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| Ab 18 Jahren |
Deutsch |
08.03.2007 | 09.05.2007 |
333034 |
4.75 Bei 28 Vote(s) |
1412 |
| Autor: |
wildest_brad |
| Pairing: |
Schuldig/Aya |
| Kategorien: |
Romantik |
| Inhalte: |
Lemon |
| Einführung: |
Es war ein Angebot, dass Aya nicht ablehnen konnte.
In der Aussicht auf Glück begab er sich in die Hände seines schlimmsten Feindes.
Doch der fordert Dinge, die Aya zwingen, seinen Stolz zum Schweigen zu bringen... |
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Winterspaziergang
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@ Rikku20: Tja, also… Was die anderen Weiß sagen, wissen wir nicht. Wir haben sie schlicht und ergreifend nicht gefragt. *gg* Wenn ein Auftrag anstehen würde, würde Schu natürlich darauf Rücksicht nehmen, das versteht sich ja von selbst... ;-)
@ Galu: Naja, irgendwie müssen die beiden ja halbwegs zusammenpassen, ne? Ich denke, es wird ziemlich schwer für die beiden werden, wenn sie das „Spiel“ für beendet erklären... Aber was dann geschieht, werden wir sehen ;-) Auf deine Frage: Wenn sich ein anderer für Aya interessiert und Schu das mitkriegt, wird es wohl eine Leiche mehr auf seinem Sündenkonto geben... Was deine anderen Fragen angeht... siehe oben. *grins*
@ shiroi: *lach* Weißt du denn nicht, dass Schu seine Versprechen hält? *gg* Zumindest dann, wenn’s bequem für ihn ist. ;-) Und deine Sorge ist völlig unbegründet. Aya wird sich schon nicht erkälten. Schus Wohnung ist gut geheizt. ;-)
~*~ 4. Winterspaziergang
Ein unwilliges Murren kündigte das baldige Aufwachen des Weißleaders an. Benommen lag er da, schon durch seine geschlossenen Augen war es viel zu hell; das Zimmer lag wohl auf der Ostseite. Quälende Momente später konnte er sich dazu entschließen, seine Augen zu öffnen. Aya staunte nicht schlecht. Vor ihm lag immer noch Schuldig, ganz genauso, wie sie gestern eingeschlafen waren. Gestern... Da überkamen ihn wieder unangenehme Gedanken. Schuldig! Wie er diesem Mann die Pest an den Hals wünschte. Er musste sich unbedingt von dem Geruch - und von den wahrlich nicht willkommenen Spuren - befreien. Deshalb vermied er es, sich rücksichtslos von dem Orangehaarigen zu lösen. Erst einmal eine Dusche und dann konnte er sich vielleicht diesem scheußlichen Morgen stellen.
Grummelnd drehte sich der Orangehaarige auf die andere Seite, als ihn seine Wärmequelle verließ. Im Halbschlaf mummelte er sich weiter in die weiche Kissen, weigerte sich einfach, ganz aufzuwachen. Dafür war auch der Traum, den er gehabt hatte, viel zu schön gewesen, auch wenn er sich schon jetzt nicht mehr an die verblassenden Bilder erinnern konnte. Das Geplätscher der Dusche weckte ihn endlich ganz auf. Gähnend und sich streckend überlegte er schwerfällig, wieso denn das Wasser im Bad lief. Und warum zum Geier er in Klamotten geschlafen hatte, das war ja widerlich! Von einer Sekunde auf die andere fiel es ihm allerdings wieder ein und damit wusste er auch, wer seine Dusche belagerte. Gut gelaunt über seine hervorragende Selbstbeherrschung stieg er aus dem Bett, schnappte sich neue Klamotten und trabte damit ebenfalls ins Bad. Immerhin war es ja nicht so, als ob er Aya noch nie nackt gesehen hätte...
Die warmen Wasserstrahlen massierten die verspannten Schultern und die Kopfhaut sehr angenehm. Zufrieden schloss Aya die Augen und hoffte, dass Schuldig noch lange, lange schlafen mochte. Leider wurde ihm dieser Wunsch nicht erfüllt. Es war sein Instinkt, der ihm verriet, dass er nicht mehr alleine war. Jedoch ließ er sich von Schuldigs Anwesenheit nicht stören, er wusch sich und seine Haare weiter, bis er auch wirklich fertig war. Die Tür öffnend schnappte er sich sofort ein Handtuch und wickelte sich darin ein. "Jaja, ich mach dir gleich dein Frühstück." Wie gut, dass er mit so wenig Essen auskam...
