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Tragedy and Triumph |
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| Ab 18 Jahren |
Deutsch |
14.04.2005 | 14.04.2005 |
434448 |
4.50 Bei 2 Vote(s) |
193 |
| Autor: |
maike |
| Pairing: |
Dee x Ryo |
| Kategorien: |
Romantik |
| Inhalte: |
Angst, Trauma / Depressionen, Tod und Mord, Lemon, Vergewaltigung |
| Einführung: |
Ein schwerer Fall muß aufgeklärt werden.
Was passiert, wen aus dem Jäger das nächte Opfer wird?
Ist ihre Liebe stark genug, das zu überstehen?
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Kapitel 7
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Kapitel 7
"Also, über was willst du heute sprechen?" Lana sah zu Ryo als sie sich, mit Tee bewaffnet, ins Wohnzimmer setzten. Es waren bereits über drei Monate vergangen seit Kyle erschossen und Ryo wieder mit der Therapie bei ihr begonnen hatte.
Normalerweise trafen sie sich in einem Park oder anderen ruhigen, abgelegenen Plätzen für ihre Sitzungen, da Ryo sich im Freien wohler fühlte, doch heute war es draußen stürmisch. Aus diesem Grund hatte Ryo sie gefragt, ob sie nicht zu ihm ins Appartement kommen könnte für die heutige Sitzung.
Als sie jetzt so dort saßen, war es für Lana klar, dass er etwas auf dem Herzen hatte, was ihn wirklich beschäftigte. Sie hatte durch die vorherigen Sitzungen gelernt, dass es das Beste war, zu warten, bis er von sich aus anfing zu reden. Wenn sie versuchte, ihn zum Reden zu bringen, bevor er dafür bereit war, verschloß er sich vor ihr. Wenn sie jedoch ihn beginnen ließ, dann konnte sie ihm vorsichtig mehr entlocken, selbst wenn er sich wieder hinter seinen Schutzschilden verschanzen wollte.
Jetzt, als sie darauf wartete, dass er beginnen würde zu sprechen, nippte sie an ihrem Tee und erlaubte der Ruhe zwischen ihnen, langsam ihren Schleier zu lüften und die Gedanken, die Ryo dahinter verborgen hatte, zu offenbaren.
"Ich denke, es wird Zeit für mich, mich mit Dee und unserer Beziehung auseinander zusetzen." Ryo seufzte als er sich auf seinen Stuhl plumpsen ließ und einige unsichtbare Fusseln von seinem Sweater pickte. Seine dunkelblonden Haare hingen ihm ins Gesicht, verbargen seine Augen.
"Sicher, wenn du das willst." Lana stellte ihre Tasse ab, schenkte Ryo ihre ganze Aufmerksamkeit. "Zuerst einmal, wie läuft es mit euch auf der Arbeit?" Lana sah ihn beinahe traurig an.
Er hatte wieder Gewicht verloren und laut Bikky aß er nicht mehr richtig. Sie hatte außerdem herausgefunden, dass die Alpträume wieder begonnen hatten ihn nachts zu wecken. Allgemeine Dinge, die ihn tagsüber beschäftigten lösten dies aus. Die letzten Alpträume begannen, nachdem Barclay begonnen hatte Ryo hartnäckig hinterher zusteigen. Es wurde so schlimm, dass Ryo eines nachts in Tränen aufgelöst vor ihrem Appartement auftauchte, ausgelöst durch Barclays beharrliche Versuche, Ryos Herz zu gewinnen. Vielleicht war es zu diesem Zeitpunkt keine so gute Idee, sich mit Dee zu befassen, aber Ryo hatte das Recht, darüber selbst zu entscheiden.
An dem Tag, als er bei ihr vor der Wohnung aufkreuzte, redeten sie stundenlang und es endete damit, das er auf ihrer Couch eingeschlafen war. Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass Bikky auch wirklich bei Freunden untergekommen war, breitete sie nur eine Decke über seinen Körper aus und ließ ihn wo er war. Sicher, am nächsten Morgen war er, beschämt über das Gesehene, aufgewachte, doch das konnte sie ihm schnell wieder austreiben.
"Im Augenblick läuft es auf der Arbeit wirklich gut. Die meiste Zeit über wahrt Dee die Distanz." Ryo blickte auf den Boden während er sprach. "Sogar dann, wenn ich wünschte, er würde es nicht tun."
"Oh? Willst du mir von solchen Momenten erzählen?" Lana setzte sich aufrecht hin und wartete, während Ryo einen Augenblick zu überlegen schien, was er sagen sollte.
"Ich meine, es gibt Momente, da wünschte ich, er würde so handeln wie der alte Dee..." Ryos Augen begegneten ihren und schenkte ihr ein kleines Lächeln.
"Ich vermisse es irgendwie. Ich meine damit nicht das Befummeln und all die anderen Dinge, die für nur ganz private Momente gedacht sein sollten, aber ich vermisse den Augenkontakt und die kleinen Lächeln, die er mir immer geschenkt hat." Er brach ab und sah auf den Boden. "Sie waren etwas besonderes und nicht so wie die, mit denen er andere bedachte. Er hatte diese Art mich mit seinen Augen anzulächeln, dass mir sagte, dass er sich um mich sorgt. Ich vermisse das... Ich schätze, was ich versuche zu sagen ist, dass ich ihn vermisse."
