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y Love is a many splintered thing
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Ab 18 Jahren Deutsch 07.05.200719.07.2007 256421 4.44
Bei 9 Vote(s)
552
Autor: wildest_and_friends
Pairing: Schu, Farf, Ken, Brad - jeder mit jedem, irgendwie
Kategorien: Action, Romantik, Drama
Inhalte: Trauma / Depressionen, Lemon, Gewalt
Einführung: Eines Abends trifft Ken auf einen zugedröhnten Telepathen - und ein Verwirrspiel aus Liebe, Eifersucht und Intrigen beginnt.
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y And the winner is...





So, hier ist er, der letzte Teil! Wir wünschen euch auch damit noch recht viel Spaß! *hust*

@ sanisa: Deine ganzen Fragen werden hier beantwortet *gg* Jei wird sich freuen, zu hören, dass es noch ausgesprochene Farf-Fans gibt. *smile*

@ Galu: Ja, Brad scheint das Wort tatsächlich falsch zu interpretieren. Aber was will man von jemandem, der gewohnt ist, zu bekommen, was er will, auch anderes erwarten. *seufz* Was Ken draus macht – wirst du gleich sehen.

Viel Spaß beim Lesen und vielen, lieben Dank für die ganzen, tollen Kommentare! Was täten wir nur ohne euch?








~+~ 8. And the winner is... ~+~

Die Wochen verstrichen, Ken lebte sich mehr oder weniger in Amerika und dem großen Haus ein und seine Beziehung zu dem Personal wuchs mehr und mehr. Manchmal meinte er sogar, seine alten Freunde Stück für Stück in ihnen wieder zu finden. Ein junger Mann von vielleicht 18 Jahren, der immer mal zum Saubermachen vorbei kam, um sich sein Taschengeld aufzubessern, erinnerte ihn irgendwie an Omi. Auch er redete manchmal wie ein Wasserfall und war meist verboten gut gelaunt. Sein ‚persönlicher Begleiter’ schien eher vom Typ Aya abzustammen. Still und kühl und nur dann sprechend, wenn es wirklich was zu sagen gab. Tatsächlich lernte er alle hier immer mehr kennen. Alle… nur Brad schien sich mit jedem Tag noch weiter von ihm zu entfernen. Er war kaum zu Hause, und wenn, dann arbeitete er an irgendwas, oder er schlief, weil er ja immer so viel zu tun hatte und froh war, wenn er sich dann endlich mal ins Bett legen konnte. Meist war er schon eingeschlafen, bevor Ken ihm überhaupt noch gute Nacht wünschen konnte. Lange hatte der Japaner geglaubt, dass sich das alles mit der Zeit schon hinbiegen würde, doch inzwischen sah er das alles anders.

Wieder saß er alleine zu Hause, das einzige Leben hier war das der Pinguine, die einfach in jedem Zimmer zu sein schienen und ein ziemlich gelangweilter und betrübter Ken. Er schlenderte durchs Haus, wie er es oft tat, und begutachtete alles, während seine Gedanken zurück schweiften und bei der Zeit landeten, als er noch glücklich gewesen war. Als er noch mit einem Lächeln auf den Lippen eingeschlafen war, weil er einfach an nichts anderes mehr denken konnte, außer an den Mann seiner Träume. Doch das schien nun endgültig vorbei zu sein.

Ken betrat leise das Arbeitszimmer seines Lovers und sah sich um. Brads heiliges Reich. Ken wusste ganz genau, dass der Schwarzhaarige es nicht mochte, wenn er hier rumschnüffelte, doch wenn sein Geliebter schon immer keine Zeit für ihn hatte, wollte Ken nun wenigstens erfahren, warum nicht. Als er sich vorsichtig die sorgsam gestapelten Papiere auf dem Schreibtisch ansah, fiel ihm etwas anderes in die Hände. Sein Herz stockte, als er auf einem alten Bogen die Adresse der Schwarzvilla wieder fand. Er starrte auf die Buchstaben und musste augenblicklich an Schuldig denken. Ein schwaches Lächeln schlich sich auf seine Züge. Lange stand er da und sah auf die Adresse, ließ seine Gedanken weiter driften und schließlich schrieb er sich die Anschrift auf einen kleinen Schmierzettel ab und verließ das Arbeitszimmer wieder.

