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Archiv > Yu-Gi-Oh > Sitz, Platz, AUS!!!

y Sitz, Platz, AUS!!!
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Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 09.07.200712.04.2011 2686231 4.43
Bei 28 Vote(s)
523
Autor: vegachen
Pairing: so einige
Kategorien:
Inhalte: Angst, Trauma / Depressionen, Lemon, Gewalt
Einführung: Sicher werden einige von euch die Story kennen, aber ich möchte gern auch die Vorgeschichte veröffentlichen und aus diesem Grund hier erst einmal die Hauptstory
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y Lass uns tauschen...für immer
Ein freudiges Jubeln schwang mit einer bekannten Stimme durchs Haus, gefolgt von einem zustimmenden Lachen.
„Daniel?“ fragte Seto erstaunt und der Dunkelhaarige sah lächelt zu ihm auf.
„Hey Kaiba.“ schallte die tiefe Stimme zurück in einer ungewohnt fröhlichen Tonlage. Jon trat weit in den Schatten zurück und Seth sah nur im Halbdunkeln die scharfe Klinge aufblitzen.
„Das ist er.“ fauchte Jon leise und spannte jeden Muskel an.
„Wenn du ihn jetzt umbringst ist euch beiden nicht mehr zu helfen, also steck den Dolch weg.“ knurrte Seth ohne das Seto es hören konnte.
„Wir müssen mit ihm reden und mit den anderen beiden auch. Sie wissen mehr, das wird uns helfen.“ erklärte der Priester und Jon gab knurrend nach.
„Ihr seit noch hier?“ fragte Kingston derweilen und Seto nickte leicht.
„Bleibt ihr zum Abendessen?“ fragte der Ältere weiter und diesmal erhielt er von mehreren Seiten eine Antwort.
„Sicher.“ meinten Seto und Adam zusammen doch der eine von oben, der andere hinter Kingston. Daniel wirbelte herum und lächelte Adam schwer an. Der Fotograph trat langsam an ihn heran, Jaron an dem er dabei vorbei musste vollkommen ignorierend, genau wie Corvin und Alexander. Die blauen Augen des Jüngeren musterten ihn missbilligend. Der teure Designeranzug war über und über mit Blut besudelt und selbst die dunklen Haare klebten strähnig in Kingstons Gesicht.
„Netter Zeitvertreib.“ knurrte Adam und wendete sich dann Jaron zu der nicht anders aussah genauso weinig wie Alexander und Corvin, nur das die beiden Kleinen müde lächelten. Adam wusste das die Vier allein mit Blacks Leuten abgerechnet hatten, das hatten Daniel und Jaron schon öfter getan, aber die beiden Jungen da mit reinzerren war unnötig. Kommentarlos wendete sich Adam ab und stolzierte an Kingston vorbei hinauf in sein Zimmer. Kingston lächelte noch immer und auch Alexanders Augen blitzen listig auf als der Ältere nach ihm griff und ihn hinter sich herzerrte. Jaron schüttelte leicht den Kopf und schlug dann ebenso den Weg in sein Zimmer ein. Eigentlich hatten sie Alexander und Corvin da raushalten wollen, doch irgendwie hatte Black mehr Anhänger in dieser Stadt als angenommen und so waren die Zwei eine echte Hilfe gewesen.

Als Kingston mit Alexander an Seto und dessen Ebenbild vorbei ging lief ihm ein eigenartiger Schauer über den Rücken, der ihn kurz innehalten ließ. Müde schauten sich seine dunklen Augen die beiden jungen Männer an, doch dann schüttelte er den Kopf, lächelte und ging weiter. Alexander verweilte einen Moment länger, starrte an die Stelle der Wand wo Seth Jon sah, aber der Blauhaarige sah nur die Wand, suchte kurz den Kontakt mit den roten Augen des Yamis, doch er hielt ihm einfach nicht stand. Leise knurrend wendete er sich ab und folgte seinem Herrn. Seth lächelte nur leicht und wartete bis Joeys Ebenbild wieder aus dem Schatten auftauchte.
„Noch nicht.“ meinte Jon auf den fragenden Blick von Seto und dieser nickte nur leicht.
„Ich bin bei Adam wenn was ist. Bis nachher.“ meinte der Brünette noch und die beiden Yamis nickten leicht.

„Hast du das auch gespürt?“ wollte Alexander leise von Daniel wissen als sie in dessen Schlafzimmer traten.
„Diese Kälte? Ja hab ich. Ich hasse Geheimnisse in meinem Haus.“ knurrte Daniel und drehte sich zu dem Kleineren herum.
„Du warst sehr gut da draußen, wirklich sehr gut mein Wolf.“ meinte Daniel und schloss Alexander sacht in die Arme. Der Kleine wimmerte nur leise auf denn dieser Kampf steckte ihm diesmal wirklich in den Knochen.
Sie hatten Blacks Leute fertig gemacht einen nach dem Anderen und nun wollte der Jüngere eigentlich nur noch duschen und sich dann hinlegen und die nächste Zeit nicht mehr aufstehen. Müde lächelte Alexander nach oben und als ob Kingston seine Gedanken lesen könnte begann er den Blauhaarigen zu entkleiden.
„Das kann ich doch allein.“ murrte der Jüngere, was Daniel nur schmunzeln ließ.
„Widersprich mir nicht, Wolf.“ meinte er dann und strich Alexander die schmutzigen Sachen vom Oberkörper. Der Kleine kicherte leise und schloss dann die Augen. Wie lang hatten sie dazu nun nicht mehr die Gelegenheit gehabt? Sich einfach nach einem harten Tag etwas entspannen. Mit einem leisen Seufzer löste sich Alexander aus der sachten Umarmung und wendete sich dann ab. Den versauten Stoff würde er nachher beseitigen, später, irgendwann bestimmt. Doch nun ließ er sie unbeachtet liegen, schleppte sich ins Bad seines Herrn und schaute sich kurz um. Suchte alles zusammen was er für das Bad seines Herrn brauchte und drehte dann das heiße Wasser auf. Mit einem leichten Zittern griff er sich eines der dunklen Handtücher, hielt es unter kaltes Wasser und begann sich damit abzureiben. Das diese Säuberungen auch immer so eine dreckige Angelegenheit sein mussten. Alexander beschnüffelte einige Badezusätze und tippte sich immer wieder grübelnd mit den Fingern auf den Oberschenkel. Es war immer so verdammt schwer einzuschätzen in welcher Stimmung Daniel nach so einer Aktion war und nach welchem Duft ihm folglich der Sinn stand. Der Blauhaarige entschied sich schließlich für einen maritim-salzigen und legte die Badetücher auf den kleinen Absatz unter dem Fenster unter dessen Fliesen die Heizung verborgen war um sie anzuwärmen. Wie die 20 Minuten vergingen bekam der Blauhaarige kaum mit nur das er fertig war bevor die Tür aufging zählt in diesem Moment und so kniete er gehorsam am Boden als Daniel den Raum betrat. Niclas hatte ihm einige Berichte gebracht die heute noch raus mussten und da war klar das Daniel sie nicht liegen lassen würde. Leise knurrend blätterte Kingston die Seiten hin und her und achtete sonst auf nichts. Er konnte Alexander aus dem Weg gehen auch ohne ihn zu sehen, oder besser ihn bewusst zu sehen. Schweigend ließ er seinen Bademantel von den Schultern gleiten und ohne die Wassertemperatur zu prüfen stieg er in das heiße Wasser und seufzte dann zufrieden, denn es war nicht zu kalt aber auch nicht unangenehm heiß. Er schloss die Augen und dann fiel ihm die schwarze Mappe aus den Händen aber sie berührte nicht den Boden, denn Alexander fing sie sofort auf.
Der Blauhaarige zog sich aber sofort wieder in seine Position zurück und wartete dann einfach.
„Komm her.“ fauchte Kingston auf einmal und Alexander erhob sich mittlerweile sichtbar zitternd. Der Ältere öffnete nicht einmal die Augen, sondern ließ einfach den Arm über den Wannenrand fallen. Alexander der sich nur bis auf alle Vier hochgestemmt hatte kam langsam näher und legte seinen Kopf dann vorsichtig neben Kingstons Handinnenfläche, allerdings ohne sie wirklich zu berühren. Es dauertet einen Moment bis Daniels Finger zu zucken begannen und sich dann einen Weg durch die wirren Haare suchten. Wohlig seufzte Alexander und dann zogen sich Kingstons Finger plötzlich von ihm zurück. Ganz von allein hob sich Wolfs Blick und dann verschwand Daniels Hand komplett.
„Komm her.“ hauchte Daniel verführerisch und Alexander erhob sich langsam, aber etwas unsicher. Zögernd stand der Blauhaarige vor der Wanne und wusste nicht recht was nun folgen sollte, doch als sein Herr plötzlich nach ihm griff und ihn in die Wanne zog, jaulte er erschrocken auf. Doch das interessierte den Älteren recht wenig und so zog er den Kleinen einfach zu sich ins Wasser, sodass Alexander auf ihm zum liegen kam. Erschrocken hämmerte Alexanders Herz in seiner Brust denn er hatte keine Erlaubnis gehabt seinem Herrn auf diese Jagt zu folgen und wurde bislang dafür auch noch nicht bestraft.
„Ich weiß das du auf deine Bestrafung wartest und du weißt das du sie verdient hast, aber wir beide wissen das es ohne euch sehr eng geworden wäre, deswegen danke ich dir nur, mein Wolf.“ hauchte Kingston leise und legte dem Jungen hart die Hand in den Nacken um ihn so auf seine Brust zu pressen. Alexander erstarrte in diesem Moment und sein Herzschlag legte noch mal eins drauf.
„Bitte Herr.“ wimmerte er leise, doch Daniel schüttelte nur den Kopf, nahm sich den Schwamm vom Wannenrand und nachdem er ihn im Wasser getränkt hatte, drückte er ihn über Alexanders Schultern aus.
„Ruhig.“ hauchte er einfühlsam und begann den Jungen sanft streichelnd zu waschen. Alexander begann immer mehr zu zittern, denn egal wie zärtlich Daniel auch manchmal mit ihm umging er war es einfach nicht gewohnt. Bevor er zu diesem Mann kam hatte er in jeder Stunde seines Lebens kämpfen müssen um nicht unterzugehen und danach? Nachdem Daniel Kingston ihn aufgenommen hatte, müsste er zeitweise noch mehr kämpfen, aber nicht gegen andere sondern einzig und allein gegen sich selbst. Gegen seinen Stolz, gegen seine Eitelkeit und seinen Egoismus. Er wusste das Daniel ihn beschützte in jeder Sekunde seines Lebens und heute, heute hatte er ihn beschützt und war stolz darauf.
„Herr?“ hauchte Alexander leise nachdem sein Zittern abgeklungen war und er sich nun entspannt an Kingston Brust kuschelte.
„Hm“ brummte der Größere nur schläfrig. Alexander wollte nach Joey fragen, nach den seltsamen Zwillingen und nach Gin, doch es schauderte ihn bei diesen Gedanken seltsam und so hauchte er dem Anderen einfach einen Kuss auf die Brust und legte seinen Kopf wieder ab. Manchmal musste man einfach nur genießen was einem geboten wurde und Alexander würde einen Teufel tun, das hier nicht zu genießen. Die beiden Männer langen noch lang einfach im Wasser und lauschten dem Atem des anderen, bis der Inhalt der Wanne zu kalt wurde und sie aus der Ruhephase vertrieb. Alexander war irgendwann einfach eingeschlafen, was Daniel ein leichtes Lächeln auf die Lippen zauberte, doch nun strich er ihm etwas fordernder über den Körper und leise murrend erwachte der Blauhaarige.
„Zeit zum abtrocknen.“ wisperte Daniel leise und bevor sich Alexander überhaupt bewegt hatte, wurde er von Kingstons Armen festgehalten und hochgehoben. Mit dem Jüngeren auf den Armen entstieg er der Wanne und setzte ihn dann auf das vorgewärmte Badetuch.
„Aber…“ setzte der Kleine an, denn das Stück Stoff war ja nicht für ihn bestimmt.
„Nicht immer aber, Wolf. Du sollst mir doch nicht widersprechen.“ mahnte der Größere, als er begann den schmalen Körper abzutrocknen. Sie hatten in letzter Zeit mehr als genug durchgemacht und Daniel hatte nicht vor den Jungen noch einmal zu gefährden. Das hatte er einmal getan und so ein Fehler würde ihm nicht noch einmal unterlaufen.
Niemals. Alexander sah den seltsam prüfenden Blick des Älteren und seufzte dann schwer bevor er den Kopf hob und Daniel offen anstarrte.
„Du musst dir keine Sorgen machen. Es geht mir gut, Daniel. Wirklich.“ erklärte der Blauhaarige und sah ein unsicheres Lächeln über die schmalen Lippen huschen.
„Es ist soviel passiert. Ich hab das Gefühl das alles um mich herum zusammenstürzt und dahinter grinsen mich unablässig neue Monster an.“ hauchte Daniel und hielt zitternd inne. Auch wenn es nicht so aussah, er verstand das alles nicht. Sein jüngerer Bruder war wieder in seiner Nähe, der junge Kaiba vertraute ihm wie er es vorher immer abgelehnt hatte und nun gab es ihn auch noch zweimal. Jaron tauchte hier auf, verhielt sich als wolle er mit der gesamten Welt Frieden schließen. Joey war wieder aufgetaucht, zwar verändert, aber immerhin war er wieder da und so flauten Kingstons Schuldgefühle langsam ab, obwohl sie noch mit dem Kleinen reden mussten. Wer sollte das denn alles verstehen? Was würde denn noch alles kommen? Ja sein Leben war noch nie ruhig gewesen, aber manchmal wünschte Daniel es hätte in der dunklen Seitengasse geendet wo man ihn halbtot gefunden hatte. Der Ältere driftete in seine schweren Gedanken ab und nahm so nur sehr weit entfernt ein missbilligendes Fauchen wahr und als er den Kopf hob sah er Alexanders gelbe Augen zornig aufblitzen und dann spürte er den Schmerz einer Ohrfeige.
„Hör endlich auf dir das zu wünschen, Daniel. Du lebst und solltest glücklich darüber sein und nicht dem entkommenden Tod hinterher trauern.“ knurrte der Blauhaarige ihn ungewohnt giftig an, bevor er sich das Badetuch um den Körper schlang und hinausging ohne jedoch zu vergessen die Tür für das gesamte Haus hörbar zuzuschlagen. Daniel starrte ihm fassungslos hinterher und schluckte dann hart. Alexander hatte ja recht, wieso sah Daniel das nicht ein und wieso überkamen ihn immer diese Gedanken wenn alles um ihn herum ins Chaos zu stürzen begann? Kingston wusste es einfach nicht, oder fürchtete er sich nur vor der Antwort. Er wusste das er Alexander damit wehtat, aber das wollte er doch gar nicht. Müde hüllte er sich in den schweren Bademantel und verließ dann bitter lächelnd das Bad. Leise klopfte er bei Alexander an die Zimmertür und wartete dann respektvoll bis er hereingerufen wurde.
„Was?“ knurrte der Jüngere unfreundlich und nun lächelte Daniel schon etwas ehrlicher, denn wenn sein Kleiner sauer war würde sich das leichter klären lassen.
„Soll ich wieder gehen?“ fragte er scheinheilig, als er das Zimmer betrat, das wie üblich nur durch eine kleine blaue Lampe spärlich beleuchtet wurde. Wie lang hatten sie sich nun schon nicht mehr gestritten. Eigentlich seit Joey weg war, denn sie hatten krampfhaft versucht ihre Probleme zurückzustellen wenn sich welche ergaben, doch nun begann sie langsam wieder hervorzubrechen.
„Was denkst du dir eigentlich?“ fauchte Alexander der schon lang gespürt hatte, das Daniels Sicherheit mit jedem Tag schlechter gespielt war.
„Wir haben einen Vertrag, vergiss das nicht.“ knurrte Alexander ihm aus dem dunklen Raum entgegen und Daniel zuckte sichtbar zusammen.
„Wenn er es merkt, ist es vorbei. Er wird auch wieder verschwinden und bis dahin müssen wir einfach durchhalten. Wir können das klären wenn alles vorbei ist, aber verflucht noch mal Daniel, ich will dich nicht verlieren. Nicht noch mal.“ knurrte der Blauhaarige weiter bissig und begann im Zimmer auf und ab zu streiten. Kingston lächelte schwer, tat einige Schritte nach vorn und fing den Jungen dann einfach ab.
„Ich dich doch auch nicht.“ wisperte er schwer und küsste dem Kleinen auch gegen dessen Willen die Stirn.
„Dann führ dich auch nicht so auf. Du weißt das er genau darauf achtet. Ich kann seinen eiskalten Blick in jeder Sekunde auf mir fühlen, also sollte ich doch ehr hier Panik schieben als du.“ fauchte Alexander weiter, schmiegte sich aber bewusst in die starken Arme.
„Ich weiß.“ hauchte Daniel leise. Es war selten das Alexander sich wahrhaft so benahm wie es einem jungen Mann in seinem Alter als normal angesehen wird. Aufbrausend, impulsiv teilweise auch aggressiv. Der Blauhaarige hatte sich über die Jahre hinweg eine eiskalte Ausstrahlung zugelegt die er jeden spüren ließ, der ihm auch nur versuchte nahe zu kommen. Ob er das bewusst tat, vermochte Kingston nicht zu ergründen, aber irgendwie gefiel ihm der Kleine so zeitweise mehr.
„Also was machen wir jetzt?“ fragte der Ältere scheinheilig und begann Alexander den Nacken zu küssen.
„Wir bringen das hier zu ende, schmeißen unsere Gäste raus und schließen uns ins Schlafzimmer ein.“ schlug Alexander vor und Daniel löste sich lächelnd von ihm.
„Ok. Du sagt es Jaron das er sich verzeihen soll und ich übernehme den Rest.“ erwiderte Daniel, bevor er Alexander fester in den Hals biss.
„Wieso bekomm ich immer den bissigen Pitbull und du schnappst dir die zahnlosen Welpen?“ knurrte der Blauhaarig und begann dann leise zu kichern.
„Weil ich die Vollmacht über alle Konten habe und meine Finger noch brauche um die Schecks zu unterschreiben.“ flötete Kingston und ein brummiges Lachen drängte sich aus seiner Kehle.
„Ach ja.“ meinte Alexander nur trocken und versuchte sich von dem Älteren loszureizen, doch dieser drängte ihn nur ein paar Schritte nach vor und ließ sich mit dem Kleineren im Arm dann aufs Bett fallen.

