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My Sorry for Tai! |
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| Status |
Alter |
Sprache |
Veröffentlicht |
Last Update |
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Bewertung |
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Beendet
| Ab 14 Jahren |
Deutsch |
10.03.2008 | 10.03.2008 |
55505 |
4.50 Bei 2 Vote(s) |
55 |
| Autor: |
yuki19 |
| Pairing: |
tai x matt |
| Kategorien: |
Romantik |
| Inhalte: |
Songfic |
| Einführung: |
so auf die FF bin ich ehrlich gesagt stolz. mir gefällt sie eigentlich ganz gut...
geht um tai und matt, hauptsächlich um tais gefühle und wünsche...werden sie sich erfüllen? |
| Kommentare: |
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Disclaimer: Charas und Anime gehören leider nicht mir und ich krieg hierfür auch kein Geld.
Alle Figuren sind so um die siebzehn, bis auf Kari und TK (15).
Kleine Einführung:
“……” …sprechen
‘……’ …denken
Und nun viel Spaß… ^-^
My Sorry for Tai
Nobody’s POV
~~~flashback~~~
“Ich liebe dich” “Sag mal spinnst du jetzt total, wir sind beide Jungs. Du bist doch pervers. Geh mir ja aus den Augen, hast du verstanden?” “Aber, Matt, ich…” “Lass es gut sein, Tai. Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben,” “Aber…” “Nichts aber, leb wohl!” Damit stürmte der blonde Sänger davon und ließ einen heulenden und auf die Knie gesunkenen braunhaarigen Jungen zurück.
~~~flashback-Ende~~~
Tai’s POV
Seit meinem Geständnis waren nun schon fast drei Monate vergangen. Damals hatte ich meinen gesamten Mut zusammengenommen und meinem besten Freund meine Liebe gestanden, aber mit so einer Reaktion hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Nun ja, wenn ich genau darüber nachdachte, was hatte ich auch anderes erwartet? Matt war ein Frauenschwarm und er stand nun einmal nicht auf Jungs, das hatte ich auf die schmerzlichste Weise erfahren müssen. Denn seit diesem einen Tag redete Matt nicht mehr mit mir. Er sah mich nicht an und hielt sich fern von mir. Kurz gesagt, er ignorierte mich total. Es war so als würde ich für ihn nicht mehr existieren.
Früher waren wir unzertrennlich. Wir haben immer etwas zusammen unternommen, in der Schule saßen wir immer nebeneinander und machten uns über alles und jeden lustig. Wir hatten eine Menge Spaß und waren die besten Freunde. Aber jetzt. Jetzt war alles anders.
Meinen Matt gab es nicht mehr. Er saß zwar noch immer neben mir, aber er wechselte kein einziges Wort mehr mit mir, er sah mich nicht einmal mehr an. Es war schrecklich. Ich liebte ihn, und es schmerzte unerträglich ihn jeden Tag zu sehen, aber nicht mehr mit ihm sprechen zu können. Das tat weh. Ich war in letzter Zeit nur noch deprimiert und schottete mich immer mehr von meinen Freunden und der Außenwelt ab. Meine kleine Schwester machte sich ziemliche Sorgen um mich, aber ich konnte ihr einfach nicht sagen, was mich so bedrückte. Sie würde mich doch nur genauso hassen wie er mich jetzt. Das würde ich nicht überleben.
Endlich. Die Schule war für heute aus. Schnell stürmte ich aus der Klasse und war bereits eine halbe Stunde später daheim angekommen. Sofort schloss ich mich in meinem Zimmer ein und drehte den CD-Player auf. Das machte ich in letzter Zeit immer. Ich saß auf meinem Bett, schaute mir alte Fotos von uns an, heulte und lauschte seiner Stimme, die aus dem Radio tönte. Was anderes war mir von ihm nicht geblieben. Nur diese Fotos von ihm und von mir und seine CDs. Ich hatte alle gekauft. Jede einzelne der Cds von ihm und seiner Band lagen bei mir im Zimmer.
“Ach, Matt.”, flüsterte ich und strich sanft über eines der Fotos, “ Warum hasst du mich nur so? Denkst du ich hab es mir ausgesucht mich in dich zu verlieben?”
