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Alter |
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Veröffentlicht |
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Beendet
| Ab 18 Jahren |
Deutsch |
08.03.2007 | 09.05.2007 |
333034 |
4.75 Bei 28 Vote(s) |
1412 |
| Autor: |
wildest_brad |
| Pairing: |
Schuldig/Aya |
| Kategorien: |
Romantik |
| Inhalte: |
Lemon |
| Einführung: |
Es war ein Angebot, dass Aya nicht ablehnen konnte.
In der Aussicht auf Glück begab er sich in die Hände seines schlimmsten Feindes.
Doch der fordert Dinge, die Aya zwingen, seinen Stolz zum Schweigen zu bringen... |
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Chancen, die zu ergreifen sind
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Heute ausnahmsweise mal ohne langes Vorgerede... Es tut mir leid, dass dieser Teil so lange auf sich warten liess. Dafür gehts jetzt wieder schneller und regelmässiger ;-) Vielen Dank für die Kommis und Bewertungen!
~*~ 3. Chancen, die zu ergreifen sind
Der Telepath schlief in dieser Nacht ausgesprochen gut - und vor allem lange. Es war schon nach neun, als er langsam seine Augen aufschlug. Der Duft von Kaffee weckte seine Lebensgeister und er fragte sich für einen Moment, woher der köstliche Duft eigentlich kam. Doch dann fiel ihm ein, dass er ja jetzt seinen persönlichen Sklaven hatte. Halbwach kroch er aus den Federn, streckte sich ausgiebig und tappte dann ins Wohnzimmer, von wo aus er die einzelnen Räume entriegelte. Nur in Shorts und noch immer vom Schlaf verwuschelt schlurfte er dann in die Küche, um sein braves Tierchen zu begrüßen.
Aya war mehr als pünktlich gewesen. Doch das hatte ihm nichts gebracht. Schuldig schlief noch und er selbst begann sich zu langweilen. Auf jedes noch so kleine Geräusch lauschte er, erwartete er doch, jeden Moment mit Schuldig konfrontiert zu sein. Dem Schwarz gefiel es bestimmt nicht, wenn er noch angezogen war. Dann, nach einer schieren Unendlichkeit in einem fremden Haushalt, hörte er ein Schloss knacken. Hastig zog Aya sich aus, legte die Kleidung über einen Stuhl. Er hatte gut vorgesorgt. Auf dem Tisch stand ein Teller mit Stäbchen und westlichem Besteck, eine Tasse, die dampfende Kaffeekanne wurde von einem kleinen Stövchen warm gehalten. "Guten Morgen", sagte er.
Anerkennend hob der Orangehaarige eine Augenbraue und nickte gnädig, bevor er sich setzte. "Du kannst dir auch etwas nehmen", bot er dem Jüngeren freundlich an - fast ein wenig zu freundlich. "Und in Zukunft sprichst du erst, wenn ich es dir erlaube. Außerdem erwarte ich von dir zur Begrüßung einen dankbaren Kuss auf die Wange. Ansonsten ist dein Platz auf dem Boden, ob ich nun im Raum bin, oder nicht!" Das klang schon wieder wesentlich kälter und wacher.
Dieser arrogante Bastard erdreistete sich, Aya so etwas zu befehlen. Stand in dem Vertrag nicht groß und deutlich geschrieben, dass er Körperkontakt - vor allem bei dem Schwarz - verabscheute? "Natürlich", sagte Aya und senkte den Kopf. Er hatte hier nichts zu melden, musste nach Schuldigs Pfeife tanzen. Dass er vorhin schon etwas aus Schuldigs Kühlschrank gegessen hatte, erwähnte er vorsichtshalber nicht. Eigentlich wollte er fragen, was der Andere zum Frühstück essen wollte - aber er durfte ja nichts sagen.
"Na dann..." Schuldig schaute den Weiß abwartend an. "Wo bleibt mein Begrüßungskuss?" Nur zu deutlich hatte er den Widerwillen über diese Order in den violetten Augen gelesen. Allein schon deswegen bestand er auf die Erfüllung. Je mehr Aya über seinen eigenen Schatten springen musste, je mehr er sich selbst aufgab, desto besser.
Aya verschränkte seine Arme vor der Brust. Sein Blick richtete sich auf die Wange, die er küssen sollte. Noch nicht einmal rasiert hatte Schuldig sich! Missmutig kam Aya näher und streifte mit seinen Lippen den Wangenknochen. Keine Sekunde blieb er länger, als unbedingt nötig war. Trotzig stand er dann vor dem Schwarz. "Noch was?"