Jaron und Corvin standen unter der Dusche und langsam wurde was Wasser wieder klarer, welches an ihren Körpern hinunter strömte. Corvin zitterte noch immer leicht, denn er fürchtete noch immer die Strafe des Älteren weil er ihm einfach gefolgt war. Sicher er hatte sich erklären wollen aber Jaron hatte ihm mit nur einem strengen Blick den Mund verboten und schmiegte sich seither schweigend an ihn. Wie lang sie schon hier standen vermochte Corvin nicht zu sagen, aber langsam wurden ihm die Beine schwer.
„Halt still.“ fauchte Jaron plötzlich als Corvin sich nur minimal bewegte, nur um sein Gewicht etwas verlagern zu können. Sofort erstarrte der Junge und schluckte das leise Wimmern hart herunter. Was sollte das denn? Was wollte Jaron nur von ihm? Er hatte den Grünhaarigen an den Handgelenken gepackt und drückte diese seit Beginn hart an die geflieste Wand und seine Finger schlossen sich immer fester darum. Die Dusche sollte doch ihnen beiden gut tun, das fremde Blut von ihren Körpern waschen und jetzt das. Corvin ließ das Kinn auf die Brust fallen und sein Atem wurde etwas schwerer. Jaron lächelte leicht und dann ließ er den Jungen los.
„Bevor du das nächste Mal meine Anweisungen missachtest, denke hieran, aber vor allem denk daran das dies nur eine Warnung ist.“ knurrte der Ältere, ließ Corvin los und ging dann ohne ein weiteres Wort hinaus. Der Kleine ließ sich einfach auf die Knie fallen und das erste Mal seit er Jaron kannte fühlte er sich nicht von ihm beschützt. Es dauerte noch einen Moment bis Corvin sich wieder beruhigt hatte, sich aufrappelte und das Bad verließ. Jaron saß an dem großen Schreibtisch und studierte die Verträge der nächsten Wochen. Er hob nicht einmal den Blick als Corvin hereinkam und in die bereitgelegten Kleider schlüpfte.
„Habt ihr noch einen Wunsch, Sir?“ fragte er vorsichtig. Jaron ließ ihn ungewohnt lang warten bis er den Stift kurz hob.
„Runter.“ knurrte er nur kurz und wies mit dem Stift neben sich auf den Boden. Corvin schluckte hart. Er kannte diese Spielchen nur aus Erzählungen, aber war niemals Teil davon gewesen, doch er folgte der Aufforderung und kniete sich neben Jaron auf den Boden. Er legte das Kinn auf die Brust und versuchte ruhig zu atmen.
„Du willst also wirklich sein wie Alexander, ja?“ fauchte Jaron gereizt und langsam begriff Corvin was hier vorging. Er wurde bereits gestraft, aber weit aus härter als er vermutete hätte.
„Antworte.“ fauchte Jaron noch immer mit erkennbarem Zorn in der Stimme.
„Nein, Sir.“ hauchte der Kleine und diesmal konnte er das Wimmern nicht zurückhalten.
„Bitte, ich…“ setzte Corvin an doch wieder spürte er den kalten Blick auf sich und schluckte die restlichen Worte hinunter.
„Wieso bist du dann nicht da geblieben, so wie ich es angewiesen habe?“ fauchte der Ältere und drehte sich nun voll zu dem Grünhaarigen herum.
„Ich wollte helfen.“ hauchte Corvin leise und schob ein tränenschweres Schluchzen hinterher.
„Du hilfst mir nicht wenn ich mir Sorgen um dich machen muss, Corvin. Immer wenn einer dieser Idioten geschossen hat, habe ich mich nach dir umgedreht, um zu sehen ob du getroffen bist. Selbst wenn du viel von Gin und auch von mir gelernt hast, will ich nicht das du wirst wie Alexander. Verstehst du mich?“ meinte er Ältere und schob Corvin sanft zwei Finger unter das auf der Brust ruhende Kinn.
„Verstehst du mich?“ fragte Jaron noch einmal doch der Gesichtsausdruck des Kleinen war Antwort genug. Bittere dicke Tränen liefen ihm übers Gesicht. Sicher er hatte nur helfen wollen doch er hatte dadurch nicht nur sich sondern auch Jaron mehr als in Gefahr gebracht.
„Ich will nicht das du wirst wie Alexander. Ja er ist gut sogar hervorragend, aber er balanciert immer auf der schmalen Linie zwischen Tod und Leben. Siehst du es nicht in seinen Augen? Er hat sich längst damit abgefunden nicht alt zu werden und Daniel genauso. Ich will nicht den selben Ausdruck in deinen Augen finden.“ erklärte Jaron weiter und Corvin nickte auf jedes Wort, obwohl die Stimme des Älteren nur gedämpft zu ihm drang, verstand er jedes Wort so deutlich als wäre es sein eigener Gedanke.
„Komm hoch.“ meinte Jaron etwas leiser und Corvin erhob sich zögerlich, doch kaum hatte er sich vollständig aufgerichtet, griff Jaron auch schon nach ihm und schloss ihn zärtlich in die Arme.
„Versprich es mir.“ hauchte er sorgenschwer und der Grünhaarige nickte mit einem bebenden Wimmern. Noch nie wenn sie so eng beieinander waren fühlte sich Corvin so weit entfernt von Jaron.

