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y Crucify my Love
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Nicht beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 30.01.200718.01.2008 222190 4.55
Bei 11 Vote(s)
392
Autor: Darkmagick
Pairing: Verschiedene, läuft auf IanxBryan raus
Kategorien: Romantik, Drama
Inhalte: Angst, Tod und Mord, Lemon, Vergewaltigung, Sadomasochismus
Einführung: New York ist eine große Stadt mit vielen Gesichtern, wir wollen mit dieser Story einmal ein etwas brisantes Thema anschneiden. Es geht um einen Jungen, der schon seit Kleinauf in einem Heim lebt, aber irgendwann ausreißt. Und genau an dieser Stelle beginnt auch die Geschichte über Bryan einen 15 Jähirgen, blonden Jungen der mit allen Mitteln versucht in der kalten, von Drogen und Missbrauch geprägten Stadt zu überleben. Die Rechte liegen ganz alleine bei den Autoren, sprich bei Amarth und mir. Also Finger weg XD Aber leider verdienen wir noch kein Geld damit. Die Warnung: Tod und Mord ist nicht umsonst, es wird etwas Blutig.
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y Prolog
Lautlos fielen kleine weiße Flocken auf den Boden der Straße, an der Bryan schon einige Zeit stand. Er zitterte am ganzen Leib, hauchte immer wieder seinen warmen Atem auf die Finger, die schon leicht bläulich schimmerten. Er fror und das nicht erst seit eben, nein, schon länger.

Der Winter hatte wirklich Einzug gehalten, doch er brauchte Geld und das so schnell wie möglich. Bryan seufzte leise, sah nochmals die Straße hoch und runter. Drei Tage war er nun schon unterwegs, war aus dem Heim abgehauen. Die Pfleger und die ganzen Leuten waren ihm einfach zu dumm gewesen. Gestern war sein Geburtstag gewesen, den er mal wieder alleine verbracht hatte, unter eine Brücke. Viel hatte er nicht aus dem Heim mitgenommen. Einen Rucksack mit Klamotten und einer Decke darin.
Der Blonde hauchte sich wieder auf die Hände, rieb sie aneinander, hoffte, dass hier bald mal was passierte, ansonsten würde er doch weiter ziehen, auch wenn er keinen Dollar in der Tasche hatte, würde er halt laufen müssen.

Den Rucksack auf dem Rücken, eine zerschnittene Jeans und einen alten Bundeswehr Parker an, stand Bryan nun schon einige Stunden hier, neben den anderen Strichern, versuchte sich etwas Geld zu verdienen. Die Haare waren nass geworden und einige Strähnen hingen schon mit Eiszapfen in sein Gesicht, das durch die Kälte und den wenigen Schlaf derbe gezeichnet war. Gestern hatte er sich Zigaretten gekauft, das letzte Geld ausgegeben. Sie hatten ihn nicht mal nach dem Ausweis gefragt. Gut er hätte auch keinen gehabt, mit seinen frisch gewordenen 15 Jahren.

Wieder rieb er sich die Hände, schob sich von der Wand ab und vertrat sich etwas die Füße. Die anderen, die hier standen, hatten ihn nicht weiter beachtet, doch das war ihm völlig egal, das Einzigste, das wichtig war, war, dass er wieder Geld bekam. Und das schnell.

Die Straße war nicht schlecht befahren und hin und wieder hielt auch einer an. Gut, eine Seltenheit war es nicht gerade, auch wenn die Jungs, die sich hier einen Platz gesucht hatten, nicht unbedingt zu den Nobelsten ihrer Zunft gehörten. Aber wahrscheinlich war gerade deswegen diese Straße ein Anlaufpunkt für viele notgeile Typen, die es schnell und vor allem billig haben wollten.

Einer davon war Tresh, der sich gerade nervös eine Zigarette anzündete, als er in seinen Wagen stieg. Es wurde langsam Zeit, dass er aus seinem Leben etwas machte. Gut, er hatte einen Job, eine Wohnung, alles lief nicht so schlecht. Wenn das liebe Geld nicht wäre. Ein Problem, das nicht wäre, wenn er sich nicht so oft in seinen Wagen setzen und genau an die besagte Straße fahren würde, um sich dort einen auszusuchen. Ihm war alles egal, er konnte auch potthässlich sein, Hauptsache, er machte seine Arbeit gut. Und kostete nicht viel. Denn langsam ließen seine Ressourcen wirklich nach. Vielleicht sollte er sich jemanden suchen, der bereit war, sich seinen Gelüsten nicht nur einmal hinzugeben. Jemanden, den er sich in seiner Notlage richtiggehend aus der Ecke holen konnte, wenn er ihn brauchte. Im Gegenzug zu einem Dach über dem Kopf und Essen. Gut, zwei Mäuler durchzufüttern war auch kostspieliger, als wenn er allein war, aber wenn er jemanden fand, der sonst ohnehin nichts hatte, dann wäre dieser auch recht biegsam, was dessen Anforderungen anging. Denn um diese Jahreszeit war jeder froh um ein Dach über dem Kopf.

Er bog in die besagte Straße ein, drosselte das Tempo und blickte sich die Jungen der Reihe nach an. Die meisten hier kannte er schon. Sie und deren Preise. Und entgegen dem, was sie versprachen, brachten sie nicht allzu viel.
Und dann erblickte er den halb erfrorenen Jungen in den zerrissenen Jeans und mit dem Gesichtsausdruck, der eines klar sagte. Bei dem war alles andere verloren. Nahezu perfekt. So trat Tresh auf die Bremse, ließ die Scheibe auf der Beifahrerseite runter und bückte sich ein wenig, um den blonden Jungen anzusehen.
"Na Kleiner, wie geht’s?", fing er an, grinste, weil er hier was Neues gefunden hatte, der noch schlimmer aussah als alle, die er bisher hier erlebt hatte.