Der Blick, der daraufhin aus grünen Augen auf den Rothaarigen traf, war der reinste zornige Blitz. "Wie lange brauchst du zum Lernen?", fragte Schuldig gelangweilt. "Je länger du mit unnötigen Diskussionen Zeit verplemperst, desto länger schläft deine Schwester. Aber mir kann es ja egal sein..." Schulterzuckend wandte er sich dem Tisch zu, auf dem der duftende Kaffee immer noch auf ihn wartete.
Die Hände zu Fäusten ballend, verbiss Aya sich jeden Kommentar und jedes Knurren. Betont ruhig nahm er dann die Kanne an sich und schenkte Schuldig den Kaffee ein. Schnell ging er zum Kühlschrank und stellte alles, was er für nötig hielt, auf den Tisch. Für sich holte er schnell eine kleine Tasse und goss sich ebenfalls Kaffee ein. Dann setzte er sich zu Schuldigs linker Seite auf den Boden.
"Brav!", lobte der Deutsche Aya mit einem spöttischen Unterton. Das würde ganz bestimmt ein richtig lustiger Tag werden. Und Schuldig war wirklich neugierig darauf, auf die Schmerzgrenze des Weißleaders zu stoßen. Die kleine Vorstellung eben war schon ziemlich in diese Richtung gegangen. Rasch hatte er seinen Kaffee ausgetrunken -Essen konnte er um diese Uhrzeit ohnehin noch nichts- und sah dann nachdenklich auf den Mann, der gehorsam neben ihm kniete. "Steh mal auf!", forderte er plötzlich.
Von seiner antrainierten Geschmeidigkeit war nach dem Sitzen in dieser Position nicht mehr viel übrig geblieben. Zudem ergriff die Kälte des Bodens langsam seine Glieder. Dennoch tat er, wie ihm befohlen war. Erst noch hatte Aya den Kopf gesenkt, ganz als wäre es ihm peinlich, nackt vor seinem Feind zu stehen. Dann jedoch hob er ihn. Noch hatte er nicht klein beigegeben.
Der Telepath beschrieb mit seinem Zeigefinger einen Kreis in der Luft. "Dreh dich - aber langsam!" Ihm war gerade eine nette, kleine Idee gekommen, die er allerdings noch nicht so schnell in die Tat umsetzen konnte. Aber vorbereiten konnte er sie schon einmal. Seine Augen ruhten dabei prüfend auf dem Kleineren. Deshalb entging ihm die aufflackernde Wut in den violetten Iriden auch nicht. Es amüsierte ihn köstlich, auch wenn er es nicht zeigte. Im Gegenteil. Seine Miene wurde noch eine Spur kälter.
Aya wusste nicht genau, ob er sich einmal gänzlich drehen sollte, oder aufhören sollte, wenn er Schuldig den Rücken zuwendete. Für wenige Augenblicke blieb er tatsächlich so stehen, dass der Schwarz eine wunderbare Aussicht auf sein Hinterteil hatte. Der Rothaarige schaute über die Schulter zurück, suchte nach einer kleinen Geste, die ihm verriet, was Schuldig plante.
"Na komm, weiter!", grinste der Telepath. Ja, das sah doch gar nicht schlecht aus. Zufrieden nickte Schuldig. "Komm!" Wieder ging er vor ins Schlafzimmer und kramte ein weiteres Mal in seinem Schrank herum. Er warf dem Rothaarigen ein Shirt und eine Jeans zu, die beide mehr zeigten als verbargen. "Zieh an, wir gehen shoppen!"
"Bei dem Wetter", rief er empört. Er sorgte sich nicht wirklich um das Wetter, eher um die zugeworfene Kleidung. Außerdem verdienten diese... Fetzen das Wort 'Kleidung' gar nicht mehr. Aya sah die grünen Blitze, die Schuldig ihm entgegen schleuderte. "Entschuldige..." Gehorsam stieg er in die zerrissenen Jeans. Die Reißverschlüsse, die sich über die gesamte Länge der Beine erstreckten, schloss er eilig. Das Oberteil zog er voller Widerwillen an. Ab der Hälfte waren es wirklich nur noch Stoffstreifen, die seinen Bauch zu verdecken versuchten. Herr Gott noch mal, das war Sommerkleidung, empörte Aya sich in Gedanken.