Wenig später fand Ken sich in seinem eigenen Zimmer wieder. Er setzte sich an seinen Schreibtisch und zog ein Blatt Papier zu sich. Er würde Schuldig schreiben… was genau wusste er nicht, aber er wollte dem Telepathen einfach schreiben. Doch das ganze erwies sich als durchaus schwieriger als erwartet. Die ersten Versuche landeten gleich im Mülleimer und es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis Ken endlich einen Brief verfasst hatte, der ihm selber auch gefiel. Noch ein letztes Mal huschten seine braunen Augen über die Zeilen…

~+~

Etwa eine Woche später brachte ein reichlich überraschter Nagi den Brief aus Amerika zu dem Telepathen. Es war schon lange nichts besonderes mehr, den Iren in Schuldigs Zimmer und Bett anzutreffen, trotzdem fühlte sich der Kleine nicht sonderlich wohl, dass Farfarello jetzt mitbekam, wer dem Orangehead da schrieb. Im ersten Reflex warf Schuldig das Kuvert nur auf seinen Schreibtisch, als er den Absender gelesen hatte. Nein, er wollte nicht mehr an dieses Desaster erinnert werden. Mit einer stolzen Kopfbewegung warf er die Haare auf den Rücken und wandte sich erst einmal wieder seinem Lover zu. Auch wenn er neugierig war, soweit ging seine Neugierde dann doch nicht. Ken hatte sich für Brad entschieden. Ende der Diskussion. Hinter einem lüsternen Lächeln, das er dem Weißhaarigen schenkte, tobten jedoch die unterschiedlichsten Gefühle unter der Oberfläche.

Farf, der schon vor Vorfreude und leicht aufgerichteter Erregung auf dem Bett lag, warf nun, da Nagi das Zimmer wieder verlassen hatte, auch seine Shorts bei Seite. Er versuchte diese anderen aufkommenden Gefühle in seinem Liebhaber zu ignorieren, Gefühle, die eindeutig nicht hier her gehörten, doch je näher Schuldig ihm kam, desto deutlicher wurde es und Farf schaffte es nicht mehr, sich wirklich zu konzentrieren. Sein Blick glitt von Schuldigs Prachtkörper Richtung Schreibtisch zu dem Brief. Doch den Absender konnte er nicht erkennen. Also blickte er wieder zu Schuldig auf, diesmal aber nicht lockend und verführerisch, sondern skeptisch und mit einer hochgezogenen Augenbraue.

"Amerika", sagte der Telepath nur, als er die Miene seines Gespielen bemerkte. Das sollte genügen. Er wollte jetzt nicht darüber nachdenken, was Ken wohl von ihm wollte. Nein, er wollte jetzt viel lieber etwas anderes... Als er sich jedoch zu dem Anderen setzte, schweiften seine Gedanken schon wieder ab. Brads Sieg über ihn fuchste ihn immer noch unendlich. Unwillkürlich erschien Kens Gesicht in seiner Erinnerung, dementsprechend zärtlich strich er diesmal auch über die Brust seines Lovers. Dann schüttelte er allerdings leicht den Kopf, um die unwillkommenen Bilder zu vertreiben. Er hatte hier Farf vor sich, nicht Ken. Nie wieder...