Zustimmend nickte Schuldig nur, so früh am Morgen war er in keiner Weise ansprechbar und man tat gut daran, einen gewissen Sicherheitsabstand zu ihm zu halten und ihm nur ja nicht auf die Nerven zu gehen. Kaum war Aya aus der Dusche und dem Bad verschwunden, stellte sich der Langhaarige in die verglaste Kabine. Er brauchte zwar deutlich länger als der Rotschopf zuvor, aber das war ja auch sein gutes Recht. Nach einer halben Ewigkeit betrat er gestylt und in frischen Kleidern die Küche und ließ sich wortlos auf einen Stuhl fallen.
Ebenso wortlos stellte Aya ihm einen Tee hin. Dieses Mal hatte er sich wesentlich mehr Mühe gegeben, aus welchem Grund wusste er selber nicht. Er war schon versucht, sich heute nicht auf die Fliesen zu knien, weil ihm noch vom Duschen kalt war. Letztendlich aber überzeugte der Wunsch nach seiner Schwester seinen Stolz, sodass er neben Schuldig in die Knie ging und auf alles weitere wartete.
Noch immer guckte der Telepath den Anderen einfach nur an. "Hast du nicht irgendwas vergessen?", half er Aya schließlich auf die Sprünge. Trotz dem gestrigen Abend und der gemeinsam verbrachten Nacht - wenn sie sicher auch nicht so verlaufen war, wie Aya sie sich gewünscht hatte - galten seine Regeln immer noch.
Aya grübelte. Worauf spielte Schuldig an? Im Moment fiel ihm nicht das passende ein. Soweit trank der Orangehaarige seinen Tee ohne Zucker oder Milch und zum Frühstück aß er kaum etwas, hatte er selbst gesagt. Der Jüngere schaute seinen Kontrahenten eindringlich an. Dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Auf so eine lächerliche Kleinigkeit bestand der Schwarz also! Elegant erhob sich Aya und beugte sich zu Schuldig, um den obligatorischen Morgenkuss auf die Wange zu hauchen. Nicht mehr und nicht weniger.
"Na also, geht doch!", meinte Schuldig eine Spur zufriedener. Erst im Nachhinein ging ihm auf, dass das eigentlich keine Herausforderung für Aya mehr war nach gestern Abend. Hm. Das kam davon, wenn man noch nicht ganz wach war. Na, in Zukunft würde der Rothaarige sich das sparen können, denn wenn es ihm nichts ausmachte, empfand der Orangehaarige keinen Spaß dabei. Er nahm wieder seine Tasse zur Hand und widmete sich seinem Tee.
Gelassen nahm Aya wieder Platz, lehnte sich bequem an das Tischbein. So ein Platz auf dem Boden hatte auch etwas Gemütliches an sich. Man sah die Dinge mal aus anderen Blickwinkeln. So stellte er zum Beispiel fest, dass Schuldigs Hosenbeine ausgefranst waren vom ständigen darauf Treten. Das hätte er dem sonst so pingelig gekleidetem Schwarz nicht zugetraut. Und auch mit dem sich langsam erwärmenden Untergrund konnte er Vorlieb nehmen. In aller Ruhe aß er seine Schüssel leer und hoffte, dass er heute möglichst schnell nach Hause konnte. Für einen kurzen Augenblick erstarrte er, als er an seine kleine Schwester dachte, die bestimmt schon bald wieder lachen und spielen konnte.
~*~
Vier Tage später...
Ein paar Tage später, in denen Schuldig Aya jeden Tag mehr oder weniger lang um sich gehabt hatte, saß der Schwarz in seinem Wohnzimmer und sah sich lächelnd die Fotos an, die er am ersten Tag von Aya gemacht und die er eben entwickelt hatte. Sein Lächeln drückte diesmal keinen Spott aus, sondern einfach nur Wärme. Der Kleine sah wirklich zum Anbeissen an, manifestierte sich sein erster Eindruck. Über die wirklich gelungenen Schwarz-Weiß-Fotos vergass er völlig die Zeit, da er ja eigentlich auf den Rotschopf wartete.