Die Klamotten, die er sonst für diverse Clubbesuche getragen hatte, standen Aya sehr gut, befand Schuldig. Er machte sich keine Sorgen, dass es Aya zu kalt werden würde, immerhin würden sie nur entweder im Wagen sitzen oder sich in Geschäften befinden. In ganz speziellen Geschäften. Stirnrunzelnd betrachtete der Telepath den Anderen. Irgendetwas fehlte da noch... "Wo ist dein Halsband?", baffte er den Kleineren an. "Wer hat dir gesagt, dass du es ablegen sollst?"
Nun kam Aya in Erklärungsnot. Er begann zu stottern. "Es... Ich habe es... nicht... hier." So sehr er auch gehofft hatte, dass Schuldig das nicht bemerkte, es war zu spät. Gestern Abend hatte er es bei einem Blick in den Spiegel von seinem Hals gerissen - und liegen lassen. "Es war keine Absicht", versicherte Aya und er schaute Schuldig entschuldigend an.
"Okay..." So etwas würde Schuldig in Zukunft zu verhindern wissen. Ein weiterer Griff in den Schrank beförderte ein neues Band zu Tage, das sich von dem anderen nur in einer Kleinigkeit unterschied: Es hatte keinen normalen Verschluss, sondern eine Art kleines Schloss, das man nur mit einem Schlüssel öffnen konnte. Geschickt legte er es dem Rothaarigen um, verschloss es und schob den Schlüssen in die Hosentasche. "So, jetzt kann dir das nicht mehr passieren", stellte er sarkastisch fest. "Wir wollen doch nicht, dass ich mich über dich ärgern muss, oder?"
Ayas beschleunigter Atem war es, was ihn und seine Nervosität verriet. Da wo Schuldigs Finger ihn gerade streiften, brannte seine Haut. Rasch nickte er ergeben und murmelte eine zustimmende Antwort. Schuldig ging bereits in den Flur und Aya beeilte sich, ihm zu folgen. Ein letzter Blick flog zu seinem warmen Mantel. "Kann ich nicht.... doch noch den... Mantel." Jäh verstummte Aya, als er Schuldigs wütenden Blick sah.
Schnell stieg der Schwarz mit seinem Anhängsel in den Aufzug und ließ sich in die Tiefgarage bringen. Dort steuerte er seinen Wagen an, entriegelte ihn per Fernbedienung und stieg ein. Als sich der Rothaarige neben ihm befand, startete er den Wagen und raste aus der Garage.
Während der Fahrt schweiften Ayas Gedanken ab. Machten sich Yohji, Ken und Omi Sorgen um ihn oder waren sie froh, ihn endlich einmal los zu sein? Ob sie den Laden auch ordentlich führten? Zufällig sah er eine Uhr auf der Straße und musste lächeln. Jetzt gerade war Pause und die Drei konnten sich bestimmt nicht vor den quirligen Mädchen retten. "Schu...", wagte er leise zu sagen. "Wie lange noch?"
Ein schneller Seitenblick streifte den Kleineren. "So lange ich will." Damit konzentrierte er sich wieder auf die Straße, ohne nachzufragen, was Aya genau gemeint hatte - heute oder überhaupt. Umsichtig parkte er vor einem sehr exklusiven Laden - für ausgefallene Dessous. Strahlend sah er den Anderen an. "Und da gehen wir jetzt einkaufen."
Eher skeptisch erwiderte Aya den Blick. Nein, das würde ihm definitiv nicht gefallen. Doch er wagte nicht, etwas in dieser Richtung zu sagen. Sobald Schuldig aus dem Wagen ausstieg, tat Aya es ihm gleich und folgte dem Anderen in den Laden hinein. Er wusste nur allzu genau, worauf das hinauslaufen würde. Ein was Gutes hatte das Einkaufen: Schuldig zahlte ihm die Klamotten. "Hast du bestimmte Vorstellungen?", wollte Aya wissen, nur damit er schon mal wusste, worauf er sich einstellen musste.
Schmunzelnd nickte der Deutsche, dass seine orangen Strähnen wild um seinen Kopf flogen. Na, er konnte die Bombe ja schon ohne weiteres jetzt platzen lassen - Aya würde es in wenigen Augenblicken ohnehin erfahren. "Ich dachte da an einen netten Lackminirock für dich. Und so ein niedliches Top, das auf der Brust geknotet wird. Du wirst sicher richtig heiß aussehen, wenn wir beide so spazieren gehen..." Der entgeisterte Gesichtsausdruck des Weiß übertraf alle seine Vorstellungen.
