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y Phase II
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Ab 16 Jahren Deutsch 25.04.200724.09.2008 236386 4.44
Bei 18 Vote(s)
443
Autor: Schuldig
Pairing: Schu x Ran
Kategorien: Psycho, Drama, Komödie
Inhalte: Angst, Limone
Einführung: Schuldig beschließt eines Tages Ran zu entführen und das Vorhaben gelingt ihm. Der Rothaarige findet sich in der Wohnung des Telepathen wieder und es beginnt ein spannendes, von Rans Seite aus unfreiwilliges Miteinander, bei dem Schuldig mehr und mehr Verwirrung durch sein irationales Verhalten stiftet. (Ich weiß, gibt es wie Sand am Meer, aber ich hab versucht was anderes aus dem Plot zu machen, den bisherigen Rückmeldungen nach, scheint mir das auch gelungen zu sein. Also, lest rein, sollte sich lohnen ^^').
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y Kapitel 4
18. Juli, 9:13

"Wie kannst du nur immer um diese perverse Zeit aufstehen?", fragte Schuldig gähnend und betrat die Küche, rieb sich den Schlaf aus den Augen und ließ sich auf seinen Stuhl fallen.

"Es ist schon Neun", informierte Aya den Morgenmuffel trocken und setzte neuen Kaffee auf. Es waren nun drei Tage vergangen, seitdem er hierher verschleppt worden war und aus einem Fujimiya unbegreiflichen Grund begann alles was er Tat zur Routine zu werden. Auch hatte er einiges über Schuldig erfahren - gewissermaßen unfreiwillig, da er den Telepathen gar nicht näher kennen lernen wollte - woraus er allerdings nicht besonders schlau wurde.

"Und du bist bestimmt schon seit mindestens einer Stunde wach"

"Hättest ja nicht aufstehen brauchen", giftete Fujimiya zurück.

"Du hast mich geweckt"

"Hn..." - beinahe hatte er sich schon entschuldigen wollen. Der Aufenthalt tat seinem geistigen Zustand definitiv nicht gut. Sich bei diesem Bastard entschuldigen? Der ihn gekidnappt hatte und selber für seine Schlafprobleme verantwortlich war? Nie im Leben!

"Es ist wirklich rührend, dass du immer wieder neue Kosenamen für mich erfindest, aber es reicht vollkommen, mich beim Namen zu nennen", spielte der Telepath auf die mentalen Beschimpfungen an.

"Gott...!", stöhnte Aya gereizt.

"Schuldig".

"Raus aus meinem Kopf!"

"Der Kaffee ist durch"

Der Rotschopf knurrte, nahm aber zwei Tassen aus dem oberen Schrank und goss ihnen beiden Kaffee ein. Sie hatten sich nach dem ersten Versuch darauf geeinigt, dass sie morgens nichts essen wollten, sodass Aya nur was zu Mittag und zu Abend machen brauchte. Nachdem er vor Schuldig auf dem Tisch dessen Tasse abgestellt hatte, setzte er sich ihm gegenüber mit der eigenen in der Hand.

"Warum schläfst du auf der Couch?", wollte der Japaner nach einer Schweigepause wissen. Er war nicht der Typ, dem Stille unangenehm war - es lag einzig und allein daran, dass ihm diese Frage langsam Kopfzerbrechen bereitete.
Das war irgendwie so... so falsch. Warum überließ ihm Schuldig das Bett und nahm die unbequeme Couch? Warum rührte er ihn tatsächlich nicht an, obwohl der Deutsche eigentlich nicht abgeneigt wäre? Warum beteuerte er Aya, dass er es auch nicht tun würde? Sogar die Witze diesbezüglich hielten sich in Grenzen. Das war so un-Schuldig. Nicht dass sich Aya beschwerte und es anders herum lieber hätte, das mal klar gestellt.