Eben jener stand vor der Tür und begehrte Einlass. Zum zweiten Mal klingelte er. Noch einmal und er würde wieder gehen. Es musste etwas wirklich Wichtiges sein, womit der Telepath beschäftigt war, sonst wäre er sofort nach dem ersten Klingeln in die Wohnung gelangt. Doch endlich öffnete sich die Tür. Abschätzend schaute er den Orangehaarigen an. Nach der schlechten Laune gestern hoffte Aya, dass Schuldig wieder einen guten Tag hatte. Kaum war die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen, küsste er Schuldig auf die Wange. Gleich vor den Augen des Anderen begann er sich auszuziehen. Mittlerweile hatte er sich einen Spaß draus gemacht, sich auf immer wieder andere Weise zu enthüllen. Schuldig bekam davon immer sexy Stilaugen, hatte Aya vor drei Tagen spöttisch bemerkt.
Insgeheim begeistert sah der Orangehead, dass Aya diesmal sogar wieder die Fußbänder angelegt hatte, obwohl er die Dinger schon längst vergessen gehabt hatte. Auch dass der Andere die Zicken abgelegt hatte, beim Ausziehen rum zu meckern, empfand der Deutsche als sehr erfrischend. "Komm rein", meinte er gutgelaunt. Diesmal hatte er sich soweit herabgelassen, seinem Haustierchen auch mal was Gutes zu tun und ihm einen Tee zuzubereiten, von dem er wusste, dass der Andere ihn gerne mochte.
Das Aroma des Tees stieg Aya in die Nase. Eindeutig war das ein wunderbarer Vanilletee. Mit ein wenig Zucker würde das ein Erlebnis werden - sollte der Tee für ihn bestimmt sein. Neugierig trabte Aya hinter Schuldig in die Küche. Er fragte sich, was sich Schuldig heute für ihn ausgedacht hatte. Die letzten Tage waren für ihn sehr abwechslungsreich gewesen, auch wenn sie sich nicht noch einmal so nah gekommen waren, wie an jenem Abend. Der Orangehaarige reichte ihm tatsächlich die Tasse mit Tee. "Womit habe ich das verdient?", fragte er mit leiser Ironie. In Wirklichkeit interessierte ihn diese Seltenheit tatsächlich.
"Einfach so, ich hatte grad Lust drauf." Musste er hier seine Entscheidungen erläutern? "Trink, oder lass es bleiben... Und komm ins Wohnzimmer, da ist es wärmer." Ohne auf Aya zu warten, ging er einfach voraus, in dem Wissen, dass der Jüngere ihm folgen würde. Es blieb ihm ja auch gar nichts anderes übrig.
"Klar", murmelte der Rothaarige. Seit sechs Tagen war er nun in der Gefangenschaft des Schwarz, wenn auch mehr oder weniger freiwillig. Nein, eigentlich nur durch Erpressung. Langsam fragte er sich, wann er endlich gehen durfte. Mittlerweile war es Aya nicht mehr bewusst, dass er sich auf dem Teppich niederließ. Schweigend genoss er den warmen Tee und lehnte seinen Kopf an Schuldigs Oberschenkel.
Seine eigene Tasse stand schon auf dem Tisch und Schuldig beugte sich vor, um nach ihr zu greifen. Genüsslich das warme Gefäß in beiden Händen haltend lehnte er sich wieder zurück und seufzte leise. Dass er bei dieser Bewegung eines der Bilder vom Tisch wischte, fiel ihm nicht auf.
Eine kleine Bewegung ließ Aya aufblicken. Etwas, das soeben vom Tisch gefallen war, erregte seine Aufmerksamkeit. Interessiert lehnte er sich nach vorne, sah die weiße Seite eines Fotos. Wortlos drehte er das Bild um und sah sich selbst in Schwarz-Weiß. Ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen, nahm er einen weiteren Schluck des warmen Tees und ließ das Bild auf sich wirken. Es war eines von denen, wo er seine Hand zwischen den Schenkeln bewegte. Es... war gut getroffen. Aya langte nach vorne, nahm den kleinen Stapel an Bildern in die Hand und blätterte durch die Aktfotos.
