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Archiv > Weiß Kreuz > Mondnacht: Schuldig

y Mondnacht: Schuldig
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Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 03.05.200503.05.2005 176578 5.00
Bei 5 Vote(s)
343
Autor: wildest_angel
Pairing: Schuldig X Ken
Kategorien: Romantik, Komödie
Inhalte: Lemon
Einführung: Ich habe es gewagt, meine Freunde zu einer Challenge herauszufordern... *drop* Hier mein Ergebnis: Ken kommt dahinter, daß er und Schuldig ein ähnliches Hobby teilen. Was die beiden eigentlich zusammenbringen könnte - gäbe es da nicht ein kleines Problem in Form eines Telekineten und anderer uneinsichtiger Teammitglieder...
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y Kapitel 3
Na dann, wollen wir mal sehen, was Ken anstellt und wie Schuldig reagiert...


@ Braddy: Danke für dein großes Lob! *strahl* Es war gar nicht so leicht, die einzelnen Handlungselemente sinnvoll ineinander übergehen zu lassen, da es wirklich eine Menge Vorgaben waren und die auch noch teilweise wirklich nicht gerade einfach gestaltet wurden. Aber das wirst du ja selber feststellen, da du ja auch einen Teil schreibst... ;-)

@ Salmara: Nöö, bin ich gar nicht... *sniff* Außerdem hätte es doch nur halb so viel Spaß gemacht, wenn Ken gewusst hätte, daß Schuldig die Nacht über bei ihm war. Das wär doch viel zu einfach und gradlinig. Ich werde die Teile immer zeitgleich mit Dhala hochladen. Naja, es kommt ja nach diesem sowieso nur noch einer...

@ Yuki_chan: Danke, daß du meine Story trotz fehlendem Aya/Schu-Pairing liest! *verbeug* Und klar gibt es ein Happy End, in welcher Form auch immer. Ich will ja nicht, das du böse auf mich wirst... ;-) Ob das Ganze ein Missverständnis war, löst sich hier schon auf. Und selbstverständlich werde ich mich weiterhin bemühen, halbwegs gute Stories zu schreiben.

@ Peng: Tja, das kommt davon, wenn sich Schuldig irgendwas ansieht, wovon er keine Ahnung hat. (Mir würde es mit Sicherheit nicht anders gehen, ich würde mich auch bis auf die Knochen blamieren. *drop*) Und du liegst mit deiner Vermutung übrigens mal wieder goldrichtig! *lach* Bin ich echt so vorhersehbar? Ich glaube, daran muss ich noch arbeiten ;-)



Und jetzt: VIEL SPASS!!!





Ken hetzte sein Motorrad über den Stadthighway in die Randbezirke der Metropole. Je mehr die Geschwindigkeit zunahm, desto leichter fiel ihm, das eben Gehörte zu verdrängen. Der eisige Fahrtwind zog an seinen Haaren, verbrannte seine Haut mit tausenden Nadelstichen, ließ seinen Körper gefühllos werden, trieb ihm die Tränen in die Augen. Nur der Fahrtwind? Wirklich? Widerwillig schüttelte Ken den Kopf, um diese Gedanken zu vertreiben. Natürlich nur der Wind. Er würde den Teufel tun, und dem verfluchten Deutschen hinterher heulen! In den Vororten beschleunigte er noch mehr, raste in halsbrecherischem Tempo über schlechte Strassen, dann über Feldwege, zum Schluss nur noch über Trampelpfade. Mehr als einmal entging er in letzter Sekunde gerade noch einem Sturz, und das auch nur, weil er den Weg, den er fuhr, zur Genüge kannte. Sein Ziel war ein Berg, naja, wohl eher ein großer Hügel, dicht bewaldet und weitestgehend menschenleer, außerhalb Tokyos. Diesen Platz hatte der Braunhaarige durch Zufall einmal entdeckt und die unberührte Natur so fantastisch gefunden, dass der Ort zu seinem Lieblingsplatz wurde. zwar war es verwunderlich, dass es nicht viele Wanderer oder ähnliches gab, die dieses herrliche Fleckchen Erde nutzten, doch Ken war dankbar dafür. Nach fast einer Stunde geschwindigkeitsintensiver Fahrt war er am Ziel.
Seufzend stellte er den Motor ab und bockte die Maschine auf den Ständer.