"Für die Gäste nur das Beste", entgegnete der Telepath mit einem Schulterzucken und nippte an seinem Kaffee

"Ich bin nicht dein Gast", presste Aya heraus. "Warum ich?", versuchte der Rothaarige mit einer anderen Frage, in der Hoffnung mit dieser mehr Erfolg zu haben.

"Müsste dir doch eigentlich klar sein", antwortete Schuldig und hob eine Augenbraue als er diesmal zu dem Japaner sah.

Stirnrunzeln.

"Überleg doch mal... Wenn ich einfach irgendjemanden hierher geholt hätte, ihm die gleichen Bedingungen gestellt, meinst du, er würde lange beim Verstand bleiben? Ich müsste eine lange Vorarbeit leisten um ihn von meinen telepathischen Fähigkeiten zu überzeugen. Vermutlich würde derjenige mir aber am Ende nicht glauben und eher sich selbst für verrückt erklären", erklärte der Deutsche simpel.

Irgendwie hatte Aya die Sache nie aus diesem Winkel betrachtet, war eher davon ausgegangen, es sei was Persönliches.

"Außerdem mag ich es nicht, wenn irgendjemand meine Sachen anfasst".

Der Rotschopf hob eine Augenbraue, die Worte auf der Zunge...

"Du bist nicht Irgendjemand", antwortete Schuldig auf die noch nicht ausgesprochene Frage und ein breites, unaufdringliches Grinsen stahl sich auf die vollen Lippen.

Aya runzelte die Stirn - was sollte das denn nun bitte heißen? Gerade hatte er geglaubt etwas schlauer aus dem Ganzen zu werden, als dieser unmögliche Typ wieder alles aus den Regalen riss und Chaos in seinen Gedanken verursachte.

+++

"Ich bin vor Morgen nicht zurück, mach es dir bequem, räum aber vorher auf. Ach, und mach die Wäsche", meinte Schuldig der gerade seine Schuhe zuschnürte, sich dann aufrichtete und seine Laptoptasche schulterte.

Aya antwortete und setzte seinen Weg in die Küche fort. Aus dem Augenwinkel sah er noch wie der Deutsche nach den Schlüßeln griff und war gewissermaßen erleichtert, dass keiner an dem Schlüßelbund zu seinem Porshe gehörte.

"Mach keine Dummheiten", wies er den Rotschopf wie ein Kleinkind, das zum ersten Mal allein Zuhause blieb, an.

Jener verdrehte nur genervt die Augen und hörte nur Augenblicke später, wie die Tür zuknallte und der Schlüssel zwei mal im Schloss umgedreht wurde.
Damit war Aya allein in der Wohnung. Mitten in der Küche stehend, verschränkte er die Arme vor der Brust und ging seine Möglichkeiten durch. Es war jetzt gerade mal Mittag, womit er wirklich viel Zeit hatte - ohne Schuldig - das er zur Erholung nutzen konnte. Er konnte aber auch die Tür aufbrechen und versuchen seine Schwester so weit wie möglich aus Tokio zu schaffen.

"Hn".

Ein Unterfangen mit sehr geringen Chancen auf Erfolg, stellte Aya fest. Abgesehen davon, dass er nicht wusste, wo die Grenzen der telepathischen Fähigkeiten Schuldigs lagen, war seine Schwester auf die Gerätschaften im Krankenhaus permanent angewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei dem Transport sterben oder Schäden davon tragen könnte, war einfach zu groß.

Denk nach, denk nach...

Schuldig hatte ihn mit Chloroform betäubt, nicht wahr? Vielleicht war das Zeug hier noch irgendwo in der Wohnung?
Entschlossenen Schrittes ging Aya ins Badezimmer, wo er seine Suche beginnen wollte. Als erstes öffnete er die bespiegelte Schranktüre über dem Waschbecken.

Rasierschaum, Rasierer, eine Packung Rasierklingen, Mundwasser, Aftershave, Nagelschere, Feuchtigkeitscreme, Schlaftabletten, Schmerztabletten, was gegen Migräne, eine Packung Kondome...