Lächelnd beobachtete Schuldig den Kleineren. "Gefallen sie dir?", wollte er ruhig wissen. "Ich könnte dir ein paar Abzüge machen." Auch das war weder spöttisch noch sarkastisch gemeint, sondern ausnahmsweise einfach einmal freundlich und ehrlich. "Du siehst verdammt gut darauf aus", fügte er versonnen an.
Aya fischte sich einige der Bilder heraus. Eines davon, auf dem er besonders gut getroffen war, hielt er Schuldig unter die Nase. Dazu musste er sich natürlich mehr als nötig strecken, lehnte sich weiter an den Orangehaarigen. Mittlerweile fiel es ihm kaum noch auf, wie oft er unnötigen Kontakt zu seinem 'Chef' suchte. "Aber irgendetwas fehlt an den Bildern..."
Stirnrunzelnd betrachtete Schuldig sich das Bild, auf dem Aya wirklich extrem gut aussah, kam aber nicht wirklich darauf, was der Rothaarige meinte. "Ach ja? Was denn, deiner Meinung nach?" Vielleicht hatte Aya ja wirklich eine Idee, wie man etwas Gutes noch besser machen konnte. Eine zweite Fotosession sollte jetzt nicht unbedingt das Problem sein.
Schuldig hatte den Köder geschluckt. Jetzt musste er nur noch seine Karten ausspielen. Vielleicht machte Schuldig sogar bei seiner verdammt guten Laune mit. "Zuerst einmal könnte man noch etwas mehr spielen, wenn es ein wenig Verpackungsmaterial gibt... Kleidung." Er erinnerte sich nur dunkel an einen Rock, den er vor langer Zeit einmal gekauft hatte. "Und noch etwas andres... Lebendes. Das sind nette Bilder, klar. Du bist ein guter Fotograph. Aber stell dir doch einmal vor, wie sich zwei halbnackte Leiber auf dem Bett wälzen könnten..."
Augenblicklich verstand Schuldig, worauf Aya hinauswollte. Und auf einmal fiel ihm auch auf, wie nahe ihm der Andere plötzlich gekommen war. Er beugte sich ein Stück vor, strich zärtlich eine der langen Strähnen hinter Ayas Ohr und zog ihn auf diese Weise noch ein wenig näher. Fest sah er in die violetten Augen, genoss das elektrische Knistern, das auf einmal zwischen ihnen herrschte. "Die 'Verpackung' ist kein Problem, wie du ganz genau weißt. Was das andere angeht..." Er machte eine kunstvolle Pause. "... kannst du ja mal einen deiner Kollegen fragen, ob sie Lust drauf hätten."
"Nicht attraktiv genug", bestimmte Aya und schaute weiterhin Schuldig offen an. Er hatte vor Schuldig kaum noch etwas zu verstecken. "Hast du es schon einmal versucht?", fragte der Rothaarige und brach den Blickkontakt mit einem Blinzeln. Er wandte sich ab und schaute in die spiegelnde Flüssigkeit in seiner Tasse. "Anfangs ist dir kalt vor Aufregung, doch du guckst in die Kamera und weißt, dass es sich lohnt. Und dann..."
Amüsiert hörte der Telepath den Ausführungen des Jüngeren zu. "Und dann?", wollte er schmunzelnd wissen. Natürlich hatte er sich auch schon ein paarmal so vor Kameras geräkelt, er kannte das Gefühl also. Aber das musste Aya ja nicht unbedingt wissen. Irgendwie fand er die Begeisterung des Rothaarigen und den Eifer, ihn mit dazu zu bekommen, niedlich. Und interessant. Die leise Frage schlich sich in sein Denken, was Aya damit bezweckte.
"Dann...", lächelte er und dachte zurück. Sowohl an ihren ersten Tag als auch an einige Jahre zuvor. "Dann baut sich eine gewisse Spannung zwischen dir und deinem Fotograph auf. Du weißt, dass er das Beste von dir sehen will. Und du selbst bist bereit, es ihm zu geben. Und dann wirst du heiß und willst, dass das die besten Bilder werden, die jemals jemand sehen wird." Leise schloss er und nahm einen weiteren Schluck.