Plötzlich klopfte es an meiner Tür. Ich schreckte hoch. Schnell verstaute ich die Fotos unter meinem Kopfkissen und wischte mir die Tränen aus den Augen. Da ging auch schon die Türe auf und meine kleine Schwester stand in meinem Zimmer. “Kari, was willst du?”, fragte ich sie. Miene Stimme war leise und zitterte leicht durch das viele Weinen. “Mum lässt fragen, ob du was zum Essen haben willst?” “Nein, danke.”, sagte ich geknickt und wandte den Blick von ihr ab.
“Tai, was ist los?” Vorsichtig schloss sie die Tür hinter sich und setzte sich neben mich aufs Bett. Sie blickte mich besorgt an und legte mir einen Arm um die Schulter. “Was hast du denn nur? Mir kannst du es doch sagen.” “Mir geht es gut, Kari. Ehrlich.” “Lüg mich nicht an!”, schrie sie schon fast. Ich erschrak leicht und blickte sie nun doch wieder an. Etwas ruhiger sprach sie weiter: “Ich sehe doch, dass es dir nicht gut geht. Für wie blind hältst du mich eigentlich? Sogar TK hat schon bemerkt, dass es dir nicht gut geht, so wie alle anderen Digiritter auch.” “Was?” Erstaunt sah ich in ihre Augen. Die anderen hatten bemerkt, dass es mir schlecht ging. Etwa auch Matt? Beim Gedanken an ihn spürte ich einen Stich in meinem Herzen. Schnell versuchte ich mich wieder abzulenken und hörte weiter Kari zu.
“Was denkst du denn? Du bist nicht mehr so fröhlich wie früher. Du bist fast nur noch deprimiert. Du hast deinen Appetit verloren, du isst so gut wie gar nichts mehr. Es wundert mich, dass du noch nicht zusammengeklappt bist. Du sitzt nur noch in deinem Zimmer und hörst dir Matts Songs an. Du gehst nur noch aus dem Haus, wenn du in die Schule musst oder wenn Matt mit seiner Band ein Konzert gibt, und auf denen sitzt du dann immer ganz hinten, und nicht mehr bei uns auf den Plätzen, die Matt für uns reserviert. Dabei seid ihr beiden doch die besten Freunde.”
Als Kari die letzten Worte gesprochen hatte, merkte ich wie sich Tränen in meinen Augen gesammelt hatten, die nun über meine Wangen liefen. Nun sah mich Kari geschockt an. “Tai? Tai? Was ist denn? Hab ich was Falsches gesagt?” Nein, sie hatte nichts Falsches gesagt. Ich schüttelte den Kopf. “Du hast anscheinend doch nicht alles durchschaut, sonst wüsstest du, dass mich Matt seit ungefähr drei Monaten ignoriert. Er hasst mich und ich versteh ihn sogar.” Noch immer rannen mir unaufhörlich Tränen über die Wangen. “Warum sollte er dich hassen?” Kari verstand das alles nicht. “Ich kann nicht…” “Warum kannst du es mir nicht sagen? Du hast mir doch früher immer alles erzählt.” “Weil…weil…” “Was ist es, Tai?” Ich hörte die Sorge in ihrer Stimme. “Weil du mich dann auch hassen würdest. Und das könnte ich nicht auch noch ertragen.”, sagte ich leise und blickte auf meine Knie. Meine Tränen hatten mittlerweile gestoppt.
“Das würde ich ganz bestimmt nicht. Und jetzt sag mir endlich was mit dir los ist. Ich will dir doch nur helfen.” “Das ist lieb von dir, Kari. Aber das kannst du nicht. Das kann keiner, leider.” “Warum lässt du es mich nicht einfach versuchen?” Ich schluckte heftig, dann atmete ich einmal tief durch, schließlich erzählte ich es ihr doch. Mit irgendjemandem musste ich reden, sonst würde mich dieses Gefühl innerlich zerreißen. Und bei Kari konnte ich wenigstens sicher sein, dass sie es nicht weitererzählte, und vielleicht verstand sie es sogar und verurteilte mich nicht gleich. “Ok. Ich erzähle es dir, aber du musst versprechen es für dich zu behalten. Hörst du?” Als meine kleine Schwester genickt hatte, begann ich zu sprechen.