"Hast du mit Dee darüber gesprochen, wie du fühlst?" Lana glitt vom Sofa auf den Boden und kniete sich neben Ryo. "Ryo, bedenke, dass Dee Angst haben könnte dir zu nahe zu treten, sich fürchtet, dich damit zu verschrecken. Er denkt, dass, wenn du ihn in deiner Nähe haben möchtest, du ihm ein Zeichen geben würdest oder es ihm sagst. Diesen Eindruck habe ich zumindest von ihm gewonnen durch die Gespräche mit ihm."
"D-Das verstehe ich ja. Er hat... Nun, er küßte mich manchmal auf die Wange, wenn ich mich wegen eines Falles oder etwas anderem schlecht fühlte, aber in den letzten drei Wochen geschieht nichts mehr. Ich habe Angst, dass es jemand anderes kennen gelernt hat." Ryo blickte hoch zur Zimmerdecke. Er fühlte sich leicht unbehaglich das mit ihr zu besprechen, doch er wußte auch, dass es sein mußte. Lana blieb stumm, gab Ryo den Freiraum seine Gedanken zu ordnen und sie auszusprechen.
"Ich... Ich vermisse es, mit ihm zusammen zu sein. Ich weiß, ich war derjenige, der ihn verstoßen hat und ich sollte es auch sein, der ihn zurückruft, aber ich habe Angst davor." Sein Blick suchte ihren.
"Was, wenn ich nicht damit umgehen kann? Was, wenn mich die Erinnerungen an die Geschehnisse dazu bringen, ihn wieder von mir zu stoßen? Dee ist ein stolzer Mann. Er würde es sich nur... Ich weiß nicht, was ich machen soll!" Ryo suchte in ihren Augen nach Antworten. Irgendetwas, dass den Konflikt, der in seinem Herz brannte, beruhigen konnte.
"I see..." Lana nahm Ryos Hände und hielt sie fest. "Erst einmal mußt du deine Angst, offen mit mir zu reden, aufgeben, okay? Ich bin nicht hier, um über dich zu urteilen oder dich zu kritisieren. Denk daran. Ich bin hier, um zuzuhören und Ratschläge zu geben." Sie sah ihm in die Augen beim Sprechen. "Ich weiß, dass über solch intime Sachen zu sprechen für dich unangenehm ist, aber du mußt es tun, wenn ich dir helfen soll."
"I-Ich weiß. Ich versuch es ja auch, aber es fühlt sich einfach so sonderbar an." Ryo schenkte ihr ein verlegenes Lächeln.
"Verständlich. Jetzt zu Dee und was zu tun ist. Du mußt in dein Herz sehen Ryo. Willst du ihn zurück in deinem Leben haben? Wenn ja, auf welche Weise? Freund? Liebhaber? Wenn er dir so viel bedeutet, dann sprich wenigstens mit ihm. Niemand erwartet von dir und Dee, dass ihr dort wieder anfangt, wo ihr aufgehört habt. Das ist, nach allem was gesehen ist, unmöglich." Sie drückte seine Hände und gab ihm Zeit das Gesagte zu verarbeiten.
"Was ist, wenn es das ist, was Dee will? Was ist, wenn er das als Chance sieht, mich wieder ins Bett zu bekommen?" Ryos Augen sprachen Bände, gefüllt mit Emotionen, die er sonst tief in seinem Innersten verbarg. "Ich bezweifle ernsthaft, ob ich mit dem hitzigen Dee fertig werde, der er war, als ich ihn das erstemal traf. Zumindest jetzt nicht mehr, nachdem mir das passiert ist."
"Deshalb ist es ja auch so wichtig, offen mit Dee zu reden. So schwer es auch sein mag, du mußt ehrlich zu ihm sein, was deine Gefühle und Erwartungen euch zwei betreffend angeht." erklärte sie, während sie seine Hände weiterhin fest in ihren hielt. Sie hatte herausgefunden, dass das eine gute Methode war, um seine Aufmerksamkeit zu halten, wenn es den Anschein machte, dass er sich in sein Schneckenhaus zurückziehen wollte.
"Ich weiß und danke." Ryo versteckte sich hinter einem Lächeln, doch Lana durchschaute es und drückte seine Hände, ließ es ihn wissen. "Ich weiß, ich muß offener mit Dee sprechen, aber es ist nicht so einfach für mich, meine Gefühle freizulassen. Selbst als Dee und ich zusammen waren fühlte ich mich immer etwas unbehaglich über solche Dinge zu sprechen."
Ryo seufzte leise. "Das schlimmste war es, die sexuelle Seite unserer Beziehung zu bereden. Ich schätze, es war nur ich, der damit klarkommen mußte, eine Beziehung zu einem anderen Mann zu haben."
"Das öffnet einem für gewöhnlich tatsächlich die Augen Ryo und ich bin mir sicher, Dee wußte das." sagte Lana schließlich. "Wie ist Dee mit dem nonverbalen Part umgegangen? Ist er mit deine Unfähigkeit dich zu öffnen zurecht gekommen oder hat es ihn belastet?"
"Dee hatte wohl den Eindruck, dass ich eine kleine Libido habe, weil ich ihm immer erlaubte, die meisten unserer Verbindungen einzuleiten. Er konnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt liegen. Ich genieße... Uhm... Ich genieße Sex genauso, wie jeder andere auch aber ich genieße auch die emotionale Seite einer Beziehung." Ryo errötete leicht während er sprach.
"Manchmal habe ich Dee sogar weggestoßen wenn ich mich bei seinem aggressiven Benehmen unwohl fühlte. Ich war nie sicher, ob ich es war, den er wollte oder nur mein Körper." Ryo legte seinen Kopf schief und lächelte leicht. "Ich weiß nicht, ob das Sinn ergibt oder so..."
