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y Zu neuen Ufern
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Ab 18 Jahren Deutsch 12.11.200908.10.2010 497800 5.00
Bei 19 Vote(s)
197
Autor: Jule-ys
Pairing: Axel + Manuel
Kategorien: Romantik, Komödie
Inhalte: Lime, Lemon
Einführung: Gestatten? Mein Name ist Axel. Vormals eingefleischter Hetero, inzwischen Privatkoch und -bäcker meiner Naschkatze, bzw. eigentlich eher meines Naschkaters, den ich auf der Geburtstagsfeier des Vaters meiner damaligen Freundin aufgelesen - pardon - kennen gelernt habe. Und was auf die Tierwelt zutrifft, passt auch bei Manuel: füttert man ihn einmal, bekommt man ihn nie wieder los. Sehr zu meiner Freude, denn wenn ich ehrlich bin, möchte ich alles andere, als ihn wieder loswerden...
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y Axel auf Reisen (Teil 1)
Hallo ihr Lieben. Ich hoffe, ihr seid alle wohlbehalten im neuen Jahr gelandet! *flausch*

Vielen lieben Dank für die Kommentare zum vorherigen Kapitel. *michganzdollfreu*

Heute gibt es etwas Neues von der Axel/Manuel-Front. Da das Kapitel wieder etwas lang geworden ist, habe ich es geteilt. Teil 1 gibt es heute, Teil 2 dann nächste Woche.


~***~


Grunzend verpasse ich dem Wecker einen unsanften Klaps, bevor ich mich wieder umdrehe und mich erneut in Manuels Arme kuschle, die mich warm und fest umschließen. Ich will nicht aufstehen. Nicht nur, weil ich mich den größten Teil der vergangenen Nacht von einer Seite auf die andere gewälzt habe, sondern weil das auch bedeuten würde, dass der Zeitpunkt meiner Abreise immer näher rückt, was natürlich der Grund für meine nächtliche Unruhe ist. Und ich will nicht weg. Ich verspüre keinerlei Lust dazu, zum Bahnhof gekarrt und in einen Zug gestopft zu werden, der mich für die kommenden drei Tage ans andere Ende des Landes verfrachten würde, hunderte von Kilometern weit weg von dem Menschen neben mir.

Seufzend drücke ich mich noch enger an Manuel, lege einen Arm quer über seine Brust und vergrabe meine Nase in seine weiche Haut. Seit wir offiziell ein Paar sind, haben wir keine Nacht mehr getrennt von einander verbracht. Und jetzt werden es gleich zwei Nächte sein, an denen ich mich nicht an diesen wundervollen Körper schmiegen kann. Drei lange Tage werde ich nicht diese Lippen küssen können, werde nicht fühlen können, wie sich jedes einzelne meiner Härchen vor Wonne aufstellt, wenn er mit seinen Lippen sanft meinen Hals berührt. Da ist es doch durchaus verständlich, dass ich nicht vor Freude aus dem Bett hüpfe und jubilierend den Tag begrüße, oder? Und ja, ich bin etwas morgenmuffelig, aber da bin ich sicher nicht der Einzige, richtig?

Wäre mir nicht unter Strafe angedroht worden es unter keinen Umständen zu wagen, das Seminar zu schwänzen, würde ich mich einfach krank melden, mich für die kommenden Tage zusammen mit Manuel in unserem Schlafzimmer verschanzen und nur dann aufstehen, wenn uns der Hunger plagt oder uns andere allzu weltliche Bedürfnisse aus dem Bett treiben.

Manuel hebt seinen Arm und streicht zärtlich durch mein Haar, bevor er mir einen kurzen Kuss auf die Schläfe drückt. Der sich erneut meldende Wecker entlockt mir ein verärgertes Knurren.

„Ich will nicht“, jammere ich, setze mich dennoch schläfrig auf und taste mit fest verschlossenen Augen zu diesem furchtbar nervenden Stück Elektronik, vorzugsweise um es geradewegs an die nächstbeste Wand zu klatschen. Auch wenn diese Vorstellung äußerst verlockend ist, lasse ich – immer noch blind wie ein Maulwurf – meine Finger über das Gerät gleiten, um es auszuschalten. Ich weiß auch ohne auf die Ziffern sehen zu müssen, dass es gerade einmal kurz nach 5 Uhr in der Früh ist.

