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Veröffentlicht |
Last Update |
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Bewertung |
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Nicht beendet
| Ab 16 Jahren |
Deutsch |
25.04.2007 | 24.09.2008 |
236386 |
4.44 Bei 18 Vote(s) |
443 |
| Autor: |
Schuldig |
| Pairing: |
Schu x Ran |
| Kategorien: |
Psycho, Drama, Komödie |
| Inhalte: |
Angst, Limone |
| Einführung: |
Schuldig beschließt eines Tages Ran zu entführen und das Vorhaben gelingt ihm. Der Rothaarige findet sich in der Wohnung des Telepathen wieder und es beginnt ein spannendes, von Rans Seite aus unfreiwilliges Miteinander, bei dem Schuldig mehr und mehr Verwirrung durch sein irationales Verhalten stiftet. (Ich weiß, gibt es wie Sand am Meer, aber ich hab versucht was anderes aus dem Plot zu machen, den bisherigen Rückmeldungen nach, scheint mir das auch gelungen zu sein. Also, lest rein, sollte sich lohnen ^^'). |
| Kommentare: |
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Kapitel 15
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13. August, 00:43
Mitten in der Nacht wachte Aya schweißgebadet in seinem Bett auf. Nein, falsch... das war immer noch Schuldigs Bett, nur hatte er sich mittlerweile so daran gewöhnt, dass es ihm nicht mehr komisch vorkam. Seltsam, wann verschwand eigentlich das Gefühl im fremden Bett zu schlafen?
Aya schob den Gedanken beiseite und atmete einmal tief durch, um sich etwas zu beruhigen. Es war so stickig hier im Raum, aber es konnte auch sein, dass es an ihm lag. Sein Atem war so zittrig und das Schlafshirt klebte unangenehm an ihm.
Er hatte völlig wirres Zeug geträumt, dass seine Schwester ein Empath war und... Aya schloss die Augen und nahm einen weiteren tiefen Atemzug. Die Erinnerungen begannen auf ihn einzudreschen, eine nach der anderen erwischte ihn wie ein Peitschenhieb, sodass er die Tränen zurück kämpfen musste.
"Oh Gott...", verließ ein leises Wimmern die Lippen des Rotschopf und er versteckte sein Gesicht in den Händen, obwohl es stockdunkel und der Raum leer war.
Dieser Albtraum war sein Leben, aus dem er nicht erwachen konnte.
Was jetzt? Was JETZT? Wie sollte er mit diesem Wissen weiter leben? Wie sollte er seiner Schwester je unter die Augen treten? Es mochte sein, dass Schuldig recht hatte und sie ihm keine Vorwürfe machte. Es mochte sein, dass sie im Stande war ihm sein Eigennutz und sein jämmerliches Dasein zu verzeihen. Aya selbst konnte es nicht. Was er getan hatte, was er - auch wenn nur für wenige Augenblicke - in ihrer Nähe gefühlt hatte, war ein Verbrechen, das niemals verjähren würde.
Er würde nie zu seinem alten Leben zurückkehren können, er würde nicht mal zu dem Leben zurückkehren können, das er mit dem Deutschen hatte.
Aya fühlte sich, als hätte er keine Berechtigung zum Leben, aber auch keine zum Sterben.
Was tat man in Situationen wie diesen? Er hatte schon viele Tiefen erlebt und überstanden, doch er sah keine Hoffnung für sich aus diesem Loch je wieder an die Oberfläche zu gelangen. Viel mehr kam es ihm vor, als würde er unaufhörlich immer tiefer Fallen.
Der Rotschopf holte tief Luft und schlug die Decke zur Seite. Er schämte sich, was sein Selbstwertgefühl nicht gerade steigerte, trotzdem verließ er das Schlafzimmer um zu keinem geringeren als Schuldig zu gehen.
Als er vor der Couch stehen blieb, auf der der Deutsche in einer eher ungesund aussehenden Position lag und durch die Fernsehkanäle zappte - ein nur allzu gewohnter Anblick -, hatte Aya zum ersten mal Angst, dass der Mann ihn abweisen würde. Nun empfand er selbst den Telepathen, als einen besseren Menschen als sich selbst. Zudem wusste er jetzt auch, warum Schuldig damals gemeint hatte, er wolle sich an ihm rächen. Ihn wegzuschicken wäre da eine gute Möglichkeit ihm weh zu tun.
Aya wünschte sich sogar, dass seine Schwester auch berechtigterweise Vergeltung verlangen würde. Dann hätte er wenigstens eine leise Ahnung von dem, was er tun könnte um sein Gewissen etwas zu bereinigen.
Da! Schon wieder so ein mit Egoismus durchtränkter Gedanke. Er würde es wohl nie lernen...
"Willst du da Wurzel schlagen?", fragte der Deutsche und lenkte Ayas Aufmerksamkeit auf sich.