Als das Auto hielt, hellte sich die Miene des Jungen etwas auf, er trat einige Schritte vor, beugte sich etwas runter und blickte den Mann vor sich an.
"Gut und selbst?"
Er lächelte freundlich, legte den Kopf etwas schief.
"Kann ich was für dich tun?", fragte er dann gleich lasziv nach, würde den Kerl jetzt nicht einfach wieder fahren lassen. Bryan erhoffte sich hier wirklich etwas Geld und ließ seinen Charme spielen. Er hatte keine Ahnung, was hier Preis für irgendwelche Sachen war, doch das würde er nach der Situation machen. Auch dass sein Gegenüber ein Mann war, war dem Blonden egal. Auf Frauen hatte er noch nie so richtig gekonnt, also kam ihm das gerade recht.

"Na das hoffe ich doch", konterte Tresh erfreut, nickte dann mit dem Kopf zum Zeichen, dass er in den Wagen steigen sollte.
"Na los, spring rein. Wir fahren wohin, wo es wärmer ist. Hier draußen kann einem ja alles abfrieren. Reden können wir auch hier drinnen."
Er lächelte freundlich, obwohl er nur eine Fassade zur Schau stellte. In Wirklichkeit hatte er sich schon seinen Plan zurechtgelegt. Dass er den Jungen mit zu sich nach Hause brachte, war nichts Ungewöhnliches. Das hatte er schon des öfteren getan. Aber ob er ihn dann wieder gehen lassen würde, würde von dem nun folgenden Gespräch abhängen.
"Preis spielt keine Rolle, wenn du davor Angst hast", hängte er dann noch an, wusste, dass Geld wirklich nicht wichtig war, wenn er das durchbekam, was er durchzuziehen gedachte. Und wenn der Kleine unverschämt werden würde, dann würde Tresh ihn einfach rauswerfen. Wäre nicht das erste Mal gewesen, dass er dies getan hätte. Es wunderte ihn ohnehin, dass noch Jungs zu ihm ins Auto stiegen und sich diese Sachen nicht schneller herumsprachen. Gut, darum suchte er sich auch immer die neuen Gesichter aus. Die hatten meistens noch keine Ahnung, mit ihnen konnte man noch spielen und sie leicht überreden, wo andere schon ihre Prinzipien hatten.

Wärme? Das war eines der schlagenden Stichwörter. Der Junge trat etwas zurück, zog sich den Rucksack von den Schultern und stieg ins Auto. Hier war es auch schon mal wärmer als auf der Straße. Er hielt seine Hände vor die Autoheizung. Dem Kerl waren die Preise also egal?
"Fürs Blasen 30$ und für alles andere 60$", gab er dann aber doch gleich an, damit der Typ wusste, worauf er sich einließ. Für Bryan war das allerdings neu, wusste er auch nicht, ob er nicht viel zu viel verlangte, doch das hatte er bei einem der Anderen gehört und dem zufolge lag er mit den Preisen zu tief, doch Bryan störte das nicht. Immerhin würde das hier wohl eine einmalige Sache werden. Der Blonde hatte seinen Rucksack zwischen den Beinen stehen, blickte den Mann neben sich abwartend an. Ihm war nicht wirklich wohl dabei mit dem Kerl zu fahren, aber sicher würden sie auf einen abgelegenen Parkplatz fahren und dann war die Sache schon wieder zu Ende. Bryan lehnte sich nun etwas zurück, öffnete seinen Parker etwas, so dass nur der Ansatz eines T-Shirts zum Vorschein kam. Die Wärme hier im Auto war wirklich herrlich und er konnte sich etwas entspannen.

"Ja ja“, winkte Tresh gleich ab und trat das Gas durch. Sein Blick starrte geradeaus, seine Miene zeigte nichts. Aber seine Gedanken waren umso aktiver und lange wollte er die Stille nicht halten. Immerhin musste er etwas von dem Jungen erfahren.
"Erzähl mal. Wie heißt du? Dich kenne ich noch gar nicht. Musst neu sein, oder?"
Er hatte schon genug Fragen gestellt, zumindest für den Anfang. Erst würde der Junge ihm diese Fragen beantworten, so hoffte er zumindest, dann würde er weitersehen.

Etwas irritiert darüber zuckte Bryan die Schultern. Was sollte er denn schon erzählen? "Bryan. Und nein, ich steh normalerweise woanders", brachte er überzeugend rüber, wollte nicht, dass der andere dachte, dass er wirklich neu war.
Der Typ schien sich wohl öfters Stricher zu holen, wie es den Anschein hatte.
"Erfahre ich deinen Namen auch?"
Bryan sah den anderen an, musterte diesen genau. Die herrliche Wärme tat dem Jungen wirklich gut.
"Darf ich hier rauchen?"
Er holte seine zerdrückte Schachtel Zigaretten raus, hielt sie ins Sichtfeld des Mannes. Er hatte zwar das Feuerzeug in der Handschuhfachablage gesehen, schloss aber nicht sofort daraus, dass das hier ein Raucherauto war.

Doch der andere zog seine eigene Schachtel Zigaretten heraus, ließ den Deckel mit einer Hand aufschnappen und hielt sie dem Jungen entgegen.
"Hier...Bryan, kannst auch gerne eine von mir haben. Feuerzeug liegt da drinnen."
Mit einem Kopfnicken deutete er in Richtung des Handschuhfachs. Sie rauchten nicht die gleiche Marke. Die, die Tresh immer kaufte, war etwas stärker als die des Jungen.
"Das heißt, wenn du die schon schaffst", deutete er dann genau darauf hin, grinste breit, schien den Jungen provozieren zu wollen.
"Ich bin Tresh. Ich denke, wir werden uns ein paar nette Stunden zusammen machen. Warum hast du deinen Standort denn verlegt? Es ist doch eigentlich alles besser als diese Straße?", konnte er dann nicht zurückhalten, hoffte, dass er die Antwort erhalten würde, die er glaubte, zu bekommen.

Erstaunt nahm der Junge sich eine der Zigaretten und dankte dem anderen dann höflich, steckte sich die Zigarette sofort an und inhalierte den Rauch genüsslich. Sicher waren diese stärker, aber genau deswegen waren sie auch teurer. Bryan rauchte alles, was ihm zwischen die Finger kam, also würde er sich nicht beschweren. Er musste lächeln. "Straße ist Straße, da gibt es keine Unterschiede."
Er sah Tresh, wie dieser sich vorgestellt hatte, nun wieder an. Ein paar schöne Stunden? Na hoffendlich hatte der Typ soviel Geld, Bryan würde nämlich stundenweise abkassieren.
Doch erst mal würde er sehen, was dieser Kerl überhaupt mit ihm vorhatte und wenn, konnte er immer noch gehen, sich wieder hinstellen und auf einen Kunden warten. Doch erst mal abwarten.

