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Licht ohne Wärme |
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Nicht beendet
| Ab 16 Jahren |
Deutsch |
04.10.2006 | 14.10.2008 |
200665 |
3.75 Bei 4 Vote(s) |
160 |
| Autor: |
mangacrack |
| Pairing: |
Luzifer x Michael, Kira x Kato |
| Kategorien: |
Mystery, Drama |
| Inhalte: |
Angst, Trauma / Depressionen |
| Einführung: |
Wir sind immer noch Gottes Figuren! Er hat uns erschaffen, er hat bei unserer Geburt unser Schicksal bestimmt. Ich hätte nie gedacht, das zugeben zu müssen, aber ... unseres ist besonders grausam, mein Bruder! |
| Kommentare: |
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Das Erbe des Höllenfürsten
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Titel: Licht ohne Wärme
Autor: mangacrack
Email: mangacrack.ju-san@web.de
Teil: 6/ ca. 12
Disclaimer: Keine der Figuren gehört mir, sondern Kaori Yuki
Fandom: Angel Sanctuary
Genre: Drama, Engel
Warning: Darkfic
Pairing: Luzifer x Michael
Kommentar: Danke für eure Kommentare. Ich liebe euch alle. Die Storyline habe ich schon wieder geändert, das passiert anscheinend bei jedem neuen Kapitel, aber ich werde immer zufriedener mit Ergebnis. Fragt ich nur, ob ihr mich noch mögen werdet, wenn die Fanfiction abgeschlossen ist. Anmerkung: das ist die Fortsetzung zu Kapitel 5, wo ich angekündigt hatte, dass es noch nicht vollständig ist. Jetzt ist es ein eignes Kapitel.
Mangacrack
::Kapitel 6 - Das Erbe des Höllenfürsten::
“Michael-sama!”, rief Kira verwundert aus.
“Lass den Scheiß!”, kam es allerdings sofort zurück. “Ich mag das nicht.”
Kira sah den Engel des Feuers genau an. Etwas war anders an ihm. Er konnte es nicht genau sagen. Er wirkte größer. Nicht nur vom Körper her, sondern auch von der Reife und Macht, die er ausstrahlte. Kira konnte die Astralkraft gut genug wahrnehmen, um innerlich zu erstarren. Diese Macht! Das war nicht mehr der aufbrausende und unbeherrschte Engel mit dem Verhalten eines Teenagers. Kira schluckte.
“Was wollte ihr hier, Michael-sama?”, fragte Kira.
Nachdem der Engel des Feuers ihm einen Lebenswillen zurückgegeben und verhindert hatte, dass er als verrottete Seele irgendwo zwischen ein paar Ghoulen endete, fühlte er tiefe Dankbarkeit für ihn, etwas das Michael gar nicht zu gefallen schien. Das verwunderte Kira allerdings. Er hatte stets den Eindruck gehabt, dass der Herr der Heerscharen sonst immer auf seinem Titel bestehen würde. Seltsamerweise schien ihm aber jene respektvolle Haltung bei ihm auf den Geist zu gehen. Kira wusste aber nicht warum. Über jeden hatte er Informationen von Luzifer erhalten, nur nichts hatte er über Michael in seinen Erinnerungen finden können. Anscheinend wollte der Herr der Hölle nicht, dass sein Abbild etwas über seinen Zwillingsbruder erfuhr. Von diesen Erinnerungen hatte Luzifer ihm keinen Zugang gestattet. Was ihm daran wohl so wichtig war?
*
Michael grummelte kurz. Er hasste es, wenn das Wesen, das das Gesicht seines Bruders hatte ihn so unterwürfig ansprach. Denn jedes Mal sah er seinen Bruder daran und der Gedanke, dass sein Bruder ihn so anreden würde, machte ihn krank. Er wollte das nicht von seinem Bruder. Ehrlich gesagt, würde er es Luzifer auch nicht wirklich abkaufen, wenn dieser ihn so behandeln würde, sondern eher eine List oder Spott dahinter vermuten. Er fuhr sich durch die Haare, die ihm nächtlichen Wind wehten. Kira schien es wirklich nicht gut zu gehen. Aber wie auch? Es war wohl wirklich nicht einfach, das Abbild des Höllenfürsten zu sein. Oder überhaupt nur eine Kopie.