Die Zeit verging hier quälend langsam jedenfalls empfand das Jon so, denn er schritt nervös in dem Zimmer auf und ab wo Seth ihn hineingesteckt hatte. Wieso ließ er sich das überhaupt gefallen. Sicher er hatte sich dem Brünetten unterworfen aber selbst im Palast hatte er sich freier bewegen dürfen. Als der Größere nun endlich mit seinem Ebenbild wieder kam fauchte er ihn sofort an.
„Was denn jetzt?“ fauchte Jon gereizte und wie auf Kommando zurück Joey zusammen. „Hey.“ hauchte Jon erschrocken, der den anderen gar nicht gesehen hatte. Auch den Schwarzhaarigen hinter Joey hatte er gar nicht wahrgenommen der ihn jetzt giftig anfauchte. Joey hob nicht einmal mehr den Blick sondern wich sofort zurück.
„Warte.“ forderte Jon aber in seiner Stimme lag wenig Zärtlichkeit, oder gar Bedauern über sein Verhalten. Kurz schloss der Blonde die Augen, verschwand und tauchte zwischen Joey und der Tür wieder auf.
„Du sollst warten.“ knurrte er kalt und wieder erstarrte Joey.
„Lasst uns allein.“ fauchte Jon und griff nach seinem Ebenbild. Seth musterte ihn nur missbilligen, nickte dann aber und wendete sich wieder zur Tür, während Gin und Seto gleichzeitig den Kopf schüttelten.
„Das war keine Bitte.“ fauchte Jon die beiden an und griff nach Joeys Arm. Wenn die beiden nicht gingen würde er eben mit Joey hier verschwinden.
„Kommt schon.“ meinte Seth beschwörerisch denn es war besser wenn sie ging als wenn Jon den Kleinen irgendwohin verschleppte. Scheinbar sahen das auch Gin und Seto ein, aber dennoch zögerten sie kurz, bevor sie vor Seth das Zimmer verließen.
„Du solltest etwas sparsamer mit den dir geblieben Kräften umgehen, Jon.“ mahnte der Brünette noch doch mehr als ein kaltes Lächeln bekam er nicht als Antwort.
„Was wird er mit ihm machen?“ fragte Gin, kaum das Seth die Tür geschlossen hatte und wollte jetzt schon nur zurück in dieses Zimmer. Erwartungsvoll starrte er Seth an doch dieser zuckte nur mit den Schultern, während Seto mit hängendem Kopf den Flur hinunter schlich.
„Und dir ist das vollkommen egal oder?“ schrie Gin dem jungen Firmenchef hinterher der nur kurz zusammenzuckte, aber dennoch weiterging. Wie konnte man sich in einem Haus voller Menschen nur so allein fühlen? Kaiba widerstand dem Drang sich die Arme um den frierenden Körper zu legen und beschleunigte seinen Schritt nur etwas. Was war denn nur los? Er entfernte sich immer mehr von Joey das spürte er selbst, doch sollte es nicht eigentlich anders sein? Sollte er nicht jede Sekunde so nah wie irgend möglich bei ihm sein? Sollte er nicht froh darüber sein das Joey wieder da war und ihn einfach nur in die Arme schließen? Was hielt ihn nur davon ab, einfach in dieses Zimmer zu gehen und Joey an sich zu reißen? An diesem Gin lag es ganz sicher nicht und daran das Joey sich verändert hatte ebenso wenig. Seto hatte nicht einmal Angst davor, sondern es verlangte ihn einfach nicht danach, den Kleinen auf biegen und brechen an sich zu binden. Ohne Blick war Seto durch das Haus gegangen, hielt nun vor irgendeiner Tür, schob sie vorsichtig auf und betrat das fremde Zimmer. Es war angenehm warm hier und dunkel, sodass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Ohne wirklich auf irgendetwas zu achten, ging Seto einige Schritte, bis er an die Kante des Bettes stieß und sich dort einfach fallen ließ.

„Was willst du denn von mir?“ fragte Joey und konnte die Unsicherheit in seiner Stimme kaum verbergen. Jon legte leicht den Kopf schief und lächelte dann kalt.
„Was glaubst du was ich will, mein Kleiner?“ schnurrte der Yami verdächtig sanft zurück. Joey zuckte mit den Schultern, denn selbst wenn er es gewusst hätte, hatte er gerade keinen Nerv darüber nachzudenken.
„Genau.“ meinte Jon darauf nur, griff nach Joeys Handgelenk und drehte ihn in einer schnellen Bewegung zum Raum herum. Den Jungen schon beinahe unfreundlich schupsend ging er mit ihm hinüber zu einem der breiten Ledersofas, auf das er sich fallen ließ und dann Joey zu sich herunter zog. Der Junge folgte ohne jeden Widerstand und glich mehr einem nassen Sacke.
„Du weißt was man mit dir gemacht hat?“ fragte Jon direkt, worauf Joey wieder mit den Schultern zuckte. Genau das hatte der Yami befürchtet. Dieses Dreckszeug fiel über Joeys Verstand her und ließen den Jungen von innen her erstarren. Vorsichtig strich er dem Schwarzrothaarigen über die Brust und zog ihn sacht zu sich heran. Wieder folgte Joey mehr einer Puppe gleichend. Die rot gefärbten Augen starrten stumpf nach oben, sahen nichts, jedenfalls nichts bewusst.
„Mein kleiner Engel.“ hauchte Jon zärtlich und bette Joeys Kopf auf seinem Schoss.
„Du darfst jetzt nicht aufgeben. Halt durch meine Zwillingsseele.“ forderte er beschwörerisch und legte Joey nun die flache Hand auf die Brust und neigte sich zu ihm hinunter. Vorsichtig hauchte er Joey zuerst seinen Atem über die Wangen, neigte sich dann noch weiter nach vorn und küsste ihm die starren Augen, welche sich jedes Mal kurz vorher schloss und dann sofort wieder öffneten.
„Blick.“ hauchte Jon leise, wartete aber nicht auf eine Reaktion, sondern wendete sich Joeys Lippen zu und hauchte ihm hier ebenso einen zarten Kuss hinauf.
„Atem.“ flüsterte er beschwörerisch, worauf Joey tief Luft holte. Jons Lippen begannen zuerst leicht zu glänzen und dann sogar zu leuchten.
„Herz.“ forderte er dann und im selben Moment bäumte dich Joeys Körper auf als würde man ihn versuchen im Krankhaus wieder zu beleben. Schwer keuchte der Junge unter Jon auf, seine Augen weiteten sich und er holte tief Luft, als würde er gerade aus dem Meer auftauchen. Jon lächelte schwermütig, wartete einige Augenblick und dann wiederholte er seine Worte.
„Blick, Atem, Herz.“ hauchte er leise, doch küsste er Joey diesmal nicht. Wieder reagierte der Junge mit einem hohen Aufbäumen und einem tiefen Atemzug. Jons Blick wurde nach dieser Wiederholung etwas zweifelnd doch dann blinzelte Joey und starrte ihn nun offen an.
„Hallo.“ lächelte Jon und seine Stimme schlich sich unendlich zärtlich in das Ohr des Kleinen.
„Jon?“ fragte Joey etwas ungläubig.
„Schon gut. Alles ok, mein Engel.“
„Es ist kalt.“ hauchte Joey mit erstickender Stimme und begann leicht zu zittern. Jon nickte nur verstehend und schloss den Jungen etwas fester in die Arme.
„Du darfst dich dem nicht ergeben, Joey. Du musst kämpfen, verstehst du. Kämpfe.“ erklärte der Blonde, während Joey sich an seiner Brust verkroch. Joey nickte und begann leise zu wimmern. Vorhin hatte er sich bei Gin sehr wohl gefühlt, sich einfach noch etwas fallen lassen, doch als er wieder zu sich kam, weil Gins warme Hand ihm zärtlich über die Stirn gestrichen hatte, war ihm bitter kalt gewesen und dann war es immer schlimmer geworden, bis er nichts mehr wahrnahm, außer der Kälte in sich und auch jetzt begann sie sich wieder in ihm auszubreiten. Schwere kalte Gleichgültigkeit, ohne Schmerz, ohne Hoffnung einfach nichts war mehr da.
„Keine Angst mein Engel. Wir werden dir bald helfen, du musst nur noch ein paar Stunden durchhalten ok?“ hauchte Jon leise und streichelte Joey sacht über den Kopf auch wenn er wusste das wenn es ihnen wirklich glücken sollte, Joey von diesem Zeug zu befreien es noch ein hartes Stück arbeit wäre, bis Joey wieder so war wie früher. Joey nickte schwer und kuschelte sich noch etwas enger an sein Ebenbild.
„Ich will zu Seto.“ wimmerte er leise und allein diese Worte ließen Jon noch ein Körnchen Hoffnung schöpfen.
„Er ist in deinem Zimmer.“ hauchte Jon leise, schloss die Augen und verschwand mit Joey im Arm, nur um kleinen Augenblick neben dem Bett aufzutauchen in dem Seto sich unruhig hin und her wälzte. Der Brünette war ohne es zu wollen einfach eingeschlafen, oder viel mehr hatte der Schlaf unnachgiebig an ihm gezerrt und schließlich gewonnen. Jon ließ es in dem Zimmer etwas heller werden und lächelte dann.
„Er sieht so traurig aus.“ wisperte Joey mitfühlend.
„Er hat Angst um dich, das ist alles.“ versuchte ihn sein Ebenbild zu beruhigen.
„Ich bleib hier wenn du nichts dagegen hast.“ meinte Joey und kniete sich vorsichtig auf den Bettrand.
„Ok. Ich sag es Seth, damit euch niemand stört.“ lächelte Jon und als Joey den Blick zu ihm hob, war der Blonde schon verschwunden. Joey krabbelte etwas umständlich an Seto heran der leise im Schlaf murmelte.
„Dragon.“ hauchte Joey leise und der junge Firmenchef knurrte leise, was den anderen lächeln ließ. Entgegen dem Verhalten was Joey kannte wenn er zu Gin ins Bett krabbelte, musste er sich seinen Kuschelplatz hier wohl erkämpfen, denn Seto zeigte nicht mal den Anflug einer einladenden Bewegung. Der Brünette lag zwar auf der Seite, aber mehr Fürsprach gönnte er Joeys Anliegen nicht. Mit einem kleinen Grinsen stupste Joey seinen Dragon also ein paar Mal an bis dieser knurrend den Arm hob und Joey die kurze Gelegenheit bot zu ihm zu kommen. Der Schwarzrothaarige machte sich etwas kleiner und schmiegte sich fordernd an den Schlafenden heran der wieder nur ein leises Brummen vernehmen ließ. Seto bekam nur am Rande mit das mal wieder jemand etwas von ihm wollte und so folgte er den Aufforderungen in ihm als ausreichend betrachtetem Maße, wartete geduldig bis der andere seinen Platz gefunden hatte und zog ihn dann noch etwas näher zu sich heran. Verschwommen registrierte er das es sich um Joey handelte und selbst nachdem er versuchte mehr von dem Jungen wahrzunehmen als er es im Moment tat, wollte ihm das nicht gelingen. Nur der feine Duft des schlanken Körpers stieg ihm in die Nase und die lang vermisste Wärme welche der Kleine ausstrahlte konnten seine Sinne verarbeiten, aber das reichte Seto auch schon.
„Ich hab dich vermisst.“ wisperte er mit schwerer Stimme in den Nacken welcher sich vor sein Kinn geschoben hatte, nun aber kurz erzitterte und dann näher rückte. Seto küsste die dargebotene Stelle leicht und spürte wie der andere in seiner Umarmung erzitterte. Wieder hauchte Seto dem zitternden Jungen einen Kuss in den Nacken und diesmal kicherte Joey leise, denn diese Berührung tat so unendlich gut und schenkte ihm eine lang vermisste Wärme. Die drängte die in ihm aufsteigende Kälte zurück, doch Joey wusste das er kämpfen musste um sie für immer aus seiner Seele zu vertreiben.
„Ich will dir beistehen.“ hauchte Seto im selben Moment als könne er Gedanken lesen.
„Ich hab Angst.“ wimmerte Joey leise.
„Jeder hat mal Angst im Leben.“ meinte er leise und festigte seinen Griff um Joey noch etwas.
„Nicht so, Seto. Ich hab Angst vor mir selbst.“ hauchte Joey leise und schob seinen Nacken Seto noch etwas entgegen. Sofort wurde er wieder geküsst und diese kleine Geste tat viel besser als jedes Wort das Seto hätte sagen können.

