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y Unusual Love
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Status Alter Sprache Veröffentlicht Last Update Zeichen Bewertung Klicks
Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 22.03.200522.03.2005 751057 4.84
Bei 19 Vote(s)
1285
Autor: Lestat
Pairing: Ken x Schuldig
Kategorien: Romantik
Inhalte: Limone, Lemon
Einführung: Ken entdeckt seine Liebe zu Schuldig, der aber nichts von ihm wissen will...
Kommentare: Download: Bewertung: Benachrichtigung:
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y Kapitel 12
Titel: Unusual Love
Teil: 12
Autoren: wildest_angel & Lestat
E-Mail: wildest_angel@gmx.de & XlXLestatXlX@aol.com
Fanfiction: Weiß Kreuz
Rating: MA
Warnung: … etwas… Rape vielleicht?!
Pairing: Schuldig x Ken

Disclaimer: All diese Charaktere sind Kyoko Tsuchiya entsprungen
und nicht unserer Vielseitigkeit. Aber wir haben sie uns eben mal ge-
borgt, damit wir ein paar Leutchen unterhalten können. Wir verdienen
keinen müden Euro damit. ^ ^°

Kommentar: Diese FF ist eine Zusammenarbeit von der wunderbaren
wildest_angel und von meiner Wenigkeit. Wildest ist für den guten
Schu zuständig und ich für den lieben Ken. (So am Rande mal erwähnt...
^ ^) Wir hoffen selbstverständlich, dass euch diese FF gefällt. Wenn
nicht, dann eben mit E-Mails oder Kommentaren bombardieren... (aber
natürlich könnt ihr auch nette Sachen mailen oder im Kommentar schrei-
ben. *kicher*)

@farfu-chan: Nun ja. Du siehst ja, was der gute Schu alles kann. Soviel
dazu. -_-°°° Wir finden’s auch nicht gerade nett. Es freut uns zu lesen,
dass Du diese FF liebst. Das macht uns wirklich happy. ^ ^

Hoffentlich bleibst Du uns weiterhin treu. Danke für Dein Kommi!

_________________________________

Mit einem schon fast beängstigenden Dauerlächeln hockte
Ken mit seinen Kameraden am Frühstückstisch. Er konnte
einfach nicht anders. Ständig musste er an Schuldig den-
ken und diese Gedanken zauberten dieses Dauerlächeln.
Er merkte auch nicht, dass Aya ihn schon seit einer Weile
mit hochgezogener Augenbraue beobachtete, dass Yohji
kaum etwas von seinem Essen anrührte und dass Omi
ständig den Blick auf seinen Teller gesenkt hielt.

Um’s kurz zu machen: Er bemerkte rein gar nichts! Er
war viel zu happy. Gut. das wunderschöne Ereignis war
nun schon einen Tag her, aber dieser Zustand würde
wohl noch etwas anhalten. Dann plötzlich hörte er Aya
fragen: „Was grinst du die ganze Zeit so? Nimmst du
Drogen?“
Die Bedeutung der Frage sickerte langsam zu Ken
durch und er fing an zu lachen.
„Ja, nehme ich. Eine ziemlich heftige Droge.“
Der Rotschopf schüttelte nur den Kopf, als wollte er damit
sagen, dass es eh keinen Sinn mache, mit Ken über
irgendetwas zu reden.

Nach einer Weile stand Omi auf, entschuldigte sich und
begab sich auf sein Zimmer. Sofort wurde Ken ernst und
sah den hauseigenen Playboy mit einem bohrenden Blick
an, als wolle er ihn fragen, ob Yohji _das_ geklärt hatte.
Dieser verstand sofort, nickte leicht und Aya hob wieder
eine seiner feingeschwungenen Augenbrauen. Dann
entschuldigte sich auch Ken, erhob sich ebenfalls, folgte
seinem kleinen besten Freund und klopfte an dessen Tür.

Obwohl er keine Antwort bekam, öffnete er leise die Tür.
Durch einen Spalt lugte er hinein, aber Omi war nicht da.
Erst jetzt vernahm er Duschgeräusche. Omi duschte also
gerade. Nun, da musste er eben später wieder kommen.
Was war nur mit dem Blondschopf los? Was bedrückte ihn
so sehr? Er konnte keinen Zusammenhang finden. War
etwas vorgefallen, von dem er nichts wusste? Bald würde
er es wissen. Davon war Ken überzeugt.