“Also schön, ich hab vor drei Monaten eine große Dummheit begangen. Seit unserem Abenteuer in der Digiwelt ist eine Menge Zeit vergangen. Und obwohl wir am Anfang nie einer Meinung waren und kein gutes Haar an dem anderen gelassen haben (diese Redewendung fand ich schon immer etwas seltsam…), sind Matt und ich zu richtig guten Freunden geworden. Zu den besten. Ich würde alles für ihn tun, weil er mit das Wichtigste ist, was ich habe oder besser gesagt hatte. Als mir das bewusst wurde, bin ich ins Überlegen geraten. Warum war er mir so wichtig? Was war es, dass mich so an ihm faszinierte? Und irgendwann ist es mir dann klar geworden. Ich meine, das war keine bloße Freundschaft mehr, die ich für ihn empfand. Ich hab zwar eine Menge Freunde, aber mit Matt war das immer irgendwie anders. Ich meine…was ich eigentlich damit sagen will, ist, naja, dass ich mich, ich meine, ich…” “Du meinst, du hast dich in ihn verliebt.” Fassungslos starrte ich sie an. “Wie kannst du da nur so ruhig bleiben? Du hast gerade erfahren, dass dein Bruder eine gottverdammte Schwuchtel ist.” Kari lächelte nur lieb. “Das ist doch nicht schlimm, außerdem hab ich mir das schon fast gedacht. TK und ich haben doch gesehen wie ihr miteinander umgegangen seid, wenn ihr mal zusammen ward (g‘hört da ein hartes oder weiches t… *keineAhnunghat* sieht mit beidem komisch aus…). Keine große Überraschung also. Das erklärt aber noch immer nicht ganz, warum du so traurig bist.”
Mein Blick wurde wieder etwas trauriger. Ich fürchtete, dass ich gleich wieder anfing zu heulen. “Nun, ich hab es ihm gesagt. Vor gut drei Monaten. Ich hab all meinen Mut zusammengenommen und es ihm einfach gesagt. Und er? Er hat mich angeschrieen. Gemeint, dass ich pervers wäre und nicht normal. Dass ich nicht ganz richtig im Kopf wäre, und verschwinden soll. Seitdem ignoriert er mich. Ich existiere für ihn einfach nicht mehr.” Nun heulte ich wirklich. “Es macht mich fertig, ok? Ich liebe ihn und alles, was ich will, ist bei ihm sein zu dürfen. Das ist der einzige Grund, warum ich noch zu seinen Konzerten gehe und mir seine Cds anhöre. Weil das die einzige Möglichkeit ist, ihm noch ein kleines bisschen nahe zu kommen.” “Tai…” Meine kleine Schwester hatte mich in den Arm genommen und ich heulte einfach nur. “Kari er hasst mich.” “Shhh…das wird schon wieder. Gib ihm Zeit. Er muss das Ganze vermutlich erst verdauen.” Ich sagte nichts weiter. Ich wünschte ich könnte ihr glauben, aber ich wusste, dass er mich hasste und nie wieder auch nur ein Wort mit mir wechseln würde. Und ich musste lernen damit umzugehen. Ich war erbärmlich. Ich war schließlich schon siebzehn und lag hier in den Armen meiner kleinen Schwester und schüttete ihr mein Herz aus. Aber im Moment war es mir egal. Ihre schützende Umarmung und ihre tröstenden Worte taten einfach nur gut. So blieb ich noch eine Weile in ihren Armen, bis ich mich wieder halbwegs beruhigt hatte.
Schnell wischte ich mir die restlichen Tränen aus dem Gesicht und blickte meiner kleinen Schwester in die Augen. “Danke, es hat gut getan, endlich mit jemandem darüber zu sprechen.” Ein leichtes Lächeln legte sich auf meine Lippen, als sich auch ihr Gesicht wieder aufhellte. “Ich bin immer für dich da. Ich hab dich lieb, Tai. Sehr sogar.” “Ich dich auch. Komm gehen wir was essen.” Auch wenn ich keinen Hunger hatte. Damit stand ich auf und wir gingen gemeinsam in die Küche.
~~~1 Monat später~~~
Nobody’s POV
“Komm schon, Tai! Beeil dich!”, rief ihm seine kleine Schwester zu, “Das Konzert fängt gleich an.” “Ich komm ja schon!”, antwortete der Braunhaarige leicht genervt und kam aus seinem Zimmer. “Oh, hallo, TK!”, begrüßte er den Freund seiner Schwester. “Hallo, Tai!”, lächelte ihm der Kleinere entgegen. “Ich wusste nicht, dass du hier bist.”, meinte Tai, während er in seine Schuhe schlüpfte. “Matt hat mich auf dem Weg zur Konzerthalle hier abgesetzt.” Als er diesen Namen hörte, spürte er wieder einmal diesen, ihm nur zu gut bekannten, Stich in seinem Herzen, auch wenn er es sich nicht anmerken ließ.