"Das ergibt großen Sinn Ryo. Du bist verliebt in die Liebe. Du genießt die Gespräche, die Nähe und die kleinen Berührungen... All die Dinge, die für Romantik sprechen. Sex ist nur der Zuckerguss auf dem Kuchen. Für dich ist gehört das alles zusammen und du denkst, dass Dee nur die Süßigkeiten haben will." Lana lächelte und drückte deine Hand.
"Wenn das der Fall ist, dann mußt du Dee zeigen, wie er dich lieben soll, damit du dich wohl fühlst. Das bringt uns wieder zurück zum Anfang, der Notwendigkeit, dich mehr mitzuteilen, als du es in der Vergangenheit getan hast."
"Nani? Ich meine, was?" Ryo blickte sie bei dieser Aussage leicht verwirrt an. "Ich meine, ich verstehe das mit, verliebt in die Liebe. Du hast recht damit. Ich mag die Dinge, die mit der emotionalen Seite verkettet sind und Sex ist für mich das ultimative Level. Ich weiß auch, dass ich offener zu Dee sein muß, aber wie zeige ich Dee, wie er mich lieben soll?"
"In dem du ihn so liebst, wie du von ihm geliebt werden willst. Du mußt ihn wissen lassen, wann es in Ordnung ist, das Feuer zu einem Inferno anzufachen oder aber, wann es das Beste ist, sich mit den warmen Funken abzufinden. Das heißt, du muß den Stier bei den Hörnern packen und vorausgehen." Lana kicherte leicht, als Ryo errötete.
"Wage es jetzt nicht, mir hier den Schüchternen zu spielen Randy McLane! Wir sprechen offen, erinnerst du dich? Wenn nötig, werde ich dich zum Sprechen bringen!" Sie lachte stärker als sich seine Augen weiteten. "Got you!"
"H-Hai... Ich meine, ja! Oh jeez." Ryo lachte während er seinen Blick hinter dunkelblonden Ponyfransen verbarg. "Also sollte ich gelegentlich mal die Initiative ergreifen anstatt immer darauf zu warten, dass Dee zu mir kommt, huh?"
"Jetzt hast du es verstanden!" Lana rutschte etwas von ihm ab, als Ryo sich neben sie auf den Boden gleiten ließ. "Wenn du Dee erlaubst, dich zu führen und du es stumm hinnimmst, dann sagst du ihm, dass das was er macht in Ordnung ist für dich. Er kann nicht deine Gedanken lesen Ryo. Du mußt ihm sagen, was du magst und was nicht."
"Ich schätze du hast recht. Nicht, dass ich was dagegen habe, dass er der Angreifende ist. Es ist nur, dass es fast immer so ist. Ich will aber auch nicht seine Gefühle verletzen. Es gab Zeiten, da wollte ich wirklich, dass Sache einen bestimmten Weg nimmt, habe mich aber ruhig verhalten da Dee mit dieser Situation glücklich schien." Ryo blickte zu ihr hinüber und zog einwenig die Stirn kraus.
"Laß mich dich eines Fragen Ryo. Siehst du deine Beziehung zu Dee als eine gleichberechtigte Partnerschaft oder ist es so, dass eine dominanter ist als der andere?" Sie beobachtete, wie seine Wangen wich röteten und gab ihm die Zeit, die er brauchte um zu antworten.
"Dee und ich hatten für gewöhnlich unsere Rollen. Er war wirklich nicht scharf drauf der ergebene zu sein. Jetzt wo ich weiß warum, kann ich es verstehen." Seine Stimme schwankte als er an den Tag zurückdachte an dem Dee ihm sein Geheimnis, während der ganzen Sache mit Kyle, offenbarte.
"Bis dahin hatte ich angenommen, Dee sähe mich als den weiblichen Teil der Beziehung und ich war nicht immer einverstanden damit. Ich bin ein Mann Lana und ich will immer einer sein. Dee muß das begreifen."
"Habt ihr jemals die Rollen getauscht Ryo? Hat dir Dee jemals erlaubt oder dir angeboten der Dominante zu sein oder war es immer einseitig?" fragte sie geradeheraus und beobachtete, wie sich die Röte auf Ryos Wangen ausbreitete.
"E-Ein paar mal." sagte Ryo so leise, dass Lana Schwierigkeiten hatte, es zu verstehen. "Ein paar mal haben wir die Rollen getauscht und dann war meistens ich es, der es eingeleitet hat."
"Und mochtest du es?" fragte sie schnell, versuchte die momentane Situation aufrecht zu erhalten. "Ich habe nicht vor, dich in Verlegenheit zu bringen, aber ich versuche das ganze Bild zu sehen."
"Verstehe und Hai! Ich meine, ja habe ich. Oh God yes..." Er errötete als sein Kopf hochschoß und er ihrem Blick begegnete.
"Es ist unglaublich! Ich kann es nichts beschreiben, selbst wenn ich wollte." Die Hitze stieg ihm noch mehr in die Wangen und er blickte schnell zur Seite, als er realisierte, was er gerade gesagt hatte. "Es erlaubte mir die Sache etwas langsamer anzugehen und die erkundende Seite zu genießen."
"Das ist gut zu hören. Hast du eine Ahnung, wie Dee sich dabei fühlte? Ich meine, dass du die Kontrolle über die Situation und über ihn hattest." hakte sie nach, in der Hoffnung Ryo würde weiter erzählen. Sie sah seine Verlegenheit noch wachsen und beschloß, ihm etwas Zeit zu geben, um seine Gedanken wieder zu ordnen. Sie wußte, dass, wenn sie zu schnell voranschritt, er sich verschließen würde und dann alles für diesen Tag verloren war.