"Mini...", wiederholte Aya verstört. Er glaubte sich verhört zu haben. Was sollte denn bitteschön mit einem Rock? Ein Gedanke blitzte in ihm auf. Gleich konnte er ein Stück Rache bekommen... gleich. Teilnahmslos ließ er sich von Schuldig alles auf den Arm packen, was er nachher anprobieren würde. Verschiedene Farben, Größen, Schnitte. Mit eiskalter Miene betrachtete er den freudestrahlenden Schuldig.
Voller Vorfreude grinsend schob der Ältere Aya in die Richtung der Umkleidekabinen. "So. Ich bin schon gespannt, ob du wirklich so gut in den Sachen aussiehst, wie ich mir das vorstelle." Mit einem Ratschen zog er den Vorhang zu, ließ es sich aber nicht nehmen, dann doch seinen Kopf durch den Spalt der beiden Stoffbahnen zu stecken, um dem Anderen beim Umziehen zuzusehen.
Im Spiegel bemerkte Aya die beobachtenden Blicke. Er verstand immer noch nicht, warum Schuldig das machte. Um ihn zu kränken, demütigen, oder gar um ihn zu brechen? Kaum hatte Aya sich den Lackmini über die Hüften gezogen, hörte er ein bewunderndes Pfeifen. Schneller als der Andere etwas mitbekam, packte Aya den Orangehaarigen am Kragen und zog ihn in die Umkleide hinein. Er brachte sein Gesicht nah an das seines Gegenübers, fletschte die Zähne. Er hatte nicht vergessen, dass er das 'niedliche Top' tragen sollte. "Behandle mich nicht wie ein Mädchen", zischte er leise und verächtlich. Aya wusste sehr genau, dass er sich auf dünnes Eis begab, aber er musste einige Dinge klarstellen.
"Dann benimm dich nicht wie eins und denke, du könntest hier herum zicken", konterte Schuldig sofort. "Vergiss nicht, wer von uns beiden sagt, wo's lang geht. Sei doch froh, mir könnten noch ganz andere Sachen einfallen..." Tatsächlich war ihm auch noch so einiges eingefallen, was er dem Anderen aber eigentlich nicht hatte antun wollen. Andererseits - wenn Aya es unbedingt drauf anlegte, würde es für ihn auch kein Problem darstellen, zu etwas anderen Methoden zu greifen.
"Ach ja?", hakte Aya verächtlich nach. Jetzt war er doch wirklich gespannt, was der Andere ihm antun wollte. Es konnte doch nicht viel schlimmer werden, als dass er Kleidung anzog, die sonst nur Frauen trugen. Außerdem, er zickte hier gar nicht rum! Nur langsam ließ er Schuldigs Jacke los und zog sich ein Stück zurück. Dieses ekelhafte Grinsen; er wollte es dem Anderen aus dem Gesicht schlagen, womit der Deal aber hinfällig wäre.
"Ja", konterte Schuldig schlicht. Er hatte genug von dieser seiner Ansicht nach völlig sinnlosen Diskussion. Aya hatte ohnehin zu tun, was er verlangte. Kaum hatte der Rothaarige den wirklich knappen Mini über die Hüften gezogen, der an der Seite mit Bändern geschnürt war, blieb dem Telepathen erst einmal für eine Sekunde die Spucke weg. Donnerwetter, das war ja besser als erwartet! Da kamen die schlanken Beine des Anderen erst so richtig zur Geltung. Verflucht, sah das heiß aus! "Komm mal raus!", befahl er mit rauer Stimme.
Mit einer steinernen Miene hob Aya den Vorhang der Kabine und präsentierte sich Schuldig. Undefinierbar war sein Blick, als er in dem Gesicht seines Gegenübers nach verdächtigen Zeichen suchte. Hatte er sich geirrt, oder war Schuldig tatsächlich so etwas wie aufgeregt? Der Rothaarige ging einige Schritte, drehte sich herum und kam wieder zu seinem 'Gebieter' zurück. "Und? Wie lautet dein fachmännisches Urteil", ätzte er.