Aya grummelte und schloss die Türe, ging in die Hocke und machte mit dem Schrank unter dem Waschbecken weiter.

Ein Vorrat an Shampoo, Conditioner, Duschgel und Zahnpasta, die Schuldig benutze...

"Geht wohl nicht gerne einkaufen", schlussfolgerte Aya - das erklärte auch die zehn Schachteln Tiefkühlpizza und ähnliches Zeug, dafür aber einen leeren Kühlschrank am ersten Tag - und suchte weiter. Er schob die Tuben beiseite und fand vielversprechender Weise den Erste-Hilfe-Kasten, zog diesen hervor und begann zu inspizieren.

Mullbinden, Watte, Jod, Schlüssel, Aspirin... Schlaftabletten, Schlaftabletten, Schlaftabletten und noch mehr Schlaftabletten.

Aya runzelte die Stirn, schloss den Kasten und räumte ihn weg. Er hatte eigentlich nicht den Eindruck gehabt, dass der Deutsche Schlafstörungen hatte, auch wenn jener seltsame Schlafgewohnheiten hatte - wie zum Beispiel auf der unbequemen Couch zu schlafen oder gar im Sessel, wie gestern.

"...was an den Schlaftabletten liegen könnte", sagte sich der Rotschopf sarkastisch und verdrehte über sich selbst die Augen wegen der langen Leitung.

Als er aufgestanden war und sich nach weiteren Schränken im Bad umsah, die ihm vielleicht nicht aufgefallen waren, allerdings keine entdeckte, seufzte Aya und schüttelte leicht den Kopf. Eigentlich war es doch unsinnig, was er hier machte - selbst wenn er den Chloroform fand, wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass der Deutsche seinen Plan nicht bereits gelesen hatte, bevor er ihn ausführen konnte?

Aya seufzte erneut und gab das Vorhaben auf - wenn er scheiterte, konnten die Folgen verheerend sein. Stattdessen leerte er den Waschkorb auf dem Boden und begann die Wäsche in Bunt, Schwarz und Weiß aufzuteilen.

Zu Anfang empfand er einen gewissen Ekel, doch er durfte schnell feststellen, dass die Sachen nicht streng muffelten und die ihm aufgetragene Aufgabe eigentlich erträglich war. Na ja, was hatte er eigentlich erwartet - Schuldig warf seine getragenen Klamotten schon nach einem Tag in die Wäsche, so viel konnte Aya beobachten.

"Wie viele Klamotten hat der Kerl eigentlich?", grummelte der Rotschopf als er den Berg an Kleidung betrachtete. Schon allein die Weißwäsche deckte die Menge, die Aya in seinem Kleiderschrank hatte. Zugegeben hatte er wirklich wenig Klamotten, selbst für einen Mann. Andererseits aber legte er keinen besonderen Wert auf sein Äußeres - Hauptsache alles sah gepflegt, sauber und gebügelt aus.

Apropos sauber... Er sah an sich herunter und seufzte. Die kleine weiße Schürze konnte man irgendwie nur schwer mit dieser Farbe beschreiben. Schuldig ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: Flow
Username: Flow
Datum: 06.11.2009 - 21:17

Kommentar Nr.: 6798
Halloooo :)
Also,ich muss sagen, ich liebe dich x)
Das ist einfach toll, was Duhier schreibst, Aya's - Ran's - Gefühle und Gedanken, sein innerlicher Konflikt, Schuldigs Taten...alles, einfach perfekt ;D
ich hab mich hier auch nur angemeldet um die Story lesen und kommentieren zu können, da ich eigentlich eher zufällig auf sie gestoßen bin...
ich hoffe Du schreibst bald weiter ;D
Kommentar von: Starna
Username: Starna
Datum: 21.07.2009 - 14:11

Kommentar Nr.: 6603
Ich hab die Geschichte gerade von Anfang an gelesen und frage mich gerade, wie man Dich wohl zum weiterschreiben animieren könnte....?!?
Das Ganze ist so charmant und witzig, aber auch einfühlsam und verwirrend (im positiven Sinn!) geschrieben, dass es einfach weitergehen MUSS!