Schuldig bog um die letzte Straßenecke und erblickte schon aus der Entfernung den Mädchenansturm auf dem Gehweg vor dem Koneko. Kurz verdrehte er die Augen, ging dann aber tapfer weiter, als ihm einfiel, dass Kudoh die Nachmittagsschicht hatte. Da war dieser Auflauf normal. Der Deutsche drängelte sich mit seiner Sporttasche durch die Teenies, bis er sich endlich seinen Weg in den Laden erkämpft hatte. Sein Blick fiel auf einen leicht genervten Braunhaarigen und einen grinsenden Iren. Schon wollte der Langhaarige durch die Hintertür das Wohnhaus betreten, als ihm Yohji nachrief: "Hey, hast du ne Ahnung, was mit Ken los ist?"
Augenblicklich stoppte Schuldig und wirbelte herum.
"Wieso? Was ist mit ihm?", fragte er alarmiert.
Mit wenigen Sätzen hatte der Playboy die Situation erklärt.
Fragend sah Schuldig zu Farfarello. Der bestätigte die Worte des Anderen mit einem leichten Nicken.
"Ohne Helm?", hakte Schuldig nach.
Erneutes Nicken seitens des Iren.
Diese Information machte dem Deutschen mehr Sorgen als alles andere. Was konnte nur geschehen sein, dass der sonst so vernünftige Fußballer derart ausflippte?
"Yohji, wohin könnte er gefahren sein?"
Der Angesprochene überlegte kurz, dann meinte er: "Ich weiß es nicht. Aber Omi könnte es wissen, er ist schließlich sein bester Freund."
"Omi ist bei Nagi", tönte die giggelnde Stimme Farfarellos aus dem Hintergrund.
Schuldigs Augen wurden groß, sein Gesicht nahm eine ungesunde, kalkweisse Farbe an. Jetzt war alles klar!
"Verdammt, das konnte er nicht wissen!", hauchte er kraftlos, Yohjis ratlosen Blick bei diesen Worten völlig ignorierend. Schnell hetzte er die Treppe hinauf, wobei er auf den ersten Stufen schon anfing, nach Omi zu brüllen. Als er im Flur der zweiten Etage angekommen war, spähte der gerufene Blondschopf aus Naoes Zimmer.
"Ken ist abgehauen. Wo kann er hin sein?" Dem Langhaarigen war egal, dass man die Besorgnis in seiner Stimme deutlich hörte.
Omi sah den Größeren wortlos mit einem skeptischen Blick an.
"Verdammt, schau nicht wie ein Bus, sag mir, was du weißt!" Schuldig war am Ende mit seiner Geduld!
Omi verdrehte genervt die Augen, gab dem Deutschen jedoch eine rasche, kurze Wegbeschreibung. Der Kleinere hatte noch nicht mal richtig ausgeredet, rannte Schuldig auch schon wieder die Stufen nach unten, knallte die Tür hinter sich zu und sprang in seinen Wagen.

Ken saß auf der Wiese am Waldrand, von wo aus er einen einmaligen Blick über die Millionenstadt hatte. Er lehnte gegen einen Baumstamm, hatte die Beine angewinkelt, seine Ellbogen auf die Knie und sein Kinn auf die Hände gestützt, und starrte auf das atemberaubende Panorama, ohne jedoch davon wirklich etwas zu sehen. Dafür hielten ihn seine Gedanken viel zu sehr gefangen. Wie hatte er nur jemals so dumm sein können und Schuldig vertrauen? Der war und blieb doch nur ein gottverdammter Schwarz, ein Feind, der ihn verletzen, zerstören wollte! Und das hatte der Deutsche echt gut hinbekommen! Ken war wirklich verletzt, bis ins Innerste! Er empfand diese Schmerzen, als seien sie körperlicher Natur. Sie drückten ihm sogar die Luft zum Atmen ab! Heiße Verzweiflung machte sich in dem Dunkelhaarigen breit. Er hatte sich, wie die anderen auch, auf seine Weise vor zuviel Nähe und Gefühl immer geschützt, so gut es ging. Doch der verflixte Deutsche hatte Kens Abwehr mit einem einzigen Lächeln durchbrochen! Wie hatte das nur passieren können? Warum nur hatte er geglaubt, der Telepath würde ihn wirklich lieben?
`Weil du es glauben wolltest!`, höhnte eine kleine Stimme in seinem Unterbewusstsein.
Ja. Allzu gern hatte er den Worten, nach denen er sich so gesehnt hatte, Glauben geschenkt. Doch er war eines Besseren belehrt worden! Schließlich war Schuldig nicht in seinem Zimmer gewesen und die Geräusche, die vorhin aus Nagis Raum auf den Flur gedrungen waren, ließen keinen Zweifel zu, wo der Deutsche sich befunden und was er getan hatte. Ein heiseres Aufschluchzen wollte aus seiner Kehle dringen, doch er kämpfte es nieder. Nein! Er würde nicht wegen einem Feind heulen wie ein Mädchen! Und wenn er ihn noch so liebte!