TK schien aber doch etwas bemerkt zu haben, denn schnell setzte er hinzu: “Oh, tut mir leid. Ich wollte nicht…” “Schon gut!”, unterbrach ihn der braunhaarige Junge und versuchte sich an einem Lächeln, auch wenn er bei diesem Versuch kläglich scheiterte, “Ich muss langsam lernen damit klarzukommen. Schließlich sind jetzt schon mehr als vier Monate vergangen.” Zu dritt verließen sie schließlich die Wohnung und machten sich auf den Weg zu ihren Freunden, die schon vor der Konzerthalle auf sie warteten. Nur Matt war nicht dabei. Der war hinter der Bühne und bereitete sich auf seinen Auftritt vor.
“Hey, Leute!”, begrüßten sie die anderen. Von Tais Gefühlen für den blonden Sänger wusste außer TK und Kari niemand Bescheid und Tai war über diese Tatsache mehr als nur froh. Kari hatte ihr Wort gehalten und es keinem erzählt, außer TK, nachdem Tai ihr sein Einverständnis gegeben hatte.
“Wir sollten langsam mal reingehen.”, meinte Mimi und hakte sich bei Izzy unter, zog ihn einfach mit sich Richtung Eingang. Dicht gefolgt von den anderen. “Sag mal? Haben die beiden was miteinander?”, flüsterte Kari ihrem Freund ins Ohr. “Ja, auch wenn sie es noch nicht zu wissen scheinen.”, mischte sich Sora ein, die die Frage zufällig gehört hatte. ‘Die haben es gut!’, dachte Tai, ‘Ich wünschte, ich könnte mit Matt auch so umgehen.’ Schnell lenkte er sich wieder ab, indem er Joey in irgendein Gespräch verwickelte. Zusammen betraten sie die große Halle, aber als sich alle auf ihren Plätzen niederließen, entfernte Tai sich von der Gruppe und setzte sich irgendwo in eine der ganz letzten Reihen.
Das tat er immer. Er wollte nicht, dass Matt wusste, dass er hier war. Und da sich die Plätze, die Matt immer für sie reservierte, in den ersten Reihen befanden, hielt er es für klüger sich nach hinten zu setzen. Er wollte unter gar keinen Umständen von Matt entdeckt werden. Vielleicht war es diesem unangenehm, dass er noch immer auf dessen Konzerte kam. Er wollte diesen auf gar keinen Fall in Verlegenheit bringen oder diesen womöglich aus dem Konzept bringen, wenn der andere ihn sah. Es war schon irgendwie seltsam. Matt hasste ihn doch, und dennoch wollte er dem anderen nicht schaden. Nun, er liebte Matt nun einmal, auch wenn ihm diese Liebe nichts als Kummer bescherte. Zumindest auf solchen Konzerten konnte er Matt ein wenig nahe sein, und sich vorstellen, dass Matt seine Songs nur für ihn sang. Ach, wie sehr wünschte er sich das. Dass Matt ein einziges Leid nur für ihn allein sang und ihm dabei tief in die Augen sah.
Allerdings konnte er seine Gedankengänge nicht weiterführen, denn plötzlich wurde es dunkel und die Show begann. Die Band betrat die Bühne. Ganz vorne stand er. Matt. Sofort klebte Tais Blick auf dem blonden Sänger. Ließ ihn keine Sekunde aus den Augen. Und tauchte in seine eigene kleine Welt ab. In eine Welt, in der er mit dem Blonden in Liebe vereint war. In der der Sänger ganz allein für ihn sang. In eine Welt, in der er glücklich sein konnte.
Doch wie jeder Traum hatte auch dieses Konzert ein Ende und Tai wurde sich der bitteren Realität wieder schmerzlichste bewusst. Betrübt verließ er die Halle. Davor standen schon die anderen und warteten auf ihn. Er wollte schon zu ihnen gehen, aber kurz bevor er sie erreicht hatte, blieb er plötzlich stehen. Seinen Blick auf eine blonde Person geheftet. “Matt…”, hauchte er. Sofort wurde sein Blick traurig und er wandte ihn schnell ab und drehte sich um. Er wollte nicht, dass Matt seine Tränen sah, die er sicher jeden Moment vergießen würde. “Kari, kommst du?”, brachte er unter größter Anstrengung heraus. Allerdings drehte er sich nicht zu seiner Schwester um. Er stand nur da und wartete darauf, dass sie ihm antworten würde. Etwas zögerlich kam die Antwort von der Braunhaarigen. “Ähm…ich übernachte heut bei TK.”
