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Archiv > Originale > When the Night falls

y When the Night falls
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Ab 18 Jahren Deutsch 04.10.200920.07.2010 290830 4.20
Bei 5 Vote(s)
94
Autor: Rolerne
Pairing: Andriel x Ammon
Kategorien: Action, Horror, Mystery
Inhalte: Angst, Tod und Mord, Limone, Lemon, Blödsinn, Songfic, Gewalt
Einführung: Lüftet die Mysterien der Nacht und all ihrer Bewohner.
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y Je heller der Schein, desto dunkler das Sein
Seid uns gegrüßt, ihr Leseratten.
Wieso uns, fragt ihr euch, tja das hier ist ein gemeinsames Projekt von mir und Hirono.
Wir hoffen natürlich das es euch gefällt und das ihr auch viele Kommis da lasst.^^


Menschen… so vielfältig, so weit verbreitet, so erfindungsreich… und doch so unbedeutend im Gesamtbild der Welt.
Menschen… so stark und aggressiv am Tag, so schwach und zerbrechlich in der Nacht.
Sie glauben es gibt nur eine Wahrheit, nur eine Realität, doch sie bedenken nicht, dass dort, wo Licht ist, auch immer ein Schatten auftritt.
Und je heller der Schein, desto dunkler das Sein.
Es gibt eine Welt, die erst zum Vorschein kommt wenn es Nacht wird. Eine Welt deren Bewohner zahlenmäßig um einiges mehr und vor allem vielfältiger sind, als es die Welt am Tage je sein wird.

Einst waren wir, die Dämonen, Geister und dunklen Feen die Meister der Lebewesen auf Erden. Unangefochtene Herrscher!
Doch heute leben wir lediglich wenn die Uhr Zwölf schlägt und die Menschen so gut wie kein klares Bewusstsein mehr haben, weil der Alkohol die Synapsen kappt. Degradiert zu Nachtclubbesitzern und Phantomen, zu Dealern und Huren und dem notwendigen Fundament von Kinderalpträumen! Unsere Völker haben ihre einstige Macht eingebüßt. Wir sind nur noch ein Abklatsch der einstigen Pracht der Dunkelheit.
Wenigstens gehört uns das Nachtleben ganz und gar. Menschen werden viel zu schnell müde und das macht keinen Spaß!
Doch wir, die Gesellschaft der Nacht, wir werden niemals müde. Im Gegenteil… wir erwachen nun, da die Eule schreit und das Pochen des gedämpften Basses wie ein stetiger Herzschlag auf die Straßen L.A.´s hallt.