Es dämmerte schon, als Schuldig endlich den von Omi beschriebenen Weg auf den Hügel fand. Sein Sportwagen jaulte beleidigt auf, als er ihn über das unwegsame Gelände jagte. Da! Da war Kens Motorrad! Erleichtert erlaubte sich der Deutsche, für eine Sekunde die Lider zu senken. Er hatte das Unmögliche geschafft und seinen Liebsten gefunden! Der Langhaarige parkte sein Auto neben der Maschine und stieg rasch aus. Nach einem kurzen Rundumblick, bei dem er den Braunhaarigen jedoch nicht entdeckte, streckte er seine mentalen Fühler aus, erfasste die Gedankenwellen des Fußballers auf der Stelle und folgte ihnen. Nach kurzer Zeit stand er neben dem Jungen, der ihm so viel bedeutete.

Ken warf einen kurzen Blick auf die näher kommende Gestalt und drehte sofort den Kopf weg, als er den Telepathen erkannte. Trotzdem machte sein Herz einen freudigen Hüpfer, es schien regelrecht zu jubeln. Ja, er war doch gekommen! Er hatte ihn gesucht! Zwar wollte Ken es sich nicht eingestehen, doch er hatte das insgeheim wirklich gehofft.
"Was willst du hier? Verschwinde! Geh deinen kleinen Freund ficken und lass mich in Ruhe!", schnauzte er den Anderen dennoch reichlich wütend an.
Was er allerdings machen würde, wenn der Langhaarige jetzt ginge, wusste Ken nicht, genauso wenig wie er wusste, ob er überhaupt wollte, dass der Telepath blieb.
Der Angesprochene ließ sich von der unfreundlichen Begrüßung nicht abschrecken, wie der Braunhaarige feststellen musste. Im Gegenteil, Schuldig setzte sich neben ihn und fixierte ihn aufdringlich.

Der Deutsche konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Gott, sah Ken süß aus, wenn er eifersüchtig war!
"Ich habe meinen kleinen Freund - nicht mehr", versuchte er zu erklären.
"Ach nein?", fiel der Braunhaarige ihm spöttisch ins Wort, "Und wer hat dann vorhin Nagi gevögelt?"
"Omi."
Kens Kiefer klappte kraftlos nach unten, seine Augen nahmen die Größe von Suppentellern an.
"Verarsch mich nicht...", brachte er tonlos heraus.
Aus Schuldigs Lächeln wurde ein breites Grinsen.
"Tu ich nicht. Nagi war gestern Abend noch bei mir..."
"Also doch! Und da erzählst du mir..."
"Lass mich ausreden, verdammt! Nagi war gestern Abend bei mir und hat mir glücklicherweise mitgeteilt, dass ich mich ab sofort dahin scheren könnte, wo der Pfeffer wächst."
"Glücklicherweise?" Ken konnte das alles nicht so recht glauben.
"Ja, glücklicherweise. So bleibt uns wenigstens das erspart, was er abziehen würde, wenn ich ihn wegen dir zum Teufel gejagt hätte."
Der Braunhaarige konnte die ganzen Informationen gar nicht so schnell verarbeiten.
"Zwischen euch ist Schluss?", fragte er noch einmal fassungslos nach.
Als Antwort erhielt er ein erneutes Lächeln und ein enthusiastisches Nicken. Der Jüngere schüttelte ungläubig den Kopf und starrte entgeistert auf den Größeren.
"Aber... Du warst vorhin nicht in deinem Zimmer und auch sonst nirgendwo. Und Nagi..."
Nein, Ken wollte nicht mehr weiterreden, nicht mehr daran denken, die Erinnerung an die Laute des Kleinen schmerzte zu sehr. Wo sonst hätte der Langhaarige sein können, wenn nicht bei dem Telekineten? Schuldig legte seinen Arm um Kens Schulter und zog ihn zu sich heran.
"Baka!", murmelte er verliebt, "Ich war heut Nachmittag im Training. Dachtest du wirklich, ich sage dir zuerst, dass ich dich liebe, und springe dann mit einem anderen in die Kiste?"
Ken schloss das Blut in die Wangen. Ja, genau das hatte er gedacht. Statt einer peinlichen Antwort legte er seinen Kopf auf die Schulter des Deutschen und genoss dieses Gefühl der Geborgenheit, das er schon verloren geglaubt hatte.