Er ging am Badezimmer vorbei, als er einen Laut hörte
und erschrocken stehen blieb. Vorsichtig legte er sein
Ohr an die Tür. Hidaka glaubte nicht, was er da hörte!
Neben dem Rauschen des Wassers hörte er Seufzer und
Stöhnen. Das konnte wirklich nicht wahr sein! Sein bester
Freund holte sich einen runter! Wow. Nie hätte der
Braunhaarige gedacht, dass er das mal mitkriegen würde!

Dann, kaum fassbar, hatte Omi wohl seinen Höhepunkt
erreicht und stöhnte wohl eher etwas unterdrückt einen
Namen: Oracle. Danach war nichts mehr zu hören, nur
das Plätschern des Wassers. Anschließend wurde die
Dusche ausgestellt und Ken machte sich auf und davon.
Er wollte nicht, dass der Blondschopf wusste, wobei er
ihn gerade belauscht hatte. War es das, was Omi so
nachdenklich machte? Er musste unbedingt mit ihm
sprechen.

So ging er einfach in Omi’s Zimmer und nahm auf seinem
Bett platz. Nicht lange musste er warten und eben dieser
kam mit nur einem Handtuch bekleidet zur Tür herein. Im
ersten Moment erschrak der Zimmerbewohner, als er den
Anderen dort sitzen sah, dann fasste er sich aber au-
genblicklich und suchte die Kleidung heraus, die er heute
tragen wollte.
„Was’ los, Ken?“, fragte der Kleine, während er halb im
Kleiderschrank steckte.

„Das wollte ich eigentlich dich fragen“, erwiderte der
Ältere. „Vorgestern Abend wolltest du mir irgendwas sa-
gen. Sorry, dass ich nicht gleich gestern danach gefragt
hab’. Du weißt doch, dass ich immer für dich Zeit habe“,
fügte er noch hinzu.
Nachdem sich der Kleinere angezogen hatte, setzte er sich
neben Ken auf das Bett und sah ihn an. Der Fußballer
spürte das Zögern. Natürlich wusste er schon, um was
es ging, doch das konnte er dem Anderen ja nicht
sagen.

„Ich…“, setzte Omi an, sprach aber nicht weiter.
Geduldig sah der Braunhaarige dem kleinen Weiß in die
Augen.
„Ich… Ich weiß nicht, wie ich’s sagen soll“, meinte
Tsukiyono schließlich.
„Ich leider auch nicht, weil ich nicht weiß, was du sagen
willst“, antwortete Ken. „Omi, was auch immer es ist: Nichts
– aber auch wirklich gar nichts – kann so schlimm sein,
– dass du es mir nicht sagen könntest. Weißt du, für
– jedes Problem – egal wie groß es auch sein mag –
– gibt’s eine Lösung.“
Für ein paar Sekunden schwieg Ken und beobachtete Omi.
Dieser hatte den Blick auf seine Hände gerichtet, die
nervös an sich rumzupften.

„Omi“, fing Ken wieder an und legte beruhigend eine Hand
auf die Schulter seines Freundes, „Nur wenn du mir sagst,
was dich bedrückt, kann ich dir helfen. Leider kann ich
keine Gedanken lesen“, schloss er ab und hätte sich im
nächsten Moment dafür erwürgen können. Schon wieder
dachte er an Schuldig, wo doch Omi ihn nun brauchte.
Er konnte nicht immer nur an sich denken!

Der Kleinere schien nichts Ungewöhnliches an dem eben
Gesagten festgestellt zu haben, denn er sagte endlich:
„Ich hab’ euch doch letztens erzählt, dass ich komisch
träume.“
Erwartungsvoll blickte er Ken an und dieser nickte.
„Naja… Jedenfalls sind’s wirklich komische Träume und
ich weiß gar nicht, wie ich so was träumen kann.“
Verzweiflung lag in der jungen Stimme und die babyblauen
Äuglein waren wieder auf die Hände gerichtet, die sich
noch nervöser bewegten.
„_Was_ genau träumst du denn?“, fragte Ken, da er Omi
irgendwie helfen wollte. Obwohl er die Antwort auf diese
Frage ja ganz genau kannte.