Ich hatte meine Zigarette gerade aufgeraucht und trat sie auf dem steinernen Gehweg aus, als zu meiner rechten eine Tür auf ging. Eine Nebelschwade verließ, zeitgleich mit den Gästen, den stickigen Innenraum, der die Garderobe des Dawnclubs darstellte. Ein exklusiver Nachtclub, dessen Besitzerinnen ebenso knallhart wie atemberaubend sind. Maria und Ashley Dawn, ihres Zeichens Vampire, hatten keinerlei Mühe in der rauen Geschäftswelt der Finsternis zu überleben. Während die rothaarige, heißblütige Ashley sich Nacht um Nacht durch den Club stahl um die Besucher genauestens im Auge zu behalten, managte ihre Schwester, deren Augen die eisige Kälte ihrer Heimat Sibiriens widerzuspiegeln schienen, den Club. Man konnte die beiden relativ leicht auseinander halten, trotz dessen, dass sie Zwillinge waren. Ashley war die Partymaus von beiden. Es ist ihr Finger der den Männern im Dunklen über den Rücken streicht, ihr Name ist es den die Männer an die Toilettenwände schreiben und ihr Name ist es auch, den die Männer stöhnen wenn sie mit ihren Freundinnen schlafen. Wohingegen ein Mann mit der prüden Maria nur Körperkontakt haben würde, wenn sie ihm den Kopf abriss oder erwürgte. Und das ist wörtlich gemeint! Sie ist ein echtes Zahlenass. Wenn sie die Buchhaltung überprüft, entgeht ihr nichts und sollte ihr Buchalter etwas vergessen oder gestrichen haben, dann wird ein Neuer eingestellt. Von dem vorherigen findet man meistens nur noch ein paar sterbliche Überreste, selten eine Leiche im Ganzen und zumeist findet man sie in Denver, Washington und/oder Ohio. Den letzten konnte die Polizei zusammen puzzeln… Die Körperteile hatten sich entlang der gesamten Ost- und Westküste verstreut…
Über meine Überlegungen musste ich leicht schmunzeln, was mir einen schrägen Seitenblick von Bill, dem Türsteher des Clubs einbrachte. Ich schüttelte den Kopf, zum Zeichen dass nichts ist und schritt an ihm vorbei, geradewegs in den Dunst der flimmernden Party in dem großen Tanzsaal. Die Einrichtung war fantastisch. Ein perfektes Zusammenspiel von Lust und Moderne. Der Saal, war ziemlich groß und die Wände hauptsächlich in dunklen Brauntönen gehalten. Von der Garderobe fiel man nicht gleich auf die Tanzfläche, was sehr angenehm war. An den Seiten links und rechts waren Sitzgelegenheiten aus dunklem Holz und mit bordeauxrotem Samt bezogen. Die Fenster des Erdgeschosses waren alle samt mit dunklem, schweren Vorhängen versehen, ebenso wie die in der ersten Etage, da der Club sich über zwei Geschosse erstreckte. Zwei Wendeltreppen, die die Tanzfläche flankierten, führten in das Obergeschoss. Hier war keine Bar und auch wenig Bewegungsfreiraum, doch in den hinteren Teilen standen ebenfalls Sofas, ideal für geheime Treffen oder einfach nur ein Päarchen, das ungestört sein wollte. Dafür hatte man dort oben einen super Ausblick auf die Tanzfläche und die Bar, welche sich an der gesamten Wand gegenüber des Eingangs und der Garderobe erstreckte.
Ich schlenderte an den Sofas im Erdgeschoss vorbei und suchte mir einen Hocker an der Bar. Heute Nacht war wider viel los. Die Tanzfläche war brechend voll und die Sofas alle belegt. Wer keine Sitzgelegenheit mehr ergattern konnte begnügte sich mit den Stehtischen die vereinzelt in dem Clubraum standen. Eigentlich hatte ich vor mir einen White Russian zu bestellen, aber der Barkeeper war so in Anspruch genommen, dass er mich nicht bemerkte. Wobei es aber auch gemein war, dass nur ein Einzelner zur Stoßzeit hier war. Ich reckte mich etwas um zu sehen welcher arme Teufel dort mit einer Gruppe sauffreudiger Werwölfe zu kämpfen hatte und erkannte den jungen Halbinkubus. Andriel Kallas, eigentlich der Kellner des Dawnclubs. Ein junger Halbinkubus von schlanker Gestalt mit einer Haut wie Porzellan und langem, schwarzem Haar, das in einem strengen Flechtezopf zusammengefasst war. Die rubinroten Augen waren vor Anstrengung zusammengekniffen. Er notierte hastig die Bestellungen der fünf Wölfe und versuchte nebenbei noch die anzüglichen Angebote zu überhören.
„Kleinen Moment, Ihre Bestellung ist sofort fertig.“ murmelte er gewissenhaft und begann die Cocktails zu mixen.
„Na Süßer? Was machst du denn hier? Ist doch sonst gar nicht deine Zeit!“
Ashley Dawn war neben mir aufgetaucht und schmiegte sich lasziv an meine Seite.
„Warum ist denn euer hübsches Aushängeschild so gestresst?“ fragte ich sie anstatt zu antworten.
Sie kicherte, was ihren prallen Busen in dem viel zu engen Korsett bedenklich zum wippen brachte.
„Oh unser Barkeeper hat sich heute krank gemeldet. Er hat Nierensteine oder so…“
„Und was sagt dein Schwesterchen dazu?“
Ich konnte es mir eigentlich schon denken.
„Hihi… na was glaubst du denn? Sie meinte vorhin, sie müsse noch kurz eine Kleinigkeit regeln und ist seit dem ausser Haus!“
Ich grinste.
„Dann kann ab morgen ja ein Neuer bei euch anfangen und sein Glück versuchen!“
„Ganz Recht! Aber Andriel hat es ja gleich geschafft.“
In diesem Moment übergab der Halbinkubus die Bestellung an die Wölfe und fiel seiner Ablösung dankbar um den Hals. Der ältere Vampir schaute nur verdutzt in die Runde, doch da hatte der Schwarzhaarige schon wieder losgelassen und war in die Angestelltenräume verschwunden.
„Ich muss dann mal wieder los!“
Die rothaarige Vampirin zog einen Schmollmund.
„Keine Sorgen, Darling! Morgen bin ich ganz für dich da!“
Ich zog ihr Gesicht zu mir und gab ihr einen frechen Kuss auf den Mundwinkel. Genießend schnurrte sie.
„Wehe dir wenn nicht!“
Damit verschwand Ashley in dem Meer von windenden und zuckenden Körpern auf der Tanzfläche.
Ich hingegen duckte mich unter der Theke durch und verschwand ungesehen ebenfalls im Hinterraum, wo Andriel gerade genüsslich eine Zigarette rauchte. Man konnte richtig sehen wie der Stress der vergangenen Nacht von seinen Schultern abfiel.
Grinsend berührte ich mein Gesicht. Ich sah es zwar nicht, aber ich spürte wie sich meine Züge veränderten und zu einer hässlichen Grimasse verzogen. So verkleidet hüpfte ich auf den Halbinkubus zu und schlang meine Arme überschwänglich um seinen Hals.

