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Ab 18 Jahren Deutsch 12.11.200908.10.2010 497800 5.00
Bei 19 Vote(s)
197
Autor: Jule-ys
Pairing: Axel + Manuel
Kategorien: Romantik, Komödie
Inhalte: Lime, Lemon
Einführung: Gestatten? Mein Name ist Axel. Vormals eingefleischter Hetero, inzwischen Privatkoch und -bäcker meiner Naschkatze, bzw. eigentlich eher meines Naschkaters, den ich auf der Geburtstagsfeier des Vaters meiner damaligen Freundin aufgelesen - pardon - kennen gelernt habe. Und was auf die Tierwelt zutrifft, passt auch bei Manuel: füttert man ihn einmal, bekommt man ihn nie wieder los. Sehr zu meiner Freude, denn wenn ich ehrlich bin, möchte ich alles andere, als ihn wieder loswerden...
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y Kaffe und Klatsch
Vielen lieben Dank fürs Lesen und Kommentieren! *freu*
Hier kommt also das nächste Kapitel.

~***~


„Tiefer, bitte“, kommt es von Sandra.

Ich mache, wie mir geheißen. „So?“

„Noch ein klein wenig“, bittet sie mich.

„Wirklich noch tiefer? Bist Du Dir sicher?“, frage ich vorsichtig nach.

„Ja, mach schon“, meint sie ein klein wenig ungeduldig.

„Ganz wie Du willst, aber Du solltest langsam auf den Punkt kommen, mir werden schon die Arme lahm“, stöhne ich.

„Ja, bleib so, so ist es gut“, sagt sie etwas außer Atem, „was meinst Du, gefällt es Dir?“, will sie wissen.

„Ja“, grinse ich langgezogen, „gefällt mir!“

„Sagst Du das jetzt nur, damit Du endlich erlöst wirst, oder meinst Du es ehrlich?“, fragt sie mich skeptisch.

„Hm“, antworte ich ausweichend und setze mein spitzbübischstes Grinsen auf.

„Männer!“, lacht sie, tritt von hinten an mich heran und markiert mit einem Bleistift die Stelle auf der Tapete, an der das Bild letztendlich hängen soll.

Erleichtert lehne ich den Hundertwasser-Kunstdruck vorsichtig an die Wand, lasse meine Arme sinken und schüttle sie kurz aus.

Die nächsten Handgriffe sind im Vergleich zu der vorherigen Position-Suchaktion, geradezu ein Klacks. Die beiden Nägel sind, sogar ohne nennenswerte Verletzungen, schnell in die Wand geschlagen und das Bild daran aufgehängt. Ich trete einige Schritte zurück und muss Sandra recht geben, an dieser Stelle kommt das Bild wirklich gut zur Geltung, es hätte keinen Zentimeter höher hängen dürfen. Ich denke, Frauen haben dafür einfach ein besseres Auge als wir Kerle.

Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass es bereits 14:50 Uhr ist. Es würde also nicht mehr lange dauern, bis Manuel vor der Tür stehen würde. Ich muss zugeben, dass ich ein klein wenig aufgeregt bin. Mein Gemüt hat sich zwar in dieser einen Woche, seit wir bei Carsten und Frederick waren, wieder etwas beruhigt, aber ich komme nicht umhin, zumindest mir selbst gegenüber einzugestehen, dass Manuel eine sehr seltsame, irritierende und zutiefst unerwünschte Anziehungskraft auf mich ausübt, mit der ich überhaupt nicht klar komme.

Der Kaffee gurgelt bereits durch die Kaffeemaschine und Sandra legt noch letzte Hand an den gedeckten Tisch, als das charakteristische Ding-Dong der Türglocke einen Besucher ankündigt.

„Machst Du bitte auf?“, fragt sie. Ich nicke nur kurz und trabe schließlich etwas nervös los.