Mehr als ein “Oh” brachte Tai nicht heraus, bevor er sich auf den Weg nach Hause machte, ohne sich auch nur noch ein einziges Mal umzublicken. Alle seine Freunde starrten ihm etwas verwirrt hinterher. Nur Kari und TK sahen ihm leicht geknickt nach, und Matt hatte den Blick zu Boden gerichtet, während sich eine einzelne Träne aus seinen Augenwinkeln löste, die aber sofort wieder weggewischt wurde. Irgendwie tat es ihm furchtbar weh seinen ehemals besten Freund so zu sehen. So traurig. Er wusste, dass er der Grund war, warum es diesem so schlecht ging. Dieser Gedanke schmerzte, aber dennoch unternahm er nichts dagegen. Was denn auch?
Außerdem hatte er serwohl bemerkt, dass Tai noch auf jedes seiner Konzerte kam. Immer entdeckte er ihn in einer der letzten Reihen. Wo er mit einem traurigen und leicht verträumten Ausdruck auf dem Gesicht saß und ihn anstarrte. In diesen Moment war es immer am allerschlimmsten Tai zu sehen, da dieser jedes Mal so verletzlich und hilflos wirkte, und so konnte Matt nie lange seinen Blick auf diesen richten. Denn dann wurde er immer an den Tag erinnert, an dem ihm Tai seine Liebe gestanden hatte, und er diesen so gemein behandelt hatte. Er hätte anders reagieren müssen und es tat ihm so unendlich leid, was er diesem damit angetan hatte. Aber er brachte einfach nicht den Mut auf sich bei diesem zu entschuldigen. Warum, wusste er nicht. Vielleicht weil es dafür keine Entschuldigung gab? Oder weil er nicht wusste, wie er das wieder hätte gut machen können?
“Hey, Matt?”, wurde er aus seinen Gedanken gerissen. “Ja?” “Lass uns heimfahren.”, meinte sein kleiner Bruder. “Ist gut.” Sie verabschiedeten sich von den anderen und keine zwanzig Minuten später saßen sie zu dritt in dem kleinen Wohnzimmer. Da ihr Vater mal wieder auf Geschäftsreise war, waren sie allein in der Wohnung.
Sie saßen schweigend auf der Couch und sahen sich irgendeinen Film an, bis es Kari zu viel wurde. “Du hast ihn zerstört!”, schrie sie Matt plötzlich an. Dieser sah sie leicht geschockt und fragend an. “Was?” “Kari, beruhig dich doch.”, versuchte TK seine Freundin etwas zu beschwichtigen, aber diese ließ sich nichts sagen. “Lass mich, TK! Ich kann nicht mehr. Ich ertrag es nicht mehr ihn so zu sehen. Er ist doch mein Bruder.” “Also geht es um Tai?” “Ja! Jetzt tu nicht so unschuldig!”, mischte sich TK jetzt doch ein. “Du hast ihn zerstört, Matt. Er ist nicht mehr derselbe. Er isst nichts mehr, er lacht nicht mehr und kommt kaum noch aus seinem Zimmer. Er schließt sich darin ein und hört deine Cds, sieht sich alte Fotos von euch an und heult. Ich ertrag das nicht mehr. Bitte, Matt! Ich verlange nicht, dass du seine Gefühle erwiderst. Aber, bitte, rede wieder mit ihm. Matt, bitte!” “Ich…ich glaub nicht, dass ich das kann. Es tut mir leid, aber ich weiß einfach nicht wie..ich…” Aber er kam nicht dazu weiterzureden, denn plötzlich klingelte Karis Handy.