"E-Er schien es zu mögen. Ich meine, er war erregt und all das... Also ich schätze er möchte das, was ich getan habe und wie es sich anfühlte. Er schien hinterher recht glücklich. Ich meine er erschien mir befriedigt, wenn es das ist, worauf du hinaus wolltest." Ryos Augen wurden groß bevor er sein Gesicht mit den Händen bedeckte.
"Ich kann es nicht glauben, dass ich über so etwas spreche... Oh my God! Scheint als würde ich mit der ganzen Sache, etwas offener zu sein, zurecht komme." kicherte er leise.
"Fühlt sich gut an, huh? Das alles auszusprechen muß ein enormes Gewicht von deinen Schultern nehmen und es hilft dir, die Dinge in einem anderen Licht zu sehen. Zumindest ist es das, was ich erreichen will." Lana mußte über Ryos Anblick lachen. Er wirkte wie ein Kind, das dabei erwischt wurde, wie es in der Playboysammlung des Vaters blätterte. Es war einfach zu liebenswert.
"Yeah, ich schätze das tut es." Ryo senkte seine Hände. "So verlegen ich auch bin, ich bin froh, offen darüber zu sprechen."
"Das ist es, wie du mit Dee sprechen mußt. Öffne dich ihm, so wie du es bei mir gemacht hast." Lana lächelte ihn an.
"I-Ich weiß nicht, ob ich das kann. Darüber mir dir zu sprechen ist eine Sache, aber mit Dee über Dee zu sprechen ist... Nun, das ist was anderes." Ryo ließ sich in das große Kissen sinken, die sie zum Anlehnen für ihre Rücken nutzten.
"Ich kann nicht einmal sicher sein, ob Dee mich überhaupt noch zurück haben will. Es sind jetzt drei Monate vergangen seit dem letzten Vorfall und das beinhaltet nicht die Zeit der früheren Handlung... V-Vielleicht hat er gar kein Interesse mehr?"
"Hat er dir das zu verstehen gegeben?" Lana wandte sich ihm zu und sah, wie sich Traurigkeit auf seinem Gesicht ausbreitete. "Hast du gehört, dass Dee jemanden kennen gelernt hat, oder das er das Interesse an dir verloren hat?
"N-Nein habe ich nicht, aber das bedeutet doch nicht..."
"Hör mir zu Ryo, Dee wirkte nie auf mich wie jemand, der etwas verheimlichen würde. Er scheint sehr offen und äußerst überzeugt davon, wer er ist. Also ich bezweifle ernsthaft, dass er eine neue Beziehung verschweigen würde. Ich bezweifle auch, dass er dich darüber im Unklaren lasen würde." Lana langte schnell zu ihm hinüber und ergriff seine Hände. Er war dabei, sich zu verschließen, sie konnte es an seiner Körpersprache erkennen.
"Bleib bei mir Ryo. Laß uns das Gespräch zuende führen." Sie drückte seine Hände, sah ihn an, als seine Augen den ihren begegneten. "So ist es besser."
"Was, wenn er mich zurückweist? Was mach ich dann?" Ryos dunkle Augen suchten ihre, suchten Bestätigung, dass es eine Lösung geben würde. "Das beunruhigt mich am meisten. Ich fürchte ihn für immer verloren zu haben, nur weil ich es nicht in den Griff bekomme, was mir passiert ist."
"Du wirst es niemals wissen, solange du nicht mit ihm sprichst. Ich sollte nichts sagen, weil ich noch immer an die ärztliche Schweigepflicht gebunden bin, aber ich weiß ganz genau, dass er nichts lieber täte, als Zeit mit dir zu verbringen." Lana legte eine Hand auf seine Schulter.
"Warum rufst du ihn nicht an und lädst ihn hier her zum Essen ein und dann redet ihr einfach. Wenn du es lieber etwas öffentlicher haben willst, geht irgendwo hin."
"Dee nach einem Date fragen? Das käme mir niemals in den Sinn! Es kommt mir einfach falsch vor. Ich meine Dates sind für... well you know." Ryo wandte seinen Blick ab. Beschämt über seine Gedanken.
"Du denkst Dates sind nur etwas für konventionelle Paare? Come on MacLane! Das ist ein neues Millennium! Zwei Männer oder zwei Frauen können sich genauso einfach zu einem Date treffen, wie ein Mann und eine Frau. Hör auf, dir Sorgen darüber zu machen, was die Gesellschaft davon denkt. Du weißt ganz genau, dass Dee sich nicht darum schert, was andere denken."
"Das ist, da er sorgenfreier mit seiner Sexualität umgeht. Es ist für ihn keine große Sache." erwiderte Ryo.
"Und das sollte es für dich auch nicht sein. Hör zu, egal wie sehr du es auch versuchst, du wirst dort draußen immer engstirnige Typen haben. There's no way around it." Lana sah, dass sie seine volle Aufmerksamkeit hatte und fuhr fort. "Du hast zwei Möglichkeiten MacLane, entweder verschanzt du dich für den Rest deines Lebens in deinem Schneckenhaus oder du sagst 'Fuck you' und lebst das Leben, das du leben willst!"
"Ich weiß nicht, ob ich das kann..."
"Du kannst Ryo, tu es! Du tatst den ersten Schritt an dem Tag, als du Dees Liebe akzeptiertest und ihn zu einem Teil deines Lebens machtest. Hör auf, den Ansichten anderer zu erlauben, dich von deinem Glück zu trennen." Sie lehnte sich zurück in die Kissen und rieb über ihre Schläfen.