Jon schmiegte sich derweilen schnurrend an Seth und ließ sich von dem Priester schwer über den Körper streichen. Seit sie beide frei waren, zogen sie sich praktisch mit jedem Blick aus und nun endlich hatten sie etwas Ruhe um wenigstens einige Punkte klären zu können.
„Wie geht es euch Herr?“ fragte der Blonde leise und schmiegte seinen Kopf noch etwas fester an die Hüfte des Anderen.
„Es wird mit jeder Stunde irgendwie besser.“ meinte Seth leise und seine Finger tanzten zärtlich durch das blonde Gewirr das seine Haut kitzelte.
„Ja bei mir auch? Aber sagtet ihr nicht es wird ehr schlimmer?“ wollte Jon neugierig wissen, denn irgendwie konnte er sich das nicht erklären.
„Sie lassen uns gehen.“ hauchte der Brünette darauf und Jon zuckte spürbar zusammen.
„Aber…“ setzte er an doch mit einer kurzen Geste wurde ihm von Seth der Mund verboten.
„Hat Seto etwas zu dir gesagt?“ wollte er stattdessen wissen.
„Er wollte wissen ob ich euch liebe und warum ich nicht um euch kämpfe.“ hauchte der Blonde leise und seine Finger suchten zweifelnd nach denen des anderen.
„Und was war deine Antwort.“ wollte der Priester dann wissen.
„Das wir höhere Ziele als unser eigenes Glück haben.“ meine Jon doch seine Stimme klang nicht wirklich glücklich.
„Ja, aber vielleicht haben wir das schon viel zu lang.“ überlegte Seth laut und lächelte stumpf.
„Wie…“ wollte Jon schon fragen, doch als er den glasigen Blick der roten Augen sah, wusste er genau was Seth meinte.
„Er lässt mich gehen.“ hauchte der Priester leise, beinahe schon verzweifelt.
„Ich weiß. Ich hab es in seinen Augen gesehen und auch in denen von Joey. Sie haben gesehen das auch wir an unserem Glück hängen, schließlich bieten die anderen drei ihnen täglich ein überglückliches Bild.“ meinte Jon, aber seine Stimme war kalt, als hielt er einen Vortrag über die Vermehrung von Weichtieren.
„Was wirst du tun?“ wollte Seth nun leise wissen.
„Zuerst? Zuerst einmal hier liegen blieben und eurem Herzschlag lauschen.“ lächelte Jon, worauf der Brünette aber nur leise knurrte.
„Du weißt was ich meine.“ brummte er angesäuert.
„Ja ich weiß was ihr meinst Seth. Aber was ich tue ist doch egal. Ich werde tun was von mir verlangt wird, so wie ihr auch, so wie wir es seit Jahrtausenden machen, Priester.“ knurrte Jon zurück, doch die Finger welche ihre sachte Streichelaufgabe wieder aufgenommen hatten, beruhigten den Blonden sofort wieder.
Seth und Jon schienen die einzigen zu sein die spürten wie die Zeit verging und so erschraken sie nicht, als Niclas leise an ihrer Zimmertür klopfte.
„Was?“ fauchte der Brünette, hielt es aber nicht für nötig auch nur kurz den Blick zu heben.
„Entschuldigen sie Mr. Kaiba.“ setzte er Rothaarige zögernd an.
„Das Abendessen wird in einer halben Stunde serviert.“ übermittelte Niclas, verneigte sich kurz und ging dann wieder hinaus. Das er das gleiche 4 Zimmer weiter noch einmal tat, verwirrt ihn etwas, aber so hatte man es ihm erklärte und für Fragen sollten andere ihren Kopf misshandeln. Träge schob sich Jon von der Brust des Brünetten herunter und lächelte dann leicht.
„Habt Ihr noch irgendwelche Anweisungen, Herr.“ fragte er mehr gelangweilt und spitzbübisch als unterwürfig.
„Halt dich einfach etwas zurück.“ lächelte Seth und setzte sich langsam auf.
„Es siehst bestimmt nicht gut aus wenn du das Schosstier des Hausherrn am Esstisch zerstückelst und Joey hängt irgendwie an diesen Leuten.“
„Ich aber nicht.“ fauchte Jon gereizt, was Seth nur kichern ließ. Langsam entstieg er dem Bett und trat an den Kleineren heran.
„Du wirst tun was ich verlange mein kleiner Leibsklave. Glänzen und schweigen, wie immer.“ wisperte der Priester leise, was Jon sichtbar erzittern ließ, doch es war ein angenehmer Schauer der Jon lächeln ließ. Mit flimmernden Augen ließ sich der Blonde leicht nach vorn fallen und wurde von den schützenden Armen des Größeren behutsam aufgefangen.
„Keine Angst, Jon.“ hauchte Seth und küsste dem Kleinen den blonden Schopf, bevor er ihn bestimmt aber sehr sanft von sich weg schob. Schweigend richteten sich die beiden Männer zum Abendessen, doch bevor sie das Zimmer verließen, tauschten sie schweigend den ersten innigen Kuss.

