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Archiv > Weiß Kreuz > Revenge of a forgotten time

y Revenge of a forgotten time
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Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 26.02.200526.02.2005 26079 4.50
Bei 4 Vote(s)
152
Autor: Brad-san
Pairing: Brad Crawford/Yohji Kudou
Kategorien: Alternatives Universum (AU)
Inhalte: Lemon
Einführung: "Warme Luft kommt mir entgegen, als ich die Tür öffne und hindurchtrete... Es ist dunkel in dem großen Raum, nur kleine Lampen werfen weiches Licht auf die Tische..." Mehr gibt nicht zu sagen, als dass Crawford auf jemanden trifft, der ihn schon längst vergessen hatte.
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y Kapitel 1
~*~*~ Revenge of a forgotten time ~*~*~

Warme Luft kommt mir entgegen, als ich die Tür öffne und hindurchtrete. Zum Glück habe ich heute meine Brille durch die Kontaktlinsen ersetzt, sonst würden die Gläser anlaufen und mich nichts sehen lassen.

Kurz lasse ich meinen Blick schweifen, es scheint sich nichts verändert zu haben, wie ich das auf den ersten Blick sehen kann.
Einer der Männer, die in der Garderobe arbeiten, kommt auf mich zu und nimmt mir meinen Mantel ab, auf dem sich Schneeflocken gesammelt hatten, die jetzt wegen der Wärme zu tauen beginnen. Der Mann im Smoking geht genauso schnell wie er gekommen ist und hängt den Mantel an dem dafür vorgesehen Kleiderhaken auf.

Während ich zu einem freien Tisch in Nähe der Bühne gehe, auf dem ein kleines Schildchen mit der Aufschrift `Reserviert` steht, betrachte ich die Einrichtung genauer.

Es ist dunkel in dem großen Raum, nur kleine Lampen werfen weiches Licht auf die Tische. Die meisten anderen Tische sind besetzt, dort sitzen Leute in Anzügen, man könnte meinen es sei eine Zusammenkunft von wichtigen Geschäftsmännern.
Ebenfalls haben an der Bar einige Männer Platz gefunden, unterhalten sich in einer angemessenen Lautstärke und trinken die teuren Getränke.

Es ist eine Mischung aus einer Bar und einem Restaurant mit Showangebot, jedoch mit exquisitem Einrichtungsmobiliar.
Man kann es nicht mit den billigen Kneipen vergleichen, in denen man seine Zeit absitzt und sich besäuft.
Hier kommen nur `geladene` Besucher hinein, nur welche, die das ausreichende Kleingeld, die entsprechende Kleidung und Macht haben, die gehobene Bürgerklasse halt.
Und einer davon bin ich.

„Ah, guten Abend, Mister Crawford. Es freut mich, Sie wieder bewirten zu dürfen. Wie Sie sehen, war es gut, dass Sie sich den Tisch reservieren haben lassen. Heute keine Begleitung?“
Die üblichen Fragen, die üblichen Antworten… Freundlich aber kalt – rein geschäftlich.
Er ist der Chef dieses Etablissements, ein junger Mann, nur ein wenig älter als ich selber. Bestimmt hat er den Laden von seinem Vater übernommen.

Da ich hier schon oft mein Geld ausgegeben habe, bedient er mich persönlich. Natürlich spielt er mir den einen oder anderen Tipp zu, allerdings nicht ohne eigenen Nutzen, denn er verdient dabei…

„Haben Sie schon gewählt?“
Es klingt wie eine ganz normale Frage, jedoch weiß ich, dass sich sehr viel mehr dahinter verbirgt…
„Nein, noch nicht. Aber Sie könnten mir bitte einen der Hauscocktails bringen.“
Mit dem üblichen Lächeln geht er wieder.
Da er so gefragt hat, wird dieser Abend sicher interessant.

Leise erklingt Musik und ein Spot wird auf die Bühne geworfen. Der Lichtkegel erhellt den schweren Vorhang, der sich langsam öffnet.
Die Gespräche verstummen und alle Blicke sind auf die Bühne gerichtet.
Als der Vorhang schließlich offen ist, die Bühne freigibt, erscheinen drei Personen. Ich muss nicht weiter hinschauen, um zu wissen, dass es sich um Männer handelt, sicher hübsche dazu.