Allein bei dem Gedanken, dass auf der anderen Seite höchstwahrscheinlich Manuel steht, schlägt mein Herz ein paar Takte schneller und ich hole tief Luft. Es beruhigt sich nicht, als ich die Türklinke drücke, und schon gar nicht, als ich ihm dann tatsächlich gegenüber stehe, im Gegenteil – bei seinem Anblick verfällt es geradezu in einen Galopp.

Ein feines Lächeln umspielt seine Mundwinkel, ein wissendes Lächeln? Augenblicklich werde ich noch nervöser. Wir begrüßen uns mit dem inzwischen wohl obligatorischen Handschlag und tauschen die üblichen Floskeln aus, danach führe ich ihn zu Sandra in die Küche.

Die Herzlichkeit zwischen den beiden überrascht mich immer wieder. Auch als Außenstehender erkennt man auf den ersten Blick, wie viel sich die beiden bedeuten.

„Möchtest Du Dir die Wohnung anschauen?“, fragt Sandra.

„Klar doch“, antwortet Manuel interessiert und geht hinter Sandra her. Ich folge ihnen mit etwas Abstand und unwillkürlich landet mein Blick auf Manuels Rückseite. Der Stoff seines Hemdes spannt sich beeindruckend über seine breite Schultern, als er mit gespreizten Fingern eine Haarsträhne aus seinem Gesicht kämmt. Meine Augen wandern weiter zu seinem Hintern. Der wird zwar von dem Hemd, das er lose über der Hose trägt, halb verdeckt, aber man kann durchaus noch erkennen, dass er dahingehend etwas wirklich Knackiges zu bieten hat.

Ich fühle Hitze in meine Wangen steigen und wende mich hastig ab. Was um Himmels willen passiert hier gerade? Angestrengt versuche ich diese überaus störenden Empfindungen auszublenden und konzentriere mich wieder auf meine Freundin.

Sandras Wohnung ist wirklich hübsch – und geräumig. Das findet auch Manuel. Sie erstreckt sich auf zwei Etagen, oben befinden sich das Schlafzimmer und das Bad. Unten gibt es eine große Küche, ein offenes Wohnzimmer, Gästetoilette und einen kleinen Raum, der wohl als Büro oder kleines Gästezimmer, vielleicht auch Kinderzimmer gedacht war, in dem sich derzeit allerdings Sandras ganzes Gerümpel befindet, das sie sonst nicht mehr unterbringen konnte und vermutlich auch nie wieder brauchen würde. Davon trennen möchte sie sich allerdings auch nicht.

„Warum habt ihr euch eigentlich nicht eine Wohnung gemeinsam genommen, wenn Du eh schon aus der alten Wohnung ausgezogen bist?“, fragt er an Sandra gewandt. Unser Rundgang endet schließlich wieder in der Küche und wir setzen uns an den gedeckten Tisch.

Sandra lächelt verhalten.

„Das stand eigentlich nie zur Debatte. Wir brauchen beide unseren Freiraum und einen Ort, an den wir uns zurückziehen können, bevor wir uns auf die Nerven gehen. Wir mögen uns sehr, aber wir sind kein Liebespaar im herkömmlichen Sinne. Das funktioniert ziemlich gut, vor allem angesichts dessen, dass wir beide gebrannte Kinder, und im Moment nicht wirklich erpicht auf eine romantische Beziehungskiste sind. Meine Geschichte mit Klaus kennst Du ja, und Axel hatte da ein ähnlich unangenehmes Erlebnis“, beendet sie ihre Schilderung.

Ich meine immer noch einen leicht verbitterten Unterton heraushören zu können, wenn besagter Klaus erwähnt wird. Als Sandra und ich uns kennen gelernt haben, war sie völlig am Boden. Ihr damaliger Ex-Verlobter – Klaus, hatte in einer Nacht- und Nebelaktion, die bis zu diesem Zeitpunkt gemeinsam genutzte Wohnung, im wahrsten Sinne des Wortes, leer geräumt. Er hatte dafür einen Wochenendtrip ausgenutzt, den Sandra zu einer alten Freundin unternommen hatte, und sie stand anschließend quasi mit leeren Händen, leerer Wohnung und vor allem, mit leerem Herzen da. Der werte Herr ward seit dieser Zeit nie wieder gesehen. Kein Wunder also, dass sie seither einen riesigen Bogen um jegliche romantische Gefühle macht.

