schnell weiter <3
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