Es gibt nämlich einen großen Unterschied zu den anderen Lokalitäten in der Nähe:
Hier verkaufen sich Jungen und Männer.

Die Drei auf der Bühne kommen weiter vor gelaufen.
Der Eine ist braunhaarig und unter dem Netzshirt verbirgt sich sicher ein durchtrainierter Oberkörper.
Auf der anderen Seite ist ein Junge, vielleicht gerade dreiundzwanzig, er hat genau das Gleiche wie der Brünette an.
Ich würde wetten, dass er neu ist; ein schlanker, gut aussehender und rothaariger Mann wäre mir aufgefallen.
Und in der Mitte steht ein Blondie; hm, immer noch blond…
Er ist hübsch. Und er hat schwarze hohe Stiefel, ebenso schwarze Hot pans und eine dunkle, hautenge Lederjacke an.
Alles in allem ist er der meist bekleidete.

Ich frage mich wie hoch sein Preis ist.
Er beginnt sich im Rhythmus der Musik auszuziehen - langsam, um mit seinen Reizen zu spielen, damit jeder davon was hat.
Es ist schlicht und einfach Werbung für sich.

In dem Moment kommt der Chef wieder, stellt leise meinen Cocktail ab und geht elegant, nicht ohne mir vorher noch zuzuraunen, dass der Blonde sein Geld wert sei.

*Walk the streets for money*

Elegant hat dieser es geschafft sich die Sachen abzustreifen, ohne die Stiefel ausziehen zu müssen. Eigentlich müsste er nackt sein, doch geschickter Weise sind unter der spärlichen Kleidung silberne Tapestreifen, die das Nötigste verdecken.
Eine stumme Regel besagt, dass sich die Stricher erst dem Kunden völlig unbekleidet zeigen dürfen. Ungewöhnlich, aber effektiv.

Mittlerweile hat er sich auf den Boden begeben, seine Beine aufgestellt und stützt sich mit seinen Händen ab. Dazu drückt er seinen Rücken durch, eine sehr verführerische Erscheinung.
Die zwei anderen Jungen stellen sich jeweils an seinen Füßen beziehungsweise an seinem Kopf auf. Zwei Krüge mit goldenem Inhalt werden ihnen gebracht.

Die zähe Flüssigkeit rinnt aus dem Ausguss des Glases auf den gebräunten Körper und bedeckt ihn fast gänzlich. Eine schöne Sauerei, allerdings auch sehr anziehend.
Es ist das, was man nur in wenigen Nachtclubs findet: Es ist nicht einfach nur Sex, sondern auch das Verlangen – es ist… schwer in Worte zu fassen. Hier werden die Wünsche der Kunden Realität, die perfekten Sünden erschaffen.
Natürlich zahlt man das alles mit, aber es lohnt sich.

Der Junge da vorne wirft ab und zu seinen Kopf weit in den Nacken oder bewegt sein Becken aufreizend, während die anderen beiden zu jedem einzelnen Tisch gehen.
Wie ich jetzt sehen kann, als der Rothaarige bei mir ist, sind in den kleinen Schüsseln Zitronen- und Limettenscheiben.
Ich sehe kurz hoch in sein Gesicht, er schaut mir allerdings nicht in die Augen. Stumm stecke ich ihm einen kleinen Schein zu.
Eine weitere ungeschriebene Regel: jeden Dienst der Stricher bezahlen.

Ein armseliges Leben. Jede Nacht seinen Körper zu verkaufen, mehr als die Hälfte abzugeben und hoffen, dass sich die Kundschaft nicht beschwert… Nein, ich möchte das nicht.
Dennoch nehme ich diese Leistung in Anspruch… Widersprüchlich, nicht wahr?

Einige schon fast sabbernde alte Männer sitzen da und können es kaum erwarten einen der Jungen zu bekommen. Ich bin zwar mit meinen zweiunddreißig Jahren auch nicht mehr der Jüngste, immerhin kann ich mich aber noch zusammenreißen, um nicht gleich über einen Stricher herzufallen.
Lieber lasse ich die Atmosphäre noch ein wenig auf mich einwirken und dann… mal sehen, was sich ergibt.
Und die Zitronenscheibe?

Fast schon muss ich schmunzeln, als ich sehe, wie sich der Blonde auf eine Trage begibt, dabei peinlich bedacht keinen Tropfen von dem Honig zu verlieren.
Wenn ich nicht wüsste, dass der Honig umgerechnet etwa fünfhundert Dollar kostet, würde ich darüber lächeln, aber so… ist es ein weiterer Beweis für die hier angebotene Qualität.