Farf nickte nur leicht und lehnte sich langsam wieder zurück, bis er in den Kissen lag. Er wollte die Augen schließen, einfach die Berührungen genießen, doch er konnte nicht. Schuldig war ganz wo anders… Mit einem Ruck drückte er nun den Telepathen ins Bett, brachte sich über ihn und sah ihm fest in die Augen. „Hör auf nachzudenken…“, hauchte er, küsste sich sanft über die Brust des anderen. „Schließ die Augen…“

Nach einer mehr als nur erfüllenden Stunde lag Schuldig nach Luft japsend in seinem Bett. Sein Körper bebte noch immer von den Nachwirkungen der Höhepunkte, in die der Ire ihn getrieben hatte. Trotzdem schaffte er es, sich soweit zusammen zu reißen, um mit halbwegs fester Stimme zu bitten: "Lässt du mich mal ne halbe Stunde allein?" Er wollte dem Empathen die Gefühle, die ihn wohl einfach überrollen würden, nicht antun.

Auch Farf musste erstmal wieder zu Atem kommen. Doch als er die Worte des Anderen hörte, nickte er schwach und hievte sich hoch. Ein letzter Kuss wurde auf die Lippen des Deutschen gesetzt, dann zog er sich eine Jeans über und verließ das Zimmer. Er seufzte leise und ließ sich schließlich im Wohnzimmer nieder. Dass er trotz alledem noch darauf achtete, was bei Schuldig im Zimmer vor sich ging und vor allem, was in dem Telepathen los war, merkte er selber gar nicht wirklich…

Mit zitternden Fingern riss Schuldig das Kuvert auf und holte den Briefbogen heraus. Kurz überflog er das Geschriebene, las es dann zunehmend bestürzt und entsetzt ein zweites Mal langsamer durch.

~
Schuldig,

ich weiß, ich bin wahrscheinlich der letzte von dem Du einen Brief erwarten würdest, aber momentan bist Du einfach der einzige, an den ich mich wenden möchte. Ich weiß zwar nicht mal, ob Du diese Zeilen bis ganz zum Schluss durchliest, aber daran, ob Du mir antwortest, werde ich es merken…

Ich hoffe, dass es Dir gut geht, besser zumindest als mir. Ich fühle mich, seit ich mit Brad hier in Amerika bin, einfach nur leer und verlassen, irgendwie verarscht. Zwar habe ich nicht erwartet, dass er rund um die Uhr für mich Zeit hat, aber dass er gar keine Zeit für mich findet, das hatte ich wirklich nicht geahnt. Tatsächlich sehe ich ihn immer nur arbeiten oder schlafen, wenn ich ihn denn mal sehe. Hin und wieder darf ich dann mal seine Bedürfnisse befriedigen, aber auch das ist nicht mehr das, was es mal war. Wahrscheinlich interessiert Dich das gar nicht – tut mir Leid.

Ich weiß, Du hättest mich wahrscheinlich vor ihm gewarnt, wenn ich dich gelassen hätte, aber ich bin ja letzten Endes einfach verschwunden. Und auch dafür will ich mich entschuldigen. Aber nachdem ich dich und Berserker gesehen habe, ist für mich eine Welt zusammengebrochen, die ich mir mühselig aufgebaut habe. Und Brad war es eben, der mich aufgefangen hat, der mir gesagt hat, dass er mich liebt. Er hat mir die Sterne vom Himmel versprochen, verstehst Du? Und jetzt sitze ich hier, in dem großen Haus, alleine und weiß einfach nichts mit mir anzufangen. Ich fühle mich eine Hausfrau, die nichts weiter zu tun hat, als täglich Bingo zu spielen und zur Maniküre zu gehen.
Aber nicht mal das dürfte ich alleine machen…

Brad hat seine Angestellten hier so abgerichtet, dass sie mir echt auf Schritt und Tritt folgen, sobald ich auch nur mein Zimmer verlasse. Es würde mich nicht mal wundern, wenn ich hier Video-überwacht werde. Nicht mal alleine zum Joggen kann ich gehen. Brad hat mir einen persönlichen Trainer angestellt, der Tag und Nacht im Haus ist und immer mit mir mitzugehen hat, wenn ich an den Strand zum Laufen will… Tolles Leben, nicht wahr?