„Ähm…“, setzte der Jüngere an und entschloss sich dann
anscheinend, es einfach schnell hinter sich zu bringen.
„Von… von Sex!“
Der Kopf des Jüngeren hätte Werbung für die Glüh-
birnenfirma _Osram_ machen können, so leuchtete dieser.
Sogar Rudolf mit der roten Nase war ein Glühwürmchen
gegen ihn. Ken hatte unheimlich viel Mühe damit, sich ein
Grinsen zu verkneifen. Schuldig hatte wohl auf ihn ab-
gefärbt.
So neutral wie nur möglich war sein Gesichtsausdruck,
als er fragte: „Von zwei unbekannten Personen?"
Omi schüttelte seinen Kopf.
„Nein. Also… ähm…“ Er räusperte sich verlegen. „Ich
sehe mich und…“
Ken musste jetzt wirklich um ein neutrales Gesicht
kämpfen. Er konnte sich kaum noch zurückhalten.

Omi war so niedlich! Er war so verlegen und das stand ihm
unheimlich gut. Im Prinzip passte der Blondschopf prima
zu Oracle. Omi, so jung und unschuldig und Oracle, der
immer so berechnend tat. Der fiese Boss, vor dem fast
jeder Respekt hatte.
„…und Oracle.“
Zum Schluss hatte Omi nur noch leise vor sich hingemur-
melt und doch hätte Ken es auch verstanden, wenn er
nicht gewusst hätte, was unweigerlich kommen musste.

Er riss gespielt überrascht die Augen auf und blieb erst
einmal stumm.
„Oh“, meinte er dann nur, als er so tat, dass er sich halb-
wegs gefasst hatte. Nach einer kleinen Weile sagte er
dann: „Immerhin hat dein Unterbewusstsein einen guten
Geschmack.“
Und nun grinste er.
„War’s jetzt so schlimm, das zu sagen, Omi? Das ist doch
ganz natürlich. Jeder von uns hat feuchte Träume.“
Skeptisch zog Omi nicht ganz so gekonnt wie Aya eine
Augenbraue empor. „Das mag ja sein“, sagte er nun etwas
aufgebrachter.

„Aber niemand träumt dann von einem Schwarz! Und nicht
alle träumen von Männern!“
Ken lächelte. Und er merkte, dass Omi sich wieder ent-
spannte.
„Hör mal, Omi. In diesem Haushalt hier sind…“ Er wusste
einfach nicht, wie er’s gut rüberbringen sollte, also sprach
er’s einfach aus: „…mehr oder weniger alle schwul. Nur
Yotan ist `nur` bi, der war bis vor einiger Zeit noch hetero.
Aya war schon immer schwul und ich, ehrlich gesagt,
auch. Ich hab’s dir noch nie erzählt, aber Kase war mein
erster Freund, mit dem ich auch Sex hatte. Noch bevor
ich mit ihm zusammen war, hatte ich eine Menge feuchter
Träume. Jeden Morgen bin ich in meiner eigenen Suppe
aufgewacht.

Für keinen ist das sonderlich angenehm. Aber so ist das
nun mal. Aya hat mal erzählt, dass viel im Unterbewusst-
sein abläuft. Er wär’ wohl der perfekte Psychologe. Naja.
Weißt du… Du musst dir keine Sorgen machen, weil du
von einem Feind träumst. Du stehst eben einfach auf ihn
und das ist in Ordnung. Im Prinzip tun sie nichts anderes
als wir auch. Wir sind mit keinem Deut besser, denn wir
sind allesamt Mörder. Es spielt keine Rolle, ob wir Un-
schuldige oder Schuldige töten. Wir töten Menschen.
Manche hätten vielleicht irgendwann Einsicht gehabt und
alles bereut. Wir geben ihnen keine Chance dazu. Sie
sterben, ohne noch einmal die Möglichkeit gehabt zu
haben, all ihre Taten zu bedauern.“

Ken war sehr ernst geworden und obwohl er Omi in die
Augen blickte, blickte er ihn nicht an. So, als wäre er ganz
wo anders mit seinen Gedanken. Und das war er auch.
Gab es Vergebung für Mörder? Gab es überhaupt je-
manden, der ihnen vergeben konnte? Oder fing es eher
damit an, sich selbst zu vergeben…? Zwar wusste er nicht
wie lange, doch der Braunhaarige wollte nicht mehr lange
bei Weiß bleiben. Gut: Er mochte seine Teamkameraden,
denn sie waren seine Familie. Doch so konnte es nicht
weitergehen.