Er lässt sich von seinen zwei Begleitern tragen.
Es ist interessant, was alles beachtet werden muss, damit die Spielchen funktionieren. So wurden heute die Tische sicher auseinander geschoben, damit jetzt die Trage und der sich darauf räkelnde Mann hindurchpassen.

Sie steuern einen Tisch an – meinen.
Ich habe die Ehre, als Erster meine Zitronenscheibe an dem Blonden zu versüßen…
Genüsslich lasse ich die Scheibe über seinen Körper gleiten - sie nimmt immer mehr von der goldenen Köstlichkeit auf- bis ich an dem zweiten silbernen Streifen angekommen bin, der seinen Schambereich wie ein String verbirgt.
Leise entweicht ihm ein Keuchen.
Das dürfte dir aber nicht passieren…

*You don’t care if it’s wrong or if is right*

Die Süße des Honigs vermischt sich mit dem säuerlichen Geschmack der Zitrone, als ich hineinbeiße. Seine Augen schauen mich dezent an und wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich sagen, dass er mir in die Augen schaut.
Anerkennend schaue ich ihn an, er weiß was das bedeuten könnte.

Doch seine beiden Freunde (?) heben die Trage wieder hoch und bringen ihm zum nächsten Tisch und auch dort und fast überall bekommt er und seine Begleiter Blicke geschenkt, die ihnen sagen, was man am liebsten sofort mit ihnen machen würde.
Auch den einen oder anderen Klaps bekommen der Brünette und der Andere zu spüren; sie müssen es sich gefallen lassen, auch wenn sie am liebsten die Hand wegschlagen würden – es ist ihr Job.

Der Blonde scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen. Natürlich, blond… wer hat schon, als Mann, blonde Haare? Sie sehen sogar echt aus, aber ich weiß es besser: Sie waren schon immer blond – gefärbt, nicht wahr?
Ja, auch ich begehre dich, genauso wie die Anderen auch; nur ich habe ein Recht darauf! Alle wollen sie dich, aber was die meisten noch nicht wissen ist, wie sie dich kriegen und bezahlen sollen.

*You don’t have to sell your body to the night*

~*~

Seit über einer Stunde ist er von der Bühne gegangen, die zwei mit ihm.
Es ist mittlerweile fast um zehn.
Gelangweilt rühre ich in meinem halb leeren Cocktail, die bunten Schirmchen habe ich rausgenommen, das süße Obst gegessen und der gezuckerte Rand ist nur an vereinzelten Stellen noch zu sehen. Roter Zucker – wer lässt sich so etwas einfallen? Aber es passt hier her.

Die Bühne war in der Zeit nicht leer geblieben, aber es interessierte mich recht wenig, wer sich da oben anbot - bis auf die zwei, die fast noch Kinder waren - mich interessiert nur was noch kommen wird.

„Meine sehr geehrten Herren, heute gibt es etwas Besonderes was Auswahl und Bezahlung unserer Jungen betrifft.“

Aus den Seitentüren an der Bühne kamen alle, die heute sich angeboten haben, darunter auch einige, die ich noch nicht gesehen habe, andere, die ich von früheren Besuchen schon gesehen und bezahlt habe.

„Heute, meine Herren, werden diese hübschen Männer `versteigert`! Der Höchstbietende bekommt seine Auswahl für diese Nacht. Und es bleibt Ihnen überlassen, was Sie mit ihnen machen. Heute sind sie besonders willig!“

Lüge! Sie sind genauso wie sonst auch, lassen es stillschweigend über sich ergehen, um an das Geld zu kommen. Aber die `Versteigerung` ist keine schlechte Idee.

„Also, wer von Ihnen möchte heute seine Zeit mit ihn hier verbringen?“
Ich nicht, ich habe mein Ziel schon lange erfasst und ich gewinne auch! Jetzt heißt es nur noch abwarten, bis er zum Verkauf steht. Leider wird das sicher erst zum Ende geschehen…

~*~*~

Ken wurde heute als Erster verkauft, nicht zu einem hohen Preis, aber wenigstens höher als gewöhnlich.
Nagi fast gleich danach. Er ist zu einem `alten Sack` gekommen, hoffentlich übersteht er das gut; um die Kleinen mache ich mir halt doch Sorgen.
Auch Aya wurde angenommen, jetzt sitzt er auf dem Schoß von einem `mittelalterlichem Mann`, er hat Glück gehabt, der sieht irgendwie nett aus.