"Cool!", grinste der Deutsche, "Der gehört dir auf jeden Fall." Die Überraschung hatte er sehr schnell überwunden, ebenso hatte er jetzt seine lässige Art wieder unter Kontrolle. Es würde gerade noch abgehen, wenn der Andere anfangen würde, ihm zu gefallen. "Du wirst alle Blicke auf dich ziehen, wenn du so aus dem Haus gehst." In Gedanken vervollständigte Schuldig schon das Outfit. Overknees und eben ein knappes Top und schon war sein kleines Haustier ausgehfertig.
Wortwörtlich fiel Aya die Kinnlade nach unten. "Aus... dem Haus... damit?" Und dann auch noch im Winter. Schuldig hatte nicht mehr alle Sinne beisammen, befand Aya für sich. Auch dagegen würde er zu gegebener Zeit Einspruch erheben; er wollte schließlich nicht wie ein Prostituierter rumlaufen. Nebenbei bemerkte Aya in Gedanken, dass dieser Rock allerdings viel mehr Stil hatte, um als Stricherkleidung durchzugehen.
Nun war es an dem Deutschen, ein wenig konsterniert zu gucken. "Ja, was dachtest du denn?", fragte er verblüfft nach. "Bei mir brauchst du so was nicht, und ich glaube auch nicht, dass du vor deinen Kollegen so was anziehen würdest. Oder?" Das letzte Wort hatte er mit einem lauernden Unterton ausgesprochen. Es wäre schon ganz lustig, Aya in diesen Sachen einmal in den eigenen Laden zu schicken, um dort etwas zu holen... Die anderen Weiß würden wohl an Nasenbluten eingehen.
"Das wirst du nicht tun", bestimmte Aya. Dabei war ihm längst klar, dass er sehr wohl in diesem Rock nach draußen gehen musste. Wenn er Glück hatte, würde das noch nicht heute passieren. Beinah schon beschwörend schaute Aya in Schuldigs grüne Augen, funkelte ihn an. "Dann werde ich ihn schon mal... ausziehen... zum Bezahlen." Er ließ Schuldig stehen und ging zurück in die Umkleide.
Das Top und auch die Stiefel nahm Schuldig so mit, ohne das Aya davon etwas mitbekam. Er freute sich jetzt schon diebisch auf den Tag, an dem er mit dem Rotschopf in diesen Klamotten eine Runde drehen würde. "So, dann können wir ja wieder heimfahren", bestimmte er nach dem Bezahlen. "Oder gibt es noch etwas, das du unbedingt haben müsstest?" Breit grinsend sah er den Jüngeren an. "Eine Leine vielleicht?"
Bitterböse verzog Aya das Gesicht, zeigte das Missfallen aber nicht Schuldig. Mit vor der Brust verschränkten Armen stand er da und wartete bis der Orangehaarige endlich fertig war. Als der Telepath dann vor ihm stand, senkte er seinen Blick und meinte übertrieben unterwürfig: "Ich folge dir auch ohne Leine." Aya hasste Ketten und Fesseln wie nichts anderes.
"Aber nett würde es aussehen", sinnierte der Telepath schmunzelnd. Naja, er musste es ja nicht übertreiben, obwohl es wohl Aya total gegen den Strich gehen würde, von ihm an einer Leine durch die Gegend geführt zu werden. Diese Option konnte er sich ja immer noch offen halten. Er stieg wieder in sein Auto und wartete, bis der Weiß sich neben ihn gesetzt hatte.
*
In seiner Wohnung stellte Schuldig die Tasche mit seinen Errungenschaften unbeachtet in eine Ecke. Die Sachen waren jetzt ja noch nicht wichtig. Er ließ sich auf die Couch fallen, sah den Rothaarigen an und meinte dann träge: "Mach mir Tee. Die Klamotten wirfst du im Bad neben die Waschmaschine." Hier brauchte Aya sie ja nicht mehr und er sah gar nicht ein, hinter dem Anderen her zu räumen.
"Wie der Herr wünscht", sagte Aya augenrollend. Wie lange sollte er noch den Haussklaven spielen? Wahrscheinlich so lange, bis Schuldig ihn satt hatte. Seine Sachen zog er unterdessen aus und brachte sie in das Bad. Nebenbei bewunderte er die schöne Einrichtung, die großzügig gestaltete Dusche und den extra Whirlpool. Er konnte sich so richtig vorstellen, wie der arrogante Schwarz sich nach einer ausgiebigen Dusche in das seichte Wasser legte, die Luftblasen blubbern ließ und dabei seine Haare mit erlesenen Mixturen wusch. Innerlich schüttelte Aya sich. So etwas war doch viel zu aufwendig. Langsam trabte er in die Küche und setzte das Wasser an. "Welche Sorte willst du?"