"Ahhh!"
Andriel erschreckte sich zu Tode, ob der grausigen Maske die sich Ambrose aufgesetzt hatte. Er sprang auf, schlug dabei mit dem Knie am Tisch an und schmiss sein Wasserglas um. Dieses zersprang auf dem Boden und Andriel rutschte in der Pfütze aus. Ambrose konnte gar nicht so schnell reagieren, wie der junge Mann zu Boden ging und sich den Kopf am Stuhl anschlug.
Lediglich ein Schreckensschrei beim Fall entwich noch Andriels Kehle, dann fiel er in Ohnmacht.
„Ups!“ murmelte Ambrose und richtete sein Gesicht wider.
Just in diesem Moment schwang die Tür ein weiteres Mal auf und Maria kam herein.
„Andriel! Wo bist du?!“
Sie übersah Ambrose, da dieser hinter der aufschwingenden Tür stand, und erblickte Andriel, der regungslos am Boden lag.
„Was ist denn hier los? Schläfst du etwa? Hey! Aufwachen!“
„Äh… Chefin?“, sagte Ambrose, „Der ist erstmal weg. Hab ihn erschreckt und da ist er umgefallen wie ein nasser Sack.“
Sie wand sich zu ihm um, erschrak aber nicht ob seiner Anwesenheit. Dafür platzte sie fast vor Wut, da es ja Ambrose' Schuld war, dass Andriel eine Kopfverletzung hatte, wie sie in ihrer kurzen Musterung festgestellt hatte.
Die Vampirin griff blitzschnell nach Ambrose' Kopf und riss ihn von seinen Schultern.
„Das ist dir hoffentlich eine Lehre! Du sollst deine Kindereien in meinem Club lassen! Wehe dir, wenn das noch einmal vorkommt, dann reis ich dir was ab, was nicht wieder anwächst!!“ fauchte sie denn Kopf an und warf ihn beim gehen einfach achtlos über die Schulter.
„Na toll. Ähm…Hallo?... könnte mir jemand helfen? Es ist schwierig den Körper ohne Kopf zu bewegen. Hallo?“
Zwei Minuten später stand Bill grinsend in der Tür.
„Was?“, giftete Ambrose, dessen herumkullern von einem Schrank aufgehalten wurde, „Noch nie einen abgerissenen Kopf gesehen?“
Bill lies sich nicht zu einer Antwort herab, ging stattdessen zu Andriel, hob ihn hoch und trug ihn aus dem Zimmer, geradewegs in Marias Büro.
„Hey?! Und was ist mit mir? Hmpf… Verflucht!“
Ambrose versuchte seinen Kopf wieder ins rollen zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Demnach blieb ihm nur die Möglichkeit zu warten, bis ihn wieder jemand zusammenfügte.
„So ein Mist!“ fluchte er.