Leise lachte der Schwarz. Das war wohl mit die beste Definition, die er je gehört hatte. "Und warum willst du, dass ich da mitmache?" Das war die Frage, die ihn wirklich am meisten beschäftigte. Nicht, dass er vorgehabt hätte, sich mit Aya auf dem Bett herum zu wälzen. So etwas machte er schließlich nicht mit jedem. Aber da er heute wirklich gut gelaunt war, war er durchaus bereit, die Vorschläge und Gründe des Anderen zumindest anzuhören.
Eigentlich wollte Aya sagen, dass er den Anderen so _einschätzte_. Doch diese Antwort verkniff er sich. Das Recht Schuldig einzuschätzen hatte er wohl nicht. "Es könnte dir Spaß machen", meinte er daher unbestimmt und mit den Schultern zuckend. In Gedanken fügte er hinzu, dass er sich gerne als Fotograph zur Verfügung stellte.
"Könnte es, ja", stimmte der Telepath immer noch lächelnd zu. Dann machte er einen gedanklichen Sprung zu etwas, das zuvor angesprochen worden war. Ohne die winzigste Veränderung in seinem Gesicht fragte er den Rothaarigen ganz unschuldig: "Was hältst du eigentlich von einem kleinen Spaziergang?" Die Tasche mit Ayas Outfit stand immer noch unberührt im Flur und wartete eigentlich nur auf ihren Einsatz.
Beinah hätte Aya gelächelt, als der den plötzlichen Themenwechsel erkannte. "Und danach wagen wir ein Experiment?" Ja, nun stellte er bereits Forderungen, wenn auch nicht ganz so offensichtlich. Ein Spaziergang bei dieser kühlen Luft würde ihm vermutlich gut tun, wie sich der Rothaarige eingestand. Das würde ihn von seinen abstrusen Gedanken abbringen, die sowieso nichts Gutes hervorbrachten.
"Welches Experiment?" Schuldig war schon aufgestanden, um Aya den Rock, das Top und die Stiefel zu bringen. Ihm war völlig klar, dass er den Kleineren bei diesen Temperaturen nicht nur in dem Nichts von Oberteil auf die Strasse lassen konnte. Aber auch da hatte er vorgesorgt. An seiner Garderobe hing eine gefütterte Lederjacke, die hervorragend zu dem Rock passen würde. Aber die würde Aya erst bekommen, wenn sie schon fast aus dem Haus waren. Auffordernd hielt er dem Rotschopf die Tasche hin.
Aya nahm die Tasche entgegen. Flüchtig beschaute er sich deren Inhalt. Da war es, das Zeug, das Schuldig ihm gekauft hatte. "Nun", sagte er beiläufig und richtete sich auf, um sich anzuziehen. "Ich denke doch mal, dass deine Kamera einen Selbstauslöser hat." Tiefgründig lächelte er, bevor er sich im nächsten Moment wieder zusammenriss.
Schuldig Lächeln nahm einen wölfischen Zug an. "Wir werden sehen", erwiderte er geheimnisvoll. Als er jedoch zusah, wie sich Aya in die wirklich ausgesprochen anregenden Klamotten zwängte, wurde ihm ziemlich heiß und sein Entschluss, auf gar keinen Fall auf irgendeinem Foto zusammen mit dem Weiß zu erscheinen, geriet bedenklich ins Wanken. Wieder einmal befand er, dass Aya nicht nur eine Sünde wert, sondern die Sünde selbst war. Noch dazu in solchen Kleidern, die von Haus aus an Schuldigs Nerven zerrten. Da hatte er sich wohl ein gewaltiges Eigentor geschossen.
Ein bisschen unglücklich tastete Aya mit seinen Händen über den kurzen Rock. Der Lack lag eng an, daran hegte er keine Zweifel. Doch als er so über seinen Hintern strich, bemerkte er, dass er Mini wirklich kurz war. Damit durfte er sich ganz sicher nicht bücken, zumal er keine Unterwäsche hatte. Allerdings musste er genau das tun, um die Stiefel anzuziehen. Spieltrieb war es, der ihn dazu bewegte, sich tief zu bücken und die Reißverschlüsse schon fast sinnlich zu schließen. Tief durchatmend richtete er sich auf und studierte Schuldigs Augen eindringlich. Er sah darin etwas, was er weiter zu schüren gedachte. Unterkühlt ging er an dem Orangehaarigen vorbei und öffnete die Tür. "Was ist", fragte er über die Schulter zurück.