Kaum hatte der Junge die Zigarette fertig, hielt Tresh auch schon den Wagen an, hatte ihn geparkt und blickte dann zu Bryan, grinste leicht.
"So, wir wären da. Bitte aussteigen", meldete er an, tat es ihm dann aber vor, schlug die Tür auf seiner Seite zu und umrundete den Wagen, um den Jungen auf der anderen Seite in Empfang zu nehmen.

Und Bryan stieg aus, sah an dem Haus hoch. Er schulterte seinen Rucksack wieder, blickte abwartend zu Tresh auf, legte den Kopf wieder etwas schief und lächelte süßlich, verspielt. Der Blonde strich sich durch die nun nassen Haare und spürte das kalte Wasser im Nacken, welches ihn etwas zusammen zucken ließ. Doch das war aber doch eher zweitrangig für Bryan.

"Na komm", forderte der ältere Mann den anderen auf, ging dann voraus zum Haueingang, marschierte den Gang ganz nach hinten und schloss eine Tür auf. Kein Treppensteigen, gleich direkt rein in die Wohnung.
Die Wohnung, in die Bryan nun eintrat, war eher düster, mit etwas unangenehmen, dreckig wirkenden Farben bestückt, allerdings war sie angenehm warm. Tresh ließ den Jungen weiter reingehen, schloss dann die Tür und drehte unbemerkt den Schlüssel um, zog ihn dann ab und steckte ihn ein.

"So, da wären wir. Willst du was zu trinken?", bot er Bryan an, blickte ihn aber schon lustvoll von oben bis unten an, vermutete gerade, was unter der Kleidung verborgen war und freute sich darauf. Dennoch würde er noch die Zeit haben, dem Jungen etwas zu Trinken anzubieten, denn dieser würde ja länger hier bleiben. Dass dieser schon an anderen Straßen war, glaubte Tresh ganz einfach nicht. Niemand, der sich einen Platz woanders gesichert hatte, kam an diese Stelle, an der der Kleine gestanden hatte. Alt war er auch nicht, bestimmt war er der Minderjährigkeit noch nicht entronnen. Aber gerade dies machte es aus. Die Unsicherheit der Jugend, die Tatsache, dass man ihnen alles erklären, alles aufquatschen konnte.

Bryan sah sich nicht so genau um, er wollte ja hier schließlich nicht einziehen, oder ähnliches. Er ließ seinen Rucksack von den Schultern auf den Boden wandern und zog sich die Schuhe von den Füßen. Wärme schlug ihm entgegen, ließ ihn freudig den Zimmern entgegen blicken, auch wenn er sich das alles etwas anders vorgestellt hatte. Nun gut, er würde sich auch hiermit abfinden.
"Trinken? Nein, danke."
Er wollte den Job erledigen, das Geld kassieren und dann wieder gehen. Der Junge zog den Reißverschluss seines Parkas nun ganz auf, gab sein T-Shirt frei und ließ die Jacke dann auf den Rucksack fallen.
"Schlafzimmer?"
Bryan war seelisch auf die Sache, die jetzt unweigerlich folgen würde, vorbereitet, doch es war etwas Angst in ihm, was er aber gut überspielte und nicht an die Oberfläche dringen ließ.

"Nichts? Gut, dann zieh dich aus", meinte Tresh nun mit fast schon befehlendem Ton, die Worte des anderen einfach ignorierend. Er würde erst einmal prüfen, was er sich da ins Haus geholt hatte, und dann entscheiden, wie er damit vorging. Aber ein leichtes Schimmern im Hintergrund der Augen besagte, dass Bryan noch weniger Erfahrung hatte, als er es vorgab. Ein willkommenes Fressen...

Einen kurzen Moment sah Bryan den Größeren an, zuckte dann die Schultern und zog sich auch das Shirt über den Kopf, öffnete langsam seine Hose, sah Tresh aber weiterhin an.
Der Blonde drehte sich, bückte sich, zeigte Tresh seine Kehrseite. Dann zog er die Hose runter und auch gleich samt der Socken aus. Er trug keine Shorts oder ähnliches, stand nun nackt, bis auf ein Lederarmband, vor dem Älteren. Bryan drehte den Kopf etwas, blickte über die Schulter wieder zu dem anderen. Jetzt konnte er noch zurück, konnte gehen, doch Bryan dachte wieder an das Geld und blieb stehen. Er unterdrückte das Zittern, das mehr durch die Kälte kam, als von der Ungewissheit, was jetzt passieren würde.

"Dreh dich um", befahl Tresh dann herrischer, ein hämisches Grinsen in seiner Miene. Na, wenn der Kleine nicht Angst hatte, dann wusste er auch nicht.
Doch noch ehe der Junge Zeit hatte, den Befehl auszuführen, war Tresh schon zu diesem getreten, sah ihn besitzergreifend an, während er ihn packte, umdrehte, dessen Handgelenke ergriff und Bryan dann mit Druck seines eigenen Körpers nach hinten drängte, bis er nach wenigen Schritten mit dem Rücken an die Wand stieß. Die beiden Handgelenke wurden überkreuzt, über den Kopf gezogen und dann mit einer Hand Treshs gegen die Wand gepresst, sodass es Bryan kaum möglich war, sich zu bewegen.
Der ältere Mann trat einen kleinen Schritt zurück, damit er alles an dem anderen genau mustern konnte, sah ihn von oben bis unten an, ließ eine Hand besitzergreifend über die junge Haut streichen, blieb erst an einer Brustwarze stehen, um in diese zu kneifen, freute sich über die Reaktion und fuhr dann weiter nach unten.