Weitere zehn Minuten später, erwachte Andriel endlich wieder. Bill hatte ihn auf der schwarzen Ledercouch, gegenüber von Marias Schreibtisch, abgelegt.
„Er sieht aus wie eine Puppe!“ stellte der Riese noch fest und ging dann wieder seiner Arbeit nach.
„Scheiße!“
Andriel befühlte seinen Kopf. Seine Haare waren ganz klebrig von dem getrockneten Blut.
Maria sah kurz von ihren Unterlagen auf, als ihr unfreiwilliger Gast sich regte.
„Wie geht es dir? Du hast dir kräftig den Kopf angestoßen!“
„Ja… Aua, tut das weh…“
„Du solltest gehen. Deine Schicht ist ja eh vorbei. Geh nach Hause und ruh dich aus, damit du morgen wieder fit bist!“
„Ja ok. Bis morgen!“
Sie winkte nur ab und hatte ihre Aufmerksamkeit schon längst wieder ihren Büchern zugewendet.
Andriel öffnete die Tür des Büros. Ein unsäglicher Lärm, der in seinen Ohren widerhallte schlug ihm entgegen. Marias Büro lag im Obergeschoss des Hauses und somit musste er durch den gesamten Club um in den Angestelltenraum zukommen, in dem seine Sachen lagen. Er hielt sich die Ohren zu und versuchte das lauter werdende Summen zu ignorieren, doch er war froh als er endlich bei seinem Ziel angekommen war. Schnell schlüpfte er in den dunklen Raum und schloss die Tür noch bevor er das Licht anknipste. Leicht rümpfte der junge Halbinkubus die Nase, als er einen Gestank, wie nach verdorbenen Fleisch, wahrnahm.
Als die Deckenlampe aufleuchtete konnte er auch die Ursache feststellen. Er sah zu Ambrose' Körper und suchte dann den fehlenden Teil dazu, der nach wie vor auf dem Boden vor dem Kleiderschrank lag.
Dieser starrte ihn aus missmutigen Augen an.
„Hilfst du mir nun?“ schnauzte er unfreundlich, als Andriel keine Anstalten machte sich zu bewegen.
Leicht verzog Andriel den Mund, doch er hatte jetzt keine Nerven für eine solch lächerliche Auseinandersetzung, also nahm er Ambrose' Kopf in die Hand und steckte ihn wieder auf seinen Körper.
„Danke, ich dachte schon die Kakerlaken fressen mich auf.“
„Maria?“
„Genau die! Hast Glück gehabt das sie dir nicht den Kopf abgerissen hat. Bei dir wäre dann, glaube ich, Sense.“
Andriel ging zum Umkleideraum und packte seine Tasche.
„Ich glaube kaum, dass sie das gemacht hätte! Ich bin gerade in ihrem Büro aufgewacht.“
Langsam traten vor sein geistiges Auge die Bilder der letzten halben Stunde bis zu seiner Ohnmacht und er musste nur noch eins und eins zusammen zählen um den Auslöser der ganzen Miesere herauszufinden. Aber es war ein anstrengender Abend und ein schmerzlicher Ausgang. Er war kaputt und wollte nur noch nach Hause unter die Dusche und in sein Bett. Also verabschiedete er sich noch bei Ambrose, ohne ihn noch mal wegen des Streiches eine Strafpredigt zu halten, und ging.
Auf der Straße, zündete er seine letzte Zigarette an, zerdrückte die Schachtel und warf sie in einen Mülleimer am Straßenrand.
Wenn ein Passant gesehen hätte, dass er das ganze ohne Feuerzeug oder ähnlichem tat und die Schachtel auch von alleine zum Mülleimer wanderte, hätte dieser sich vermutlich gefragt, ob er zu viel getrunken hatte. Er bog gerade in eine Gasse ein, als jemand in seinen Gedanke sagte:
-Na das war ja was. Kippst einfach wie ein Sack Reis um und haust dir noch die Birne am Stuhl auf. Ich wusste ja schon immer, dass du einen Hang zum Selbstmörderischen hast!-
-Du weist, ich mag es nicht in Gedanken zu sprechen! Komm heraus.-
Plötzlich quoll dunkler Rauch aus Andriels Mantel. Er hing eine zeitlang neben dem Jungen, wurde mehr und mehr und verdichtete sich zu einer Gestalt mit menschlichen Umrissen, die denen des Halbinkubus glichen. Man konnte die Gesichtszüge und Körperrundungen erahnen, doch sonst sah sie aus wie aus der Nacht selbst geboren. Einzig ihre Augen verrieten, dass dort jemand war, so leuchtend flammend wie sie sich in die Dunkelheit bohrten.
„Hach, ist das eine angenehme Nacht.“ schwärmte der schwarze Schatten.
