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y Ehre und Stärke : Amors Pfeile
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Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 09.03.200912.01.2010 117521 5.00
Bei 2 Vote(s)
62
Autor: shadowhunter
Pairing: 13xLucius, 13xMerenptah
Kategorien: Action, Drama, Alternatives Universum (AU)
Inhalte: Trauma / Depressionen, Lemon, Gewalt
Einführung: „Diese Nacht, sie hat dich zu dem gemacht, was du heute bist.“ „Genau deswegen verfluche ich sie.“ Was ist in dieser schicksalshaften Nacht passiert, die Treizes weiteres Leben für immer bestimmen sollte? Wie kam er nach Ägypten und welche Verbindungen hat er zum rätselhaften Land am Nil? Diese Geschichte spielt zehn Jahre vor "Ehre und Stärke I".
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y Kapitel 2
Disclaimer: Gundam Wing und die Charaktere gehören nicht mir sondern Sunrise und Bandai. Ich verdiene auch kein Geld mit dieser Geschichte.
Kommentar: Ich denke es wird am interessantesten sein, diese Story parallel zu Teil 3 zu lesen. Einfach weil Teil 3 eng mit Treizes Vergangenheit verknüpft ist. Wir wollen doch alle wissen, wie Treize zu einem Mann werden konnte, der kaum einem Menschen vertraut. Noch nicht einmal mit einem Geliebten zusammen in einem Bett schlafen will.
Doch jetzt ist er noch der unschuldige junge Adlige, der in einer behüteten Welt aufwächst... Die Betonung liegt auf noch.

Kapitel II

Treize vermochte und wollte sich nicht so recht auf den philosophischen Text konzentrieren, den er aus dem Griechischen übersetzen sollte. Nicht nur, dass er von einem alten und teuren Rhetor unterrichtet wurde. Nein, auch sein Vater sah es als persönliche Verpflichtung an seinem Sohn in Philosophie und Arithmetik zu lehren.

Deshalb saß Treize auch jeden Tag im Arbeitszimmer seines Vaters, genau gegenüber des eindrucksvollen Schreibtisches und während der ältere Khushrenada den Schriftverkehr erledigte, den die Verwaltung großer Ländereien mit sich brachte, brütete Treize über seinen Wachstäfelchen und den alten Papyri.
Sein Vater war ein besseres und verständigerer Lehrer als die Rhetoren. Er sah davon ab Treize zu schlagen und die Texte, die er Treize bearbeiten ließ waren allesamt interessant. Doch für Treize gab es seit einigen Wochen ein viel spannenderes Thema als Philosophie. Ein Thema, das seine ganze Aufmerksamkeit und Gelehrigkeit forderte... jedoch auf einem etwas anderen Gebiet.

In der Ecke des Zimmers befand sich jedoch eine klepsydra, jenes uralte griechische Modell einer Wasseruhr, und Treizes Unterrichtsstunde war beendet sobald das Wasser das Becken verlassen hatte.
Als Treize noch ein kleiner Junge gewesen war, hatte sein Vater eine andere Uhr im Arbeitszimmer benutzt. Es war eine Art Mechanismus gewesen, der nach einer bestimmten Zeit den Ruf eines Vogels von sich gegeben hatte. Später hatte Treize dann herausgefunden, wie die Uhr funktioniert hatte. Danach hatte sie für ihn den Reiz verloren.

Treize räusperte sich leise und als sein Vater den Blick von seinen Unterlagen hob, deutete Treize mit dem Griffel zum Wasserbehälter, der nun schon fast leer gelaufen war.
„Ah, ist es schon wieder an der Zeit. Na dann, geh schon zu Lucius, aber lass dir nicht die Knochen brechen.“

„Aber nein. Ich doch nicht.“ Schon war Treize aus dem Zimmer gesaust. Es konnte ihm gar nicht schnell genug gehen als er sich die Tunica über den Kopf zog und einen schlichten Schurz aus einer seiner Kleidertruhen suchte.
Bewaffnet mit Kurzschwert, dem gladius, und einem Schild, die Sandalen über die linke Schulter geworfen, sprintete er durch den Park.