Der Blonde hatte gar nicht so schnell reagieren können, wie er mit den Armen überkreuzt festgehalten, mit dem Rücken an der Wand stand. Er hatte überrascht Luft durch die Lippen gezogen, blickte Tresh nun fragend an.
Als Bryan die Berührung spürte, keuchte er auf, zuckte etwas unter dem Schmerz zusammen. Er bereute es jetzt schon, zu dem Typen ins Auto gestiegen zu sein, doch nun war es zu spät und er würde hier durch müssen. Auch wenn er sich sein erstes Mal wirklich 'anders' vorgestellt hatte.

Tresh interessierte sich keineswegs dafür, wie es dem Jungen ging, er strich weiter, packte das schlaffe Glied Bryans, rieb es ein paar Mal in seiner Hand, ehe er es etwas zu grob drückte, sehen wollte, welche Reaktionen er dadurch hervorrufen würde. Er brauchte nicht sanft zu dem Kleinen sein, denn dieser würde nichts und niemanden haben, dem er etwas erzählen konnte. Außerdem bezahlte Tresh immerhin auch für das, was er sich dann nehmen würde.
"Ich werde viel Spaß mit dir haben, Kleiner. Dich hat noch niemals einer genommen, richtig? Dann wird es Zeit, dein bestes Alter hast du beinahe schon hinter dir. So enge Ärsche sind selten geworden", spottete Tresh mit rauchiger Stimme, wirbelte den Junge herum, pinnte ihn wieder gegen die Wand, hielt seine Arme wieder nach oben an die Wand gedrückt, während die zweite an seiner Hose nestelte. Hier und jetzt...und dann würde man weiter sehen.

Bryan keuchte schmerzerfüllt auf, kniff die Augen zusammen. Nein, mit so was hatte er nun nicht gerechnet, Schmerzen ja, aber nicht so etwas Brutales. Als er dann rumgedrehte wurde, begehrte er auf, stieß sich mit dem Knie an der Wand ab, schob Tresh somit weg und befreite seine Hände dadurch.
Doch schon war Tresh auch wieder da, hielt ihn fest.
"Verdammt was soll das?"
Er sah den Älteren an, verdeckte seine Blöße mit den Händen.
"Ich werde wieder gehen, auf der Stelle", stellte er fest, sah Tresh sauer an.

Allerdings war Tresh da ganz anderer Meinung. Er schien nun sein wahres Gesicht zu zeigen, grinste breit und hämisch, als dann auch schon dessen Faust auf den Jungen zusauste, ihn traf und zu Boden warf. Doch Zeit, um sich zu erholen, hatte Bryan nicht, denn sofort wurde er gepackt, wieder hochgezogen und erneut gegen die Wand gepresst, als ihn lustvoll und gleichzeitig grausam blitzende Augen anschauten.

"Was ist mit dir? Du müsstest so etwas schon lange gewohnt sein. Alle, die auf dieser Straße stehen, wissen, was läuft. So sind nun mal die Spielregeln. Ich bezahle für dich und du gehörst ganz mir. Gehen wirst du nun ganz bestimmt nicht."
Erneut ein Schlag, dann riss Tresh die Hände des Jungen wieder weg, packte dessen Glied hart, grinste dabei.
"Oder willst du sagen, dass du noch zu jung bist und nicht kannst? In dem Fall kann ich nur antworten, dass es mir egal ist. Du gehörst jetzt mir. Und das nicht nur für heute. Wir machen das so. Du stehst immer für mich bereit, wann immer ich deinen Arsch brauche, dafür darfst du hier wohnen. Gib es zu, sonst müsstest du unter der Brücke schlafen. Ich kenne Bastarde wie dich."

Er grinste die ganze Zeit, doch als er zu Ende gesprochen hatte, griff seine Hand mit einem Mal in die Haare des Jungen. Eigentlich wollte Tresh den Jungen hier und jetzt nehmen, aber dieser würde sich zu sehr wehren. Außerdem musste Bryan doch auch noch dazu ‚überredet’ werden, zu bleiben.
Ohne auf diesen zu achten, zerrte Tresh ihn an den kurzen Haaren aus dem Wohnzimmer, in dem sie sich gerade befanden, direkt ins Schlafzimmer, warf ihn dort auf das Bett. Hier würde er nicht entkommen können.

Mit einem Mal wallte eine Welle der Erkenntnis über den Blonden, er riss die Augen auf und schüttelte den Kopf.
"Lass mich los, Arschloch.. und nimm deine dreckigen Finger von mir Wichser", begehrte der Junge nun wieder auf. Die Schläge hatten ihn hart getroffen, doch Bryan befürchtete, dass dies erst der Anfang war. Keine Minute später fand er sich schon auf dem Bett dieser Kanalratte wieder. Er versuchte sich weiterhin aus dem Griff Treshs zu befreien, doch er hatte einfach keine Chance gegen den Mann.

"Verpiss dich, Arschloch."
Er wollte hier unter allen Umständen so schnell wie möglich wieder raus, würde sich nicht auf diesen Deal einlassen, lieber unter der Brücke schlafen als sich von diesem Typen ficken zu lassen. Bryan zog die Beine an, versuchte nach dem anderen zu treten, doch es war wirklich aussichtslos.

Erneut folgte ein Schlag, dieses Mal härter, sodass Bryan für einige Augenblicke benommen liegen blieb, ehe er dann nur langsam wieder zu sich kam. Diese Zeit nutzte Tresh, um Handschellen aus dem Nachtkästchen zu holen und damit ein Handgelenk einzufangen. Das zweite allerdings blieb frei, nur eines wurde am Bettpfosten festgemacht.

"Du wehrst dich? Wie du willst. Aber du wirst schon sehen, ich hole mir dennoch, was ich will. Erst aber bekommst du von mir ein besonderes Geschenk. Eines, das dich bestimmt an mich erinnern wird. Denn du wirst dann zu mir zurückkommen."
Mit einem hämischen Grinsen öffnete er das Nachtkästchen erneut, tappte dann aber am oberen Rand der Lade nach etwas und riss dieses herunter. Im nächsten Moment hatte er eine Spritze in der Hand, zog dann auch noch ein dünnes, rundes Lederband heraus, das er um den Oberarm wickelte. Bryan wehrte sich nach Leibeskräften, aber realistisch gesehen hatte er keine Chance. Erst recht nicht, als sich Tresh über ihn kniete, ihn mit seinem eigenen Körper festhielt, schließlich mit einem Knie auf die Handfläche des Jungen kniete, um den Arm bewegungsunfähig zu machen. Geübt und ebenso schnell hatte er die Spritze gesetzt, warf diese dann beiseite, ebenso wie er dann das Lederband wieder entfernte, von dem Jungen stieg.