Was waren sie denn für eine Familie? Sie waren zu-
sammengekommen, weil sie alle Töten wollten, aus was
für einem Grund auch immer. Sie lebten immer noch zu-
sammen und sie hatten immer noch die gleiche Aufgabe.
Aber war das wirklich der Sinn des Ganzen? So sollte
man nicht leben, nein.

Ken spürte, wie er an der Schulter gerüttelt wurde.
„…los Ken“, bekam er gerade mit.
„Äh, entschuldige, Omi-kun. Ich war in Gedanken. Sorry.
Ich hoffe, ich hab’ dir ein bisschen die Sorgen nehmen
können.“
Ein leichtes Lächeln erschien auf seinen Lippen. Der
Blonde erwiderte das Lächeln sanft. Dann umarmte er
seinen besten Freund und dankte ihm.

„Ach, Ken…“
„Ja?“
„Was soll ich nun tun?“ Der Kleinere guckte etwas
unsicher.
„Tu einfach das, was du tun möchtest. Meistens ist das,
was man spontan vorhat zu tun, das Beste.“
Damit stand Ken auf, wünschte Omi einen schönen
Schultag und ging in den Laden. Er war sowieso schon
zu spät. Gut, dass er nur mit Yohji Schicht hatte und nicht
mit Aya. Da war er wahrscheinlich eh früher da als der
arbeitsscheue Braungelockte.

Ken hatte richtig gelegen. Er war der Erste. Langsam aber
sicher machte er sich daran, den Laden zu öffnen und
auszukehren, die Blumen zu gießen und die ersten Kun-
dinnen, die noch schnell vor der Schule vorbeiguckten, in
Empfang zu nehmen. Wieder einmal kaufte eh keine etwas
und das ging Ken gehörig auf den Trichter. Die glaubten
wohl, sie vier hätten Freude daran, sich mit den Mädels
zu unterhalten. Nicht einmal mehr Yohji machte das
Spaß, seit er Aya hatte.

Der Fußballer war froh, dass er Omi helfen konnte. Omi
hatte es schwer genug, da brauchte er sich nicht um
solche Kleinigkeiten zu sorgen. Aber dieses Gespräch
hatte ihn wieder auf diese Gedanken gebracht. Solche
hatte er schon einmal gehabt und er wusste nicht, ob
sie so günstig waren. Außerdem vermisste er Schuldig.
Der hatte sich seit vorgestern Abend nicht mehr gemel-
det. Vielleicht hatte er auch nur Stress. Oder ähnlich
trübe Gedanken wie er selbst.

Wirklich zum Kotzen. Einen Tag kein Schuldig und er war
down. Oder war er so fertig, weil sich eine ungewisse
Ahnung in seinem Bauch festsetzte? Stimmte vielleicht
etwas nicht? Ach, was! Das musste er sich einbilden!
Und heute Abend stand mal wieder eine Mission an,
auf die er nicht die geringste Lust hatte. Aber was musste,
das musste. Drücken zog nicht. Nicht bei Aya. Der würde
ihn nicht nur um einen Kopf kürzer, sondern auch um
seine Arme und Beine ärmer machen. Letztendlich bliebe
dann nur noch der Stamm übrig und sie waren hier
schließlich nicht in „Ritter der Cocosnuss“, wo es dem
schwarzen Ritter nichts ausmachte und er alles als
einen _Kratzer_ abtat.