Es ist eindeutig nicht das, was ich mir erhofft hatte – was ich mir gewünscht hatte. Tatsächlich fühle ich mich einsamer denn je. Und auch wenn Dich das alles jetzt gelangweilt hat – ich musste es einfach loswerden und Du bist nun mal der einzige an den ich mich wenden würde, wenn es darum geht. Außerdem…

Ich vermisse Dich… Deine Nähe, Deine Augen, Deine Hände… Deine Stimme…
Du hast jetzt Berserker und ich sitze in Amerika, ich weiß. Aber vielleicht schreibst du mir ja trotzdem mal zurück, wenn der Brief überhaupt ankommt… Immerhin befinde ich mich am Arsch der Welt…

Ich warte auf deine Antwort und hoffe, dass ich es hier noch lange genug aushalte, um diese auch zu lesen…

Mata ne Ken
~

Ken... Sein Ken... litt in Amerika. Der Telepath spürte fast, wie ihm das Herz bei diesem Gedanken brach. Selbst die lange Zeit der Trennung hatte nichts, aber auch rein gar nichts, an seinen Gefühlen für den Brünetten geändert. Betroffen biss er sich auf die Unterlippe, als ihm aufging, wie unfair das Farfarello gegenüber war. Aber er konnte einfach nichts daran ändern. Rasch überlegte er. Ken wartete sicher sehnsüchtig auf Antwort. Schreiben dauerte da eindeutig zu lange, vor allem, weil der Deutsche mit den japanischen Schriftzeichen ohnehin ziemlich auf dem Kriegsfuß stand, wenn er sie selbst fabrizieren sollte. 'Nagi!', rief er gedanklich nach dem Schwarzjüngsten, 'Besorg mir die Telefonnummer von dieser Adresse!' Der kleine Hacker würde sein Bestes geben, wie immer, da war er sich sicher. Und tatsächlich hatte er nach nicht mal fünf Minuten die gewünschte Nummer. Wie ein geölter Blitz schoss er nach unten zum Telefon. Noch bevor er wusste, was er tat, oder realisierte, dass er nicht allein im Wohnzimmer war, wählte er den Anschluss in Amerika.

Verschlafen grummelte er, als er früh am Morgen vom Telefon geweckt wurde. Ken blinzelte und sah sich um. Wohnzimmer? Ach ja… er hatte darauf gewartet, das Brad nach Hause kam, um mit ihm zu reden. Als er dann endlich merkte, dass das Telefon neben ihm klingelte, griff er nach dem Hörer. Wie Brad es ihm grade vor zwei Wochen bei gebracht hatte, ging er mit einer amerikanischen Begrüßungsfloskel ran, klang dabei aber ziemlich müde und erschöpft.

Schuldigs Herz krampfte sich ein weiteres Mal zusammen, als er Kens Stimme und die Resignation darin hörte. "Hey, Ken. Wie geht's dir, Schatz?" Mist, das war ihm so rausgerutscht. Egal, jetzt konnte er es eh nicht mehr rückgängig machen, auch wenn er den Anderen nichts von seinen Gefühlen wissen lassen wollte. "Ist es schon besser?", versuchte er schnell seinen Patzer auszubessern.

Augenblicklich war Ken hellwach. Er saß kerzengrade auf dem Sofa und wäre beinahe zu Boden gegangen. Alles in ihm kribbelte vor Aufregung und sein Herz schien ihm vor Erschrecken und Freude aus der Brust springen zu wollen – fast als wolle es auf der Stelle zurück zu Schuldig. „Sch-Schu…“, stotterte er verdattert und fuhr sich übers Gesicht. „Ich… besser? Was…“ Er brach ab und musste sich erstmal sortieren. Tief atmete er durch und schloss die Augen dabei. Als er sie wieder öffnete, war er immerhin in der Lage einen vollständigen Satz zustande zu bringen. „Nein…. es ist gar nichts besser… ganz im Gegenteil…“, murmelte er und kuschelte sich aufs Sofa zurück, zog die Wolldecke höher. „Wie geht’s dir…?“