"Das Zeug hier ist verdammt teuer. Du hast kaum die Möglichkeit, soviel Geld zu verdienen. Wenn du also wieder welches willst, dann solltest du hier bleiben."
Er grinste breit, war nun gespannt, was der Junge sagen oder tun würde. Denn bestimmt wusste dieser, was es hieß, Drogen gesetzt zu bekommen.

Nur langsam klärte sich der Blick des Jungen wieder, doch da war er auch schon mit einem Arm fest gemacht und Tresh kniete über ihm. Bryan schrie los, würde das nicht einfach so mit sich machen lassen. Als er das Leder um seinen Arm spürte, sah er panisch auf diesen runter, sah, wie die Nadel seine Haut durchstach und dann fühlte er auch schon wie die Droge den Weg in seinen Körper fand. Er spürte, wie die Flüssigkeit durch seine Ader rann und seinen Körper einnahm. Bryan starrte auf seinen Arm, war plötzlich sehr ruhig und lag still. Jetzt konnte er sowieso nichts mehr machen, also warum sich noch wehren? Der Blonde schloss die Augen legte den Kopf zurück und bemerkte dann erst die Hitze, die sich langsam in seine Lenden zog.
"Was...was war das?"
Ein wenig wollte der Junge schon wissen was er da nun zu befürchten hatte.

"Wirst du gleich sehen. Ich denke, du wirst dich bald nicht mehr sträuben, mich ranzulassen. Auch wenn es mir egal ist, ob du willst oder nicht. Ich krieg dich sowieso. Das ist ein kleiner Drogen-Mix. Und du wirst mehr davon wollen, da bin ich mir sicher."
Mit einem Grinsen trat er wieder an das Bett, sah die langsam glasig werdenden Augen und strich mit zwei Fingern vom Halsansatz langsam über die Brust, über den Bauch bis zum Schambereich, wollte nur wissen, ob die Reaktion, die er erwartete, denn schon eintreten würde.

Bryan seufzte auf, widersprach aber nicht mehr. Er wusste, dass der Typ Recht hatte. Wenn er sich nun noch weiter wehren würde, würde es umso schmerzhafter werden. Der Junge nickte ergeben, schloss die Augen. Er wollte nichts mehr sehen, vor allem nicht, was der Kerl nun mit ihm machte.
Bryan spürte, wie sein Glied hart wurde, wie es sich den Fingern entgegen reckte. Er ließ den Kopf zur Seite fallen, biss sich auf die Unterlippe. Sein Arm, in den Tresh die Droge gespritzt hatte, lag einfach nur neben Bryan, er fühlte sich taub an. Bryan konnte ihn nicht wirklich bewegen. Der Kleinere wollte sich auf die Seite legen, die Beine anziehen und versuchen, der Droge entgegenzuwirken, doch es ging einfach nicht. Er hatte sich selbst kaum noch unter Kontrolle und es schien noch schlimmer zu werden. Doch dann erfasste eine Stimmung den Jungen, die er noch nie erlebt hatte. Ihm wurde mit einem Mal alles egal, sollte Tresh ihn nehmen, dann hatte er es wenigstens hinter sich.

"Siehst du?", bestätigte Tresh seine eigenen Worte, öffnete schnell seine Hose. Mal sehen, was der Junge so alles drauf hatte, auch wenn seine Erfahrung nicht reichen würde. Mit offener Hose kniete er sich über die Brust Bryans, würde sich erst richtig bedienen lassen, ehe er sich dann nahm, was er noch zu seiner Befriedigung brauchte. Also griff er in die kurzen Haare des Jungen, zog dessen Kopf hoch und drängte dann sein Glied in dessen Mund.
"So, und nun zeig mal, was du kannst. Aber wehe, ich spüre deine Zähne. Dann reiß ich dir was aus, was dir wichtig ist."
Tresh erwartete nicht allzu viel von dem Jungen, aber es würde schon reichen.

Ohne die Augen zu öffnen, nickte Bryan langsam, öffnete die Lippen und ließ Tresh eindringen. Es war erniedrigend, was der Typ hier von ihm verlangte, aber auch das wurde dem Jungen egal. Den Schmerz, den er am Kopf verspürte, nahm Bryan wahr, kümmerte sich aber nicht darum, sondern konzentrierte sich auf das Glied seines Peinigers.
Er strich mit der Zunge langsam über die Eichel, schmeckte den widerlichen Geschmack, der von Tresh ausging, musste sofort den Würgereflex unterdrücken.
Wusch sich der Kerl denn nicht? Bryan überfiel ein Schauer, er zitterte, ballte seine gefesselte Hand zur Faust.

In diesem Moment krachte die Wohnungstür mit einer unglaublichen Wucht auf. Der Knall reichte, um Tresh abzulenken. Doch er kam kaum dazu, den Kopf herumzudrehen, als auch schon ein junger Mann, groß und gut gebaut, herein kam. Seine Augen blitzten auf, als er den Mann über dem ans Bett gefesselten Jungen knien sah.
"Tresh, jetzt hab ich dich", knurrte die Stimme, während der junge Mann auf den Älteren zurannte, die Faust geballt, bereit, um zuzuschlagen.
Doch der andere Mann legte nun eine Schnelligkeit an den Tag, die man ihm nicht zugemutet hätte. Sofort war er aus dem Bett gesprungen, hatte dieses zwischen sich und den Wütenden gebracht und blickte mit gleichermaßen wütenden, als auch etwas ängstlichen Blick.