"Dee ist ein großartiger Kerl Ryo und ich weiß, dass du ihm sehr viel bedeutest. Wirf das alles nicht wegen ein paar Idioten weg. Es gibt nicht genügend Menschen wie ihn auf dieser Welt und wir wissen verdammt genau, dass wir mehr wie ihn brauchen könnten´!"
Ryo dachte einen Moment über das Gesagte nach bevor er einem Lächeln erlaubte, sich über sein Gesicht auszubreiten. "Du hast recht! Dee ist einer unter Millionen und ich wäre ein Idiot, jemanden wie ihn gehen zu lassen. Danke Lana! I'll give it a shot." Ryo lehnte sich vor und drückte einen Kuß auf ihre Wange.
"Oh! Das habe ich jetzt nicht erwartet! Jetzt weiß ich auch, warum dich Dee so sehr mag. Du bist einfach zu süß." Sie lachte als Ryo die Augen verdrehte und leise lachte. "Was soll ich sagen? Es passiert mir nicht jeden Tag, dass ich von einem hübschen Mann auf die Wange geküsst werde! Das muß mir wohl für die nächsten Monate begnügen!"
"D-Danke... Ich schätze mal, dann werde ich wohl einen Man nach einem Date fragen. Das wird sicher interessant." lachte er etwas stärker.
"Das ist die Einstellung, die ich sehen wollte!" Sie sah ihn an und lachte. "Randy MacLane... Fest entschlossen, seinen Mann zu bekommen!"
"Nun, es wird Zeit, dass ich die Kontrolle über mein Leben zurückgewinne. Es wird Zeit zu bekommen, was ich will und ich will Dee zurück. Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um das zu schaffen." Ryo lächelte und seine Augen schienen vor Leben zu funkeln.
"Denke aber dran, die Dinge langsam angehen zu lassen. Es bringt nichts, schlechte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, weil du über dein Limit gegangen bist und du wirst wissen, wenn du es erreicht hast." warnte sie ihn.
Zu oft mußte sie schon mit ansehen, wie Vergewaltigungsopfer versuchten ihr normales Leben wieder aufzunehmen ohne auf die Zerbrechlichkeit ihres eigenen Herzens Rücksicht zu nehmen. Die Meisten fügten sich damit schlimmere Wunden zu als die, die die Vergewaltigung zurückgelassen hatte.
"Ich weiß. Das ist in meinem Hinterkopf gespeichert." Ryo sah zu ihr hinüber. "Wie kann ich es verhindern?"
"Du mußt die Vergewaltigung als das sehen, was sie wirklich war und dir selber klar machen, dass alles, was zwischen dir und Dee geschieht nichts damit zu tun hat. Vergewaltigung ist eine Gewalttat. Eine nicht zugestimmter Akt." Ihr Blick traf den seinen und hielt ihn fest.
"Liebe machen ist ein Ausdruck der Gefühle zwischen zweien, die in den Sex eingewilligt haben. Denke immer daran Ryo." Sie beobachtete, wie er zustimmend nickte. Sie hatten es schließlich doch geschafft, durch seine Mauer aus Unsicherheit zu brechen und alles, was sie jetzt noch tun mußte, war es genug zu festigen, damit er seine Aufgabe beenden konnte.
"Außerdem... Nein heißt immer nein! Niemand hat das Recht, sich zu nehmen, was du nicht freiwillig anbietest." Lana beugte sich vor und drückte Ryo kurz an sich. "Du hast das Recht Avancen abzublocken, selbst Dees und wenn er nicht gewillt ist, das zu akzeptieren, dann mußt du ihn auf seinen Platz verweisen!"
"Ich werde daran denken, vielen dank Lana. Unsere Gespräche haben wirklich geholfen. Mehr als du es je wissen wirst." Ryo warf einen Blick auf die Uhr des VCR und bemerkte, dass es schon recht spät geworden war.
"Ich schätze, dass war's dann für heute, huh?" sagte er, als er nach seinem Scheckbuch griff. Lana streckte eine Hand aus und hielt ihn auf.
"Nope! Das geht auf mich Ryo. Nenn es ein Geschenk, dafür dass du so ein großartiger Patient bist." lächelte sie. "Wenn du irgendwelche Probleme hast oder einfach jemanden zum Reden brauchst, dann ruf mich an. Jederzeit. Selbst, wenn es mitten in der Nacht ist. Verstanden?"
"Yes mother." Ryo lachte laut auf bei dem Blick den sie ihm zuwarf.
"Mother? Well I never! You brat!" Sie schlug ihm spielerisch auf seinen Arm bevor sie ihn umarmte.
Sie ließ sich von ihm auf die Füße und in ihren Mantel helfen, griff nach ihre Tasche und ging auf die Tür zu. "Viel Glück mit Dee und denke daran, dass er genauso nervös sein könnte wie du."
"Werde ich und du fahr vorsichtig." lachte Ryo, während er sie zur Tür begleitete.
"Wir sehen uns auf dem Revier kiddo... Drück Bikky von mir." Sie küßte ihn auf die Wange und verließ dann die Wohnung.
Ryo sah ihr nach, wie sie in die Eingangshalle hinunterlief bevor er die Tür schloß. Lächelnd lehnte er sich dagegen. "Get ready Dee... Dir steht ein Treffen mit einem neuen und verbesserten Ryo bevor. Du solltest ihn lieber mögen, sonst passiert was!" Er lachte als er zurück ging, um die Teetassen in die Küche zu bringen.
"Also, was ist los mit dir?" fragte JJ Dee, der an einem Tisch im Pausenraum saß und seien Kopf hängen ließ.