"Mir geht's ganz gut", gab der Telepath zurück und wusste im selben Moment, dass das eine Lüge war. Gar nichts war gut. Sicher, er war glücklich mit Farfarello, aber eine Hälfte von ihm, die er tief in sich einschloss, so tief, dass nicht einmal sein Lover davon etwas ahnte, sehnte sich ununterbrochen nach dem Japaner. "Kann ich dir irgendwie helfen?", wollte er dann rasch wissen. Seine Hand krampfte sich schweißnass um den Hörer, wenn es möglich gewesen wäre, wäre er jetzt durch die Telefonleitung zu dem Braunhaarigen gekrochen und hätte ihn wie früher in die Arme genommen. Atemlos wartete er darauf, dass Ken weiter sprach.

Der junge Mann in Amerika schluckte schwer. Es war unvermeidlich, dass sogar Schuldig es gehört haben musste. Tränen bahnten sich in ihm hoch und wollten aus ihm heraus brechen, doch Ken ließ es nicht zu. „Ich weiß nicht… Nein… ich denke nicht… Ich bin praktisch auf der anderen Seite des Planeten…“ Mit jedem Wort zitterte seine Stimme mehr und wurde leiser. Nun konnte er es doch nicht mehr vermeiden, dass Tränen sich ihren Weg über seine Wangen bahnten.

"Hey, Ken..." Schuldig hatte keine Ahnung, wie er den Jüngeren trösten sollte. Oder ob er das überhaupt wollte. Der hatte sich schließlich auch nicht darum gekümmert, ob es ihn verletzt hatte, dass er einfach mit Brad verschwunden war. "Nicht... nicht weinen." Himmel, warum war das nur so schwer? Wie konnte er Ken ein wenig aufbauen, ihm Mut geben? "Komm... komm nach Hause. Ich warte auf dich." Nein, das hatte er jetzt nicht gesagt! Auf gar keinen Fall. Entsetzt schlug sich Schuldig die Hand vor den Mund.

Alles in Ken krampfte sich zusammen, als er die Worte des Anderen hörte. Er starrte ins Nichts. Lange Zeit schwieg er – schwiegen sie beide. Doch dann antwortete der Japaner mit zitternder Stimme. „Ich…. Kann nicht, Schuldig… Ich könnte dir nicht in die Augen sehen…“ Er krallte sich mit der einen Hand verzweifelt in den Hörer, seine Sehnsucht wuchs und wuchs, seine Angst stieg und sein Herz drohte offenbar sich zu überarbeiten. „Du bist doch… nicht mal sicher, ob du das wirklich willst… oder…?“

Dass im Hintergrund Farfarello dem halben Gespräch lauschte und Schu beobachtete, konnte Ken nicht wissen. Und auch der Telepath schien sich dessen nicht wirklich bewusst zu sein. Das Herz des Iren zog sich leicht zusammen und sein Atem stockte bei dem immensen Gefühlsausbruch seines Geliebten. Doch er sagte nichts, rührte sich nicht… Er konnte nicht.

Fahrig und geistesabwesend strich Schuldig die widerspenstigen Strähnen aus dem Gesicht, während er verzweifelt nach einer Antwort suchte. Was sollte er nur tun? Warum gab es im Leben keine einfachen Lösungen? Egal was er jetzt sagen würde, es würde auf jeden Fall falsch sein. Auf die eine oder andere Weise... Noch ehe er mit seinen Überlegungen fertig war, hörte er sich sagen: "Doch, ich bin mir sicher. Ken, ich... habe nie aufgehört, dich zu lieben."

Ein leises Schluchzen kam vom anderen Ende der Leitung und war dicht gefolgt von einem leisen und erleichterten Schmunzeln. „Es tut mir… so Leid… alles was passiert ist… ich… liebe dich, Schuldig… so sehr… Und ich zittere am ganzen Leib…“ Wieder musste er schlucken, sah sich fast panisch im Zimmer um, ob jemand da war, der das gehört haben könnte, doch er war alleine. „Ich brauche dich… ich habe dich immer gebraucht…“

"Worauf wartest du dann noch?" Es war keine Frage mehr, was sein Verstand sagte - auf den hatte er ohnehin noch nie wirklich gehört, und er würde nicht gerade jetzt damit anfangen. Sein Herz hatte die Entscheidung getroffen. Anscheinend konnte er wirklich nur völlig glücklich werden, wenn er das Dunkle und das Helle um sich herum vereinte. Farfarello UND Ken. Eines allein war nichts ohne das andere.