Michael verzog das Gesicht bei dem Gedanken. Er war auf einmal darüber froh, dass er anders aussah als sein Bruder. Dass er keine schwarzen Haare hatte. Auch er hatte es immer gehasst mit seinem Bruder verglichen zu werden, bevor er den Setsuna Mudo getroffen hatte. Dieser ihn hatte dazu gebracht sich einzugestehen, dass er seinen Bruder nicht so hassen konnte, wie er davor es immer gewollt hatte. Jahrhunderte lang hatte er sich eingeredet Luzifer würde ihm nichts bedeuten und das er ihn töten müsste, weil er den Himmel verraten hatte. Jetzt wusste er, dass er seinen Bruder geliebt hatte, weil sein Hass aus Liebe entsprungen war. Wenn er tief genug grub, dann konnte er es immer noch fühlen. Der Wunsch bei seinem Bruder sein zu können. Bei dem Wesen, dass ihn komplett machen würde. Denn egal, was sein zweites Ich ihm gesagt hatte, Luzifer besaß die anderen vier Schwingen, die ihn vollständig machen würden. Sein Körper versuchte lediglich das Gleichgewicht wieder herzustellen, das aus irgendeinem Grund aus der Bahn geraten war. Es war noch nicht zu Ende. Auch wenn die Alterung, die sein Körper im Schnelldurchgang durchgemacht hatte, kurzzeitig aufgehört hatte, so war es sicherlich erst der Auftakt zu etwas Anderem.
Und er musste wissen zu was.
Michael sprang von der Brüstung und stand dann breitbeinig mit verschränkten Armen vor Brust vor dem Geländer. Seine goldnen Augen funkelten Kira an.
“Ich will etwas von dir wissen, Kira.”
“Ach ja? Das wäre?”, fragte Kira jetzt schon nicht mehr so unterwürfig zurück, sondern selbstbewusst und überlegen, wie man es früher von ihm gewohnt war. Das passte Michael schon eher.
“Ich will wissen, was Luzifer vorhat!”
Kira riss die Augen auf.
“Was fragst du das MICH?”, rief er. “Woher soll ich das denn wissen? Luzifer hat mich aus seiner Seele gerissen und mich in die Menschenwelt geworfen. Bis ich einen Körper hatte, war ich nichts weiter als ein Schatten, der sich in Setsunas Erinnerungen aufhielt. Ich musste seinen Tod mit ansehen und konnte nichts tun! Selbst nachdem ich von euch einen Körper erhalten hatte, weiß ich nicht wer ich bin oder was Luzifer mit vorhat!”
Kira hatte die ganze Zeit aufgebracht geschrieen. Es war selten für ihn, aber er war verzweifelt. Und er musste dem endlich einmal Luft machen. Luzifer war die letzte Person über die er jetzt reden wollte und dann kam dieser Feuerenge und … Kira versuchte sich zu beruhigen. Doch er konnte es nicht. Warum kam Michael damit ausgerechnet zu ihm?
“Ich weiß nicht, was eurer Herr Bruder vorhat! Es ist mir auch egal. Für was hat er mich aus meinem Schlaf gerissen? Ich war glücklich wie ich gestorben bin. Ich hatte mit meinem Leben abgeschlossen. Ich bin als Sakuya Kira in Anagura gestorben und es war gut so. Meine Aufgabe war erfüllt. Selbst Luzifer hatte ich es nicht übel genommen, dass er seine Seele zurückhaben wollte, nachdem mir Belial klar gemacht hatte, wer ich war und was ich sein sollte. Er kam danach auch gut ohne mich zurecht. WARUM HAT ER MICH ZU DIESER VERFLUCHTEN EXISTENZ VERDAMMT, VERFLUCHT NOCH MAL?”