"Was verdammt soll das? Wer bist du? Oder willst du dich auch noch gleich hier hinlegen? Ich hätte nichts dagegen!"
Seine Art überdeckte seine Unsicherheit, denn was der Junge hier plötzlich wollte, war ihm schleierhaft.
"Endlich habe ich dich gefunden. Du wirst keinem der Jungs mehr weh tun, dafür werde ich sorgen. Jetzt ist Schluss."
"Ach das willst du. Die Jungs wollten das doch so. Lass dir nichts erzählen, sie haben alle genügend Kohle dafür bekommen."
Der Jüngere schnaubte wütend auf, sprang noch einen Schritt nach vorne.
"Ich breche dir genug Knochen, damit du weißt, dass du niemals mehr einen Jungen anzufassen hast. Nicht so, wie du es tust."
Das Zischen fand kurz ein Ende, als sich der junge Mann zu Bryan hinunterbeugte, dessen Kinn in seine Hand nahm, um den Blick zu sich zu wenden.
"Alles in Ordnung mit dir?", fragte er mit sanfter Stimme, doch in den Augen des Kleinen erkannte er alles, was er wissen musste. Wut wallte wieder in ihm hoch. Also ein neues Opfer.

Leider hatte er Tresh diesen Moment zu lange aus den Augen gelassen, denn dieser flitzte, als er seine Chance gekommen sah, aus dem Zimmer, war unglaublich schnell aus der Wohnung und in einer Seitengasse verschwunden.
Sofort, als der andere ihn bemerkte, eilte er ihm hinterher, ließ Bryan einfach alleine zurück. Doch die Verfolgungsjagd währte nicht lange, denn schon bald musste der junge Mann aufgeben.

Resignierend und seufzend kam er wieder zurück, rieb sich die Hände, da es draußen wieder schneite und verdammt kalt war. Er schloss die Wohnungstür, kam zurück ins Schlafzimmer und setzte sich an den Bettrand, sah den Jungen kurz an.
"Hat dir das nicht deine Mami erzählt, dass du nicht mit Fremden mitgehen sollst?" Während er sprach, seine Worte keinesfalls spottend, sondern eher resignierend, dass es immer wieder welche gab, die sich hierher verirrten, suchte er nach dem Schlüssel für die Handschellen, fand ihn auch bald und öffnete das Metall, das um das Handgelenk des blonden Jungen lag.

Plötzlich war der Typ von ihm runter. Bryan hörte Stimmen, konnte sie aber nicht zuordnen, wusste nicht, was nun schon wieder los war. Doch er drehte sich jetzt endlich auf die Seite, zog die Beine an. Dann verschwanden die Stimmen und der Junge blieb erstarrt liegen, bewegte sich nicht mehr.
Keine Emotion spiegelte sich in dem Gesicht des Blonden wieder, keine Reaktion auf die Worte und die Befreiung die er erhielt. Nur eins war ganz klar, seine Erektion pochte, brachte Bryan zum leisen Stöhnen. Langsam konnte er auch den Arm wieder bewegen, zog ihn an sich und verdeckte so die Einstichstelle der Spritze. Was wollte der andere Typ denn nun schon wieder? Noch einer, der ihn flach legen wollte?
Bryans Körper fing langsam an, mit der Droge im Kreislauf zurecht zu kommen und er wurde wieder etwas klarer, auch wenn die Wirkung nach wie vor sein Handeln beeinträchtigte.
"Verpiss dich..", grollte er mit brüchiger Stimme.

Der junge Mann sah ganz genau, was mit dem Jungen los war, strich ihm vorsichtig über die Stirn, nickte dann aber, was der Kleine wahrscheinlich nicht einmal bemerkte.
"Mach ich, aber ich bleib in der Nähe, wenn du was brauchen solltest", meinte er leise, hatte die Einstichstelle gesehen und schüttelte kurz den Kopf. Er wusste nicht, wie seine Stimme bei dem anderen klingen würde, wie die Drogen, die er bekommen hatte, diese verzerren würden.
Aber er richtete sich auf, beschloss, mehr über diesen Kerl zu erfahren, der die Jungs so schändlich behandelt hatte. Also begann er systematisch die Wohnung zu durchsuchen, war manchmal entsetzt von dessen nicht vorhandener Sauberkeit, wühlte sich dennoch beständig durch dessen Leben.

Als sich Bryan endlich wieder alleine fühlte, schob er eine Hand zu seiner Mitte, umfasste sein Glied fest und strich hart auf und ab. Er würde sich jetzt selbst erlösen, hatte nicht mitbekommen, dass der zweite Mann hier in der Wohnung war. Bryan biss sich wieder auf die Unterlippe, zog die Beine weiter an sich. Es brauchte nicht viel und er stürzte über die Klippe der Erlösung, verströmte sich auf dem Bettlaken. Schweißgebadet blieb der Junge liegen, holte mehrmals tief Luft, die Hand immer noch um seine Männlichkeit gelegt, öffnete er nun die Augen, sah das Zimmer wie im Nebel vor sich. Doch langsam verzog sich dieser und Bryan erkannte wieder klare Umrisse.

Er hörte dann auch, wie hier irgendwer rumschlich und wohl einige Schränke ausräumte, einfach alles auf den Boden fallen ließ. Bryan, der auch jetzt erst wirklich bemerkte, dass er wieder frei war, stemmte sich vom Bett auf, hielt sich, sitzend, den Kopf, als sich alles zu drehen begann.
Dieser blöde Wichser hatte ihm irgendwas gespritzt. Dem Blonden fiel die Spritze wieder ein. Meist schrieben die Leute die Zusammensetzung immer auf einen Klebezettel und klebten ihn auf die Spritze. Bryan erhob sich zittrig und suchte die Spritze, hatte Mühe, die Schrift zu entziffern, doch es gelang ihm nach einem Moment.
"Heroin.. und Crystal Meth? Na wunderbar.."
Bryan ging in die Knie, das war nicht wahr. Er hatte schon von diesem Zeug gehört und das war nicht sehr positiv gewesen. Es stand genau darauf, in welcher Mischung das Mittel gewesen war und der Blonde beschloss, die Spritze erst mal zu behalten.