Schweigsam saßen die beiden aneinander gekuschelt eine Zeitlang da. Die Sonne war in einem farbenprächtigen Spiel untergegangen und die Lichter der Stadt unter ihnen aufgeflammt, als sich die Dunkelheit über das Land legte. Ein leuchtender Vollmond schickte seine silbernen Strahlen über den Berg und somit über die beiden Männer. Sterne funkelten wie tausend Diamantsplitter auf schwarzem Samt. Noch immer hielt Schuldig Ken im Arm, kraulte den Haaransatz im Nacken des Kleineren. Nach einer Ewigkeit stillen Wohlfühlens drehte der Braunhaarige den Kopf zu seinem Liebsten.
"Tut mir leid", meinte er leise, "Ich hätte dir vertrauen sollen."
Schuldig schaute tief in die braunen Augen, deren Glanz vom hellen Mondlicht verstärkt wurden. Ohne etwas zu erwidern, neigte er sich zu dem Anderen, hauchte ihm einen liebevollen Kuss auf die Lippen.

Ken schlang in dem Moment, als er den verführerischen Mund auf seinem spürte, beide Arme schwungvoll um den Größeren, so dass sie beide zur Seite wegkippten und der Braunhaarige auf dem Anderen zu liegen kam. Gleichzeitig streichelte er mit seiner Zungenspitze über die weichen Lippen des Telepathen und erhielt sofort Einlass. Gierig erforschte er das Reich des Älteren. Ken stütze sich auf Ellenbogen und Unterarme, um seinem Geliebten nicht sämtliche Luft zum Atmen zu nehmen, seine Finger strichen nach oben und verkrallten sich in der langen Mähne. Glücklich stellte er fest, dass Schuldig die Arme um seinen Oberkörper legte und ihn fester an sich presste.
"Schick mich zu den Sternen!", bat er seinen Geliebten atemlos.
Er wollte nicht mehr länger warten, nicht nach all den Ängsten und Zweifeln. Er wollte den Langhaarigen nur noch spüren - aber richtig! Genießerisch schloss der Dunkelhaarige die Augen, konzentrierte sich einzig und allein auf das Fühlen. Die Hände, die sacht über seinen Rücken streichelten, die flinke Zunge, die so erregend mit seiner spielte, der beschleunigte Herzschlag des Mannes unter ihm... Als sich jedoch Schuldigs Finger unter sein Shirt schummelten und die blanke Haut berührten, riss Ken erschrocken die Lider wieder auf und quiekte entsetzt.
"Wah, das ist KALT!"
Erst jetzt fielen ihm die silberblassen Nebelschwaden auf, die aus dem vorher sonnenbeschienen und daher warmen Gras aufstiegen und die beiden Männer in eine unwirklich anmutende Kulisse tauchten.
"Merkst du erst jetzt, wie kühl es wird?", fragte der Andere erstaunt.
Auf das verdutzte Nicken meinte Schuldig nur: "Komm, wir fahren heim. Ich will nicht, dass du krank wirst."
Ken sah seinem Objekt der Begierde offen ins Gesicht, sein Blick flackerte vor Verlangen.
"Nein, ich will nicht nach Hause. Ich... ", brachte er mühsam heraus.
Er hoffte, Schuldig würde verstehen.