Nun konnte auch Kira die Tränen nicht mehr zurückhalten. Er hatte noch nie in seinem Leben geweint, doch diese Ungewissheit trieb ihn an seine Grenzen. Irgendwann während seiner Rede war aufgesprungen und hatte Michael gepackt. Er wollte endlich eine Antwort. Und der Einzige, der Luzifer verstehen konnte, war sein Bruder.
Michael sah Kira voller Mitgefühl an. Diesem erging es ihm sehr ähnlich. Auch er hatte nie eine Antwort auf seine Fragen erhalten. Doch anders als bei Kira konnte er sich an niemanden wenden. Das war das Problem der hohen Engel. Es gab keine höhere Macht, die ihr Leben lenkte. Sie waren die Macht, die das Leben lenkte. Langsam griff er nach Kiras Händen und lockerte deren Griff. Dann sah er Kira in die Augen.
“Hör mir gut zu, Kira. Ich werde es nur einmal sagen.
Egal wie sehr du jetzt auch glaubst, dass dein Leben keinen Sinn hätte, es ist nicht so. Nachdem du gestorben warst haben alle, die dich kannten, um dich getrauert. Allen voran der Messias. Er konnte nicht einsehen, dass du weg warst. Luzifers Verhalten hat ihn verletzt. Doch wie sehr Luzifer nach und nach seine Motive offenbarte, er war nicht du. Du bist ein Individuum und du wirst gebraucht!”
Michael wusste, dass es das Wichtigste war solchen verlorenen Leuten eine Aufgabe zu geben. Für ihn war der Eintritt in die Armee seine Rettung gewesen. Ohne das wäre er schon lange wahnsinnig geworden. Bei jedem Wesen, das sich an seine neue Freiheit gewöhnen musste, trat früher oder später mal so eine Phase ein.
“Ich werde gebraucht?”, fragte Kira verwirrt. “Wobei denn?”
“Ich weiß es nicht genau, aber Tatsache ist, dass Luzifer etwas plant. Eigentlich sollte er damit beschäftigt sein, die Hölle wieder aufzuräumen, nachdem sie ineinander gekracht ist, als diese dummen Erzdämonen die Verbindungspfeiler gekappt haben, aber ich denke, dass er etwas Anderes vorhat. Ich habe zwar noch keinen Schimmer was, aber der Tatsache nach, dass er dich erweckt hat, kann nur bedeuten, dass es so groß ist, bei dem selbst mein Bruder befürchtet nicht unbeschadet wegzukommen.”
“Soll dann was heißen…?”, fragte Kira, obwohl er schon eine kleine Ahnung hatte vorauf Michael hinaus wollte.
“Er möchte dich als seinen Nachfolger.”
Michael sagte das mit einem derart ernsten Gesicht, als würde er den Weltuntergang verkünden. Kira hingegen fühlte sich verarscht. Er sah den Feuerengel an und wollte am liebsten sich eine von Katos Drogen reinjagen um alles zu vergessen.
“Das ist nicht wahr, oder?”, hackte Kira nach.
“Doch ich meine es ernst! Glaubst du ich würde bei so etwas Scherze machen!”
“Nein, natürlich nicht”, murmelte Kira entschuldigend. “Aber warum will er gerade mich als seinen Nachfolger, mal abgesehen davon, warum er denn einen ernennen sollte. Ich bin nichts weiter als ein Geist, der mehr als Tausend Jahre hinter einem Engel herjagt ist. Und er hat doch seine ganzen Erzdämonen und anderen Nachkommen.”
“Mag sein, dass das so ist”, warf Michael ein. “Doch andererseits hat er die ganze Zeit dir seine Seele anvertraut. Du hast mehr Kämpfe geschlagen als jeder andere Dämon. Du weißt, wie Dämonen denken und hast im letzten Krieg Stärke bewiesen. Außerdem regieren die Erzdämonen nur über die Schalen der Hölle, man kann nicht einfach einen von ihnen
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