Kingston saß im Esszimmer an der Stirnseite des Tisches und Alexander vor ihm auf dem Tisch. Schweigend starrte der Blauhaarigen seinem Herrn in die Augen und lächelte ab und zu aber nur sehr schwach. Daniel spürte das irgendetwas auf sie zukam, was nicht gerade angenehm für ihn war. Als Jaron und Corvin hereinkamen, hob Daniel nur kurz den Blick, nickte und schob Alexander sacht zur Seite. Jaron erwiderte den Blick kurz und setzte sich dann neben Daniel an den Tisch. Corvin setzte sich einen Stuhl weiter und folgte Alexander ängstlich mit den Blicken. Der Blauhaarige lächelte zwar, aber er wirkte seltsam angespannt in Jarons Nähe was dem Grünhaarigen aber auch schon vorher aufgefallen war, nur heute sah man es offen.
„Beruhige dich, Alexander und setz dich zu uns.“ meinte Jaron leise und wies auf den Stuhl sich gegenüber.
„Nein danke.“ knurrte der Jüngere und stellte sich an Daniels Seite. Ein mildes Lächeln zuckte über Jarons Gesicht, doch als Adam und Viktor hereinkamen verschwand es hinter einer eisigen Maske. Adam schaute nur kurz in die Runde, nickte und setzte sich dann Jaron gegenüber.
„Habt ihr dann alles erledigt?“ wollte der Fotograph wissen und musterte Daniel und dann Jaron.
„Blacks Lager sind alle zerschlagen. Ich habe die weltweite Säuberung angeordnet, allerdings ist es mir ein Rätsel wo er hin ist.“ erklärte Jaron und sofort verfinsterte sich Adams Mine noch mehr.
„Prickelnd.“ knurrte er und doch lächelte er etwas. Auch wenn er Jaron nicht mochte, an der Konsequenz des Älteren gab es nie etwas zu rütteln.
„Wie gehst dir?“ wollte Jaron mit einem leichten Zögern in der Stimme wissen. Adam legte fragend den Kopf schief und zweifelte kurz an dem was er gerade gehört hatte.
„Gut. Seit Seth mich behandelt hat, erstaunlich…“ antwortete er vorsichtig doch weiter kam er nicht.
„Was hab ich getan?“ unterbrach der Priester als er hereinkam und sich Daniel gegenüber an den Tisch setzte.
„Mir geholfen.“ meinte Adam und wieder starrte er Seth wie gebannt an.
„Ach ja.“ meinte der Brünette nur und lächelte seltsam.
„Was ist?“ wollte Alexander leise fauchend wissen denn er wurde von den roten Augen offen gemustert.
„Konkurrenz belebt das Geschäft.“ meinte Seth nur legte leicht den Kopf schief als Jon zur Tür hereinkam und sich schweigend neben seinem Herrn positionierte. Er trug noch immer die Kleidung welche Gin ihm gegeben hatte, aber noch immer keine Schuhe.
„Joey?“ hauchte Corvin leise, aber sehr überrascht, denn seit wann hatte Joey wieder blonde Haare. Der Blick der grünen Augen wurde enttäuscht, denn der Blonde reagierte nicht mit dem kleinsten Zucken.
„Was hast du mit ihm gemacht?“ fauchte Alexander während Jaron und Daniel sich fragende Blicke zuwarfen, denn dieser Junge war nicht Joey, soviel spürten sie. Stolz aufgerichtet löste sich Alexander von Daniels Seite und ging auf den Blonden zu.
„Hey Kid. Alles ok bei dir?“ wollte er besorgt wissen, doch wieder reagierte der Blonde nicht, was Seth nur noch hämischer lächeln ließ.
„Nun nur weil Seto das nicht auf die Reihe bekommt heißt das nicht das ich es nicht schaffe dem Köter seinen Platz zu zeigen, nicht wahr?“ wollte Seth dann wissen und ließ seinen kalten Blick über die entsetzen Gesichter der Anwesenden schweifen.
„War das nicht euer Ziel, mit diesem ganzen bekloppten Spiel?“ wollte der Priester dann unschuldig wissen, während Alexander weiter auf den Blonden zuging.
„Hey Joey, nun sag doch schon was. Wir haben es doch schon lang beendet und es war wirklich ein blödes Spiel.“ meinte er leise zu dem Junge, doch als er die Finger nach Jon ausstreckte, wich dieser nur zurück und wechselte an die andere Seite seines Herrn.
„Das perfekte Verhalten.“ hauchte Daniel leise, der die Situation mit größtem Interesse verfolgte, aber nicht eingriff, genau wie Jaron.
„Kid?“ fauchte Alexander mit aufkeimendem Unverständnis in der Stimme.
„Ihr habt meine Frage nicht beantwortet.“ tadelte Seth die Anwesenden.
„Dein Frage ist uns scheiß egal. Was hast du mit ihm gemacht?“ fauchte Alexander den Brünetten nun offen an und warf immer wieder einen zweifelnden Blick hinüber zu dem Blonden.
„Das was ihr nicht geschafft habt.“ lächelte Seth und ergötzte sich an den entsetzten Gesichtern und daran wie der Blauhaarige begann zu kochen. *Mach schon.* kicherte der Priester innerlich. *Gib ihm einen Grund.* Alexander fauchte gefährlich und seine Hände begannen zu zittern. Sicher er hatte Daniel versprochen sich zurückzuhalten, aber das hier überstieg wirklich alle Grenzen.
„Hör zu, Alter. Du sagst mir jetzt was du mit Joey gemacht hast, oder ich…“ knurrte Alexander und griff gleichzeitig nach dem Kragen von Seths Hemd, doch mitten in der Bewegung hielt er inne. Etwas, oder besser jemand hatte neben Seth gezuckt und nun schwebte Millimeter vor Alexanders Fingern eine scharf blitzende Klinge.
„Du bist sehr unhöfflich, Alexander.“ kicherte Seth, während er sich entspannt zurücklehnte. Der Blauhaarige starrte einfach nur auf die Klinge, denn erstens konnte er sich nicht erklären wo die plötzlich herkam und zweitens warum Joey ihn angreifen sollte für den da. Langsam wich Alexander zurück und bis er einen Schritt zurückgetreten war schwebte die Klinge an Ort und Stelle und erst als sich der Blauhaarige sichtbar beruhigt hatte, zuckte Jon wieder und ließ die Klinge unter seiner Kleidung verschwinden.
„Gefällt er euch etwa nicht?“ fragte Seth scheinheilig und wieder fauchte Alexander leise.
„Ihr habt dieses Spiel doch begonnen und nun wollt ihr den Gewinn nicht haben, das ist aber seltsam. Geht es nicht in jedem Spiel darum zu gewinnen?“ fragte Seth und wieder legte er den Kopf leicht schief um seine Frage zu unterstreichen. Adam saß nur zittern auf seinem Stuhl und starrte die beiden an, doch nun riss er sich los und erhob sich.
„Nein darum ging es nicht und nun mach ihn wieder normal.“ fauchte er gereizt.
„Nun ist er doch so wie ihr ihn haben wolltet und es ist euch nicht mehr recht.“ tadelte Seth und stützte seinen Kopf auf die aufgestellt Hand.
„So sollte es niemals werden. Es war ein… nur ein… ein beklopptes Experiment und es ist schon im letzten Jahr gescheitert also hattest du keinen Grund, nein kein Recht das mit ihm zu machen.“ keifte Adam nun und hatte Mühe nicht auf den Brünetten loszugehen.
„Seto hat das da niemals gewollt und wir auch nicht.“ brüllte er, doch wieder lächelte Seth nur kalt.
„Ihr glaubt also wirklich das ihr mit den Seelen von Menschen spielen könnt und wenn ihr genug habt ist alles wie vorher?“ fragte der Priester jetzt und sein Ton war schon etwas schneidender.
„Nein das glauben wir nicht und Joey hat diesem Spiel zugestimmt, freiwillig.“ versuchte Adam sie zu rechtfertigen.
„Freiwillig, nach dem ihr in belogen habt.“ ergänzte Seth.
„Er hätte jeder Zeit aussteigen können.“ keifte der Fotograph zurück.
„Hat er aber nicht getan und das wusstet ihr. Selbst wenn du behauptest ihn nicht zu kennen, die beiden oder nein die drei da…“ Seth wies auf Daniel, Alexander und dann auch auf Viktor. „… sie wusste das Joeys Stolz dermaßen ausgeprägt ist, das er niemals eine Aufgabe ablehnt, selbst wenn er daran zerbricht. Ihr habt es gewusst und nichts unternommen.“ fauchte nun der Brünette und auf seine Worte folgte betretendes Schweigen.
„Man handelt nicht ohne jedes Ergebnis überprüft zu haben, das solltet ihr als so erfolgreiche Geschäftsmänner doch wissen.“ unterbrach Seth das Schweigen.
„Verlang was du willst, aber mach ihn wieder normal.“ hauchte Alexander nun leise und seine Stimme klang wirklich verzweifelt.
„Bitte.“ wimmerte er leise und sank neben Seth auf die Knie. Mit einem verächtlichen Blick folgte der Priester dieser Geste.
„Pfeif deine Köter zurück, Daniel. Ich lege keinen Wert auf dieses Verhalten.“ knurrte Seth, doch weder Alexander noch Daniel bewegten sich, genauso wenig wie die anderen Anwesenden.
„Du kannst mir nichts anbieten Kleiner, also komm hoch bevor ich die Geduld verliere.“ forderte der Brünette, doch Alexander schüttelte einfach den Kopf. Sollte dieser Kerl doch mit ihm machen was er wollte, wenn nur Joey wieder normal wird.
„Das reicht jetzt Seth.“ mischte sich plötzlich Joeys Stimme ein, doch sie erhob sich nicht neben dem Priester, sondern von der Tür her. Erschrocken rissen Alexander und auch die Anderen die Köpfe herum und starrten den Schwarzrothaarigen an, der flankiert von Seto und Gin in der Tür stand.
„Es war gerade so lustig.“ kicherte Seth auf diese Aufforderung.
„Mit jemanden zu spielen ist für niemanden lustig.“ tadelte Joey und ging langsam auf Alexander zu der noch immer am Boden kniete und sichtbar begann zu zittern. Einen halben Schritt vor dem Blauhaarigen blieb er stehen und sofort schlang Alexander seine Arme um die Hüfte des Jungen, doch noch immer hatte er sich nicht erhoben.
„Schon gut.“ hauchte Joey und warf Seth einen tadelnden Blick zu, während er sacht über die blauen Haare strich.
„Aber du…“ setzte Viktor an und schaute zwischen Joey und dem Blonden verwirrt hin und her.
„Jon, das reicht.“ meinte Seth und sofort löste sich der Blonde aus seiner Starre und hob grinsend den Blick. Seine Augen waren kalt und auch sonst war seine Mine wenig freundlich. Seth verkniff sich ein Kichern, streckte den Arm aus und sofort kuschelte sich der Blonde an ihn heran.
„Noch einer.“ hauchte Adam und starrte Jon offen an.
„Was treibt ihr hier. Wir sollen nicht mit anderen spielen und was macht ihr?“ keifte er Fotograph nun, denn scheinbar war er der Einzige der ein Wort herausbrachte.
„Wir spielen nicht, niemals“ meinte Seth kalt und beobachtete Seto welcher derweilen hinter Adam getreten war und ihn nun beschwichtigend in die Arme schloss. Alle anderen starrten nur verwirrt in die Runde und versuchten zu fassen was genau hier eigentlich vorging. Jon kuschelte sich an ihn heran und doch spürte der Beobachter eine gewisse Distanz zwischen den beiden.
„Lasst uns endlich zum Punkt kommen. Joey hält nicht mehr lang durch und ich will nicht zurück, noch nicht.“ fauchte nun Jon und alle bis auf Seth jagte ein eiskalter Schauer über den Rücken, denn in dieser Stimme schwang fast nichts Menschliches mit und sie war kalt und schneidend wie ein Schwert.
„Welchen Punkt.“ fragten Kingston und Jaron wie aus einem Mund.
„Dieses verfluchte Zeug was seine Seele erfrieren lässt und mir alle Kraft raubt.“ fauchte Jon und hob langsam den Blick.
„Das was du ihm gespritzt hast, Daniel. Was du ihm ohne sein Wissen verabreicht hast, nur um ihn an dich zu binden, Daniel.“ begann Jon aufzuzählen und fixierte den Größeren mit den Augen, während er sich auf den Tisch hinauf schwang und langsam auf ihn zuging. Die nackten Füße suchten sich sicher ihren Weg über die glatte Oberfläche.
„Du wirst uns das erklären, Daniel und du wirst uns helfen ihn davon zu befreien und wenn ich dir dafür die Seele aus dem Leib zerren muss ist mir das auch scheißegal.“ fauchte Jon und hockte sich vor Daniel auf den Tisch. Der Ältere starrte ihn einfach nur an als ob er nicht den leisesten Schimmer hatte um was es eigentlich ging, sah dann nur einen kurzen blauen Schatten der sich erhob und nach vorn schoss.
„Du hältst dich daraus.“ fauchte Jon. Wieder hatte er die Klinge in der Hand und sie schwebte nur wenige Zentimeter vor Alexanders entsetztem Gesicht.
„Du hättest es doch am ehesten verhindern müssen, Shadow. Wir haben dir vertraut und dann verschwindest du einfach, ach nein, verkleidest dich und hältst es nicht einmal für nötig dich nach uns zu erkundigen.“ fauchte Jon und das er begann über Joey und sich in der Mehrzahl zu sprechen fiel ihm gar nicht auf. Seth knurrte leise in sich hineine, denn dies bedeutete nur das der Yami sich langsam vollständig von Joey trennte. Der Blonde kniete mittlerweile vor Daniel auf dem Tisch, doch auch nur um mehr Halt zu bekommen, falls Alexander sich auch nur noch einen Millimeter bewegen sollte.
„Ich hasse euch, einen wie den anderen.“ knurrte der Blonde weiter und starrte Daniel dabei in die Augen.
„Und jetzt spuck es endlich aus was das für Zeug ist, damit wir es endlich loswerden.“ fauchte der Yami weiter, während alle anderen ihn fassungslos anstarrten.
„Bitte Jon…“ setzte Joey an, was aber nur mit einem kurzen missbilligenden Laut quittiert wurde.
„So kommen wir auch nicht zum Ziel. Er hat deinen Standpunkt schon verstanden und ich bin sicher das Mr. Kingston uns das nun erklären wird.“ meinte Joey weiter, doch mit einer unverholenden Kälte in der Stimme, die Kingston allerdings weniger zusammenzucken ließ als das Joey ihn wieder mit dem Nachnamen ansprach.
„Hier lässt es sich aber schlecht erklären, Jungs also sollten wir wohl besser in den Konferenzraum umsiedeln.“ mischte sich nun Jaron ein welcher sich dann langsam erhob. Es fiel ihm sichtlich schwer seine Bewunderung für diesen Jungen niemanden sehen zu lassen, denn so etwas schon wirklich perfektes hatte er noch nie gesehen. Langsam drehte Jon den Kopf halb herum und starrte nun Jaron an. Der Yami lächelte eiskalt und dann verschwand der Dolch wieder unter seiner Kleidung und er richtete sich auf.
„Wenn du auch nur falsch zuckst, zieh ich dir das Fell über die Ohren, Wolf.“ fauchte er den Blauhaarigen noch an und nichts in seiner Stimme ließ darauf schließen das diese Aussage nur eine leere Drohung war. Jaron ging also voran in den Raum wo sie schon mit Yugi und dessen Ebenbild gesprochen hatten und wieder begann Corvin den Raum umzustrukturieren.
„Bitte.“ meinte Jaron und wies auf die vier Sofa. Jon und Seth führten die Gruppe welche nun herein trat an, danach folgten Seto, Joey und Gin, dann Adam und Viktor und schließlich Alexander und Kingston. Die gelben Augen zuckten nervös über die Anwesenden und man sah wie angespannt der Blauhaarige mit jeder weiteren Minute die verstrich wurde. Seth sowie Seto ließen sich auf dem rechten Sofa nieder, Gin lehnte sich neben Seto gegen die Wand und zwischen ihnen setzte sich Joey auf die breite Lehne des Möbels und sackte sofort etwas in sich zusammen. Jon fauchte nur leise, weil ihm das alles einfach nicht schnell genug ging, während er sich unruhig auf der Stelle bewegte. Adam und Viktor ließen sich gegenüber den anderen auf das Sofa fallen und Alexander schließlich auf das in der Mitte. Daniel jedoch blieb neben Jaron stehen und tauschte mit ihm fragende Blick, flüsterte kurz mit dem Älteren und versuchte sich dann an einem misslungenen Lächeln.
„Kommt endlich zum Punkt.“ fauchte der Blonde und richtete sich noch etwas mehr auf, doch als er gerade auf die beiden zugehen wollte wurde er von Seth am Arm gepackt und hart zurückgezogen.
„Setz dich.“ forderte er nur kalt und mit einem widerwilligen Knurren ließ sich Jon zwischen die beiden Kaibas fallen. Demonstrativ verschränkte er die Arme vor der Brust und spießte die beiden Männer mit seinem kalten Blick auf.
„Gut.“ meinte Jaron und warf noch einmal einen Blick in die Runde, wobei er schließlich bei Joey hängen blieb.
„Kannst du dich an irgendwas erinnern? Damit ich weiß wo ich beginnen muss?“ wollte Jaron von dem Blonden wissen. Es dauerte einen Moment bis Joey den Kopf hob und der Ältere zuckte unter diesem verzweifelten Blick zusammen.
„Schon gut.“ meinte er dann und strich sich nervös die dunklen Haare zurück. Jaron versuchte Jon einfach zu ignorieren, denn sich durch den Kleinen aus der Ruhe bringen zu lassen würde das hier nur verlängern.
„Das Mittel welches Joey durch Daniel verabreicht wurde nennt sich HBRT und ist ein schweres Psychopharmakon, das eigentlich noch in der Entwicklung ist.“ begann der Ältere seinen Vortrag und hinter ihm auf der Wand erschein eine komplizierte chemische Struktur. Jon fauchte genervt denn das war nicht das was er wissen wollte. Jaron warf dem Jungen nur einen kalten Blick zu und wendete sich dann wieder zu seinem Vortrag zu.
„Dieses Mittel greift aktiv in das Bewusstsein ein und verdrängt vor allem Emotionen die zu schweren körperlichen Reaktionen führen.“ Jaron versuchte seine Worte nicht zu wissenschaftlich zu wählen, um nicht zu weit abzuschweifen.
„Daniel stand damals vor der Entscheidung Joey sterben zu lassen oder diesen Weg zu nehmen. Er hat sich das Mittel angeeignet und es ihm verabreicht, einzig aus dem Grund um Joey auf einen neuen Weg zu führen.“ Jarons Stimme war mit den letzten Worten leicht aggressiv geworden denn im Augenwinkel sah er wie sich der Blonde langsam aufrichtete.
„Du wolltest es wissen also lass mich erzählen Kleiner.“ fauchte der Ältere den Yami nun offen an. Jon ließ sich zurückfallen und starrte den anderen nur wieder kalt an.
„Aber warum?“ hauchte Joey leise, worauf alle kurz zuckten.
„Wegen ihm.“ erklärte Jaron und hinter ihm auf der Wand erschein das Bild eines vielleicht 9 jährigen Jungen mit halblangen blonden Haare, strahlenden grünen Augen und einem verschmitzten Lächeln. Joey wimmerte leise auf und seine Hände zuckten nach oben. Mit flehendem Blick starrte er das Bild an und seine Finger krallten sich über seiner Brust in das weiche Shirt, als hätte er schreckliche Schmerzen. Zwar zuckten alle neben Joey zusammen doch niemand traute sich den Kleinen in die Arme zu schließen.
„Geht schon.“ keuchte der Schwarzrothaarige matt und versuchte tief durchzuatmen.
„Wer ist das?“ presste er krampfhaft hervor.
„Sein Name ist…“ Jaron stockte kurz.
„Entschuldige, war…“
„Ethan.“ hauchte Joey und alle Köpfe zuckten zu ihm herum.
„Genau.“ bestätigte Jaron.
„Er war der Sohn eurer Nachbarin als ihr noch in den Staat gewohnt habt. Weißt du noch etwas über ihn?“ wollte der Ältere dann wissen und musterte Joey besorgt, denn es würde vielleicht einfacher werden wenn Joey sich von allein erinnerte. Joey verzog das Gesicht als ob er verzweifelt versuche sich zu erinnern.
„Er ist so alt wie ich und mein bester Freund.“ hauchte Joey. Jaron seufzte schwer und musste sich auf die Zunge beißen um den Kleinen nicht zu korrigieren, aber ob sie es nun jetzt taten oder nachher war eigentlich egal.
„War, Joey. Ethan ist tot. Er starb vor beinahe 10 Jahren.“ erklärte Jaron und sah wie Joeys Blick brach.
„Ich hab ihn umgebracht.“ flüsterte Joey und wieder begann er unruhig zu werden.
„Nein Joseph.“ fauchte Jaron ihn nun an und auch die anderen spannten sich an.
„Wenn du verhindern kannst das er wieder nichts mitbekommt dann mach.“ knurrte Daniel nun Jon an der wie versteinert das Bild an der Wand anstarrte. Kurz schüttelte der Blonde den Kopf aus, erhob sich dann und sank vor Joey auf die Knie.
„Hey.“ knurrte er gefährlich und schnippte kurz vor Joeys Gesicht mit den Fingern. Sofort zuckte der Kopf des anderen nach oben und er starrte Jon an.
„Bleib hier, verstanden.“ forderte der Yami und Joey nickte gehorsam.
„Weiter.“ kommentierte Jon und Jaron nickte kurz.
„Ethan starb bei einem U-Bahnunglück. Soweit die Polizei ermitteln konnte waren die beiden auf der Flucht vor einigen Gangmitgliedern. In einer der Stationen stürzte Ethan und fiel ins Gleisbett. Er wurde von dem gerade abfahrenden Zug erfasst und…“ Jaron hielt inne und senkte den Blick.
„Soweit ermittelt werden konnte rannte Joey hinter Ethan und hat alles mit angesehen. Die Gangmitglieder schnappten ihn sich im dichten Gedränge der Unfallstelle und zerrten ihn weg. Erst vier Tage später wurde Joey wieder gefunden. Nach Ansicht der Psychologen und Ärzte wurde er…“ wieder hielt Jaron inne.
„… sein körperlicher und geistiger Zustand wies auf verschiedenste Misshandlungen hin, allerdings konnte nicht wirklich festgestellt werden was sie genau mit Joey angestellt hatten. Man wies den Jungen in eine Klinik ein wo er die nächsten eineinhalb Jahre verbrachte. Die Beziehung der Eltern ist in dieser Zeit zerbrochen. Nachdem Joey als wieder hergestellt entlassen worden war, zogen die Eltern hierher, doch die Mutter begann mit der Tochter zu reise, alles andere dürfte dir besser bekannt sein.“ meinte Jaron dann, denn er wollte nicht die Lebensgesichte des Kleinen hier breittreten. Joey nickte nur dankend und versuchte wirklich zu verstehen was man ihm da erzählte.
„Aber wieso geht er davon aus Ethan umgebracht zu haben?“ wollte Gin vorsichtig wissen. Joeys Kopf zuckte zu dem Älteren herum, doch sein Blick war nicht erschrocken sondern dankbar.
„Soweit die Polizei die Ereignisse rekonstruieren konnte, haben die beiden sich immer mal wieder einen Spaß damit gemacht Kirschkerne von einer Brücke „fallen“ zu lassen. Eines der Gangmitglieder wurde bei so einer Aktion am Kopf getroffen. Er glaubte angeschossen worden zu sein, verriss das Steuer des Wagens und es kam zu einem Unfall, in dessen Verlauf zwar niemand starb aber der Polizei einige kleinere Gangster in die Hände gefallen waren. Die noch übrigen Mitglieder suchten natürlich nach den Schuldigen und als sie Joey und Ethan fanden, jagten sie die beiden durch die halbe Stadt, bis eben zu dieser U-Bahnstation.“ erklärte Jaron die Kurzfassung und Joey nickte leicht.
„Also alles nur eine Verbindung von unglücklichen Umständen.“ meinte Gin und Jaron nickte leicht.
„Aber das wie kann man nicht mehr ändern. Fakt ist einfach das in der Klinik grobe Fehler gemacht wurden, sowohl in Behandlung als auch in der Einschätzung zu Joeys Zustand. Wir haben herausgefunden das immer wenn Joey in eine Situation gerät, wo andere durch sein Verhalten zu Schaden kommen könnten, ich betone könnten, schaltet sein Verstand scheinbar ab. Er durchläuft je nach Stärke dieser Empfindungen verschiedene Phasen. Alexander wurde damals nach Europa beordert und begründete sein Weggehen doch sehr kalt. Joey hatte sich gerade in das Glück ergeben, da wir doch arg in sein Leben eingegriffen haben. Für ihn kam Alexanders Gehen viel zu überraschend und er stürzte einfach ab. Daniel fand ihn noch rechtzeitig, doch die Ärzte hatten kaum noch Hoffnung, bis auf eben dieses Medikament. Es muss nur einmal jedes Jahr verabreicht werden und so konnte er es vor Joey geheim halten.“
„Und wie werden wir es jetzt wieder los?“ wollte Jon wissen.
„Die Dosis welche er erhalten hat, wird innerhalb eines Jahres abgebaut was bedeutet das…“ Jaron rechnete kurz nach.
„In vier Monaten die Folgedosis verabreicht werden muss.“ meinte er dann und Daniel nickte kurz.
„Sollte das nicht geschehen wird das Medikament innerhalb des nächsten halben Jahres seine Wirkung vollständig verlieren allerdings kehrt damit auch der unterdrückte Zustand wieder zurück.“
„Also werde ich zum Psycho?“ knurrte Joey leise. Jaron schüttelte kurz den Kopf und lächelte leicht, doch es erstarb als Joey sich erhob. Ohne noch etwas zu sagen ging er zur Tür, doch Jon und auch Daniel stellten sich ihm in den Weg.
„Wo willst du denn hin, Joey?“ fragte Kingston und der Schwarzrothaarige hob langsam den Kopf. Sein Blick wirkte müde und nachdem er Daniel eingehend gemustert hatte, wendete er sich Jon zu, der ihm genauso im Weg stand. Man konnte sehen wie die Hände des Jungen begannen zu zittern und er versuchte irgendwas zu unterdrücken.
Aber hatte ihn nicht gerade das soweit gebracht?
Kingston hatte ihn belogen, aber in dem Moment wo Joey sich schon aufgegeben hatte. Kingston hätte ihm einfach weiter dieses Zeug gegeben, doch Joey hätte es auch weiter einfach hingenommen, sich einfach in diese Illusion ergeben.
Was machte es denn schon das er ab und an mal die Zeit verlor und nicht wusste was dann geschah? Zweifelnd schaute Joey zwischen Kingston und seinem Ebenbild hin und her, begann immer mehr zu zittern, während sein Blick immer zweifelnder wurde, bis er schließlich sich Kingston zuwendete und die Hand hob. Der Ältere zuckte sofort zusammen, als Joey ausholte, doch kurz vor Daniels Gesicht hielt er inne, zog die Hand zurück und ohrfeigte Jon mit dem Handrücken so stark das der Kopf des Blonden zur Seite folge er kurz taumelte und somit den Weg freigab. Jon jaulte überrascht auf und schlug hart gegen die Wand, während Joey einfach den Raum verließ, doch kaum das er wieder in der großen Halle stand begann er zu zittern und sackte an der nächsten Wand zusammen. Jon stützte sich an der Wand ab und keuchte schwer, während er sich die Wange rieb und alle ihn fassungslos anstarrten.
„Warum hat er das getan?“ fragte Viktor als erster und sah nur in ratlose Gesichter.
„Er ist wütend auf sich selbst, das ist alles.“ begann Jon zu erklären und richtete sich langsam auf.
„Das geht alles über seinen Verstand, wie es wohl jedem gehen würde.“ knurrte er dann rieb sich wieder die Wange und ging ebenso hinaus.