Überlegend schaute der Deutsche in den Nachthimmel, gleich darauf spielte ein immer breiter werdendes Grinsen um seine Lippen. Ja, da hatte er eben eine grandiose Idee gehabt! Wie gut, dass er ein einfallsreiches Kerlchen war!
"Okay. Komm!"
Damit warf er den Braunhaarigen von seinem Brustkorb, stand rasch auf und zerrte Ken mit sich in die Höhe. Die braunen Augen waren immer noch ein einziges Fragezeichen, was den Telepathen nur noch breiter grinsen ließ. Er legte seinen Arm um die Schulter des Jüngeren und lief los. Allerdings kamen sie nicht sonderlich schnell voran, da sich weder der Eine noch der Andere recht lange beherrschen konnte, und immer wieder einen andauernden Kuss forderte. Endlich bei ihren Fahrzeugen angekommen, wollte sich der Fußballer auf sein Bike schwingen, wurde jedoch schnell davon abgehalten.
"Kommt gar nicht in Frage", meinte der Größere trocken, "Ohne Helm und Jacke fährst du mir keinen Meter mehr!"
Mit dem Kopf deutete er in Richtung seines Wagens. Ken lächelte entschuldigend.
"Und wie..."
"Wir holen dein Motorrad morgen ab, wenn du anständig ausgerüstet bist!"
Seufzend gab der Braunhaarige auf. Es hatte ja sowieso keinen Sinn, mit dem Deutschen streiten zu wollen. Außerdem war er viel zu glücklich, als dass er sich jetzt auf eine Diskussion eingelassen hätte. Und überhaupt war er gespannt, was sich der Andere auf seine Bitte hin ausgedacht hatte. Denn das dieser eine Überraschung für ihn parat hatte, hatte Ken leicht an dem wissenden Grinsen ablesen können. Also stieg er ohne Widerworte in Schuldigs Auto. Der Langhaarige wandte sich auf seinem Sitz um, um seinem Liebsten einen letzten, lang andauernden und erregenden Kuss zu stehlen, ehe er den Wagen startete.

Der Deutsche steuerte sein Fahrzeug langsamer als zuvor durch das Gelände, was auch nicht verwunderlich war, denn er lenkte nur mit einer Hand. Die andere befand sich auf Kens Oberschenkel, der seine Finger mit denen des Fahrers verflochten hatte. Der Telepath brachte seinen Freund in eine Gegend, in der dieser noch nie gewesen war, einem Weg folgend, der nur ihm bekannt zu sein schien, denn schon längst hatten sie sämtliche nennenswerten Strassen hinter sich gelassen.

"Was ist das hier?"
Ken stand vor einem kuppelförmigen, fensterlosen Gebäude und schaute es interessiert an, während Schuldig eilig zu einer kleinen Pforte lief.
"Lass dich überraschen."
Neugierig sah der Braunhaarige dem Anderen zu, wie er sich schnell und geschickt an der Tür zu schaffen machte.
"Du willst da jetzt aber nicht rein?", fragte er entsetzt, als ihm klar wurde, das der Deutsche gerade dabei, das Schloss zu knacken.
Schuldig wandte den Kopf zu dem Jüngeren um und bedachte ihn mit einem Blick, der zu fragen schien, ob Ken noch ganz rund lief.
"Was dachtest du denn?", meinte er lapidar.
Ken brach innerlich halb zusammen. Na toll, das hatte man davon, wenn man sich mit einem Schwarz einließ! Man konnte niemals vor unangenehmen Überraschungen sicher sein! Noch dazu schien sich der Deutsche als Einbrecher recht gut zu machen, denn er hielt Ken höflich die inzwischen geöffnete Tür auf.
"Aber..."
"Sei still und komm endlich. Oder willst du entdeckt werden?"
Der Braunhaarige spürte Schuldigs Griff an seinem Handgelenk, dann wurde er mit einem Satz ins Innere des Gebäudes befördert.
Leise, wie in jahrelanger nächtlicher Routine erlernt, schlichen sie durch die dunklen Gänge, bis sie endlich in einem runden Saal standen. Der Telepath grinste zufrieden, dann ging er weiter in die Halle hinein, bis er fand, wonach er suchte.

Ken schaute sich verdutzt um. Über sich sah er das perfekte Halbrund der Kuppel, zu seinen Füßen befand sich ein Boden, der aus wabenförmigen Glasplatten zu bestehen schien.
"Was _ist_ das hier?", flüsterte er noch einmal.
Als er sich verwundert einmal im Kreis gedreht hatte, starrte er fragend den Größeren an, der diesen Blick zu spüren schien.

Schuldig wandte sich zu dem Kleineren um und schickte ihm ein geheimnisvolles Lächeln. Er würde den Teufel tun und jetzt schon verraten, was Ken hier erwartete. Mit nachdenklichem Gesicht stand er vor einem Pult mit einer Vielzahl von Knöpfen und Schaltern. Probeweise drückte er auf verschiedene Tasten, bis er den gewünschten Erfolg erzielte. Das ohnehin schon schwache Licht verblasste ganz, undurchdringliche Dunkelheit breitete sich wie ein Leintuch über den Beiden aus. Nur das riesige Schaltpult wurde von den schwach glimmenden Tasten spärlich beleuchtet. Aus einer Ecke ertönte ein leises, tiefes Summen.
"Okay. Und jetzt noch..." Schuldig nagte überlegend an seiner Unterlippe. Kurz darauf huschte ein befreites Lächeln über seine Züge. Ja, das war es! Schnell tippte er eine Reihenfolge von Befehlen in eine Tastatur.