Wie jetzt? Kein Gemecker über die Länge des Rocks, über das knappe Top, die auffälligen Stiefel? Nicht ein Ton über die draußen vorherrschenden Temperaturen? Das war schon ein wenig schwach, fand Schuldig. Oder aber Aya hatte sich endlich mit seiner Rolle als Haustier abgefunden. Dann würde es allerdings Zeit werden, das Spiel zu beenden, bevor es langweilig wurde. Nach einem Griff zu seiner eigenen Jacke und der, die er dem Kleineren zu geben gedachte, zog der Telepath die Wohnungstür hinter sich zu. Dass er dabei keine Sekunde die Augen von Aya lassen konnte, fiel ihm gar nicht auf.
Ohne sich dessen bewusst zu werden, stiefelte Aya los. Ohne ein Kommando von Schuldig. Es lag bestimmt an diesem Outfit, das seine Gesichtszüge nobel, ein wenig überheblich werden ließ. Er drückte den Knopf, um den Fahrstuhl zu holen. Durch die Stiefel war er genau auf einer Augenhöhe mit Schuldig. "Wenn ich krank werde, hast du nichts mehr zum Spielen." Gleichzeitig erklang das Geräusch, welches den Lift ankündigte.
Stumm hielt der Schwarz dem Jüngeren die warme Jacke entgegen. Dann riss er sich enorm zusammen, räusperte sich leicht und murmelte mit leicht belegter Stimme: "Denkst du, ich will, dass du krank wirst?" Himmel, dieser Spaziergang würde die Hölle werden. Zum Glück reichte seine eigene Jacke über seinen Schritt, denn sonst wäre die Beule in seiner Jeans unübersehbar gewesen.
Langsam drehte er den Spieß um. Wenn Aya fertig war, würde Schuldig leiden. Wenn seine Schwester einmal wach war, würde er ohne Gnade Rache für all diese Tage verlangen. Obwohl es wirklich amüsant war, den Schwarz nach und nach mehr von seinem Konzept abzubringen, ihm sogar den Kopf zu verdrehen, wie es manchmal d
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Die letzten 5 Kommentare
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Kommentar von: Aya-chan60
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Username: Aya-chan60
Datum: 29.06.2007 - 09:43
Kommentar Nr.: 3649
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Diese FF scheint vielversprechend zu werden, deshalb werde ich mich durch die schon bestehenden Kapitel lesen.
Ich bin sehr neugierig, ob es Schuldig ernst meint, das er die Sis wieder zum Leben erwecken will, oder ob es nur ein mieser Trick ist, sich Aya/Ran, gefügig zu machen...ohne das er das mit der Schwester vorhat...
Ich lass mich überraschen...
Lieben Gruß
Aya-chan60 ^___^
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Kommentar von: StoFftieRchEn
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Username: StoFftieRchEn
Datum: 28.05.2007 - 20:10
Kommentar Nr.: 3451
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Puh...*erstmal luft holt* aya hat ja ziemlich lange gebraucht umsich über ihre situation bewusst zu werden (kleines dummerche)... ich hatte ehrlichgesagt schon befürchtet das es kein happy end gibt... und obwohl es doch eins gab könnte ich aya eine reinhauen...wie kann er sowas nur mit shu machen???
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Kommentar von: CatMischa
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Username: CatMischa
Datum: 20.05.2007 - 22:09
Kommentar Nr.: 3416
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AAAAAAAH! puh, das musste ich loswerden!
Ich habe gerade die ganze Story in einem Rutsch durchgelesen. Dabei war ich so gefesselt, dass ich nix anderes mehr mitbekommen habe! Ich war gefangen zwischen freude und dem Bedürfniss wahlweise Ran oder Schu den Hals umzudrehen XD
Mittendrin war ich etwas enttäuscht, weil ich dachte: oh mein gott bitte kein kitschiges 'und sie leben ewig in frieden` ende, weil ich das meistens überhaupt nicht abkann.