Als der Rotschopf darauf zu dem Deutschen sah, blickte er direkt in dessen hellgrüne Augen und sah erstaunlicherweise keine Verachtung oder Abweisung in ihnen. Vielleicht war dem aber nur so, weil Aya sich das so sehr wünschte.
Schuldig rückte etwas näher an die Sofalehne und machte Platz für den Japaner, der sich etwas zögerlich zu ihm legte und schließlich seinen Arm um ihn schlang. Es war wie immer nicht sonderlich bequem, doch aus Gründen, über die Aya jetzt nicht nachdenken wollte, fühlte er sich ein klein wenig besser.
Der Fernseher flackerte, als die Filmszenen wechselten und tauschte das Zimmer abwechselnd in bläuliches, dann grünliches oder rötliches Licht. Was auch immer da lief, Aya interessierte sich nicht dafür, doch er sah, dass Schuldig aufmerksam dem Geschehen folgte.
Der Rotschopf seufzte und legte seinen Kopf wieder an Schuldigs Brust, konzentrierte sich auf dessen regelmäßigen Herzschlag sodass die äußere Geräuschkulisse an Bedeutung verlor.
"Du siehst das alles viel zu verbittert... Gefühle kann man noch weniger kontrollieren als Gedanken, um so weniger kann man jemanden dafür anklagen."
Zunächst hatte Aya gar nicht registriert, dass der Telepath zu ihm gesprochen hatte und als er aufsah, war dessen Blick immer noch konsequent auf den Fernseher gerichtet. Es erweckte den Eindruck, als hätte er sich die Worte nur eingebildet. Einzig die Tatsache, dass er eine solche Äußerung nicht hören wollte, half ihm Fantasie und Wirklichkeit zu unterscheiden.
Es gefiel Aya nicht, dass ihm auf Anhieb keine Gegenargumente einfielen, aber parieren konnte er trotzdem.
"Hnf! Spar dir deine pseudo-psychologischen Ratschläge...", entgegnete Aya kühl und wunderte sich einwenig über sich selbst. Dass er in seiner Situation immer noch pissig auf Schuldig sein konnte...? Dabei hatte er vor kaum mehr als eine halbe Stunde noch Angst, dass der Mann ihn abweisen würde. Wurde er irre? Konnte es sein, dass Schuldigs Wahnsinn ansteckend war?
Der Gedanke war natürlich lächerlich, das war auch Aya klar, doch womöglich machte schon die Existenz dieser Frage die Befürchtung berechtigt?
Wie dem auch sei, Fakt war, dass Aya jetzt nicht über sein Elend diskutieren wollte. Das letzte was er gebrauchen konnte, war ein selbsterkorener Moralapostel.
Es machte verdammt noch mal keinen Unterschied, ob man Gefühle steuern konnte oder nicht, er durfte nicht...
"Jaja... vergiss nur nicht, je tiefer du sinkst, desto schmerzvoller wird deine Anwesenheit für sie. Mh... wobei das natürlich eine Frage des Blickwinkels ist, ob du sinkst oder steigst, mein ich"
Aya machte ein kehliges Geräusch, das irgendwo zwischen Knurren und Grollen ein zu siedeln war. Warum genau war er eigentlich doch gleich genau hier und genau jetzt? Und warum in Gottes Namen *versuchte* er überhaupt einen Sinn in Schuldigs Worten zu erkennen? Gut, mit der Ermahnung hatte er natürlich nicht ganz unrecht, aber die folgende Aussage ruinierte einfach alles, sodass man den Deutschen nicht ernst nehmen konnte. Eine Frage des Blickwinkels, natürlich..., dachte Aya sarkastisch.
"Es ist schon scheiße mit dieser Fähigkeit, man weiß was andere Fühlen, aber nicht warum. Es sei denn, sie verraten es dir. Darum versteh ich sie ja auch nicht, sie müsste dich hassen oder etwas in dem dreh, aber Fehlanzeige. Ich hatte vorgeschlagen, dich einfach aus dem Weg zu räumen, aber nooope - das wollte sie nicht", meinte der Telepath dahin.
"Ja. Können wir jetzt aufhören darüber zu reden, bitte...", entgegnete Aya gereizt, wobei 'wir' wohl nicht zutreffend war, da Schuldig redete und er dessen geistigen Ergüssen schutzlos ausgeliefert war.
Hm... Aber ganz nebenbei, war es einfach zu seltsam, dass der ungezähmte Chaot auf ein zierliches Mädchen, das im Koma lag, hörte? Aya hatte ja so viel verstanden, dass sie den Deutschen umbringen konnte, weil sie erstens manchmal alles an ihn weiter leitete um sich selbst davor zu schützen - am anfälligsten war Schuldig im Schlaf - und weil sie zweitens seine telepathischen Schilde zerschmetterte wie keine zweite. Aber was ihm auch unmissverständlich klar gemacht wurde, war, dass sie es nicht steuern konnte und damit den Deutschen wohl kaum unter Druck setzen.