„Hey mein kleiner Zwilling?“ wisperte er leise, als er Joey an einer Wand hocken sah. Mit einem sanften Lächeln kniete er sich vor Joey nieder und strich ihm sanft über den Kopf.
„Tut mir leid.“ wimmerte er Kleine doch Jon schüttelte nur den Kopf.
„Schon gut. Ich glaub das hast du verdient und wann kann man sich schon mal selbst eine runter hauen, nicht wahr?“ grinste der Yami und Joey musste wenn auch ungewollt ebenso grinsen.
„Genau.“ meinte er schon etwas lockerer.
„Willst du dann lieber hier weg?“ fragte Jon ernst, setzte sich aber neben Joey an die Wand, denn dieser schüttelte nur leicht den Kopf.
„Sie haben es nicht verdient, das ich jetzt einfach abhaue. Niemand von ihnen.“ erklärte Joey und lehnte sich schwer an die Schulter seines Ebenbildes. Auch wenn sie hier wie auf dem Präsentierteller hockten, fühlten sie sich im Moment seltsam entfernt von allen.
„Ok. Aber wenn etwas ist, sag etwas früher bescheid ja. Ich will dir wirklich helfen und ich habe wirklich Angst um dich, meine Zwillingsseele.“ Joey nickte schwer, aber sonst bewegte er sich keinen Millimeter denn eigentlich wollte er jetzt nicht allein sein, aber auch keinen der anderen in seiner Nähe haben. Jon seufzte mitfühlen und legte seinen Arm um sein Ebenbild. Das er wieder mit Joey verschwand merkte der Schwarzrothaarige nicht und auch das es plötzlich dunkel um sie herum war, bekam Joey nicht mit. Er wollte einfach nur hier sitzen, von jemand im Arm gehalten werden, der ihm fremd war und gleichzeitig doch vertraut, der wusste wie er fühlte und was er jetzt brauchte. Jon lächelte einfach nur leise, meldete sich bei Seth durch ein kleines Bild was er dem Brünetten schickte ab und zog Joey dann noch etwas zu sich heran.