Ken lächelte und wischte sich verzweifelt die Tränen weg, die immer wieder nachkamen. „Ich bin schon auf dem Weg….“, kam es von ihm und er erhob sich. Rasch war er in seinen Schuhen und war drauf und dran, den Fahrer zu wecken, der im Haus nebenan schlief, doch er überlegte es sich anders. „Ich komme so schnell wie möglich… Ich liebe dich….“ Und damit war das Telefonat beendet. Ken rief nach einem Taxi und tat sich ziemlich schwer mit der Aussprache, doch es ging. Dann schnappte er sich eine Jacke und suchte Geld zusammen. Alles was er finden konnte. Dabei war er so leise wie möglich, um ja Brad nicht aufzuwecken. Kaum dass er alles hatte war er auch schon draußen und wartete auf sein Taxi.

Farf erhob sich langsam, als Schuldig den Hörer wieder auflegte. Er wusste nicht so recht, was er von dem nun Gehörten halten sollte, und dass er verwirrt war von den Emotionen des Anderen, war mehr als deutlich zu sehen. „Schu?“, fragte er dann leise, um eine Erklärung zu bekommen.

Der Angesprochene wirbelte herum und konnte eine schuldbewusste Miene nicht ganz verbergen. "Ja?", fragte Schuldig einfach zurück, da er nicht wusste, wie viel des Gesprächs sein Lover mitbekommen hatte. Kraftlos machte er einen Schritt auf ihn zu und legte einfach nur seine Stirn auf die Schulter des Größeren.

Farf schluckte leicht und legte die Arme um seinen Liebsten. Er schloss die Augen und versuchte den inneren Schmerz und die Verwirrtheit zu ignorieren. „Warum hast du nicht mit mir darüber geredet?“, fragte er dann leise. „Stattdessen fühle ich mich jetzt irgendwie… wie ein Ersatz…“

Fast unmerklich schüttelte der Telepath den Kopf. "Nein", nuschelte er leise, "Du warst für mich nie ein Ersatz. Ich... wie soll ich dir das erklären? Farf, ich liebe ihn. Ich kann nicht anders. Aber... ich liebe dich auch. Genauso wie ihn." Müde sah er in das Gesicht des Größeren. "Ich weiß nicht, was ich tun soll... Hilf mir… Bitte!“

Der Ire schwieg. Er lauschte dem Anderen und erwiderte anschließend den Blick. Auch wenn alles andere in Schuldig ihn grade einfach nur verwirrte, so sprachen seine Augen die reine Wahrheit. Er nickte leicht und küsste Schuldig sanft auf die Lippen. „Ich werde dir immer helfen, Schuldig… Egal worum es geht… Auch wenn du mich nicht lieben würdest… wäre ich für dich da…“ Farf zweifelte nicht an Schuldigs Liebe. Er glaubte ihm, vertraute dem Telepathen voll und ganz. „Kommt er zurück…?“

Betreten nickte Schuldig, atmete dann tief durch. "Ja. Er ist schon unterwegs zum Flughafen. Wenn ihn niemand aufhält..." Aus einem inneren Impuls heraus klammerte er sich an den Iren. "Kannst... wirst du damit leben können?" Er empfand im Augenblick eine verrückte Mischung aus unstillbarer Sehnsucht nach Ken und grenzenloser Liebe zu Farfarello und konnte sich dabei nicht annähernd vorstellen, was er seinem Lover damit zumutete.