„Siehst du, ist doch schön mal raus zu kommen.“
„Ja, sehr schön, aber sag mal, du bist sonst nicht so schreckhaft. Ich weis es war eine anstrengende Nacht aber so zu reagieren.“
„Ach Infernum, du machst dir viel zu viele Gedanken darüber. Ich bin einfach bloß ein wenig überarbeitet.“
Die glühenden Augen von Infernum, weiteten sich kurz überrascht.
"Dann verstehe ich nicht warum du Maria nicht um Urlaub bittest. Ich meine wenn ich mich nicht irre, hast du sogar noch den ganzen Urlaub vom letzten Jahr. Entspannung würde dir gut tun."
Andriel lachte über die letzte Bemerkung, wusste aber, dass Infernum Recht hatte. Urlaub würde ihm vermutlich wirklich gut tun. Er ging durch die Straßen von L.A. zu seinem Apartment. Es umfasste zwei Stockwerke, war geräumig und alles in weißen Tönen gehalten. Andriels Vater, der ihm dieses Apartment bezahlt hatte sagte nach seinem Einzug das, dass Weiß so gar nicht passen würde. Andriel gefiel es. Wenigstens hatte seine Wohnung etwas Unschuldiges. Nicht das er nicht genauso wäre, aber wenn man von Dämonen abstammte, dann waren meistens die Vorurteile im Weg. Er ging die Treppe nach oben und zog sich aus. Er ließ sich Zeit dabei und es schien ihn überhaupt nicht zu stören das Infernum alles mit ansah. Davon abgesehen war Infernum sowieso asexuell, er war nur Andriels innere Stimme, sein Schatten, nicht mehr und auch nicht weniger. Als er nackt war, ging er zu seiner Anlage und stellte sie an. Eine Geigenmelodie erfüllte das Apartment. Der junge Halbdämon ging in die Dusche und nachdem er die richtige Temperatur eingestellt hatte stieg er hinein. Das Wasser lief seinen makellosen Körper hinab, es tropfte in sein langes schwarzes Haar und gab ihm das Aussehen eines klaren Nachthimmels. Wie kleine Sterne glitzerten die Tropfen. Er hob seinen Kopf und fing an sich zu berühren, dahin wo noch niemand ihn je berührt hatte. Er genoss es seine Finger über seinen Körper gleiten zu lassen, sie auf Erkundungstour zu schicken, nur um zu sehen wo sie hin gelangten. Infernum betrat die Dusche und umarmte ihn von hinten, dann verschmolz er wieder mit Andriels Körper. Doch dieser war so gefangen, dass er es gar nicht bewusst wahr nahm. Als seine Finger an sein Gemächt anstießen, stieg ihm die Schamesröte auf. Mit seinem Zeigefinger strich er immer wieder sanft über den Schaft bis zur Spitze. Er lehnte sich mit dem Rücken gegen die kalten Kacheln, doch es war kein unangenehmes Gefühl, es war mehr wie ein Blitz der ihn durchzuckte. Das Spiel aus Heiß und Kalt erregte ihn immer mehr. Und so, ohne dass er sich groß berührt hatte, ergoss er sich in seiner Hand. Einen Teil schmeckte er und den anderen wusch er sich von der Hand. Danach duschte er sich gründlich. Er kam aus dem Bad, mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen und ging nach unten in die Küche. Er brühte sich einen frischen Kaffee und setzte sich eines der beiden Sofas um den Sonnenaufgang zu genießen. Die roten Farbfacetten tauchten L.A. in ein Meer aus Formen und Farben. In solchen Momenten war er froh nur zur Hälfte dämonischen Ursprungs zu sein. Ein richtiger Dämon konnte dem Sonnenlicht nicht lange standhalten, es wäre für ihn schlichtweg zu grell. Da sie Jahrtausende an das schummrige Licht der Hölle gewöhnt waren, ist es für sie so als würde ein Mensch die Sonne direkt ansehen und zwar wenn er Lupen auf den Augen trägt. Andriel trank seinen Kaffee aus und stellte den Becher anschließend wieder in die Spülmaschine. Er war unendlich müde. Zwar musste er noch eine Kleinigkeit recherchieren für einen befreundeten Vampir, doch er konnte kaum noch geradeaus laufen geschweige denn richtig nachdenken. Also schlappte er wieder die Treppe nach oben und warf sich, so wie er war aufs Bett. Kaum dass er sich eingekuschelt hatte schlief er auch schon.