„Ich will auch nicht, dass Du weg musst, Schatz, aber wenn Du jetzt nicht aufstehst, verpasst Du den Zug“, erwidert er und ich fühle seinen warmen Atem über meine Wange streichen, bevor er mich zärtlich küsst. Wenige Sekunden später ist er aus dem Bett geklettert und hinterlässt eine kalte Leere.

„Dann soll das doofe Ding eben ohne mich abfahren“, nuschle ich trotzig. Meine Lider fühlen sich an wie Blei. Frustriert lasse ich mich zurück ins Bett fallen und ziehe mir die Decke bis über den Kopf. Ich rolle mich wie ein Igel zusammen und falle sofort in eine Art Halbschlaf.

Das Nächste, das ich wieder bewusst wahrnehme, sind kühle Finger, die sich neckend über meinen Körper bewegen und mir schließlich die Decke vom Kopf schieben. Erneut gebe ich ein missbilligendes Brummen von mir, dränge mich jedoch den streichelnden Händen entgegen.

„Hey Süßer, aufstehen“, vernehme ich Manuels sanfte Stimme dicht an meinem Ohr. „Auf dem Nachttisch steht eine Tasse frischer Kaffee. Wenn Du schön artig bist, darfst Du ihn sogar trinken“, ergänzt er leise lachend.

Er hat das Zauberwort gesagt. Kaffee. Und auch wenn er vielleicht in der Küche sonst eher untalentiert ist, aber sein Kaffee ist durchaus genießbar. Und tatsächlich weht mir ein leichter Kaffeeduft um die Nase. Meine Lebensgeister erwachen. Ich blinzle einmal kurz. Oh Shit ist das hell.

„Licht“, stöhne ich.

Manuel lacht kurz auf und dämmt den Deckenfluter. Erneut blinzle ich und drehe meinen Kopf nach links. Er steht schon vollständig bekleidet und mit verschränkten Armen vor dem Bett und grinst mich an.

Eigentlich sollte ich mich ja langsam einmal an diesen Anblick gewöhnt haben, aber auch nach all der Zeit, die wir nun schon zusammen sind, haut er mich doch immer noch um. Ich verstehe es einfach nicht, wie man am frühen morgen schon so verboten sexy aussehen kann. Er trägt diesen schwarzen Rollkragenpullover, den ich so sehr an ihm liebe. Dieser Schuft weiß ganz genau, wie er mich zu nehmen hat... ähm, nicht was ihr schon wieder denkt – das heißt, ja das auch, aber... oh bitte, ich bin einfach noch zu müde für solch subtile Gedankengänge.

Langsam setze ich mich auf und greife nach der Tasse.

„Danke“, nuschle ich und nehme einen Schluck.

„Möchtest Du etwas essen?“, fragt er.

Ich schüttle den Kopf. „Nein, Kaffee reicht“, murmle ich am Tassenrand. Mein Magen braucht noch länger als mein Kopf, um auf Touren zu kommen. Außerdem wollten die anderen später im Zug frühstücken.

Manuel bleibt neben dem Bett stehen, bis ich die Tasse leer getrunken und mich aus dem Bett erhoben habe. Er hat wohl Angst, dass ich mich in einem unbeobachteten Moment wieder ins Bett zurück fallen lasse. Er kennt mich. Mit noch vom Schlafen steifen Gliedern erhebe ich mich aus dem Bett, hole mir im Vorbeigehen einen kurzen Kuss ab und verschwinde anschließend im Bad.

10 Minuten später stehe ich zwar einigermaßen erfrischt, aber dennoch weit davon entfernt wirklich fit zu sein, in unserer Küche. Manuel löffelt bereits in seiner obligatorischen Schüssel Smacks, während ich mir eine weitere Tasse Kaffee eingieße und mich seufzend neben ihn auf einen Stuhl fallen lasse. Nachdenklich betrachte ich ihn über den Rand meiner Kaffeetasse hinweg.

Er hebt den Kopf und ich begegne seinem fragenden Blick.

„Ist Dir eigentlich bewusst, dass wir das erste Mal getrennt von einander schlafen werden, seit wir richtig zusammen sind?“, ich schlucke den Kloß hinunter, der sich in meiner Kehle gebildet hat, und starre nun in die schwarze Brühe vor mir.