„Ohne euch in irgendeiner Weise zu nahe treten zu wollen, aber wird das auf Dauer nicht etwas einsam, emotional gesehen?“, fragt er.

„Nein“, antwortet Sandra lapidar.

„Und wenn sich einer von euch verlieben sollte?“, Manuel runzelt die Stirn. Es ist ihm deutlich anzusehen, dass ihn unsere Art von Beziehung ziemlich irritiert.

Ich zucke mit den Schultern: „Ich werde Sandra ganz sicher keine Steine in den Weg legen, sollte sie sich irgendwann neu verlieben“, antworte ich und sehe wie soeben Erwähnte neben mir zustimmend nickt.

„Und – wenn ihr euch ineinander verlieben solltet?“, bohrt Manuel weiter.

„Das ist bis jetzt nicht passiert, und warum sollte es nach all der Zeit, die wir uns nun schon kennen, noch zwischen uns funken?“, stellt Sandra die Gegenfrage.

Manuel sieht von mir zu Sandra und wieder zurück zu mir. „Es sind schon bei Weitem unmöglichere Dinge geschehen. Man kann nie wissen, was das Leben noch so für einen bereit hält“, ich schlucke schwer und senke schnell die Lider. Warum nur habe ich plötzlich das Gefühl, dass es hier gar nicht mehr um Sandra und mich geht?

„Aber was anderes: steht der Kuchen nur zur Dekoration auf dem Tisch, oder darf man ihn auch essen?“, grinst er verschmitzt.

„Oh, ein dezenter Hinweis vom Schleckermäulchen, dass es Appetit hat“, lacht Sandra und häuft Manuel ein Stück Kuchen auf den Teller, während ich uns Kaffee einschenke.

„Na wenn das Teil schon so verführerisch vor mir steht!“, verteidigt sich Manuel gespielt schmollend und schiebt sich auch schon eine gefüllte Kuchengabel in den Schlund. „Okay Axel, damit hast Du mich jetzt endgültig rumgekriegt. Wann kann ich bei Dir einziehen?“, meint er und schaut mich über die Gabel hinweg herausfordernd an.

Ich grinse einfach dümmlich zurück. Was soll ich denn auch darauf antworten? Natürlich freue ich mich, dass es ihm schmeckt.

„Das könnte Dir so passen“, erwidert Sandra gut gelaunt, „Axel ist schon mein Backsklave!“, ergänzt sie kichernd.

„Hey“, protestiere ich entschieden, „noch so ein Spruch und der Backofen bleibt demnächst kalt!“, drohe ich lachend.

„Als ob Du das fertig bringen würdest. Du wirst ja schon hibbelig, wenn Du mal eine Woche lang nichts zusammen rühren kannst“, werde ich von Sandra geneckt.

„Genau nach Dir habe ich mein Leben lang gesucht, wo hast Du nur all die Jahre gesteckt?“, himmelt Manuel mich an. Und obwohl ich weiß, dass er nur Spaß macht, habe ich Mühe nicht vor Schreck meine Gabel krachend auf den Teller fallen zu lassen und die Frequenz meines Herzschlages steigt beachtlich in die Höhe.

„Hörst Du wohl auf, mir meinen Freund abspenstig machen zu wollen?“, kommt es feixend von Sandra.

„Wie habt ihr euch eigentlich kennen gelernt?“, fragt Manuel plötzlich und ich bin ihm überaus dankbar für diesen abrupten Themenwechsel.

Sandra grinst über alle vier Backen und auch mir schiebt sich das Bild unseres Kennenlernens vor Augen.