Als Einziger stehe ich jetzt noch hier. Mir gegenüber viele Typen, alle älter als ich, die mich anschauen, dass mir übel werden könnte.
Ich will das nicht… Aber ich muss…
So lächle ich, mache ein schönes Gesicht und jeden Tag meine Beine aufs Neue breit für irgendwelche schwule Kerle, die ihren Schwanz hineinrammen ohne jegliche Rücksicht.
Aber es stört mich nicht – mehr, sagen wir: ich habe gelernt damit umzugehen.

Mein Normalpreis wird von `Roxanne` genannt. Obwohl sich der Chef nicht verkauf nennt er sich so… Was geht es einen von uns an, wer sich wie nennt? - Nichts.

Der Preis wird bestätigt, ein anderer nennt einen höheren Betrag. Ich hab heute Eindruck auf sie gemacht, Ideen zahlen sich immer aus, auch wenn es `nur` heißt, dass ich einen höheren Wert bekomme. Doch was bin ich schon `wert`?
Nach zwei, drei Minuten bin ich schon das Doppelte wert und noch einmal fünf Minuten fast das Dreifache.
Ob ich…

Da fällt mir ein Mann auf, der noch kein Gebot abgegeben hat, mich jedoch die ganze Zeit über anstarrt. Wartet der noch?
Wenn ich mich recht entsinne, ist das der, der mich mit der Zitronenscheibe erschaudern ließ, was sonst noch keiner geschafft hat.

„Drei, zwei, eins…“
„Ich! Ich nehme ihn für den vierfachen Normalpreis.“
„Möchte das jemand überbieten? Gucken Sie sich ihn an…“

Ich lächle etwas, drehe mich in die Richtung und in die andere.
Noch ein Gebot. Mein persönlicher Rekord.
Das blöde ist nur, je höher die Preise steigen, umso perverser sind die Ideen, die sie ausleben wollen… Als könnten sie das mit Geld wieder gut machen; als könnten sie mit höherem Betrag jemanden dazu veranlassen, sich besonders anzustrengen, vielleicht noch Gefallen daran zu finden…
Nein, auf keinen Fall. Wenn wir etwas machen, dann nur aus Angst auf das Folgende.

„Das fünffache!“
„Das Fünffache?! Wird das jemand überbieten? Drei, zwei, eins… Verkauft.
Verkauft ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von:
Username:
Datum: 28.02.2006 - 15:51

Kommentar Nr.: 1483
Ich wollt eigentlich schon lang was zu der Story schreiben - hab's aber irgendwie immer vergessen *gg*

Ich mag sie - diese Art von Thema liebe ich besonders und ich finde es passt ganz ausgezeichnet in das fandom WK. Youji tut mir zwar ausnehmend leid, aber Brads Reaktion find ich trotzdem sehr überzeugend.

Am besten gefällt mir allerdings Aya - zwar nur ne kleine Rolle - aber oho *gg*
Kommentar von: claudihope
Username: claudihope
Datum: 14.04.2005 - 16:37

Kommentar Nr.: 170
hi mausi,

habe heute den teil vin dir gelesen und brenne darauf dir meine meinung mitzuteilen.
ich fand die geschichte richtig gut, es hat spaß gemacht si ezu lesen und deinem schreibstil zu folgen. ich war verwundert als schich deine story so einfach geändert hatte und mit diesem ende ahhte ich echt nicht gerechnet.
wei bist du auf die idee gekommen? sowas interessiert mich immer. erstaunlich wie gut die dinge von dir beschrieben wurden und wie ich mich als leser in die situation der beiden rein fühlen konnte. ich weiß gar nicht wer mir mehr leid tat. aber ich dneke brad da er ja uch mein liebling ist.
die große frag eist ja jetzt ob das dein ernst ist wirklich jetzt einfach ende zulassen oder ob du dich zu einer fortsetzung hinreisen lassen würdest.

dieser teit sowie das ende schreien gerade zu danach und ich würde mich freun noch mehr von deiner fantasie diesebzüglich zu lesen.

claudi^-^
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