"Egal. Such dir was aus", murmelte der Telepath müde. Er war heute definitiv zu früh aufgestanden, das tat ihm einfach nicht gut. Aus halbgeschlossenen Augen heraus beobachtete er den Jüngeren, der in der Küche herumhantierte. Ein leichtes Schmunzeln erschien auf seinen Lippen. Ja, doch, das Halsband stand dem Rothaarigen eindeutig, und seine Sache als Haustier machte er im Grunde auch recht gut. Auf jeden Fall war es schon ein leckerer Anblick, ihm zuzusehen. Na, er würde sich schon noch eine Weile daran ergötzen können. Und sich mal eine Zeit lang rundum bedienen zu lassen, war ja auch nicht schlecht.
Betont lässig drehte Aya sich herum, als er Schuldigs Blick auf sich fühlte. Immer wieder fragte er sich, warum der Orangehaarige ihn manchmal so seltsam ansah. Die Härchen auf seinen Unterarmen stellten sich unwillkürlich auf; es war verdammt kalt hier. Da das Wasser kochte, wendete er sich seiner Aufgabe zu. Er fischte einen Teebeutel aus dem Regal. Für sich persönlich hätte er eher losen Tee ausgesucht, aber für Schuldig musste er nicht unbedingt mehr Aufwand betreiben, als nötig war. Kommentarlos ging er in das Wohnzimmer und stellte Schuldig die Tasse Tee hin.
Ohne Dank -wozu auch?- griff Schuldig nach der Tasse und schaute dann den Rothaarigen mit gerunzelter Stirn an. Ja, gab es das denn noch? Der andere stand immer noch aufrecht neben ihm... Seufzend stellte der Telepath die Tasse wieder auf den Tisch, lehnte sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust, wobei er den Rotschopf die ganze Zeit über nicht aus den Augen ließ. Seine Miene drückte eindeutiges Missfallen über den Ungehorsam aus.
Der Rothaarige hob eine Augenbraue. Worauf wartete Schuldig? Ach ja, erinnerte er sich. Er hatte neben Schuldig Platz zu machen. Dann blitzte ihm plötzlich sein Gedanke von vorhin auf. Gewiss konnte er gehen, wenn Schuldig genug von ihm hatte. Ein Lächeln verbiss Aya sich und kniete sich vor der Couch hin. Es gab doch mit Sicherheit Möglichkeiten, um dem nachzuhelfen.
De
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Die letzten 5 Kommentare
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Kommentar von: Aya-chan60
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Username: Aya-chan60
Datum: 29.06.2007 - 09:43
Kommentar Nr.: 3649
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Diese FF scheint vielversprechend zu werden, deshalb werde ich mich durch die schon bestehenden Kapitel lesen.
Ich bin sehr neugierig, ob es Schuldig ernst meint, das er die Sis wieder zum Leben erwecken will, oder ob es nur ein mieser Trick ist, sich Aya/Ran, gefügig zu machen...ohne das er das mit der Schwester vorhat...
Ich lass mich überraschen...
Lieben Gruß
Aya-chan60 ^___^
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Kommentar von: StoFftieRchEn
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Username: StoFftieRchEn
Datum: 28.05.2007 - 20:10
Kommentar Nr.: 3451
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Puh...*erstmal luft holt* aya hat ja ziemlich lange gebraucht umsich über ihre situation bewusst zu werden (kleines dummerche)... ich hatte ehrlichgesagt schon befürchtet das es kein happy end gibt... und obwohl es doch eins gab könnte ich aya eine reinhauen...wie kann er sowas nur mit shu machen???
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Kommentar von: CatMischa
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Username: CatMischa
Datum: 20.05.2007 - 22:09
Kommentar Nr.: 3416
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AAAAAAAH! puh, das musste ich loswerden!
Ich habe gerade die ganze Story in einem Rutsch durchgelesen. Dabei war ich so gefesselt, dass ich nix anderes mehr mitbekommen habe! Ich war gefangen zwischen freude und dem Bedürfniss wahlweise Ran oder Schu den Hals umzudrehen XD
Mittendrin war ich etwas enttäuscht, weil ich dachte: oh mein gott bitte kein kitschiges 'und sie leben ewig in frieden` ende, weil ich das meistens überhaupt nicht abkann.