Es dauerte noch eine ganze Weile, ehe der junge Mann mit seinem Suchen fertig war und zurück kam.
"Na, du weilst ja schon wieder in der Realität", meinte er sanft.
"Wie geht es dir?", ergänzte er nun, um einiges besorgter und freundlicher, setzte sich neben ihn an den Rand des Bettes. Er wollte nun keine Berührung aufbauen, erst einmal wollte er sehen, wie es dem anderen ging. Über Tresh hatte er leider nicht sehr viel herausgefunden. Einen Arbeitsort, gut. Er arbeitete in einem Büro. Aber ob er dorthin kommen würde, wenn er verfolgt werden würde? Fraglich.

Die kleine Spritze in seiner Faust verborgen, sah Bryan den anderen an, erkannte nun, dass es wirklich nicht mehr Tresh war, der da mit ihm sprach.
"Besser", meinte er leise, hatte den Eindruck, dass er sich vor dem Dunkelhaarigen hier nicht fürchten brauchte, warum auch immer. Immer noch hielt diese Egal-Stimmung in ihm an, sodass er sich auch nicht mehr schämte, hier nackt vor dem ihm nun gänzlich Fremden zu sitzen.
"Bulle?“
Bryan erhob sich mühsam, torkelte in den Flur, wo seine Sachen lagen und verstaute die Spritze schnell im Rucksack. Dann wollte er sich seine Sachen anziehen, hielt aber inne. Sicher hatte Tresh nichts dagegen wenn er hier noch mal duschte. Der Junge nahm seine Sachen alle mit ins Badezimmer, hatte keine Lust darauf, dass nachher sein Rucksack geklaut war. Er hatte nicht mehr auf eine Antwort von dem Kerl gewartet, wollte jetzt nur noch duschen.

Auch hier im Bad waren alle Schubladen durchwühlt, doch das interessierte den Kleinen nicht wirklich. Er ekelte sich auch nicht vor dem Dreck hier, stieg, nachdem er seine Sachen abgestellt hatte, in die Dusche und drehte das heiße Wasser an. Da die Tür kein Schloss mehr aufwies, hatte Bryan sie nur angelehnt.

Ian ließ ihn einfach, blieb aber in der Nähe, um ihm im Fall helfen zu können. Er wusste nicht, was der Junge bekommen hatte, bestimmt ein Aphrodisiakum. Aber jeder reagierte anders und deswegen würde Ian ein wenig aufpassen.
Stille legte sich in den Raum, nur das Prasseln des Wassers war zu hören. Während der Stille hatte der junge Mann aber Zeit, über Tresh nachzudenken. Wie sollte er denn an ihn rankommen? Es wollte ihm nichts einfallen, aber es würde noch kommen.

Einige Tropfen fielen noch aus dem Duschkopf, nachdem Bryan das Wasser abgedreht hatte und aus der engen Kabine gestiegen war. Er zog aus seinem Rucksack ein frisches Handtuch, welches er auch aus dem Heim mitgehen lassen hatte und trocknete sich damit ab.
Schnell war er wieder angezogen, nahm die Sachen von vorhin, wusste ja nicht, wann er das nächste Mal die Gelegenheit bekam, seine Sachen zu waschen. Die löchrige Jeans passte sich der Figur des Blonden perfekt an und das Shirt legte sich flach auf die Brust des Jungen. Er trat wieder aus dem Raum, hoffte, dass der Kerl noch da war. Er trocknete sich die kurzen Haare und sah den anderen dann an.
"Geht’s dir eigentlich gut, mir den Job zu versauen?"
Dass er darüber eigentlich ganz froh war, erwähnte der Blonde mal nicht.
"Eigentlich müsste ich jetzt von dir mein Geld verlangen."

"Du gefällst mir. Trotz der Drogen noch so wortgewandt. Aber erwarte nicht zuviel. Von dem Typen hättest du bestimmt kein Geld bekommen. Prügel bezogen, ja. Von ihm abhängig gemacht worden, auch. Aber kein Geld. Ich kenne den Typen. Es gibt einige Jungs von der Straße, die mir von ihm erzählt haben. Sie vertrauen sich mir an. Und ich will dieses Arschloch endlich von hier weg haben. Irgendwann bringt er noch einen Jungen um und dann ist alles zu spät."
Vielleicht hatte er zu viel gesagt, aber er wollte, dass der andere wusste, dass man ihm vertrauen konnte.
"Ich bin Ian. Verrätst du mir deinen Namen auch?"
Nun blickte er direkt in die Augen des anderen, erkannte darin, dass die Drogen alles andere als abgeklungen waren und presste die Lippen kurz aufeinander, während er nachdachte.
"Weißt du, was er dir gespritzt hat? Du solltest nicht zu weite Sprünge machen mit dem Zeug in deinem Körper. Vielleicht ist es das Beste, wenn du hier bleibst. Die Wohnung ist verlassen, Tresh kommt bestimmt nicht mehr wieder, denn er weiß, dass ich auf ihn warte. Oder hast du einen Ort, wo du hingehen kannst?"
Wieder zu viel gesagt und gefragt, aber eigentlich kannte Ian die Geschichte. Sie war jedes Mal dieselbe. Die Jungs, die hierher kamen, wurden entweder gezwungen oder konnten nicht anders, weil sie Geld brauchten.

"Ahja."
Bryan legte das Handtuch ordentlich über einen Stuhl, der ihm sauber erschien und blickte den Kerl vor sich an, der sich als 'Ian' vorgestellt hatte.
"Du bist hier also der 'Big Daddy'?"
Der Junge blieb stehen, wusste selbst, dass die Droge noch immer wirkte und das auch noch die nächsten Stunden tun würde. Doch im Moment ging es ihm wirklich hervorragend.
"Ja, ich weiß, was er mir gespritzt hat und nein, ich habe nichts, wo ich hin kann."

Seinen Namen verriet er mit Absicht nicht, wollte nicht, dass noch einer seinen Namen kannte. Tresh reichte da völlig, doch da fiel ihm etwas anderes ein.
"Meine Freunde sagen Rock zu mir."
Immerhin war das ein Name, den man sich merken konnte. Bryan blickte Ian forschend an, jetzt hatte er ein Dach über dem Kopf, aber das auch nur solange, wie Tresh die Rechnung bezahlt hatte und hier fließend Wasser und Strom war. Doch einige Tage würde das wohl noch so sein, es war Mitte des Monats. Deshalb hatte Bryan aber immer noch kein Geld.