„Was bleibt uns jetzt noch zu tun?“ unterbrach Seto die Stille und seine kalte Stimme ließ alle zusammenzucken, selbst Jaron.
„Wir können nur warten bis Joey bereit ist sich helfen zu lassen. Dann muss ein umfangreiches psychologisches Gutachten angefertigt werden und wir können über eine Behandlung nachdenken.“ erklärte Jaron.
„Wie kannst du nur so reden? Joey ist doch kein Irrer.“ fauchte Gin nun entsetzt und starrte seinen Boss voller Unverständnis an.
„Du redest über ihn als würdest du ihn sofort einweisen wollen und du…“ Gin wendete sich Seto zu der nur zusammengesackt neben ihm auf dem Sofa hockte.
„… du hockst einfach nur da und bemitleidest dich selbst, toller Freund.“ fauchte er nun den Brünetten an. Langsam hob Kaiba den Kopf und starrte Gin einfach nur an. Doch dann erhob er sich und ging zur Tür.
„Wo willst du hin?“ fauchte Gin ihm hinterher.
„Ich habe noch eine Firma zu leiten, schönen Tag noch.“ erklärte Kaiba nur ohne sich umzudrehen und dann ging er einfach hinaus. Gin knurrte finster und schlug mit der geballten Faust gegen die Wand in seinem Rücken.
„Geh mit ihm.“ befahl Jaron kalt was Gins Blick nach oben zucken ließ.
„Was?“ fauchte er entsetzt.
„Geh mit ihm. Sieh ihn meinte wegen als Kunden aber lass ihn auf keinen Fall allein, verstanden.“ fauchte der Ältere und obwohl Gin dunkel knurrte lächelte er eiskalt und folgte dann dem Brünetten.
„Das zahlst du extra.“ fauchte er noch im Vorbeigehen und warf dann demonstrativ die Tür hinter sich zu.