Ammon von der Kaltmark war ein junger aufstrebender Inquisitor, der soeben seinen ersten Auftrag erhalten hatte. Er sollte sich auf die Suche nach Dämonen und ähnlichem machen und sie neutralisieren. Ammon verließ die Zentrale und ging zum Parkplatz. Dort setzte er sich in seinen weißen Ford und fuhr Richtung Downtown. Die dunklen Kreaturen hatten sich dort vermehrt ausgebreitet und das konnte nicht toleriert werden. Ammon fuhr in eine Seitenstraße und stieg aus. Er kontrollierte all seine Utensilien zur Teufelsaustreibung und ging dann auf Streifzug.

Andriel erwachte am späten Nachmittag. Er stieg aus dem Bett und machte sich frisch für einen weiteren Abend voller Zigarettenqualm und Alkdunst. Gerade als er sich einen frischen Kaffee machte, erschien Infernum.
"Du solltest nicht soviel Kaffee trinken. Das ist nicht gut für den Kreislauf."
Andriel sah ihn an und zog eine Braue hoch
"Du weist genauso gut wie ich dass mein Kreislauf nicht geschädigt werden kann. Ich könnte mich mit Kaffee oder Alkohol voll schütten und es würde nichts passieren."
"Ich mein ja nur."
Die dunkle Gestalt rollte mit ihren blutroten Augen und zuckte die Achseln.
"Ach übrigens, ich hoffe du hast nicht vergessen das diese Woche Ratsversammlung ist."
Andriel seufzte
"Ich habe es nicht vergessen. Schon wieder eine dieser langweiligen Debatten, wo doch nie etwas raus kommt. Es ist jedes Mal wie ein Remie, sie rufen alle zusammen, diskutieren bis alle eingeschlafen sind und gehen dann wieder."
"Sieh es doch mal positiv, bei den Versammlungen laufen immer eine Menge netter Typen rum."
"Oh ja klar, zum Beispiel?
„Der Zombie vom letzten mal war doch ganz süß und noch gut erhalten!“
„Meinst du den, der über seine eigene Art Witze reist?“
Andriel zog ehrlich irritiert von Infernums Ansicht die Augenbraue hoch, dann äffte er dem schleichenden Ton des Zombies nach.
„Was macht ein Untoter auf dem Fußballfeld? Antwort: Er fault!“
„Also ich fand das lustig.“, schmollte der Schatten, sah aber ein, dass ein solcher Typ nicht zu seinem lebendigen Gegenstück passte, „Was ist mit einem Werwolf? Ragnarök hat immer in deine Richtung gewittert.“
„Sind mir zu haarig und ich will nicht das, wenn sie sich verwandeln, sie mir die Einrichtung zu Klump hauen.“
„Auch wieder war… Und wie sieht es mit einer Art aus, mit der du dich gut verstehst? Vampire…“
Doch Andriel viel ihm gleich ins Wort:
„…sind nachtaktiv und ich schlafe nachts.“
Infernum seufzte und überlegt kurz ob es noch eine Art gab, die zu Andriel passen könnte. Kaum dass er jedoch einen Einfall hatte, kam ihm der Halbinkubus zuvor.
„Formwandler sind ja schön und gut, aber irgendwann imitieren sie dich und das ist verflucht nervig."
"Du hast wohl an allen etwas aus zusetzten oder wie sehe ich das?"
Damit gab sich d ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: CrazyMama
Username: CrazyMama
Datum: 10.03.2010 - 19:56