"Ich denke, dass du das ein wenig falsch verstehst. Ich bin hier nicht Big Daddy, bestimmt kein Zuhälter, wenn du das meinst. Ich arbeite selbst hier. Aber gerade hier gibt es diese eine Straße, auf der bestimmt auch du gelandet bist, wo die Neulinge stehen. Und die, die nicht mehr viel aus sich selbst rausholen können. Die werden sehr schnell und gerne zu Opfern und das muss nicht sein. Wenn sie sich schon hergeben, dann sollen sie auch ihr Geld dafür bekommen und nicht auch noch Prügel beziehen und dann einfach rausgeschmissen werden, so wie es Tresh ständig praktiziert hatte, weil er selbst kein Geld hat."
Ian sprach einfach drauf los. Dass der andere seinen Namen nicht verraten hatte, machte ihm gar nichts. Dass er schon einen Straßennamen hatte, glaubte er allerdings auch nicht. Und darum lächelte er leicht, sah ihn dann an.

"Rock? Du hast interessante Freunde, wenn sie dich so nennen. Passt irgendwie nicht zu dir. Aber wenn du so genannt werden willst, dann habe ich kein Problem damit."
Sein Lächeln verriet, dass dies alles andere als ein Angriff auf den Jungen und dessen Namen hätte sein sollen. Dann aber wurde sein Blick doch wieder etwas ernster. Seine Hand hob sich und legte sich kurz auf die Stirn Bryans.
"Das Gift in dir kommt wieder. Vielleicht solltest du dich besser wieder hinlegen. Willst du was trinken? Ich habe mir die Vorräte des Typen angesehen. Recht eintönig, aber für die ersten Tage reicht es. Und dann bringe ich dir was vorbei, damit du nicht verhungern musst. Wenn ich ehrlich bin, ist hierzubleiben das Beste, was dir passieren kann. Tresh kommt nicht mehr wieder, der hat Angst vor mir. Und somit steht die Wohnung frei."
Dass seine Hintergedanken in eine andere Richtung gingen, hofften, dass Tresh sehr wohl wiederkommen würde, weil er den Jungen hier drinnen sah, verriet er nicht. Es tat ihm selbst Leid, dass er Rock als Lockvogel benutzte, aber er wollte diesen Typen endlich aus dem Verkehr ziehen.

Wieder gab ein "Ahja" zu verstehen, dass es Bryan eigentlich gar nicht interessierte. Doch er würde darauf eingehen und hier bleiben, erst mal und vorläufig war das wirklich nicht schlecht.
"Ja, ich bleib erst mal hier."
Desinteressiert ging er wieder raus, holte seinen Rucksack und die restlichen Sachen nun wieder ins ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: StoFftieRchEn
Username: StoFftieRchEn
Datum: 28.11.2008 - 18:52

Kommentar Nr.: 5810
Weist du das du ganz schön fies bist? An so eine stelle schluss machen und dann auch noch sollange nix hochladen und derweile platzt ich fast vor aufregung, ob Ian noch rechzeitig kommt um das schlimmste zu verhindern.
Bitte bitte schreib schnell weiter und lass mich nicht in dieser ungewissheit.

Baba das StoFftiErchEn
Kommentar von: StoFftieRchEn
Username: StoFftieRchEn
Datum: 02.02.2008 - 21:05

Kommentar Nr.: 4674
Ohje mine... Ian soll es sich jetzt aber bitte nicht wagen zu spät zu kommen, aber ich bin mal zuversichtlich das er es noch rechtzeitig schafft um ihn zu retten, wenn du meint, das du schon vorgearbeitet hast... bitte bitte lass mich nicht so lange auf eine fortführung warten.

baba das StoFftiErchEn
Kommentar von: StoFftieRchEn
Username: StoFftieRchEn
Datum: 27.01.2008 - 19:50

Kommentar Nr.: 4638
Wusstest du, dass es ein Lied von X-Japan gibt, das denselben Namen Trägt… und mindstens genauso schön ist die Story! Nein wirklich ich find die Story einfach mal nur übelstig tollig! Mach büüüüüütte ganz schnell weiter ^-^
Baba Das StoFftiErchEn
Kommentar von: Zionora_D
Username: Zionora_D
Datum: 08.08.2007 - 15:39

Kommentar Nr.: 3892
Und noch einmal ich,

hatte ja gesagt, dass ich schnell lese und diese Geschichte lädt geradezu dazu ein sie zu verschlingen.
Der Kleine ist ja wirklich eine verkorkste, kleine Ratte, aber er hat seine Momente und Ian... also der ist wirklich süß. Hoffentlich fängt sich Bryan ehe er ihm noch wirklich weh tut, oder er Ian in eine Scheiße hinein zieht, aus der sie nicht so leicht wieder heraus kommen.

Auf jeden Fall würde ich mich freuen, wenn es schon bald wieder weitergeht.

Also bis hoffentlich bald

Viele Grüße
Zionora
Kommentar von: Zionora_D
Username: Zionora_D
Datum: 08.08.2007 - 02:24

Kommentar Nr.: 3890
Hallo!

ich gestehe, es hat ein wenig gebraucht, ehe ich diese Geschichte endlich gefunden habe, aber whow... Dafür lohnt es sich.
Habe gerade das 1. Kapitel beendet und konnte mit dem Kommi einfach nicht warten.
Das ist super geschrieben und man wird wirklich mitgerissen.
Normaler Weise bin ich kein großer Gundam Wing Fremdgänger, aber von dieser Geschichte bekommt ihr mich nicht so schnell wieder los.
Leider ist es schon 02:30 Uhr, sonst würde ich mich gleich auf das nächste Kapitel werfen, aber so werde ich wohl bis zum Morgen.... eher Mittag warten müssen.
Auf jeden Fall hoffe ich, dass bald ein neues Kapitel erscheint, denn wenn ich mich einmal fest gebissen habe, lese ich schnell und 5 Kapitel halten dann nicht sehr lange vor.
(Dezent mit dem Zaunpfahl wedel)
Also bis hoffentlich bald.
viele Grüße
Zionora
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