Fester schlang Farf die Arme um seinen Geliebten und schloss die Augen, um sich irgendwie unter Kontrolle halten zu können. „Die Frage ist nicht, ob ich es kann… die Frage ist, ob er es kann….“, murmelte er leise. Von sich wusste er, dass er es irgendwie ganz sicher überstehen würde, solange er wusste, dass Schuldig glücklich war. Aber wie stand es um Ken? Würde er es aushalten, seinen Geliebten teilen zu müssen…?

Ruckartig richtete sich Schuldig auf, packte den Größeren am Handgelenk und zog ihn spontan hinter sich her in sein Zimmer. Gespielt übermütig gab er ihm einen Schubs, so dass der Weißhaarige auf das Bett plumpste. Grinsend kniete er sich über dessen Schoß und schlang seine Arme um den Hals des Anderen. Verspielt schmuste er sich über Farfarellos Gesicht, schaltete jeden Gedanken an Ken absichtlich aus. Schuldig wusste nicht, ob und wann Ken kommen würde; aber bis dahin wollte er die Zeit allein mit dem Empathen genießen.

Etwas überrumpelt ließ Farf dies mit sich machen und sah Schuldig dann an, als käme er von einem anderen Planeten. Zuerst so fertig und am Ende mit der Welt und jetzt das? Er seufzte leise und schüttelte schwach den Kopf. Seine Hand glitt in den Nacken des Anderen und er zog seinen Geliebten zu einem liebevollen Kuss näher an sich. Er musste zugeben, dass er selbst sich innerlich auch langsam beruhigte und spürte doch gleichzeitig immer noch ein gewisses Ziehen im Brustkorb.

~+~

Endlich… Außer Atem und vollkommen am Ende mit den Kräften sackte er schließlich gegen die Tür der Schwarzvilla Ein schwaches Klopfen kam von ihm, dann ein lauteres, bis ihm endlich geöffnet wurde. Sein Herz machte einen Satz, doch es war nur Nagi, der dastand und ihn ansah als wäre er sonst was. „Bist du nicht in…“ – „Nein…“, unterbrach Ken ihn gleich und schob sich an Nagi vorbei. Grade wollte er die Treppe hinauf zu Schuldigs Zimmer rennen, als er diesen auch schon oben an der Treppe sah… Der Atem stockte ihm und im ersten Moment blieb er stehen, doch da ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: nani-chan
Username: nani-chan
Datum: 16.07.2008 - 14:45

Kommentar Nr.: 5281
So, freie Zeit in der Uni ist also doch wirklich etwas Gutes, zumindest wenn man einen Pc zur Verfügung hat, denn so ist mir aufgefallen, dass ich diese FF von euch tatsächlich noch nicht kannte, aber das hat sich inzwischen auch endlich geändert.

Zu Schus Einstellung muss ich sagen, dass ich die ganz schön kompliziert finde. Ich glaube es ist wirklich nicht leicht, zu akzeptieren, dass die Person die man liebt gleichzeitig noch jemand anderen liebt. Daher kann ich gut nachvollziehen, dass Ken so geschockt war, als er Farf und Schu zusammen gesehen hat, vor allem so kurz nachdem Schu gesagt hat, dass er ihn liebt.
Aber letztendlich freut es mich auch, dass er zurückgekommen ist und nicht weiter vor sich hin gammelt und natürlich auch für Schu, dass er sich endlich vollständig fühlt.
Ist ja letztendlich doch alles noch mal gut gegangen und hey, selbst Farf und Ken verstehen sich jetzt, das ist schön *smile* *freu*

So, wenn auch spät aber jetzt habt ihr hier auch ein Kommi *smile*
Man ließt sich sicherlich
euer Omi-chan^^
Kommentar von: sanisa
Username: sanisa
Datum: 19.07.2007 - 09:42

Kommentar Nr.: 3774
BoO hollalala *grins* ja da habt ihr ja die richtigen Worte gefunden "wie im Paradies",
aber das Ken so mit machte ich mein wenn er es nicht gemacht hätte wäre im ja wirklich was entgangen*löl*.

und der liebe Brady sitzt der weil alleine in der Villa,
tja das hat man nun davon.