„Eigentlich war das eine ziemlich peinliche Angelegenheit“, sagt sie, „zumindest für mich. Es war kurz nach… naja, eine Freundin meinte jedenfalls, dass ich meinen Hintern mal wieder aus dem Haus zu bewegen hätte und hat mich an jenem Abend in einen Club geschleift. Keine Ahnung, wie es passieren konnte, aber als ich auf die Bar zuging, bin ich irgendwie mit dem Fuß umgeknickt und kopfüber quasi in Axels Schoß gefallen. Du kannst Dir vorstellen, was das für ein Gelächter verursacht hat. Zumindest bei den anderen, ich habe ja eher die Tomate gemimt“, berichtet sie.

Manuels leicht rot angelaufenem Gesicht nach zu schließen, muss er an sich halten, um nicht in schallendes Gelächter auszubrechen.

„Na los, lass es schon raus“, meint Sandra und zieht eine Grimasse.

„Sorry, aber ich stelle mir das gerade bildlich vor“, wiehert er los, „das hätte… unter gewissen Umständen… wirklich peinlich werden können“, japst er.

„Jaja, woran Du schon wieder denkst“, kichert Sandra.

„Ich?“, tut er unschuldig, „kann ich doch nichts für, wenn Du meine Antwort so falsch interpretierst. Keine Sekunde hatte ich auch nur einen einzigen schmutzigen Gedanken!“, schwört er giggelnd. „Was ist danach passiert?“

„Wir wurden Freunde. Neben Dir ist Axel der beste Freund, den ich je hatte, das hat sich n ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: soosa
Username: soosa
Datum: 12.09.2011 - 15:34

Kommentar Nr.: 9195
Hi !
Sehr schöne Story . Hat mir sehr gut gefallen .
LG
Kommentar von: FlyinWerwolf
Username: FlyinWerwolf
Datum: 09.10.2010 - 22:29

Kommentar Nr.: 8038
Hi du,

wunderbarer Abschluss einer grandiosen Story. Man merkt, dass in dieser Arbeit dein Herzblut steckt. Auch mir als Leserin fällt es ganz schön schwer Abschied zu nehmen von den beiden Jungs. Wirklich nochmal vielen lieben Dank fürs Onlinestellen und für das stetige weiterarbeiten. Ich habe es wirklich genossen, das zu lesen.
Ich hoffe, ich kann bald mal wieder etwas anderes von dir lesen, denn auf weitere Geschichten aus deiner Tastatur bin ich sehr gespannt und werde die Augen danach offen halten. Lass dir nicht allzuviel Zeit, ja?

Liebe Grüße
Yours Wolfi

Ps.: Neue Story bedeutet auch neue Kommis, und damit werde ich nicht sparsam sein, wenn du bald mit neuen Geschichten kommst ;-)
Kommentar von: BsuffaneMarille
Username: BsuffaneMarille
Datum: 24.04.2010 - 17:34

Kommentar Nr.: 7255
Ach, schon das Ende?! Wirklich schade, aber ein perfektes Happy End. Und wir können uns ja noch auf den Epilog freuen.

Werde gespannt auf deine nächste Story warten, die dir wieder sicherlich so gut gelingen wird!
Liebe Grüße
Kommentar von: Inura
Username: Inura
Datum: 24.04.2010 - 00:11

Kommentar Nr.: 7254
ich wusste es Q______Q!! <3 <3
ich wusste, dass er um seine hand anhalten würde Q^Q
das is so schön <3 ein wahnsinnig gelungener abschluss.
die ff war wirklich absolut brilliant, schade dass es schon enden musste qq

ich kann wirklich nur lob aussprechen, obwohl die ff weit mehr verdient hätte. wirklich. bravo :D
<3
Kommentar von: Inura
Username: Inura
Datum: 19.04.2010 - 21:55

Kommentar Nr.: 7236
waaah <3 so toll q^q
du verbindest deine beiden ffs miteinander Q^Q das lässt mein ff-herz höher schlagen <3
und ich bin schon soooo gespannt auf die überraschung Q^Q kanns kaum erwarten!~
schreib also bitte bitte schnell weiter <3
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