Ach. Er musste Schuldig erreichen.
‚Bist du da?’, versuchte er es.
Es kam keine Antwort.
‚Schuldig? Hörst du mich?’
Ken hasste sich dafür, dass er sich beim zweiten Mal so
unsicher anhörte. Schon fast verzweifelt. Vielleicht schlief
Schuldig gerade und antwortete deshalb nicht. Oder er
musste sich gerade mit seinem Boss unterhalten und
konnte deswegen nicht. Heute Abend würde er ihn sehen
und dann vielleicht mit ihm sprechen können. Er musste
sich eben auf Mastermind stürzen, dann hatte er die
Gelegenheit dazu.

Es würde schon nichts sein. Bestimmt nicht! Heute Abend
würde er mit Schuldig sprechen und dann wäre alles
wieder im Lot. Aber wieso hatte er dann so ein mulmiges
Gefühl im Magen? So, als würde wirklich was nicht
stimmen? Nun, er war kein Hellseher. Wahrscheinlich
irrte er sich und malte einfach nur den Teufel an die
Wand, wenn er dachte, dass etwas nicht in Ordnung
wäre.

Schließlich waren sie kein Ehepaar und Schuldig hatte
nicht Tag und Nacht Zeit und Lust, sich mit ihm zu unter-
halten. Vielleicht nervte er ihn? Nein. Das konnte nicht
sein. Er konnte ihn nicht nerven. Der Rotblonde mochte
ihn doch auch! So ein Unsinn! Es würde alles gut werden.
Heute Abend. Bestimmt.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Mit einem bösen Blick auf die Uhr bemerke ich, dass seit
dem letzten Auf-die-Uhr-Starren nicht mal fünf Minuten
vergangen sind. Ja, ist das denn möglich? Will denn die
elendige Zeit gar nicht vergehen? Und es ist grade mal
erst zehn Uhr vormittags... Ich bin nur noch genervt und
lästig. Mit einer Zigarette im Mundwinkel, die längst aus-
gegangen ist, ohne dass ich es bemerkt habe, sitze ich
auf meiner Fensterbank und zwinge meine Augen, sich
wieder mit der Umgebung draußen zu beschäftigen. Wie
interessant... Spöttisch verziehe ich mein Gesicht.

Mit einem trostlosen Seufzen lasse ich meinen Kopf nach
hinten gegen die Fensterleibung fallen und senke die Lider.
Augenblicklich erscheinen warme, braune Augen und ein
sanftes Lächeln. Nein! Nicht schon wieder! Ein wohliges
Gefühl durchströmt mich. Hört das bitte irgendwann auch
mal wieder auf??? Aber was erwarte ich? Es ist ja erst der
zweite Tag, an dem ich den Weiß nicht sehe. Der zweite,
endlose Tag...

‚Bist du da?’, höre ich plötzlich die vertraute Stimme des
Dunkelhaarigen in meinen Gedanken.
Himmel, wann hab ich denn wieder einen Link zu ihm auf-
gemacht? Das kann doch alles gar nicht wahr sein!
Immerhin stelle ich beruhigt fest, dass es diesmal nur eine
"Einbahnstraße" ist. Ich kann seine Gedanken empfangen,
aber er hat keine Chance, mich zu "hören". Noch bevor ich
es schaffe, die Verbindung zu unterbrechen, dringt ein
neuer Ruf zu mir durch.

‚Schuldig? Hörst du mich?’
Ich kann mich gerade noch zurückhalten, die Leitung zu
erweitern und ihm zu antworten.
Mann, warum hörst du dich so verdammt traurig an? Sei
doch froh, dass du mich nicht mehr um dich haben musst!
Glaub mir, es ist einfach besser für dich!
Von mir selbst genervt löse ich endlich den Link zu dem
Weiß.
Mit einer entschiedenen Bewegung stehe ich vom Fen-
sterbrett auf und schlendere aus meinem Zimmer. Mal
sehen, ob ich mich nicht mit ein wenig Fernsehen ablen-
ken kann...

Schon auf der Treppe tönt Nagi`s helle Stimme aus dem
Wohnzimmer. Nanu? Mit wem unterhält sich der denn so
angeregt? Ein klein wenig neugierig geworden, bleibe ich
auf den Stufen stehen und versuche, etwas des Ge-
sprächs zu hören. Leider spricht Nagi eine Spur zu leise,
um wirklich etwas von dem, was er sagt, mitzubekommen.
Dafür höre ich das irre Giggeln unseres hauseigenen
Verrückten. Auf der Stelle läuft es mir eiskalt über den
Rücken.