Treize hatte nicht nur Lehrer, die mit ihm Griechisch lernten oder ihm das Rechtswesen lehrten. Auf Treizes Drängen hin und mit Hilfe der Fürsprache des Kaisers hatte sich sein Vater endlich dazu bereit erklärt einen Mann zu bezahlen, der Treize in der Kunst des Kämpfens unterwies. Lucius war ein Offizier der Prätorianer gewesen, der persönlichen Leibwache des Kaisers. Doch bei einer Verletzung vor zwei Jahren hatte er aus dem Dienst ausscheiden müssen.
Bereits seit einem Jahr stand er nun im Dienst von Treizes Familie und war er zu anfangs nur ein weiterer Lehrer unter vielen gewesen. Mit der Zeit wurde er zu Treize Freund und noch zu etwas anderem.
‚Liebhaber.‘, dachte Treize bei sich und erinnerte sich noch genau an jenen Abend als er im Bach hinter dem Park gebadet hatte und Lucius zu ihm ins Wasser gekommen war. Treize hatte nicht gewusst, wie er darauf reagieren sollte. So hatte er einfach nur den anderen Mann gemustert und war einigermaßen fasziniert gewesen zu hören, wie dieser ihm dann mit heiserer Stimme seine Liebe gestanden hatte. Seit diesem Tag war es um Treize geschehen.

Lucius wartete bereits im Wald auf ihn. Manchmal übten sie dort, außer Sichtweite der Villa. Vor allem in den letzten Wochen waren mehr und mehr Stunden hier auf der kleinen Lichtung abgehalten worden. Auch jetzt stand ihnen zunächst nicht der Sinn nach Waffenkunde. Als Lucius Treize sah, zog er diesen stürmisch in seine Arme, so dass Treize Füße nicht einmal mehr den Boden berührten und küsste ihn.
Nur zu gerne erwiderte Treize diese Intimität und fand es aufs Neue so herrlich und prickelnd. Er wusste nicht so recht, was er mit diesen Gefühlen anfangen sollte, wie er sie einzuordnen hatte. Vielleicht war es die Gefahr, die es mit sich brachte Lucius zu küssen. Natürlich hatte Treize die Schriften in der Bibliothek seines Vaters konsultiert und nicht alle, eigentlich die meisten Verfasser, hatte solche Beziehungen zwischen zwei Männern nicht gutgeheißen. Wobei es natürlich auch Ausnahmen gab, vor allem unter den griechischen Autoren.
Treize war größtenteils hier auf dem Land aufgewachsen, so dass sein Erfahrungsschatz mit Frauen nicht so groß war, wie der der anderen jungen Adligen in seinem Alter. Doch hatte auch er schon bemerkt, dass es sein Blut nicht so sehr in Wallung versetzte, wenn er Lydia, die Tochter des Hufschmieds aus dem Dorf, küsste.
Die Gedanken an Lydia wurden schnell verdrängt, als Lucius durch Treizes hellbraune Haare fuhr und die Hände in seinen Nacken legte. Die Lippen schürzend blickte er auf Treizes herab, er war viel größer als Treize – noch, Treize hatte im letzten Monat einen beachtlichen Sprung getan was seine Körpergröße anging.
„Zeig mir, was du von unserer letzten Stunde behalten hast, dann küsse ich dich noch einmal.“

Treize schmollte. „Einen größeren Anreiz musst du schon bieten.“ Als ob er je eine der Lektionen vergessen könnte, die ihm Lucius beigebracht hatte.

„Mhm.“ Die breite Brust des Soldaten vibrierte unter Treizes Händen, doch dann neigte Lucius seinen Kopf und flüsterte etwas in Treizes Ohr, der ihn daraufhin nur entgeistert anstarrte.
„Das würdest du tun?“, fragte er schwach und konnte es sich gar nicht vorstellen, wie Lucius es anstellen wollte. Diese Sache von der er gerade geredet hatte. Unwillkürlich blickte Treize an sich herab, Lucius lachte und seine Hand strich über Treizes flachen Bauch und kurz verschwanden die langen Finger unter seinem Leibschurz.

„Wenn du fleißig bist.“, schränkt Lucius ein, die Finger verschwanden wieder. „Und erst heute Abend.“

Treize würde sich alle Mühe geben!