Aber gelungener Abschluss finde ich mit pauken und Trompeten:zwinker:,
und so bald was neues von euch online geht bin ich natürlich wider dabei *das lass ich mir nicht entgehen*.

so nen lieben Gruß an euch und hoffe mal auf bald by sanisa. tongue
Kommentar von: Galu
Username: Galu
Datum: 13.07.2007 - 17:08

Kommentar Nr.: 3720
Oh oh...Brad macht gerade einen riesengroßen Fehler!
Der erste ist ja schon, das er Ken in Bezug auf "Urlaub" belogen hat, denn es wird wohl nicht lange dauern, bis Ken merkt, das Brad ihn in dieser Beziehung gelinkt hat.
Und ich bezweifle nicht, das Brad Ken liebt, aber anscheinend hat er nooch nie davon gehört, das man eine Liebe pflegen muss und nicht den Menschen, den man liebt in einen goldenen Käfig sperrt. Und sei er noch so schön.
Ken wird einsam sein, wenn Brad seine geschäftlichen Interessen auslebt und sich nur noch als Sexobjekt fühlen, wenn Brad sich dann mal herab lässt anwesend zu sein.
Auf diese Art und Weise wird Kens Liebe zu Brad langsam aber sicher sterben und dann wird auch ein Brad Crawfort Ken nicht mehr in Amerika halten können. Ken ist ein Weiß und er wird Mittel und Wege finden, seinen "Bewachern" zu entwischen. Es sei denn, Brad bindet ihn geradezu an seinem Bett fest.....
Ich habe das untrügliche Gefühl, Brad hat das Wort "Beziehung" etwas missverstanden.

Freu mich auf das nächste Kapi.

Liebe Grüße
Galu
Kommentar von: sanisa
Username: sanisa
Datum: 11.07.2007 - 17:03

Kommentar Nr.: 3709
Aha naja ob das so läuft wie sich das Brad vorstellt,
ich wart mal ab was ihr euch da einfallen habt lassen.

Und was treiben Schuldig und Farf derweil *grübel*,
aber das scheint ja noch heiter her zu gehen *grins*.
So das wars von mir an der Stelle nen Gruß sanisa.

Und was ich schade finde das es so wenig gute Geschichten mit Farf als Paaring Part gibt's.
so nun den aber bis zum nächsten Kapitel by sanisa
Kommentar von: Galu
Username: Galu
Datum: 27.06.2007 - 22:43

Kommentar Nr.: 3644
OH MEIN GOTT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
WAR DAS EINE GEILE LEMON!!!!!!!!!!
(Da kann man ja neidisch werden und wünscht sich, man wäre Ken.cool tongue )

Und im Gegensatz zu der Vergewaltigung von Schu, war Brad hier bei Ken einfach nur.....geil!!!!
Und ehrlich gesagt, ich glaube Brad, das er jetzt nur noch Ken will. Er hat wohl eingesehen, das das mit Schu wohl nie was richtiges werden wird.
Vor allem, da Schu ja jetzt auch noch mit Farf geschlafen hat, ohne diesen ja auch nicht wirklich sein kann. (Auch eine heiße Lemon! biggfrin )

Tscha...und Schu? Erst kann er sich nicht entscheiden, dann will er nur noch Farf und kaum kriegt er mit, das Ken mit Brad schläft, will er wieder Ken. Bzw...er will Ken UND Farf.

Und nun glaub ich nicht, das Brad Ken sooo einfach wieder gehen lässt. Er will Ken...und zwar für sich allein.

Wobei sich natürlich noch die Frage ergibt, was will Ken???

Farf will Schu ja eigentlich auch für sich allein, aber er würde Ken auch noch mit in Kauf nehmen, nur um Schu glücklich zu sehen.

Also....ich bin wirklich gespannt, wie es weiter geht. (Hoffentlich bald...wink )

Liebe Grüße
Galu
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