Aber dann ist es passiert! Die Geschichte hat sich so wunderbar mit echten problemen und den gefühlen auseinander gesetzt, dass ich den beiden dann doch ein kitschiges ende gewünscht habe (obwohl ich den bittersüßen schmerz während der "trennung" noch mehr genossen habe)
Kurzum: Eine wirklich gelungene Geschichte!
Bitte immer so weiter machen!
Gruß Mischa =^.^=
(heilige sch**** habe ich viel gelabert XD)
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Kommentar von: Galu
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Username: Galu
Datum: 19.05.2007 - 17:52
Kommentar Nr.: 3395
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Oh man!!! Also ich hätte Aya ja noch länger schmoren lassen. *schimpf*
Was er da mit Schu abgezogen hat, war nicht richtig.
Er nimmt sich ALLES...und Schu darf gar nix. So gehts ja wohl auch nicht. Und dann eifersüchtig reagieren, wenn Schu zurück schlägt.
Schu hat mir stellenweise so richtig leid getan, vor allem, als ER ein Geschenk hatte...und Aya nur das Vögeln mit Soubi im Kopf hatte.
Nun ja...Aya hat sich letzendlich ja noch berappelt, dennoch würde ich an Schus Stelle, das Kätzchen einfach mal für eine Weile anbinden.....*kicher...vielleicht hätte Aya dann Abwechslung genug ?
So einen Aya, der sich nicht wehren kann vernaschen....ist doch auch mal schön.... *
Es war eine sehr interessante Story, die ich sehr gern gelesen hab. Mal hab ich Schu bemitleidet...mal Aya....sehr abwechslungsreich. Toll!!!
Liebe Grüße
Galu
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Kommentar von: Liliana
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Username: Liliana
Datum: 13.05.2007 - 15:18
Kommentar Nr.: 3370
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Also, auch auf die Gefahr hin, das mich hier einige gerne lynchen würden , wenn sie lesen was ich zu meckern hab, trotzdem..
Ja, klar, ich freue mich auch wie´n Schneekönig, das Aya und Schu wieder zusammen sind ! Doch ! Wirklich !!! ..
Nur, hmmm ..
Mir ging das irgendwie zu schnell, oder zu glatt. Für Aya.
Klar, er hat was draus gelernt, hoffe ich mal, aber irgendwie .. ich weiß nicht so recht .. . Nun, er schnappt sich einfach den Schlüssel von Yoji´s Bund und geht dann einfach so zu Schu, Ohrring rein, und sagt in etwa, das er wieder zurück kommen will, ich war schlecht ... bla bla .. .. .. und dann: Friede, Freude, Eierkuchen.
Ja, Schuldig will ihn unbedingt wieder haben, aber trotzdem finde ich, nachdem wie Aya sich aufgeführt hat, hätte er ruhig noch etwas Zögern von Schuldig verdient.
Ich finde, das Zurückkommen ist ihm zu leicht gemacht worden. Er hat es sich nicht wirklich hart erkämpfen müssen.
Ja, klar, es hat ihm nicht gefallen, das Schu nun seinerseits mit anderen ins Bett geht, vorzugsweise mit Yoji, und er war auch durch den Wind, als sie zwei Wochen getrennt waren .., aber ich weiß nicht ..
Wenn einer wirklich gelitten und gekämpft hat, dann Schuldig.
Obwohl, der Part mit Yoji, den Schu hingelegt hat, war schon heftig und es ist schon ziemlich fies, das Aya das auch noch sehen und hören durfte. hmmm
Naja, vielleicht ist Aya ja doch, schon allein dadurch, ordentlich bestraft worden und er hat es wirklich verstanden.
So, das war´n nur so´n paar Gedanken zum letzten Kapi. Und wie auch immer, letztendlich bin ich froh, das beide haben was sie wollen. Und ich auch .. hehehe ..
geile Lemon-Szenen .. blöd grins ..
Habt ihr auch wieder toll geschrieben.
Diese Geschichte hat mir wie nix meinen Blutdruck hochgetrieben - lach - oh man, hätte ich Aya am liebsten auf den Mond geschnipst, aber sowas von ..
Aber jetzt ist alles wieder gut.
Winke Lil
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