Nach dem Abendessen hatte sich Treize in sein Zimmer zurückgezogen und begonnen zu lesen. Doch immer und immer wieder blickte er aus seinem Fenster und hoffte den Lauf Apollos irgendwie beschleunigen zu können, damit er zu Lucius gehen konnte.
Da klopfte es an seiner Zimmertür und Aurelia huschte hinein. Sie wusste, dass ihre Eltern es nicht mehr für gut befanden, wenn sie sich zu ihrem Bruder ins Zimmer stahl um dort zu schlafen. Sie trug bereits ihr Hemd für die Nacht und gähnte wenig damenhaft.
Treize schob die Schriftrolle beiseite. „Bist du nicht langsam zu alt dafür?“

Sie schüttelte vehement den Kopf und kuschelte sich an seine Seite. „Wenn du einmal heiratest, wirst du nicht mehr zu mir kommen können.“, schalte er sie sanft. Zog aber trotzdem die Bettdecke fester um ihre schmalen Schultern und hielt sie in seinen Armen. Er hatte seine kleine Schwester schon immer beschützt, egal welcher Art die Bedrohung sein mochte.

„Dann gehe ich eben zu meinem Mann.“ Sie sprach es mit so einer festen Bestimmung, dass er lachte.

„Na, der wird sich freuen.“

„Treize?“

„Ja?“

„Muss ich Marcus heiraten?“

„Wie kommst du darauf?“

„Die Köchin hat so etwas gesagt.“

„Dummes Gerede.“, wiegelte Treize ab. „Er ist der Sohn des Kaisers. Vater würde so etwas für dich nicht wollen.“

„Dann ist es gut. Ich mag ihn nämlich nicht.“

„Was hat er jetzt wieder getan?“, Treize wusste gleich woher der Wind wehte, wenn Aurelia schon so von Marcus sprach.

„Er hat mich an den Haaren gezogen, mir meine Puppe weggenommen und gesagt, dass ich eine blöde Gans bin. Dann habe ich ihm auf Griechisch geantwortet, aber der dumme Ochse hat es natürlich nicht verstanden.“

„Was wahrscheinlich besser war. Was hast du ihm denn an den Kopf geworfen?“ Treize hatte ins Griechische gewechselt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Familien, wurde Aurelia, obwohl ein Mädchen, auch von einem Rhetor unterrichtet und beherrschte das Griechische so gut wie ihr Bruder, obwohl sie vier Jahre jünger war.
Außerdem ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: StoFftieRchEn
Username: StoFftieRchEn
Datum: 11.07.2009 - 12:22

Kommentar Nr.: 6571
Was zum Teufel ist den in ihn gefahren… ich könne es ja jetzt gekonnt auf seine Seekrankheit schieben aber… mhm ich bin mal gespant wie der gutste die auster knacken wird… oder besser geknackt hat ^^… und wer wen im bett haben wird *hüstel*

Baba das StoFftiErchEn
Kommentar von: KAZUMA
Username: KAZUMA
Datum: 02.06.2009 - 18:55

Kommentar Nr.: 6476
wieder toll geworden und erklärt warum er nur wenigen vertraut und selbst das nur bis zu einem gewissen punkt obwohl ich mir gut vorstellen kann das es trotz allem was lucius getan hat es treize sehr weh getan haben musste ihn zu töten den der verrat ist sache gewesen die treize wieder ins hier und jetzt geholt hat was nicht heißt das die gefühle sofort aufhören

Kommentar von: StoFftieRchEn
Username: StoFftieRchEn
Datum: 01.06.2009 - 11:02

Kommentar Nr.: 6470
Kein wunder das Treize niemand traut, nachdem was Lucius mit ihm veranstalltet hat. Damit war dann wohl Treize Kindheit abrupt beenedet wurden, so hat er seine unschuld auf eine andere unschönere Art verloren…

Baba das StoFftiErchEn
Kommentar von: VioletFlower
Username: VioletFlower
Datum: 06.05.2009 - 14:46

Kommentar Nr.: 6365
Mh, ich möchte mir gar nicht vorstellen was passieren muss um dieses Glück zu zerstören...aber ich bin trotz allem gespannt!

Schreib unbedingt weiter :D
Kommentar von: StoFftieRchEn
Username: StoFftieRchEn
Datum: 05.05.2009 - 21:56

Kommentar Nr.: 6363

Ach wie schön, auch Treize war mal verliebt und wunderbar naive… im Moment scheint es ja nicht so, als das er so sehr enttäuscht werden würe… aber wenns da steht… hat es was mit Lucius zu tun?

Baba das StoFFtiErchEn
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