Sie drückte einen der Knöpfe und hielt sich das Telefon ans Ohr. “Ja? Mum, was ist passiert?” Sie lauschte kurz den Ausführungen ihrer Mutter, und mit jeder Sekunde wurde sie unruhiger. “Tai? Was ist mit Tai?” Matt horchte auf. “Was? Ich komm sofort!” Sie legte auf. Tränen kullerten über ihre Wangen. “Tai hat…er hat…” Tröstend nahm sie ihr Freund in die Arme. “Shhh…ganz ruhig! Atme tief durch! Was ist passiert?” Kari atmete einmal tief ein, dann setzte sie wieder an. “Er hat…Tai hat versucht sich umzubringen. Mum hat ihn im Badezimmer gefunden mit aufgeschnittenen Pulsadern. Sie haben ihn ins Krankenhaus gebracht…TK, ich muss zu ihm, bitte!” Sie brach ab, aufgrund eines erneuten Heulkrampfes. “Schon gut! Komm, ich bring dich zu ihm.” Damit erhob er sich und zog Kari mit sich. Bevor er allerdings durch die Tür ging, drehte er sich noch einmal um und fixierte seinen Bruder. “Kommst du mit?” Aber Matt schüttelte nur den Kopf.
“Du bist ein echtes Ekel! Er ist dein bester Freund und dich scheint es nicht einmal zu kümmern, dass er sich deinetwegen umbringen wollte.” Sein kleiner Bruder warf ihm noch einen vernichtenden Blick zu, dann war er mit Kari verschwunden. Matt blieb allein zurück.
Sein Bruder hatte recht. Er war wohl ein Ekel. Andererseits. Als Kari erzählt hatte, was mit Tai war, hatte er einen Stich in seinem Herzen gespürt. Es hatte ihm die Luft abgeschnürt. Noch immer stand er unter Schock. Er hatte zwar bemerkt, dass es Tai zunehmend schlechter gegangen war, aber, dass dieser so weit gehen würde, dass diesen seine Worte von damals so getroffen hatten, das hatte er nicht gedacht. Oder wollte er es nur nicht wahrhaben? Weil er sich insgeheim vor Tais Gefühlen fürchtete? Er hatte nicht gewusst, wie er sich hätte verhalten sollen, also hatte er kurzerhand gleich ganz den Kontakt zu Tai abgebrochen. Er mochte Tai noch immer. Mehr als jeden anderen auf dieser Welt, abgesehen vielleicht von TK, aber er schaffte es einfach nicht sich bei diesem zu entschuldigen. Er konnte es einfach nicht. So gesehen, war er wirklich ein Ekel. Er hatte so jemanden wie Tai gar nicht verdient. Tai, Tai…was tat er eigentlich noch hier? Er musste sofort zu ihm! Er musste sich unbedingt versichern, dass der Junge, der ihm so am Herzen lag, noch lebte. Er musste sich doch noch bei ihm entschuldigen. Er hoffte so sehr, dass er dazu noch die Gelegenheit haben würde.
Eine halbe Stunde später war er keuchend im Krankenhaus angekommen und hatte sich schnell bis zu Tais Zimmer durchgefragt. Die Tür war einen Spalt weit offen und er wollte gerade eintreten, als er eine Stimme vernahm. Und ohne dass er es wirklich wollte, begann er dem Gespräch im Inneren zu lauschen. Es waren zwar nur die Stimmen von Tai und Kari zu hören, aber er war sich fast sicher, dass TK auch anwesend war, aber er traute sich einfach nicht durch den kleinen Spalt zu lugen.
“Tai, was machst du nur für Sachen?”, meinte Kari. Ihre Stimme klang verheult. “Tut mir Leid!”, sagte Tai. Er klang bedrückt und schwach. Matt schmerzte das Herz, als er Tai so hörte. Am liebsten wäre er jetzt einfach zu diesem gegangen und hätte diesen umarmt, aber er ließ es lieber bleiben. “Warum hast du das gemacht? Du wärst fast gestorben!” Zuerst kam keine Antwort, aber dann kam doch eine. Zwar flüsternd, aber dennoch hörte Matt jedes einzelne Wort. “Das wollte ich auch.” “Tai”, unterbrach ihn Kari, “Warum?” “Ich hab’s nicht mehr ausgehalten. Diese verachtenden Blicke. Dass er mich ignoriert. Ich wollte Matt nicht noch mehr zur Last fallen. Ich wollte ihn und mich ein für alle mal von meiner Anwesenheit befreien. Ich scheine ihm ja nichts mehr zu bedeuten und ihm nur noch auf die Nerven zu gehen. Das macht mich fertig. Ich dachte ich würde mit der Zeit darüber hinwegkommen, aber Kari, ich kann einfach nicht mehr.” Tai brach ab und Matt schnürte es die Kehle zu. Sein Magen verkrampfte sich und sein Herz schmerzte als würde gerade jemand ein Schwert hineinstoßen. Das dachte Tai von ihm? Er musste ihn wirklich verdammt verletzt haben. Wie sollte er das nur jemals wieder gutmachen?