„Hast Du Dich deswegen heute Nacht von einer Seite auf die andere gewälzt?“, fragt er zärtlich und greift nach meiner freien Hand.

Ich nicke. Wenn ich nur daran denke, dass ich die nächsten beiden Nächte alleine in einem fremden und kalten Hotelbett verbringen muss, wird mir schlecht.

Er beugt sich zu mir, sieht mir in die Augen und küsst mich auf den Mund. Genüsslich senke ich die Lider und lehne mich an ihn. Seine kühle, nach süßer Milch schmeckende Zunge bildet einen interessanten Kontrast zu meiner vom Kaffee heißen Mundhöhle. Kalt trifft auf heiß, süß auf bitter. Angenehm, sehr angenehm sogar.

Ich lehne meine Stirn gegen die seine, dann lösen wir uns widerwillig von einander.

„Lass uns los fahren“, sage ich mit belegter Stimme, „sonst bleibe ich doch noch hier.“

*


Die Fahrt zum Bahnhof – Manuel hat es sich nicht nehmen lassen, mich höchstpersönlich zu chauffieren - verläuft recht schweigsam, zumindest von meiner Seite aus, Manuel plappert, als ob nichts wäre. Seine aufgesetzte Heiterkeit kann mich jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er mich ebenso vermissen wird, wie ich ihn. So ist er. Selbst wenn es ihn innerlich schier zerreißt, möchte er mir den Abschied leichter machen. Ich kann einfach nicht in Worte fassen, wie sehr ich ihn dafür liebe. Und nicht nur dafür.

Auf dem Weg sammeln wir noch Johannes auf, der bereits, vor Kälte von einem Bein aufs andere tänzelnd, am Straßenrand steht und auf uns wartet. Sein Atem bildet kleine Wölkchen vor seinem Mund. Es ist wirklich saukalt.

Ich verdrehe die Augen, als er schließlich fröhlich quasselnd ins Auto steigt. Wie kann man nur am frühen Morgen schon so enthusiastisch sein? Kopfschüttelnd sehe ich von Johannes zu Manuel. Wenn es nicht die furchtbare Müdigkeit wäre, die mich lähmt, so gäbe mir doch letztendlich diese Affenkälte den absoluten Rest. Da frieren einem doch die Gehirnzellen ein!

Die beiden anderen, Konrad und Sven, warten bereits am Bahnsteig auf uns. Ersterer redet seit meiner Party übrigens nur noch das Nötigste mit mir. Auch wenn ich ihn irgendwann einmal zu meinen Freunden gezählt haben mag, hält sich mein Bedauern über das offensichtliche Ende unserer Freundschaft einigermaßen in Grenzen.

Zu Sven gibt es nicht allzuviel zu sagen. Er arbeitet seit knapp zwei Jahren bei uns in der Abteilung. Ich stehe ihm weder besonders nahe, noch ist er mir völlig fremd. Ein ganz normaler Kollege eben, der allerdings seit meinem Outing merklich distanziert wirkt. Ich habe kein größeres Problem damit. Wenn er meint, so reagieren zu müssen, dann soll er es eben in Gottes Namen.

Und so fällt unsere Begrüßung am Bahnhof eher kühl aus. Johannes, Manuel und ich werfen uns bedeutende Blicke zu und warten geduldig auf den Zug. Mit 5 Minuten Verspätung rollt der ICE schließlich in den Bahnhof. Die Reifen ächzen und quietschen, als der Zug endlich zum Stehen kommt.

Trotz der frühen Morgenstunde ist der Bahnsteig überraschend voll.

Vereinzelt wird noch eine letzte Zigarette geraucht, bevor man ins Abteil steigt.

Rechts von uns steht ein älteres Ehepaar, das ihre Enkelin in den Waggon entlässt, nicht ohne eine Vielzahl von gut gemeinten Ratschlägen. Links hingegen findet ein tränenreicher Abschied unter Verliebten statt.