"Was glaubst du den?" Dee wollte sich im Augenblick wirklich nicht mir JJ auseinander setzten. Sie hatten derzeit Nachtschicht zusammen und er hasste es. Hauptsächlich weil es ihm nicht erlaubte Ryo zu sehen. Selbst wenn sie im Augenblick kein Paar waren, dann freute er sich doch darauf zur Arbeit zu kommen und ihn zu sehen.
"Du vermisst ihn wirklich, huh?" JJ reichte Dee eine frische Tasse Kaffee und setzte sich mit seiner eigenen ihm gegenüber.
"Wie wahnsinnig... Das macht mich alles verrückt!" Dee führ sich mit einer Hand durch sein schwarzes Haar. "Ich versuche so angestrengt die Distanz zu wahren aber um so stärker ich es versuche, um so schwächer werde ich. I miss him so frigging much!"
"Hast du jemals daran gedacht, dass er vielleicht Angst haben könnte sich dir zu nähern?"
"Warum sollte er Angst vor mir haben?" Dee sah zu ihm auf. "Er weiß wie ich für ihn empfinde. Er weiß, dass ich ihn liebe... Fürchtet er sich etwa davor?"
"Nein, aber er hat möglicherweise Angst, dass du ihn jetzt anders siehst." JJ seufzte und studierte Dees Gesicht. Der Schlafmangel zeichnete sich deutlich durch dunkle Ringe unter seinen Augen ab.
"Ich habe mich mit Vergewaltigungsfällen beschäftigt und oft denken die Opfer, dass ihre Lebens- oder Ehepartner sie als schmutzig ansehen. Einige denken, dass ihre Partner ihnen Vorwürfe machen für das, was mit ihnen geschehen ist. Das sie sich stärker hätten wehren müssen, um es abzuwenden. Vielleicht geht es Randy nicht anders." JJ blickte ihn ernst an.
"That's crazy! Ich weiß doch, dass Ryo das, was ihm passiert ist nicht verhindern konnte. Das Erstemal wurde er von hinten Überfallen und beim Zweitenmal wollte er Bikky in Sicherheit wissen." Dee sah zu JJ, fühlte sich leicht verletzt durch seine Bemerkung. "Ich bin mehr als stolz auf ihn. Er hat das alles mit Würde gemeistert."
"Yeah, aber weiß er das auch? Habt ihr zwei schon mal darüber gesprochen seit es passiert ist?"
"Well no... Ich meine, es schien mir einfach, als ob Ryo nicht darüber sprechen wollte." Dee richtete sich auf und hörte genauer zu was JJ sagte.
"Also hast du einfach angenommen er wolle nicht reden, huh? Was ist mit der Art, wie du jetzt mit ihm umgehst?" JJ hielt Dees Blick stand, fing seinen Blick ein. "Sieh wie du ihn hier im Revier behandelst."
"Was zum Teufel meinst du? Ich habe mir den Arsch aufgerissen, um meine Distanz zu wahren und ihm Raum zu geben! Ich habe alles in meiner Macht stehende getan, um ihn wie jeden anderen Officer hier zu behandeln." Dee schlug seine Fäuste auf den Tisch.
"Genau!" grinste JJ. "Du behandelst ihn, als wer er einfach ein weiterer der Guys hier und nicht der Mann, den du angeblich liebst. Nun, Randy ist sehr aufmerksam, und wenn mir das schon aufgefallen ist, denkst du nicht, dass er es dann auch bemerkt hat?"
"Shit, daran habe ich nie gedacht!" Dee ließ sich in den Stuhl zurücksinken und starrte an die Decke. "I'm dammed if I do and dammed if I don't! Fuck!"
"Du mußt ein brauchbares Mittel finden." sagte JJ sanft.
"Ein was?"
"Du mußt herausfinden, wie nah du Randy kommen kannst, ohne ihm dabei zu nahe zu kommen, auch wenn es das ist, was du am liebsten machen würdest." JJ sah zu ihm hinüber, sah die Frustration in seinen Augen.
"Sehr witzig, Adams!" grinste Dee. "Also was du mir sagen willst ist, ich muß ein Mittelmaß finden?"
"Ja! Du willst Abstand halten, aber nicht so großen, dass er denkt du würdest dich von ihm abwenden. Noch willst du ihm zu nahe kommen, so dass er sich bedrängt fühlt." JJ beobachtete, wie sich ein Lächeln über Dees Gesicht ausbreitete.
"Für eine Nervensäge bist du ganz schön schlau." kicherte Dee. "Also, warum hilfst du mir Ryo zurückzugewinnen? Ich dachte, dass du Glücklich darüber bist, dass er und ich uns getrennt haben."
"Hör zu, ich bin gelegentlich vielleicht ein liebeskranker Jerk, aber ich bin kein unsensibles Arschloch! Ich hasse es meine Freunde leiden zu sehen und ich zähle dich und Randy zu meinen Freunden." JJ blickte hinab auf seine Kaffeetasse.
"Ich zähle dich auch zu meinen Freunden JJ. Danke." Dee streckte seine Hand aus und ergriff JJs. "Es tut mir leid, dass es da kein dich und mich geben kann, aber ich liebe Ryo. Bitte versuche das zu verstehen und zu akzeptieren, okay?"
"Oh, das tue ich. Ich weiß, dass ich keine Chance bei dir habe, aber das heißt doch nicht, dass ich aufhören muß spaß zu haben und es zu versuchen. Oder doch?" JJ lächelte ihn an.