Ndt Starna
Kommentar von: nani-chan
Username: nani-chan
Datum: 25.09.2008 - 01:08

Kommentar Nr.: 5583
Ja, das mit dem Timing fand ich jetzt auch mal richtig klasse, genau wie das neue Kapitel.
Ich glaube ich fühl mich grade ein wenig wie Aya, eingelullt und dabei einfach irgendwie gut. Das ist eine sehr schöne Stimmung.
Nur befürchte ich, dass die Stimmung sich bald wieder verflüchtigt, aber da lass ich mich einfach von dem nächsten Kapitel überraschen^^
Bis dahin also
Kommentar von: nani-chan
Username: nani-chan
Datum: 21.09.2008 - 01:16

Kommentar Nr.: 5566
Hey, also ich habe deine FF jetzt erst entdeckt und ich muss sagen ich habe sie total verschlungen.
Und am liebsten würde ich auch gleich das nächste Kapitel verlangen um gar nicht erst wieder raus gerissen zu werden, aber wahrscheinlich ist es schon ganz gut so, weil
a) das eine absolut geniale Stelle ist um aufzuhören weil man unbedingt wissen will was noch alles kommt
b) ich sonst wohl morgen mit mega Augenringen rumlaufen würde
Also in diesem Sinne, schreib bald weiter, ich bin ganz gespannt drauf wie es weiter geht^^
Kommentar von: wildest_angel
Username: wildest_angel
Datum: 03.09.2008 - 08:46

Kommentar Nr.: 5489
Hi!

Lange her, seit meinem letzten Kommi... Sorry dafür. Ich hab mir das Ganze gerade eben nochmal von vorne bis hinten durchgelesen und muss echt sagen: WOW! So eine Entwicklung hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Klar, irgendwie war es schon vorauszusehen, dass Aya sich in Schuldig verliebt, oder wahlweise andersrum, aber dass der Weiß mittendrin so aus sich rausgeht... Oha!

Teilweise hab ich echt wie blöde gegrinst, die Streitereien der beiden hast du mit einem Charme geschrieben, der seinesgleichen sucht. Und irgendwie muss ich echt gestehen, dass mir Ayas Eifersucht auf seine Schwester unheimlich gefallen hat. (Wenn es für ihn wohl auch nicht so amüsant war wie für mich... *drop*)

Das 14. Kapitel ist dir doch gut gelungen! Ich wär ja auf vieles gekommen (okay, zugegeben, ein Link von Schuldig zu Aya-chan war auch mit in meinen Ratespielchen dabei, wenn mir auch nicht klar war, warum er den haben sollte), aber die Erklärung des Ganzen hat mich doch vom Stuhl gehauen. Eine wirklich grandiose Idee!

So. Und nun heißt`s für dich wieder kräftig in die Tasten hauen! Schreib bloß weiter und lass uns nicht mehr so lange auf eine Fortsetzung warten! *grummel* DAS hat diese Geschichte nämlich wirklich nicht verdient...

Btw, danke, dass du auf meinen hentai-Wunsch mit dem Spielzeug doch noch eingegangen bist. ;-) Da hat das kleine angel-Herz einen mächtigen Sprung gemacht...Ich meine, es wäre schon sehr verwunderlich, wenn Aya, der hier ja zur Hochform aufläuft, das Ganze nicht hätte ausprobieren wollen.

Kurz und gut: Ich hoffe, es gibt noch viiiiiiiiiiiiiiele Kapis, die du uns gaaaaaaaaaaaanz schnell zur Verfügung stellst! ;-) (Hilft eine Bestechung in Form von Kommi-Versprechen?)

Greetz
wildest_angel
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