headleft2_de.png spacer headright
lineleft
spacer
 
icra
spacer
deutsch banner englisch



y Navigation
Archiv > Weiß Kreuz > Sehnsucht nach grünen Augen

y Sehnsucht nach grünen Augen
[1] [2] [3] [4] [5]
Status Alter Sprache Veröffentlicht Last Update Zeichen Bewertung Klicks
Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 22.02.200522.02.2005 100782 5.00
Bei 9 Vote(s)
373
Autor: wildest_angel
Pairing: Schuldig / Aya
Kategorien: Romantik
Inhalte: Lemon
Einführung: Auf vielfachen Wunsch habe ich hier jetzt auch meine allererste FF hochgeladen. Also bitte, viel Spaß damit! Was geschieht, wenn Aya auf eine Party geht?
Kommentare: Download: Bewertung: Benachrichtigung:
Letzten 5 lesen
Alle lesen
Kommentar schreiben
PDF: Kapitel
PDF: Fanfiktion
Textdatei: Kapitel
Textdatei: Fanfiktion
stern1 stern2
stern3 stern4
stern5  
Bookmark: Drucken: Meldung:
Fanfiktion bookmarken PDF: Kapitel drucken
PDF: Fanfiktion drucken
Browser: Kapitel drucken
Browser: Fanfiktion drucken
Kapitel melden
Fanfiktion melden

y Kapitel 4
SEHNSUCHT NACH GRÜNEN AUGEN 4




Stunden später werde ich von kitzelnden Haaren an meiner Wange sanft aus meinen Träumen geleitet, leichter Atem streift über mein Gesicht, ein warmes, weiches Lippenpaar legt sich zart auf meine. Bevor ich jedoch angemessen reagieren kann, verschwindet die angenehme Wärme von mir, und als ich endlich in der Lage bin, meine Augen zu öffnen, kann ich nur noch fassungslos deiner verschwindenden Gestalt hinterherblicken. Du kannst es nicht lassen, mich immer wieder aufs Neue zu verwirren...
Hab ich also doch nicht geträumt... Oder?

Am langsam heller werdenen Licht erkenne ich, daß der Morgen heraufzieht. Ein tiefes Seufzen strömt aus meiner Brust. In wenigen Stunden bin ich endlich wieder zu Hause, in meinem -jedenfalls für meinen Geschmack- gemütlichen Zimmer, bei meinen Büchern, bei meinen Musik-CDs und bei meinem normalen Leben. Unerklärliche Traurigkeit breitet sich in mir aus, als ich meine Klamotten zusammensuche, die immerhin schon trocken sind, mich anziehe und dann auf den Weg mache, Yohji zu wecken.

Im Zelt sehe ich mir den Schlafenden noch einmal genau an. Er sieht so friedlich, verwundbar und niedlich aus, so wie er vor mir liegt. Ein altbekanntes Bild, von dem ich weiß, daß der Schein trügt. Mit einem lauten "Hey, Yohji, du Schlafmütze! Raus aus den Federn, aber schnell!" reiße ich ihn aus seinen Träumen. Ihn so liebevoll wachzuküssen, wie es mir vor ein paar Minuten passiert ist, fällt mir nicht im Geringsten ein; er würde es auch gar nicht von mir erwarten. Keine Überraschungen mehr...

Die Leute auf dem Platz hat auch schon die allgemeine Aufbruchstimmung erfasst, es geht drunter und drüber, jeder scheint irgendetwas irgendwo liegen lassen zu haben, Autos werden beladen, Handynummern ausgetauscht, Verabredungen getroffen. Verstohlen sehe ich immer wieder um mich, hoffend, noch einen Blick auf dich zu erhaschen oder vielleicht sogar noch mal ein paar Worte mit dir wechseln zu können. Aber ich habe Pech, alles was mir über den Weg läuft, ist ein missmutiger Farf.

Dann ist es soweit, all unsere Sachen sind verstaut, zu dritt sitzen wir im Wagen, ein letzter Blick zurück über die Schulter zu dem kleiner werdenden Grasfleck, auf dem ich heute nacht an dich gekuschelt geschlafen habe. Ein schwarzer Strudel aus Sehnsucht verschlingt mich, aber ich darf es mir nicht anmerken lassen. Omi hat sich auf der Rückbank zusammengerollt, entschlossen, noch ein kleines Nickerchen zu halten, Yohji plappert ohne Punkt und Komma sinnloses Zeug, das mich in keiner Weise interessiert, vor sich hin, ich starre aus dem Fenster, nehme nichts mehr wahr als die Kälte, die sich in meinem Inneren eingenistet hat. Und wieder bleiben mir nur die Erinnerungen. Wunderschöne Erinnerungen...

Vor dem Koneko überlasse ich den anderen wortlos, das Auto auszuräumen. Ich habe nur noch das Bedürfnis, allein zu sein. Ohne mich vorher auszuziehen, werfe ich mich auf mein Bett, bleibe regungslos liegen, fixiere einen imaginären Punkt an der Decke und schalte alle Gedanken aus. Vor meinem geistigen Auge entsteht ein Bild, zuerst unscharf und verschwommen, dann immer klarer. Die wundervollsten Augen der Welt scheinen mich anzustrahlen, darunter verzieht sich ein herrlicher Mund zu einem liebevollen Lächeln, das Ganze wird von wilden, orangen Strähnen umrahmt. Meine Haut beginnt wieder zu brennen, dort wo du sie berührt hattest, die verschiedenen Gefühle der letzten Tage brechen wie eine Flutwelle über mich herein. Eine Emotion ist dabei besonders stark: Sehnsucht. Nein!!! Ich muss dich aus meinen Gedanken bekommen, muss dich vergessen. Unbedingt! Es wäre den anderen und ganz besonders Yohji gegenüber nicht fair, wenn ich ständig dein Bild vor Augen hätte.