Schnell laufe ich die letzten Stufen hinunter und biege um
die Ecke in das Wohnzimmer. Augenblicklich verstummt
das Gespräch der Beiden, sie sehen mich nur wie einen
unerwünschten Eindringling an. Die Gänsehaut auf mei-
nem Rücken breitet sich über meinen gesamten Körper
aus. Was haben meine beiden Kollegen vor?

Betont lässig steht Naoe auf, zwinkert Farfarello noch
einmal zu und meint im Hinausgehen beiläufig: "Dann ist
alles klar. Du weißt, was du zu tun hast."
Ein Knoten bildet sich in meinem Magen. Was zum Geier
ist hier los? Aus zusammengekniffenen Augen sehe ich
unserem Youngster nach.

Dann richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Iren, der
immer noch gelassen auf der Couch hockt und vor sich
hinstrahlt. Allein dieses Grinsen macht mich nervös.
"Was hast du denn zu tun?", will ich gezwungen freund-
lich von dem Anderen wissen.
"Ach, es geht nur um den Auftrag heute Abend", bekomme
ich ausweichend zur Antwort.
Auftrag? Heute Abend? Das lässt in mir sämtliche Alarm-
glocken schrillen. Seit wann erteilt Prodigy Befehle, wer
was bei einem Hit zu tun hat? Nein, da ist ganz gewaltig
was oberfaul! Das gierige Funkeln im Auge des Weiß-
haarigen macht mich noch stutziger. Und zum ersten Mal
kann ich nicht erkennen, ob der Ire eine seiner Wahn-
sinns-Phasen hat, oder sich in der Realität bewegt.

Besorgt schleiche ich wieder in mein Zimmer. Die Lust auf
Fernsehen ist mir gehörig vergangen. Was soll ich nur tun?
Dass Prodigy und Berserker etwas geplant haben, ist
offensichtlich. Aber was? In Gedanken gehe ich die weni-
gen Informationen noch einmal durch. Heute Abend.
Auftrag. Die Alarmglocken in meinem Kopf schrillen noch
lauter als vorhin. Auftrag. Weiß... Und dann die einzige
Schlussfolgerung: KEN!!!

Nein! Das will ich jetzt nicht glauben! Nagi hatte mir ver-
sprochen, Siberian in Ruhe zu lassen! Aber... Sicher,
wenn Farf auf den braunhaarigen Weiß trifft, hat Prodigy
sein Versprechen nicht gebrochen! So eine kleine Ratte!
Aber er hat die Rechnung ohne mich gemacht!

Dann schnaufe ich entnervt auf. Es geht mich überhaupt
nichts an, was mit dem Weiß passiert. Ich habe mich ent-
schieden, ihn nicht mehr zu sehen. Er muss auf sich selbst
aufpassen. Ich kann nicht immer sein Kindermädchen
spielen! Außerdem ist er stark und selbstbewusst genug,
um sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen.
`Auch gegen Berserker?`, höre ich die kleine verhasste
Stimme zweifelnd in meinem Hinterkopf.
Ja, auch gegen ihn. Ken muss es einfach schaffen. Wenn
nicht, hat er eben Pech gehabt. Nichts werde ich unter-
nehmen. Rein gar nichts!

Mit einer unbezwingbaren, nagenden Angst in meinen
Eingeweiden lege ich mich auf mein Bett, verschränke
die Arme hinter meinem Kopf und starre die Decke an.
Was kann Farf schon groß machen? Gut, er könnte Ken
auf eine äußerst bestialische Art umbringen. Aber dann
hätte der Braunhaarige das ganze Elend wenigstens
hinter sich... Das wäre doch nur gut für ihn.
Trotzdem bete ich, der niedliche Brünette würde sich an
meine Warnung erinnern und sich von Prodigy und Ber-
serker fernhalten... Während dieser Grübeleien falle ich
in einen albtraumgeprägten Schlaf.