"Nein, natürlich nicht. Außerdem habe ich mich schon so daran gewöhnt, dass es mir wahrscheinlich fehlen wird, wenn du damit aufhörst." lachte Dee leise. "Weißt du, irgendwann wirst du jemand anderen finden dem du nachjagen kannst und ich hoffe du wirst dann bei ihm oder ihr genauso sehr bemühen wie bei mir. Weißt du auch warum?"
"Nein. Warum?" JJ sah zu Dee, der aufgestanden war und seine Tasse in die Spüle stellte.
"Weil sonst eines Tages diese besondere Person aus dem Rennen sein wird. Darum." Dee gab ihm einen Kuß auf die Wange, zwinkerte ihm noch einmal zu bevor er dann den Raum verließ.
"Bis dieser Tag kommt werde ich dir nachjagen Dee. Ich muß doch in guter Form bleiben für den wahren McCoy." lachte JJ über sich selbst und wusch schnell ab bevor auch er an seinen Arbeitsplatz zurückkehrte.
"Bikky, kann ich d
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Die letzten 5 Kommentare
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Kommentar von: soosa
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Username: soosa
Datum: 02.03.2010 - 18:24
Kommentar Nr.: 7149
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Oh man war das SPANNEND !
Toll geschrieben nur das englische hat in den beiden letzten Kapiteln genervt .
Der Vergewaltiger ist auch viel zu schnell davon gekommen . Den hätte ich...."scheibchenweise". Sonst war das eine SUPER Story .
Lg
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Kommentar von: MazeKa
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Username: MazeKa
Datum: 24.07.2006 - 09:09
Kommentar Nr.: 2005
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Oh Mann das war so eine Super Geschichte...du kannst das so gut *4 stunden nur ff gelesen hab* ich bin völlig durch denn wind *obwohl ich schon geschlafen hab*
würdest du mir bitte per mail deinen anderen ff auch schicken wie sie heßen und die serie meine mail ist : HitomiHarukaze@hotmail.com
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Kommentar von: Galu
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Username: Galu
Datum: 01.06.2005 - 00:30
Kommentar Nr.: 357
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Wow.....was für eine Geschichte. Einfach fantastisch!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe mit beiden gelitten und gehofft, mit beiden geweint und mich mit beiden gefreut. Das passiert mir nicht sehr oft, wenn ich eine FF lese, aber deine war einfach grandios.
Danke für eine wundervolle Geschichte!
Liebe Grüße
Galu
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Kommentar von: Arilena
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Username: Arilena
Datum: 12.05.2005 - 07:39
Kommentar Nr.: 356
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Soooo.... Huhu erstmal...
Ich habe jetzt *auf die Uhr guck* 7 Stunden damit verbracht, diese Fanfic zu lesen, obwohl ich in der Zeit eigentlich Fire Emblem spielen wollte und schlafen wollte... und meinen Kater habe ich glaube ich auch vernachlässigt ^^;;;;;
Die Geschichte hat mich wahnsinnig gefesselt! Die Gefühle und Spannung, die du hinein gebracht hast, waren klasse. Du hast es sogar geschafft, dass man total vergessen hat, das Ryos Peiniger noch frei herum läuft und seine 2. Attacke somit regelrecht überraschend kam ^^
Trotzdem habe ich einige Kritikpunkte. Bitte nehm es dir nicht persönlich zu Herzen oder fühl dich davon entmutigt, weiter zu schreiben. Ich wünsche mir selber mehr offene und ehrliche Kritik für meine Bilder und Geschichten, deshalb versuche ich sie auch anderen zu geben. Ich bin etwas übermüdet im moment, sollte meine Kritik zu hart klingen, entschuldige das bitte. Ich weiß nicht, ob ich noch im Stande bin, sie sanft klingen zu lassen, wie ich es eigentlich will ^^;;; Vor allem da ich nicht weiß, wie alt diese Geschichte ist, und ob du einige Fehler inzw. vielleicht längst vermeidest.
Was mich sehr an der FanFic gestört hat, war das trilinguale Gemisch... Klar, die FanFic spielt in Amerika, aber bitte. Schreib deutsch, oder englisch, aber nicht beides zusammen. Vor allem das letzte Kapitel hat sich angehört als hätte es jemand geschrieben, der gerade erst deutsch lernt und die fehlenden deutschen Wortbrocken mit englisch ersetzt, das dann aber nicht mal grammatikalisch richtig ist... ^^; Auch im Deutschen habe ich eine Menge Fehler entdeckt und viele Sätze waren so verwinkelt geschrieben, dass man sie 2 mal lesen musste. Überhaupt habe ich sehr viel Mühe gebraucht, das letzte Kapitel mit voller Aufmerksamkeit zu lesen und nicht zu überspringen, obwohl es eigentlich das war, worauf man ja eine ganze FanFic gewartet hat ^^;
Zu dem japanischen äußere ich mich gar nicht erst -.- Ryo hat weder im Anime, noch im Manga je ein japanisches Wort über seine Lippen gebracht. Er ist nur Halbjapaner, er wuchs in Amerika auf. Da kann man sehr wohl davon ausgehen, dass er keine japanischen Floskeln benutzt wie ein Japaner, der gerade neu zugezogen ist. Und warum nennt er seinen Freund ständig "Karpfen", neues Kosewort? ^^; Koi ist lediglich eine "Erfindung" der FanFic Szene, aber kein Wort, das ein Japaner zu seinem Liebsten sagt...