Aber dann ist es passiert! Die Geschichte hat sich so wunderbar mit echten problemen und den gefühlen auseinander gesetzt, dass ich den beiden dann doch ein kitschiges ende gewünscht habe (obwohl ich den bittersüßen schmerz während der "trennung" noch mehr genossen habe)
Kurzum: Eine wirklich gelungene Geschichte!
Bitte immer so weiter machen!
Gruß Mischa =^.^=
(heilige sch**** habe ich viel gelabert XD)
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Kommentar von: Galu
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Username: Galu
Datum: 19.05.2007 - 17:52
Kommentar Nr.: 3395
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Oh man!!! Also ich hätte Aya ja noch länger schmoren lassen. *schimpf*
Was er da mit Schu abgezogen hat, war nicht richtig.
Er nimmt sich ALLES...und Schu darf gar nix. So gehts ja wohl auch nicht. Und dann eifersüchtig reagieren, wenn Schu zurück schlägt.
Schu hat mir stellenweise so richtig leid getan, vor allem, als ER ein Geschenk hatte...und Aya nur das Vögeln mit Soubi im Kopf hatte.
Nun ja...Aya hat sich letzendlich ja noch berappelt, dennoch würde ich an Schus Stelle, das Kätzchen einfach mal für eine Weile anbinden.....*kicher...vielleicht hätte Aya dann Abwechslung genug ?
So einen Aya, der sich nicht wehren kann vernaschen....ist doch auch mal schön.... *
Es war eine sehr interessante Story, die ich sehr gern gelesen hab. Mal hab ich Schu bemitleidet...mal Aya....sehr abwechslungsreich. Toll!!!
Liebe Grüße
Galu
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Kommentar von: Liliana
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Username: Liliana
Datum: 13.05.2007 - 15:18
Kommentar Nr.: 3370
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Also, auch auf die Gefahr hin, das mich hier einige gerne lynchen würden , wenn sie lesen was ich zu meckern hab, trotzdem..
Ja, klar, ich freue mich auch wie´n Schneekönig, das Aya und Schu wieder zusammen sind ! Doch ! Wirklich !!! ..
Nur, hmmm ..
Mir ging das irgendwie zu schnell, oder zu glatt. Für Aya.
Klar, er hat was draus gelernt, hoffe ich mal, aber irgendwie .. ich weiß nicht so recht .. . Nun, er schnappt sich einfach den Schlüssel von Yoji´s Bund und geht dann einfach so zu Schu, Ohrring rein, und sagt in etwa, das er wieder zurück kommen will, ich war schlecht ... bla bla .. .. .. und dann: Friede, Freude, Eierkuchen.
Ja, Schuldig will ihn unbedingt wieder haben, aber trotzdem finde ich, nachdem wie Aya sich aufgeführt hat, hätte er ruhig noch etwas Zögern von Schuldig verdient.
Ich finde, das Zurückkommen ist ihm zu leicht gemacht worden. Er hat es sich nicht wirklich hart erkämpfen müssen.
Ja, klar, es hat ihm nicht gefallen, das Schu nun seinerseits mit anderen ins Bett geht, vorzugsweise mit Yoji, und er war auch durch den Wind, als sie zwei Wochen getrennt waren .., aber ich weiß nicht ..
Wenn einer wirklich gelitten und gekämpft hat, dann Schuldig.
Obwohl, der Part mit Yoji, den Schu hingelegt hat, war schon heftig und es ist schon ziemlich fies, das Aya das auch noch sehen und hören durfte. hmmm
Naja, vielleicht ist Aya ja doch, schon allein dadurch, ordentlich bestraft worden und er hat es wirklich verstanden.
So, das war´n nur so´n paar Gedanken zum letzten Kapi. Und wie auch immer, letztendlich bin ich froh, das beide haben was sie wollen. Und ich auch .. hehehe ..
geile Lemon-Szenen .. blöd grins ..
Habt ihr auch wieder toll geschrieben.
Diese Geschichte hat mir wie nix meinen Blutdruck hochgetrieben - lach - oh man, hätte ich Aya am liebsten auf den Mond geschnipst, aber sowas von ..
Aber jetzt ist alles wieder gut.
Winke Lil
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