Seto war in der Halle kurz stehen geblieben und als die Tür hinter ihm so hart zugeschlagen wurde wirbelte er herum. Gin starrte ihn zornig an und kam dann auf ihn zu.
„Ich fahr dich.“ fauchte er gereizt und riss Kaiba die Autoschlüssel aus der Hand.
„Das musst du aber nicht. Das kann ich ganz gut allein.“ fauchte Kaiba zurück, aber da er wirklich überrascht war nicht halb so kalt wie beabsichtigt. Gin ignorierte ihn einfach, schritt durch die Halle und dann durch die große Tür hinaus. Kaiba zuckte kurz mit den Schultern und folgte dem Älteren dann. Noch immer fauchte der Schwarzhaarige leise vor sich hin was Kaiba irgendwie amüsierte denn es kam nicht oft vor das jemand offen zeigte das er ihn nicht mochte, nein eigentlich kam das nur bei Joey vor. Schweigend setzte er sich neben Gin ins Auto und dann fuhr der Schwarzhaarige mit quietschenden Reifen davon. Instinktiv presste sich Kaiba etwas fester in den Sitz und war froh das dieser Kerl auf der Straße zum normalen Tempo überging. Gin fauchte immer wieder nur leise vor sich hin und warf dabei immer wieder einen Blick zu dem Brünetten, der scheinbar krampfhaft versuchte kalt und unnahbar zu wirken.
„Hättest du es getan?“ wollte der Ältere wissen als sie auf die Schnellstraße einbogen. Kaiba der bisher seinen Gedanken nachgehangen hatte schreckte auf und warf einen fragenden Blick zum Fahrer.
„Was getan?“ fragte er zurück.
„Das was in den Zeitungen stand. Gesprungen meine ich. Wärst du wirklich gesprungen?“ präzisierte Gin seine Frage und sah den Jüngeren kurz aber wehleidig lächeln.
„Ja wenn ich gewusst hätte das ich wirklich irgendwann unten aufschlage, ja dann wäre ich gesprungen.“ erklärte der junge Firmenchef und in dem Maße wie Gins Blick fragend wurde, lächelte er.
„Ich stand lang dort oben und wollte wirklich einfach einen Schritt weiter gehen und vor zwei Jahren hätte ich das auch ohne zu zögern getan doch wenn dir bewusst wird, das du fallen würdest und kurz bevor du aufschlägst dich jemand auffängt, dann verliert Selbstmord seine Endgültigkeit.“ erklärte Seto und seufzte leise.
„Aber wer hätte dich denn fangen sollen?“ fragte Gin verwirrt.
„Seth.“ gab Kaiba nur zurück.
„Er hätte mich gefangen, das weiß ich einzig um mich zusammen zu schreien und mich dann hinunter zu stürzen und das hätte er immer wieder getan, solang bis ich auf andere Gedanken gekommen wäre. Er hält Selbstmord für feige und erbärmlich.“ erklärte Kaiba ruhig und Gin versuchte das glauben zu können. Das sie dabei die Ausfahrt verpassten welche in die Innenstadt führte und somit zu Kaibas Firma bekamen die zwei gar nicht mit. Kaibas Blick ging in die Ferne wo man langsam das Meer erahnen konnte.
„Wieso fährst du mich?“ wollte Seto dann wieder wissen.
„Weil Jaron gesagt hat ich soll bei dir bleiben und mich dafür bezahlen wird.“ knurrte Gin ehrlich, was Kaiba das Gesicht verziehen ließ.
„Bist du ein… ich meine…“ setzte er an und nun lachte Gin auf.
„Ja ich bin ein professioneller Callboy.“ grinste er offen und warf einen schelmischen Blick hinüber zu dem Jüngeren, der ihn zweifelnd anstarrte.
Wieso ließ sich Joey denn mit so einem ein?
„Was überrascht dich daran so?“ wollte Gin nun verschmitzt wissen und steuerte den Wagen auf die Küstenstraße.
„Ich hätte nur nicht gedacht das Joey jemanden bezahlt um in den Arm genommen zu werden.“ knurrte Kaiba hörbar erschüttert, worauf Gin wieder auflachte.
„Du bis ein Narr Seto Kaiba.“ lachte Gin und trat das Gaspedal etwas mehr durch. Der Motor begann etwas lauter zu schnurren und die Bäume zischten draußen vorbei.
„WAS?“ keifte der Brünette nun denn das hatte sich nicht einmal Joey gewagt ihn als Narren zu betiteln. Gin lachte immer noch.
„Was denn sonst, wenn du solch einen Unsinn redest. Joey bezahlt mich nicht und das Jaron mich bezahlt damit ich bei dir bin war ein Witz, aber das mit dem Callboy stimmt.“ erklärte Gin und versuchte dabei wirklich ernst zu sein.
„Dein Joey und ich haben uns angefreundet, zu Weihnachten und seither genieße ich seine Gegenwart das ist alles.“ umschrieb der Schwarzhaarige die Situation höfflich und verwirrte Kaiba damit nur noch mehr.
„Wieso mein Joey?“ fragte Seto verwirrt und wendete sich nun doch Gin mehr zu um ihn eingehender betrachten zu können.
„Weil das Herz und die Seele des Kleinen nur dir gehören. Er spricht im Schlaf mit dir, auch wenn er weiß das ich ihn im Arm halte und er würde dich niemals aufgeben, egal wegen was.“ erklärte Gin weiter und immer wieder zuckte sein Blick zu den blauen Augen hinüber.
„Hier das soll ich dir wiedergeben.“ meinte er dann und zog aus seiner Hemdtasche eine kleine Karte, die er schon seit ihrer Ankunft mit sich herumtrug. Kaiba nahm sie verwirrt entgegen und starrte sie erst einmal nur an. Da war er wieder, sein weißer Drache mit eiskaltem Blick. Der Dritte welchen seine Sammlung beherbergte und der teuerste.
„Aber ich hab sie Joey geschenkt.“ stotterte er leicht verwirrt und seine Finger glitten sanft über das Bild.
„Ja ich weiß. Er hat sie mir gegeben zur Aufbewahrung und nun gebe ich sie seinem Besitzer zurück.“ erklärte Gin und verstand nicht warum das den Brünetten so erschütterte.
„Sie ist einzigartig.“ hauchte Seto leise und immer wieder strichen seine Finger über das Bild. Gin runzelte leicht die Stirn.
„Ich dachte du hast drei von den Drachen?“ äußerte verwirrt.
„Nein ich habe zwei perfekte und diesen hier.“ hauchte Kaiba und nun verstand Gin die Welt nicht mehr.
„Du gibst Joey also den Ausschuss und behältst das Beste für dich?“ fragte er grimmig und diesmal lachte zwar nur sehr kurz Kaiba auf.
„Nein. Ich gab ihm diese weil Perfektion nicht alles im Leben ist und diese wirklich einzigartig ist, eben genau wie Joey.“ erklärte Kaiba. Gin warf einen kurzen Blick auf die Karte und zuckte dann mit den Schultern, weil er nichts Außergewöhnliches sehen könnte.
„Und was macht sie so besonders?“ wollte er nun neugierig wissen.
„Er hat ein rotes und ein blaues Auge. Dieser Drache hier ist ein Fehldruck.“ erklärte Kaiba mit einem Lächeln und schob die Karte nun in die Brusttasche seines Hemdes. Gin blinzelte ihn ungläubig an, was Kaiba erst gar nicht mitbekam doch dann lächelte er. „Maximilian Pegasus, der Erfinder und Drucker von DuellMonsters hat nur 6 dieser Drachen drucken lassen. Dieser hier war…“ Kaiba strich sich zärtlich über das Hemd.
„… dieser war der letzte von ihnen und danach hab ich die Druckvorlage gekauft und seither gibt es keine anderen mehr und die anderen 3 wurden zerstört, das weiß ich denn ich habe sie überall auf der Welt verfolgt.“ erklärte Seto, verschwieg aber das er eine davon allein zerstört hatte. Gin nickte verstehend und war sich nicht sicher was in den blauen Augen gerade so seltsam geblitzt hatte.
„Warum verschenkst du dann diese wenn sie doch soviel mehr wert ist als die anderen?“ fragte Gin leise.
„Weil… weil…“ setzte Kaiba an. Ja warum hatte er das überhaupt getan?
„Ich weiß nicht warum. Ich weiß nur das vor einigen Monaten diese Karten noch mein größer Schatz waren, doch nun würde ich sie alle hergeben, allein um Joey wiederzubekommen, um alles ungeschehen zu machen, was ihn so verletz hat.“ meinte Seto dann leise und ein seltsam trauriges, aber gleichzeitig auch glückliches Lächeln legte sich über sein Gesicht. Er hatte es wirklich einmal ausgesprochen. Die Worte welche ihm bislang nur trübe ihm Kopf herumgegeistert waren, hatte sich in seiner Kehle geformt und ein anderer hatte sie gehört und die Welt war dabei nicht untergegangen so wie Kaiba bislang immer angenommen hatte. Gin lächelte ihn warmherzig an und steuerte den Wagen an den breiten Seitenstreifen. Erst jetzt bemerkten die beiden das sie die Stadt längst verlassen hatten.
„Was ist?“ fragte Kaiba leicht verwirrt.
„Ich weiß nicht mehr wohin.“ gestand Gin und schaute sich zweifelnd um.
„Du willst mich fahren und weißt nicht mal wo du hinmuss?“ knurrte Kaiba amüsiert, denn der Ältere wurde leicht rot.
„Da hast ja schließlich auch nichts gesagt.“ knurrte Gin zurück und stieg dann erstmal aus. Kaiba stutzte kurz, folgte dem Schwarzhaarigen dann aber denn der Andere lehnte sich schwer gegen den Wagen und starrte hinaus aufs Meer. Kaiba grinste leicht, stützte sich auf den Wagen und folgte dem Blick des Älteren.
„Was gibt’s denn da?“ wollte er neugierig wissen und konnte sich selbst nicht erklären wieso er sich so unbefangen fühlte in Gins Gegenwart.
„Ich hab noch nie so ein Meer gesehen.“ hauchte Gin leise und warf einen kurzen Blick über die Schulter, allein um zu sehen wie der Kleine grinste, aber das tat Kaiba nicht. Er lächelte nur leicht und nickte.
„Es ist wirklich schön, vor allem wenn es wärmer wird.“ meinte der Brünette, schob sich dann vom Wagen weg, ging um ihn herum und griff nach Gins Handgelenk.
„Ey was…“ fragte der Ältere erschrocken, doch da zog Kaiba ihn schon über die Straße und hinunter zum Strand.
„Nun komm schon das Wasser beißt nicht.“ grinste Kaiba und ließ Gin nicht los bis sie kurz vor dem Wasser standen. Der Schwarzhaarige starrte einfach auf das Wasser und lächelte dann. Das Meer rauschte und toste ihm in den Ohren und der salzige Duft drängte sich schwer in die Nase, während der kalte eisige Meershauch sich in die Haut biss. Zitternd stand der Brünette vor der sturmgrauen Ebene und diesmal widerstand er dem Drang nicht seine Arme um den Körper zu schlingen. Gin musterte den Gleichgroßen und trat dann leise hinter ihn. Schwer legte er seine Arme um den Jüngeren und zog ihn zu sich heran. Kaiba zuckte sofort zusammen und wollte sich losreißen, doch Gin festigte seinen Griff nur noch.
„Halt still.“ grollte er und sofort erstarrte Kaiba.
Was wollte dieser Kerl denn nur von ihm? Gin lächelte einfach sacht und starrte wieder hinaus aufs Meer. Kaiba hatte leicht begonnen zu zittern doch mit jedem Augenblick den sie hier standen wurde er ruhiger und irgendwann begann auch er einfach hinaus aufs Wasser zu starren das sich langsam begann zu tiefschwarz zu verfärben und auch der Wind wurde immer stärker. Die beiden bemerkten den aufziehenden Sturm eigentlich gar nicht und obwohl der Wind immer kälter und beißender wurde fühlte sich Kaiba sicher und geborgen.
„Wie machst du das?“ flüsterte er leise und spürte wie Gin kurz lächelte.
„Was?“ fragte dieser so leise das Seto die Worte nur erahnen konnte.
„Ach nichts.“ meinte er ruhig und schmiegte sich noch etwas mehr in die Arme des anderen. Langsam begann der Wind das Meer aufzupeitschen und die Wellen brachen sich tosend in der Brandung, doch selbst als das kalte Wasser begann nach ihren Schuhen zu lecken, bewegten sich Kaiba und Gin noch immer nicht.
„Du frierst.“ unterbrach Gin irgendwann das Getose in Kaibas Ohren und erst jetzt zuckte der Brünette aus seinen Gedanken auf, spürte er die Kälte welche in seinen Körper gekrochen war und wie er zitterte, doch so fühlte er sich gar nicht, ehr im Gegenteil.
„Komm ich bring dich heim.“ schlug Gin vor und Kaiba nickte leicht. Der Ältere legte seinen Arm um Kaiba und zog ihn noch etwas zu sich heran als sie wieder hinauf zur Straße gingen.
„Zurück zu Kingston?“ fragte Gin als sich Kaiba auf dem Beifahrerplatz niedergelassen hatte und war irgendwie nicht überrascht als dieser den Kopf schüttelte.
„Was dann?“ wollte der Schwarzhaarige wissen. Kaibas Augen wirkten seltsam glasig als ob er gerade Fieber bekommen würde.
„Kaffee?“ fragte er vorsichtig und seine Stimme zitterte leicht. Gin nickte kurz, ließ den Motor an und fuhr zurück in die Stadt. Noch immer wirkte Kaiba wie weggetreten und deshalb war Gin wirklich froh das der Brünette wenigstens ab und an mal die Richtung ansagt. Wieder hielten sie vor dem Chrom, oder besser gegenüber auf einem kleinen Parkplatz. Es waren nicht viele Menschen auf der Straße und auch im Cafe selbst saßen nur noch vier andere Personen. Duke lungerte gelangweilt am Tresen und hob nur kurz den Blick als Kaiba eintrat. Der junge Firmenchef steuerte direkt auf seinen Lieblingstisch zu der glücklicher Weise frei war und ließ sich einfach fallen. Gin trat leicht lächelnd kurz nach Kaiba ein und sah sich schnell um. Duke hob fragend die Augenbraue und fauchte leise denn er erkannte den Typ sofort.
„Was willst du?“ fauchte er also dunkel als der Schwarzhaarige an ihn herantrat.
„Zwei Kaffee, wenn es dir nicht soviel Mühe macht, Sweety.“ lächelte Gin und hätte beinahe gelacht als der andere wieder fauchte. Mit einem unsichtbaren Kopfschütteln gesellte sich Gin zu Kaiba an den Tisch. Inzwischen hatte es begonnen zu regnen, doch noch klopfte nur ab und an ein Tropfen gegen die Scheibe neben Kaibas Gesicht.
„Hast du noch Platz für mich?“ fragte Gin leise und es dauerte einen Moment bis der andere reagierte. Langsam beinahe mühsam hob Seto den Kopf und nickte leicht. Er rückte etwas von der Wand weg und warf einen kurz Blick auf das Polster. Gin folgte der stummen Aufforderung, doch nicht ohne Kaiba noch ein Stück weg zuschieben. Ein Bein stellte er auf das Polster, lehnte das Knie gegen die Scheibe und das andere ließ er am Boden stehen. Seto sah ihm etwas zweifelnd zu, doch als nach ihm gegriffen wurde, hielt er einfach still. Gin zog ihn zu sich heran, schlang wieder seine Arme um den schmalen Oberkörper und wie auch schon am Strand kuschelte sich Kaiba einfach ein. Müde legte er seinen Arm auf das aufgestellte Knie des anderen und seinen Kopf an dessen Schulter ab. Als Duke die beiden Tasse Kaffee brachte fiel er beinahe vom Glauben ab. Man hatte ja einiges gelesenen in den letzten Wochen über Seto Kaiba, aber das hier schlug ja nun wirklich alles um längen. Mit geschlossenen Augen und zusammengekauert wie ein kleines Kind saß er zwischen den Beinen dieses Kerls und schlief.
„Is was?“ fauchte Gin leise und seine Finger begannen sich gerade einen Weg durch die braunen Haare zu suchen. Duke schüttelte eiligst den Kopf. Er stellte den Kaffee ab und wollte eigentlich schon wieder verschwinden als der Schwarzhaarige nach ihm griff.
„Sorg dafür das wir ungestört sind, ok.“ lächelte Gin doch seine Stimme war eiskalt und warnend. Duke nickte eiligst und als er schließlich wieder nach vorn ging, fiel ein schwere Vorhang über den Durchgang, welcher anzeigte das der hintere Bereich geschlossen war. Es war sowieso nicht viel los und so würde niemand danach fragen. Gin streichelte Kaiba vorsichtig über den Kopf und nippte ab und zu an seinem Kaffee. Er wusste ja selbst nicht was er hier tat. Jaron hatte ihm zwar gezeigt wie man auf Leute einwirken konnte, doch das wollte er im Moment eigentlich nicht und schon gar nicht auf diesen jungen Mann. Gin lächelte schwer, denn ihm fiel auf, das er Kaiba im Moment mehr wie einen Kunden behandelte und dazu gehörte nun einmal auch alle Unannehmlichkeiten von ihm fernzuhalten. Leise atmend war Kaiba leicht weggenickt und genoss es im Moment einfach nicht allein zu sein und die Stille welche sich in seinem Inneren auszubreiten begann. Langsam konnte er verstehen warum sich Joey diesem Gin so anvertraut hatte, denn das sie sich mehr als nahe standen hatte der junge Firmenchef schon am Abend der Versteigerung gesehen, oder besser gespürt. Dieses Bild war schmerzhafter als alles andere zuvor und jetzt lag er selbst in diesen Armen und schämte sich für seine Gefühle.
„Warum?“ hauchte er leise und spürte wie Gin zusammenzuckten. Das der Brünette plötzlich etwas sagte erschreckte ihn denn er hatte wirklich geglaubt das ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: fee-chan
Username: fee-chan
Datum: 23.05.2011 - 07:53

Kommentar Nr.: 8858
Sorry, dass ich jetzt erst hier schreibe. War ein wenig beschäftigt.^^
Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ende. Es bietet sich ja richtig für eine fortführende Geschichte an.
Ich bin schon sehr gespannt, wie es Gin und Jil, und Daniel mit Alex und Niclas ergehen wird.
Werden Wolf und Phönix vielleicht doch irgendwann mal so etwas wie "Freunde"?
Und was hat Jaron jetzt genau mit den beiden Brüdern im Sinn? Ich würde auch noch gerne etwas genauer über Alex Vergangenheit Bescheid wissen. Was hatte er mit Jaron zu schaffen? Ein wenig wurde ja schon in vorherigen Kapitel geschrieben, aber das hat mir noch nicht gereicht.^^

Ich freue mich schon sehr auf die nächste Geschichte.

Liebe Grüße
Deine fee-chan
Kommentar von: Linny
Username: Linny
Datum: 24.04.2011 - 20:24

Kommentar Nr.: 8746
Ich würde gerne wieder was Über Ales und Daniel erfahren. Ich weiß auch nicht aber irrgendwie hab ich mir einen Narren an den Zwein gefressen. Ich finde sie so knuffig aber ich liebe deine geschichte überhaupt und hoffe auf schnelle vortsetzung.
LOve LInny
*KecksefürAutorhinstellen*
Kommentar von: Reina
Username: Reina
Datum: 13.04.2011 - 10:13

Kommentar Nr.: 8705
Ich fand und finde die Gschichte nach wie vor toll. Und freue mich auf einen dritten Teil - hoffentlich.
Reni
Kommentar von: Linny
Username: Linny
Datum: 12.04.2011 - 19:07

Kommentar Nr.: 8703
yeah die geschichte ist toll. ich hoffe es geht bald mit einer dritten staffel weiter.
du machst das super
küsse linny
Kommentar von: fee-chan
Username: fee-chan
Datum: 09.06.2010 - 15:42

Kommentar Nr.: 7378
Wo bleiben denn die anderen Kommischreiber?
Habt Ihr das Interesse verloren?confused

Feuert vegachen mal ein bisschen an.wink

lg fee-chan
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