Ken erstarrte.
"Das... Das gibt`s nicht!", murmelte er schwach.
An der schwarzen Decke zogen plötzlich Sterne ihre gemächlichen Kreisbahnen, ein großer, leuchtender Vollmond, der so nahe war, dass man jeden einzelnen Krater erkennen konnte, strahlte auf die beiden Männer herab, der Boden schien komplett verschwunden zu sein, unter ihren Füßen drehte sich, kilometerweit entfernt und in langsamer Rotation, die Erde. Planeten zogen in Gesichtshöhe an Ken vorbei, Asteroiden zischten wie wütende Hornissen durch das Sternengetümmel. Der Deutsche setzte sich auf den scheinbar nicht vorhandenen Boden -es sah aus, als würde er sitzenderweise im Weltraum schweben- und winkte den Kleineren zu sich.
"Du wolltest zu den Sternen. Noch näher kann ich dich nicht bringen", hauchte er seinem Liebsten ins Ohr, als dieser sich zögernd auf dem schwarzen Nichts niedergelassen hatte.
"Du bist echt verrückt!", wisperte Ken verliebt zurück, "Aber ich glaube, du schaffst es, mich noch ein ganzes Stück weiter zu bringen!"
Schuldig schenkte sich eine Antwort; er legte lieber seine Arme um den Jungen und drückte ihn sanft zu Boden.

Wieder spürte Ken die fordernden Lippen auf den seinen, und diesmal schoss eine heiße Welle des Verlangens durch seinen Körper. Hier war es nicht kalt, selbst die harten Glasplatten, auf denen er lag, schienen beheizt zu sein, ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: Salmara
Username: Salmara
Datum: 10.05.2005 - 13:54

Kommentar Nr.: 416
oooohhhhhh!!!!!!!!! Ist das SÜÜßßß!!!! Ja die beiden gehören echt zusammen^^
Ich wusste es doch, Omi und Nagi vorschicken^^
Deine Lösung ist echt klasse, aber so nen Arbeitsplan möchte ich auch nie haben.
Ich hoffe du beglückst uns bald mal wieder mit was nettem^^
Kommentar von: Salmara
Username: Salmara
Datum: 09.05.2005 - 20:50

Kommentar Nr.: 415
Tja, ich würde sagen, lasst Nagi und Omi anfangen und haut dann Aya einfach nackte Tatsachen an den Kopf^^
Nein mal im Ernst, du wirst dir bestimmt was nettes eingefallen lassen haben!
Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf und freu mich schon, wie es ausgeht!
Bis Morgen?!
Deine treue Sal
Kommentar von: Yuki_chan
Username: Yuki_chan
Datum: 04.05.2005 - 18:12

Kommentar Nr.: 413
Eigentlich steh ich ja eher auf das Pairing Aya und Schu, aber diese Story ist soooo süüüüß!!!!! ^^
Total niedlich wie Schuldig sich über den Schiedsrichter aufregt!!!XD
Ich hoffe allerdings, es gibt ein Happy End und dieses dumme Missverständnis - was es doch wohl hoffentlich bloß war - regelt sich auch noch!!! *ansonsten werd ich ganz pöse*
Cu Yuki_chan.
Ps: Schreib jah weiterhin so klasse Storys!!! >__<
Kommentar von: Salmara
Username: Salmara
Datum: 04.05.2005 - 17:45

Kommentar Nr.: 412
Mano bist du GEMEIN!!!! Der Arme Ken, wie kannst du nur so gemein zu ihm sein??? Du hättest ihn doch einfach nur nicht blind durch sein eigenes Zimmer rennen lassen brauchen... dann währ es viel einfacher gewesen^^
Wann stellst du den nächsten Teil on?? smile
Ich warte schon sehnsüchtig!^^
Kommentar von: Brad-san
Username: Brad-san
Datum: 04.05.2005 - 16:14

Kommentar Nr.: 411
Hi Große,
nun hab ic hes mir in dieser Version noc heinmal durchgelesen. Klingt nicht schlecht. Nein ehrlich, es ist super.
Ich finde es super, wie du die verschiedenen Elemente eingebracht hast. Wirklich (vor allem beim noch kommenden Mond *g*) hab ich zuerst gar nicht kapiert, dass es um Handlungselement ging. Echt klasse.
Und voll süß.
Braddy
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