"Fein", entgegnete Schuldig und gerade als Aya glaubte endlich seine Ruhe zu haben kam: "Nur eins noch".
Der Rot
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Die letzten 5 Kommentare
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Kommentar von: Flow
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Username: Flow
Datum: 06.11.2009 - 21:17
Kommentar Nr.: 6798
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Halloooo :)
Also,ich muss sagen, ich liebe dich x)
Das ist einfach toll, was Duhier schreibst, Aya's - Ran's - Gefühle und Gedanken, sein innerlicher Konflikt, Schuldigs Taten...alles, einfach perfekt ;D
ich hab mich hier auch nur angemeldet um die Story lesen und kommentieren zu können, da ich eigentlich eher zufällig auf sie gestoßen bin...
ich hoffe Du schreibst bald weiter ;D
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Kommentar von: Starna
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Username: Starna
Datum: 21.07.2009 - 14:11
Kommentar Nr.: 6603
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Ich hab die Geschichte gerade von Anfang an gelesen und frage mich gerade, wie man Dich wohl zum weiterschreiben animieren könnte....?!?
Das Ganze ist so charmant und witzig, aber auch einfühlsam und verwirrend (im positiven Sinn!) geschrieben, dass es einfach weitergehen MUSS!
Ndt Starna
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Kommentar von: nani-chan
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Username: nani-chan
Datum: 25.09.2008 - 01:08
Kommentar Nr.: 5583
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Ja, das mit dem Timing fand ich jetzt auch mal richtig klasse, genau wie das neue Kapitel.
Ich glaube ich fühl mich grade ein wenig wie Aya, eingelullt und dabei einfach irgendwie gut. Das ist eine sehr schöne Stimmung.
Nur befürchte ich, dass die Stimmung sich bald wieder verflüchtigt, aber da lass ich mich einfach von dem nächsten Kapitel überraschen^^
Bis dahin also
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Kommentar von: nani-chan
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Username: nani-chan
Datum: 21.09.2008 - 01:16
Kommentar Nr.: 5566
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Hey, also ich habe deine FF jetzt erst entdeckt und ich muss sagen ich habe sie total verschlungen.
Und am liebsten würde ich auch gleich das nächste Kapitel verlangen um gar nicht erst wieder raus gerissen zu werden, aber wahrscheinlich ist es schon ganz gut so, weil
a) das eine absolut geniale Stelle ist um aufzuhören weil man unbedingt wissen will was noch alles kommt
b) ich sonst wohl morgen mit mega Augenringen rumlaufen würde
Also in diesem Sinne, schreib bald weiter, ich bin ganz gespannt drauf wie es weiter geht^^
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Kommentar von: wildest_angel
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Username: wildest_angel
Datum: 03.09.2008 - 08:46
Kommentar Nr.: 5489
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Hi!
Lange her, seit meinem letzten Kommi... Sorry dafür. Ich hab mir das Ganze gerade eben nochmal von vorne bis hinten durchgelesen und muss echt sagen: WOW! So eine Entwicklung hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Klar, irgendwie war es schon vorauszusehen, dass Aya sich in Schuldig verliebt, oder wahlweise andersrum, aber dass der Weiß mittendrin so aus sich rausgeht... Oha!
Teilweise hab ich echt wie blöde gegrinst, die Streitereien der beiden hast du mit einem Charme geschrieben, der seinesgleichen sucht. Und irgendwie muss ich echt gestehen, dass mir Ayas Eifersucht auf seine Schwester unheimlich gefallen hat. (Wenn es für ihn wohl auch nicht so amüsant war wie für mich... *drop*)
Das 14. Kapitel ist dir doch gut gelungen! Ich wär ja auf vieles gekommen (okay, zugegeben, ein Link von Schuldig zu Aya-chan war auch mit in meinen Ratespielchen dabei, wenn mir auch nicht klar war, warum er den haben sollte), aber die Erklärung des Ganzen hat mich doch vom Stuhl gehauen. Eine wirklich grandiose Idee!
So. Und nun heißt`s für dich wieder kräftig in die Tasten hauen! Schreib bloß weiter und lass uns nicht mehr so lange auf eine Fortsetzung warten! *grummel* DAS hat diese Geschichte nämlich wirklich nicht verdient...
Btw, danke, dass du auf meinen hentai-Wunsch mit dem Spielzeug doch noch eingegangen bist. ;-) Da hat das kleine angel-Herz einen mächtigen Sprung gemacht...Ich meine, es wäre schon sehr verwunderlich, wenn Aya, der hier ja zur Hochform aufläuft, das Ganze nicht hätte ausprobieren wollen.
Kurz und gut: Ich hoffe, es gibt noch viiiiiiiiiiiiiiele Kapis, die du uns gaaaaaaaaaaaanz schnell zur Verfügung stellst! ;-) (Hilft eine Bestechung in Form von Kommi-Versprechen?)
Greetz
wildest_angel
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