Er wurde in seinen Gedankengängen unterbrochen, denn Kari hatte sich wieder zu Wort gemeldet. “Tai, versprich mir, dass du das nächste Mal vorher zu mir kommst, wenn es dir so schlecht geht! Du darfst so etwas Dummes nie wieder tun! Hörst du? Nie wieder.” “Ich versprech es dir, Kari!” “Ich würde es nicht ertragen, dich zu verlieren. Ich hab dich doch so lieb.” “Ich dich auch, Kari, ich dich auch. Wenigstens bedeute ich einem Menschen etwas.”, meinte Tai traurig. Nun mischte sich TK doch ein. “Du bedeutest mir auch etwas. Du bist für mich wie ein Bruder, Tai. Und den anderen bedeutest du auch sehr viel. Wir sind Freunde, auch wenn das mein Bruder vergessen zu haben scheint. Er wird sich wieder beruhigen. Da bin ich mir sicher. Gib ihm noch etwas Zeit.” Tai sagte darauf nichts mehr.
Matt stand noch immer vor der Tür und atmete schwer. TK hatte ihn gerade verteidigt. Warum? Dieser wusste, was er Tai angetan hatte, und dennoch glaubte dieser daran, dass er sich wieder beruhigen würde. Er musste sich bei Tai entschuldigen, und jetzt endlich war ihm ein Licht aufgegangen, wie er es anstellen konnte. Auf die einzige Art und Weise, die er kannte. Schnell verließ er das Krankenhaus und rannte nach Hause. Er hatte noch viel zu tun.
~~~~~~
Eine Woche musste Tai im Krankenhaus verbringen und endlich war der Tag gekommen, an dem er Heim durfte. Plötzlich klopfte es an der Tür. “Ja, bitte!”, sagte Tai und eine Krankenschwester betrat das Zimmer. “Hier! Das hat gerade jemand für dich abgegeben.”, sagte sie und drückte Tai einen Umschlag in die Hand. “Danke!”, antwortete der Braunhaarige und nahm ihr den Brief ab. Die Frau verließ ihn auch sofort wieder, denn Tai war gerade dabei gewesen sich umzuziehen. Seine Hose hatte er schon an. Nur das Shirt fehlte noch. Mit noch immer freiem Oberkörper öffnete er den Umschlag, und begann, auf dem Bett sitzend, den Brief zu lesen. Es war nur eine kurze Nachricht.
“Hey, Tai!
Ich weiß, dass du heute wieder Heim darfst, aber ich hab schlechte Nachrichten für dich. Ich bin mit TK und unseren Eltern einkaufen und komm erst am Abend wieder. Also hab ich jemand anderen gebeten dich abzuholen. Ich hoffe, du bist mir nicht böse.
Wir sehen uns am Abend. Ich hab dich lieb.
Kari”
‘Komisch. Naja, was soll’s? Wahrscheinlich schickt sie Sora oder Joey. Eigentlich kann ich auch allein heimgehen. Ich bin schließlich schon siebzehn.’ Plötzlich klopfte es erneut und in der Annahme, dass es wieder eine der Krankenschwestern sein würde, bat er die Person herein. Die Tür ging auf und Tai sah in die Richtung, aber dort in der Tür stand kein Krankenhauspersonal. Tai stockte der Atem. “Matt…”
“Hallo, Tai. Ich wollte dich abholen.” Beim Anblick, dem Tai ihm im Moment bot, wurde er leicht rot, schaffte es aber diese Röte vor Tai zu verstecken. Schnell zog sich Tai sein Shirt über und verstaute den Brief in seiner Sporttasche, in der ihm seine Mutter ein paar Anziehsachen gebracht hatte. Tai wollte gerade nach der Tasche greifen, als Matt ihm zuvorkam. “Schon gut. Ich nehm deine Sachen. Komm!” Damit bewegte er sich auf die Tür zu. Etwas zögerlich folgte Tai dem blonden Sänger, auch wenn er sich fragte, warum dieser eigentlich hier war. Kari musste diesen wohl gezwungen haben. Oder war er am Ende sogar freiwillig hier? Hatte sich Matt vielleicht wirklich wieder eingekriegt? Wollte er wieder Kontakt zu ihm? Tai hoffte so, dass es Letzteres war.