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

“Erledigt, over”, flüsterte Ken in sein Headset.
Leise schlich er durch den schmalen Gang. Alles war glatt
gegangen. Nun mussten sie nur noch zu Aya’s Porsche
und die Mission war erledigt. Bis jetzt waren sie noch nicht
auf Schwarz getroffen, doch die letzten Male waren die
auch erst am Ende aufgetaucht. Lag wohl an Oracle. Der
ließ sie die Arbeit machen und forderte dann das Ergebnis.
Der Braunhaarige musste beim Gedanken an den
Schwarz-Leader grinsen.

Wie Omi sich wohl verhalten würden, wenn er auf Crawford
traf? Er war wirklich gespannt. Aber noch gespannter war
er auf Schuldig. _Seinen_ Schuldig. Schon wieder das
flaue Gefühl im Magen und er konnte nichts dagegen tun.
Kaum, dass er um die Ecke gebogen war, rannte er
praktisch in die Arme eines jemanden. Er konnte nichts
erkennen, da es schlichtweg zu dunkel war.

Auf jeden Fall war es nicht sein Telepath. Der war schmaler.
Als er in den Hals gebissen wurde, war ihm klar, wer ihn
hier umschlungen hielt: Berserker. Ken unterdrückte einen
Schrei und versuchte mit aller Kraft, den Einäugigen weg-
zudrücken, was ihm allerdings nicht gelang. Wahrschein-
lic ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: crisisfire
Username: crisisfire
Datum: 29.12.2011 - 00:47

Kommentar Nr.: 9523
aww :3
"Omis unschuldigen
Ohren" - "Telepathengeschnetzeltes" Ich hab richtig losgelacht :D Die FF ist wirklich wuuunderschön,Schu und Ken passen wirklich gut zusammen <3 Und ein großes Lob an die beiden Verfasser *knuffz* *Lorbeeren verteil*
PS: auch wenn ich unbekannt daherkomme ich habe mich durch fast alle FF's von wildest (und Mitschreibern) durchgelesen und war himmelwärts begeistert ;) *sich still und heimelich davontroll* ~

Kommentar von: Miku_Yuya
Username: Miku_Yuya
Datum: 31.07.2011 - 01:51

Kommentar Nr.: 9086
Es ist 1.50 und ich hab die FF durch. Was ich aber echt blöd finde xD *schnief*

Die..war so toll.. :D Und das _war_ in dem Satz stört mcih ganz gewaltig xDD

Na jaa, ich würde ja jetzt konstrukzive Kritik geben, gebe es welche. Aber ich fand die FF eifach nur Klasse!! *Q*

Liiiiiebe Früße: Light :DD
Kommentar von: Arkturia
Username: Arkturia
Datum: 07.12.2007 - 12:57

Kommentar Nr.: 4331
Hallo liebe Schreiberlinge

Also es tut mir leid, dass ich jetzt erst was schreibe, aber ich habe die Seite erst vor kurzem entdeckt *leicht erötet*

Ich finde die Story einfach fantastisch... es ist wie ein kleines Buch und ich bin mir sicher, es könnte auch eins werden. Ich habe gelacht und fast mal geweint eek

Aber die Story ist gut überlegt und macht Spaß zu lesen und sie ist spannend. DANKE
Kommentar von: Yamo
Username: Yamo
Datum: 24.01.2006 - 00:41

Kommentar Nr.: 1279
Hallo meine Liebe :)

Tja, der Micha hat suich mal wieder Zeit genommen zum lesen und das nicht zu knapp. Ich konnte mich nicht losreißen und hab alles gelesen. Du hast dich mal wieder selbstübertroffen. Mensch dafür hab ich heute auch oft das programmieren sein lassen. Als ich meinen Hawaii-Toast gegessen habe wäre ich fast erstickt. Einfach nur super Klasse und absolut spitze. Du bist die größte.

HDL lieb Mutti :)
Kommentar von: farfu-chan
Username: farfu-chan
Datum: 07.07.2005 - 12:23

Kommentar Nr.: 287
*vom stuhl fall* farf ist ja ein ganz... ähm... netter. (ich liebe ihn... )im weitesten sinne. *wildest knuddel* haste fein gemacht. *streichel*

dank euch bin ich jetzt der jetzt der meinung, dass omi sexsüchtig ist! über braddylein will ich gar nicht reden... *g*
liebe grüße
klein *farfu-chan*
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