Johannes und die beiden anderen hieven ihre Reisetaschen bereits in den Waggon, während ich immer noch bei Manuel am Bahnsteig stehe, ihn sehnsüchtig anblicke und meine Arme um seinen Nacken schlinge. Er hält mich ähnlich fest umklammert und küsst mich liebevoll. Mir sind durchaus die unterschiedlichen Blicke bewusst, die auf uns ruhen. Manche überrascht, manche lächelnd, einige jedoch auch ungläubig, ja sogar angewidert. Es ist mir egal, ich liebe diesen Mann über alles und das darf gerne jeder wissen.

Das laute Trillern einer Pfeife ertönt - ganz in unserer Nähe. Danach höre ich Johannes drängendes Rufen und ich löse mich widerwillig von Manuel. Der Bahnsteig ist inzwischen merklich leerer. Nur vereinzelt sieht man Paare stehen, denen eine Trennung ähnlich schwer fällt wie Manuel und mir. Auch die immer noch schniefende junge Frau neben uns, war noch nicht imstande, sich von ihrem Liebsten zu lösen.

„Ich ruf an“, bringe ich gepresst hervor, drücke ihm noch einen letzten Kuss auf die Lippen und folge den anderen in das Abteil. Sofort, nachdem ich mich gesetzt habe, suche ich erneut seinen Blick durch die verschmierte und verdreckte Fensterscheibe hindurch.

Der Zug setzt sich in Bewegung. Langsam zunächst, dann immer schneller. Solange wir können, halten wir Blickkontakt. Erst als seine Gestalt immer kleiner und kleiner wird und schließlich vollständig aus meiner Sicht verschwindet, wende ich mich seufzend ab.

Bald schon droht mich meine Müdigkeit zu übermannen. Die schlaflose Nacht fordert unbarmherzig ihren Tribut. Kurz bevor ich einzunicken drohe, drücke ich Johannes mein Bahn-Ticket in die Hand. Ich bette meinen Kopf an die Lehne des ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: soosa
Username: soosa
Datum: 12.09.2011 - 15:34

Kommentar Nr.: 9195
Hi !
Sehr schöne Story . Hat mir sehr gut gefallen .
LG
Kommentar von: FlyinWerwolf
Username: FlyinWerwolf
Datum: 09.10.2010 - 22:29

Kommentar Nr.: 8038
Hi du,

wunderbarer Abschluss einer grandiosen Story. Man merkt, dass in dieser Arbeit dein Herzblut steckt. Auch mir als Leserin fällt es ganz schön schwer Abschied zu nehmen von den beiden Jungs. Wirklich nochmal vielen lieben Dank fürs Onlinestellen und für das stetige weiterarbeiten. Ich habe es wirklich genossen, das zu lesen.
Ich hoffe, ich kann bald mal wieder etwas anderes von dir lesen, denn auf weitere Geschichten aus deiner Tastatur bin ich sehr gespannt und werde die Augen danach offen halten. Lass dir nicht allzuviel Zeit, ja?

Liebe Grüße
Yours Wolfi

Ps.: Neue Story bedeutet auch neue Kommis, und damit werde ich nicht sparsam sein, wenn du bald mit neuen Geschichten kommst ;-)
Kommentar von: BsuffaneMarille
Username: BsuffaneMarille
Datum: 24.04.2010 - 17:34

Kommentar Nr.: 7255
Ach, schon das Ende?! Wirklich schade, aber ein perfektes Happy End. Und wir können uns ja noch auf den Epilog freuen.

Werde gespannt auf deine nächste Story warten, die dir wieder sicherlich so gut gelingen wird!
Liebe Grüße
Kommentar von: Inura
Username: Inura
Datum: 24.04.2010 - 00:11

Kommentar Nr.: 7254
ich wusste es Q______Q!! <3 <3
ich wusste, dass er um seine hand anhalten würde Q^Q
das is so schön <3 ein wahnsinnig gelungener abschluss.
die ff war wirklich absolut brilliant, schade dass es schon enden musste qq

ich kann wirklich nur lob aussprechen, obwohl die ff weit mehr verdient hätte. wirklich. bravo :D
<3
Kommentar von: Inura
Username: Inura
Datum: 19.04.2010 - 21:55

Kommentar Nr.: 7236
waaah <3 so toll q^q
du verbindest deine beiden ffs miteinander Q^Q das lässt mein ff-herz höher schlagen <3
und ich bin schon soooo gespannt auf die überraschung Q^Q kanns kaum erwarten!~
schreib also bitte bitte schnell weiter <3
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