An einigen Stellen hast du sehr übertrieben. Sei es das Verhalten einiger Charaktere wie Barkley (so ein fieses A**** wie du ihn beschrieben hast, ist er wirklich nicht...) oder die Gefühlsregungen der Charaktere. Zugegeben, es hat einen sehr auf einer dramatischen Welle der Emotionen mitgerissen, aber: Dee und Glastisch zerstören und dann 3 Tage Bewusstlos? Und das zuhause? Wegen sowas kommt man gerade Wegs in Krankenhaus, wo er künstlich ernährt wird und wo Bettpfannen ausgewechselt werden... Und die plötzliche Vergewaltigungsstory von Dee... es wirkte wie eine an den Haaren herbeigezogene Vergangenheit, damit ein übergroßes Verständnis aufgebaut werden konnte. Wäre Dee wirklich einmal vergewaltigt worden, hätte er sich einige Dinge Ryo gegenüber sicher nicht geleistet und hätte auch nicht so viel Beratung für einen solchen Fall benötigt. Auch das mit siener Fast-Ehefrau... passt nicht wirklich zu Dee. Überhaupt, plötzlich erfährt Ryo, dass Dee auch vergewaltigt wurde und plötzlich is alles eigene Leid vergessen? Gott, an Ryos Stelle hätte ich Dee angeschrien für das, was er sich, trotz seines besseren wissens, geleistet hat. Überhaupt, die vielen Tränenausbrüche und Anfälle haben das ganze fast schon überspitzt. Klar kann man eine Vergewaltigung nich einfach vergessen und es ist für beide hart. Aber es vergingen, zumindest für den Leser, keine 2-3 Absätze, bis nich wieder irgendwer in Tränen ausgebrochen ist.
Das lang erwartete Lemon der Beiden am Ende... hier hast du dir geschichtlich wirklich etwas... erlaubt.
Einmal ziehst du diese Zusammenkunft wahnsinnig in die Länge, was im Prinzip gar nicht mal so verkehrt war, auch wenn die Beratungen und all das zu schleppend voran gingen, wenn man bedenkt, das Ryo drei Monate für solche Erkenntnisse brauchte? Normalerweise geht das entweder schneller oder gar nicht mehr. Aber dann hingegen hast du das Ende total überrant. Man hat gemerkt, dass du die Geschichte schnell beenden wolltest. Obwohl du dir mit der Beschreibung des Lemons viel Zeit und Details geschenkt hast, der Weg dahin wurde total überrant. Für Dee und Ryo mag da ja einige Zeit dazwischen gelegen haben, aber nicht für den Leser. Das lässt das Ende trotz allem sehr abgehetzt wirken.
Der Lemon an sich war nicht schlecht, aber sehr unpassend für die Situation. Klar baut so lange Enthaltsamkeit für beide Seiten viel Spannung auf. Aber so eine Entladung ist übertrieben.
Erst kommt der Oralsex von Ryo, der absolut unpassend war. Jemanden oral zu befriedigen ist immer ein Zeichen von
Unterwürfigkeit und eine "Herrschaft" des befriedigten. Auch wenn es in einer Liebesbeziehung nicht so gesehen wird und es auch einige gibt, die es gerne machen. Ryo wurde vergewaltigt, es ist sein erstes Mal seit dem und er möchte in der führenden Position sein. Kein Mensch in dieser Situation stuft sich dann soweit herab, denn für ein Vergewaltigungsopfer ist es eine sehr tiefe Stufe, die erst langsam erklimmt werden muss. Dazu kommt das ganze dirty talking, das zu Ryo, so schüchtern wie du ihn beschreibst, absolut nicht passt. Auch die Stellung und Härte des eigentlichen Aktes war etwas zu gewagt.
Zu der Vergewaltigung so far: Klar ist es schmerzhaft, höllisch, weil sich kein Opfer in dieser Situation entspannen kann, sowie es nötig wäre. Aber das "Trocken" nehmen als so schlimm zu nehmen war etwas zu heftig. Erstens benutzte Kyle ein Kondom und die Dinger sind heutzutage schon von alleine sehr gleitfähig. Zweitens tut es nicht großartig weh, trocken genommen zu werden, voraus gesetzt natürlich man ist entspannt. Ob ein Vergewaltiger nun also Gleitgel benutzt oder nicht (und mal ehrlich: welcher Vergewaltiger tut das schon?) macht keinen so großen Schmerzunterschied.
Die Wohnungssuche ist ein letzer Punkt. Dee wohnt seit einiger Zeit bei Ryo und hat noch sein altes Arpartment? So dicke ist das Gehalt eines Polizisten nicht, als dass er sich das so locker leisten könnte. Aber gut, für die Geschichte war es notwendig. Was viel wichtiger war: Ryo leidet massiv unter der Vergewaltigung. Er wird nochdazu beim 2. Mal in seiner eigenen Wohnung, die einem ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben soll, vergewaltigt. In seinem eigenen Bett. Genau dort wird auch noch ein Mann erschossen und er hätte sich selber beinahe dort erschossen. Und nun kommt er nach dem Krankenhausaufenthalt locker flockig in die Wohnung zurück, als sei nichts passiert? Jeder normale Mensch, der nicht mit der Vergewaltigung klar kommt, würde schnellst möglichst umziehen und keine Nacht mehr in diesem Bett schlafen, geschweige denn dort irgendwann wieder Sex haben!
Soweit von mir. Vielleicht war die Kritik etwas hart, aber ich meine es gut. ^^;
Mein Ratschlag: Besorg dir einen Betareader, der dich nicht nur in der Grammatik und Rechtschreibung verbessert wenn nötig, sondern dich auch zuverlässig auf sachliche Fehler aufmerksam macht. Viele Fehler fallen einem selbst nicht auf, anderen aber schon.
So long, viel Spaß beim Schreiben deiner weiteren zukünftigen Geschichten :)
Ari
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