Eine halbe Stunde später waren sie beide in Matts Wohnung angekommen. Tai wunderte sich, warum Matt ihn nicht nach Hause gebracht hatte. Warum ausgerechnet in dessen Wohnung? Aber die Frage sollte sich gleich beantworten.
Matt hatte Tai ins Wohnzimmer gebracht, wo der braunhaarige Junge nun auf der Couch Platz nahm. “Willst du was trinken?”, fragte der Blonde ihn, aber Tai schüttelte nur den Kopf. Nun endlich fand er den Mut die Frage zu stellen, die ihm schon auf der Zunge lag, seit er Matt im Krankenhaus gesehen hatte. “Warum bist du hier?” Matt sagte zuerst einmal gar nichts. Er kam nur langsam auf Tai zu und ließ sich neben ihm auf der Couch nieder. Er blickte Tai fest in die Augen, dann begann er zu sprechen: “Weil ich dir etwas Wichtiges sagen muss.” Tai schluckte.
“Ich hab einen neuen Song mit der Band aufgenommen, der seit gestern auf dem Markt ist. Willst du ihn hören?” Tai nickte nur. Irgendwie verstand er nicht, was Matt ihm genau sagen wollte, aber ok. Hörte er sich halt diesen Song an. Er hatte ihn schon lange nicht mehr singen hören und nun würde Matt nur für ihn singen. In Gedanken daran errötete er leicht.
‘Gott, wie süß ist das denn? Tai ist ja ganz rot. Er sieht total niedlich aus. Fuck, was denk ich denn da?’ Geschockt über seine eigenen Gedanken schüttelte Matt den Kopf und griff nach seiner Gitarre. Er begann zu spielen, und als er zu singen anfing, schloss er die Augen.
“I don’t know how to say those words
Which come across my mind.
Each time I look into your eyes
I lose my self-confidence.
I see the deep sadness in your eyes
And know that it was me, wo grieved this pain.
I know I made you cry
And caused you sleepless nights.
If I knew how to explain
Why I act like that,
I would tell you everything what’s in my heart
But somehow I can’t say those words.
Allthough,
I know you want to hear them from me.
Oh, all these times,
I wanted to tell you,
But when I looked into your eyes
Oh, so sad eyes.
My voice just disappeared.
Everytime,
When I wanted to tell you,
“I made a mistake”,
I walked away.
Oh, I was so scared.
I may have made it rain.
Please, forgive me.
My weakness caused you pain.
And this song is my Sorry.
I can’t tell you how I feel,
So I sing this song to you.
This is my heart in a melody.
My Sorry…
Yeah, this song is my Sorry…
…my Sorry for you…
…I’m Sorry…”
Tai’s POV
Ich war total geplättet, als Matt plötzlich zu spielen begonnen hatte und dann sein Lied sang. Es war wunderschön. Langsam. Eine Art Ballade. Ganz genau lauschte ich dem Text, während ich Matt keine einzige Sekunde aus den Augen ließ. Stumm betrachtete ich seine beim Singen geschlossenen Augen und seine
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Die letzten 5 Kommentare
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Kommentar von: Shayra
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Username: Shayra
Datum: 18.05.2009 - 13:52
Kommentar Nr.: 6412
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oh wie süüüüüüüüüüüüüüüüß!
Ah ich liebe deine storys. Die lösen bei mir immer so euphorische glücksgefühle aus wenn ein paar endlich zusammenkommt
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Kommentar von: Akuma-chan
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Username: Akuma-chan
Datum: 06.07.2008 - 12:19
Kommentar Nr.: 5213
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das is ja so niedlich *___*
stimmt, Tai musste wirklich leiden, aber am Ende hat er ja sein Glück :D
Und ich mag den schreibstil ^__^
lg akuma-chan :D
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Kommentar von: Killua-kun
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Username: Killua-kun
Datum: 21.03.2008 - 13:14
Kommentar Nr.: 4865
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einfach süß^^
aber tai tat mir zwischendurch total leid...das er so leiden musste...
aber gut gemacht *tätschel und keks zuwerf* xD
bis dann^^
ki-kun
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