Kommentar Nr.: 7179
smile Danke für die neuen kapitel
Kommentar von: CrazyMama
Username: CrazyMama
Datum: 16.01.2010 - 15:46

Kommentar Nr.: 7037
echt abgefahren--schreib bloß schnell weiter
Kommentar von: Levyn
Username: Levyn
Datum: 29.11.2009 - 14:05

Kommentar Nr.: 6858
wow, absolut genial!
ich bin total begeistert, die story ist super und der schreibstyl und fehler hab ich auch keine gefunden, höchstens ein oder zwei rechtschreibfehler.
hoffentlich gehts schnell weiter ♥

lg levyn
Kommentar von: StoFftieRchEn
Username: StoFftieRchEn
Datum: 17.10.2009 - 20:45

Kommentar Nr.: 6774
Oh, das scheint ja mal was ziemlich neues zu sein… Andriel gefällt mir er ist so schön trotzig^^…

Einzig was vielleicht zu bemängeln wäre ist, dass ihr vielleicht kurz einfürt was man unter den einzelnen wesen sich vorsellen sollte (gerade die eher etwas untypischen, was ein vampir und was ein werwolf ist weiß jeder aber inkubus?)

Baba das StoFftiErchEn^^
Kommentar von: fee-chan
Username: fee-chan
Datum: 04.10.2009 - 14:46

Kommentar Nr.: 6753
Der Anfang ist schon mal nicht schlecht.
Ich denke mal, dass Ammon zu diesen Kindern der Inquisition gehört. Ich bin schon gespannt, was bei seinem nächten Treffen mit Andriel passiert.
Und was wird aus den Kindern, die den Geschöpfen der Nacht begegnen um sie zu töten?

Bin schon auf das nächste Kapitel gespannt.

lg fee-chan
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