Sag mir, warum war gerade _ich_ dieses Wochenende dein Opfer? Hättest du dir da niemand anderen aussuchen können? Bist du bei deinen anderen Flirtpartnern auch so weit gegangen? Es heißt doch, du wärst Brad treu. Davon war ja nicht grade viel zu merken. Oder beginnt Untreue bei dir erst, wenn du mit jemandem schläfst? Hast du mich deshalb zurückgewiesen? War es doch ein Spiel für dich? Es hat sich nicht so angefühlt.

Durch lautes Hämmern an meine Tür werde ich unsanft aus meinen Überlegungen gerissen, urplötzlich ist dein Gesicht an meiner Decke verschwunden. Ken holt mich zum Abendessen. _Noch_ so ein nerviger Störenfried. Grummelnd öffne ich die Tür, um die anderen in der Küche mit meiner Anwesenheit zu beehren. Schweigend lasse ich mich auf meinem Platz nieder, was soll ich hier, ich hab gar keinen Hunger... Yohji sitzt neben mir, strahlt mich an, legt seine Hand auf meine. Offensichtlich hat er mich etwas gefragt, das ich nicht mitbekommen habe. Unbewusst ziehe ich meine Hand unter seiner hervor, werfe ihm einen Blick zu, der ihm ganz klar signalisiert, daß ich kein Interesse habe mich zu unterhalten. Anscheinend fällt mein Blick doch eine Nummer zu krass aus, ich kann ihn unter seiner Bräune blass werden sehen. Ich wende mich wieder meinem Teller zu. Igitt, was soll denn das sein? Kann man das essen und überlebt? Nein, auf den Versuch lass ich es nicht ankommen, mir ist sowieso ziemlich flau in der Magengegend. Ohne auch nur einen Bissen angerührt zu haben, stehe ich vom Tisch auf, nuschle irgendwas von Duschen und verschwinde schnellstens.

Als ich aus dem Bad auf dem Weg in mein Zimmer am Wohnzimmer vorbeikomme, höre ich, wie Yohji Ken von unserem Wochenende erzählt. Dein Name fällt, ich bleibe wie festgenagelt stehen, die Schmetterlinge flattern wieder durch meine Innereien, spüre deine Lippen auf meinen. Hört das bitte irgendwann auf? So kann es doch nicht weitergehen. Ich werde doch nicht bis in alle Ewigkeit allein beim Klang deines Names halb durchdrehen, oder? Dagegen muss ich was unternehmen! Sofort!!!

Mich zu jedem Schritt zwingend betrete ich das Wohnzimmer, sehe Yohji auf der Couch lungern, lasse mich an seiner Seite nieder, beuge mich vor, um ihm den Hals zu küssen, überrascht und erfreut blickt er auf, meine Augen bleiben an einem roten Fleck auf seinem Hals hängen, den ich vorher nicht bemerkt hatte, und der auch ganz sicher nicht von mir stammt. Bilder irrlichtern durch meinen Geist, geben mir ein hilfloses Gefühl: Yohji in Flirtpose, du an seinem Hals, deine Augen auffordernd auf mich gerichtet; dann verwandelt sich Yohji`s Gestalt in die von Brad. Ein Ring aus Eis legt sich um mein Herz. Wie von einer Tarantel gestochen springe ich auf, will in mein Zimmer flüchten, werde aber von einem energischen Griff in der Bewegung gestoppt. "Verdammt, Aya, was ist eigentlich mit dir los? Seit vorgestern benimmst du dich wieder so seltsam, so abweisend." Ach ja, tue ich das?

Wieder auf den Knutschfleck unter Yohji`s Ohr starrend, mit den Fingerspitzen sanft darüber fahrend, antworte ich ihm kühl: "Na, ich bin nicht derjenige mit Flecken am Hals. Hat`s wenigstens Spaß gemacht?" Seine Augen blitzen gefährlich auf, als er er sich aufrichtet und mich hart ansieht. "Na gut, wenn du dieses Thema unbedingt ansprechen willst, mein Freund, laß dir eins gesagt sein: Bei mir war`s wenigstens nur der Hals. Bei dir soll er ja an was ganz anderem rumgelutscht haben, was man so hört!" Fuck! Alles hätte ich erwartet, aber nicht das! Nicht gut, gar nicht gut! Was nun? Meine Züge werden eisig, als ich ruhig, ohne in irgendeiner Weise die Stimme zu erheben, zum Gegenschlag aushole. "Stimmt, Yohji. Und soll ich dir was sagen? Es war verdammt noch mal das Schärfste, das ich je erlebt habe. Ich würde es jederzeit wieder machen. Ich liebe Schuldig." Mein Gott, wie kann ich nur so unfair sein? Das ist der gemeinste Tiefschlag, den ich Yohji verpassen konnte, das lese ich an seinem Gesicht ab.Aus den Augenwinkeln sehe ich Ken und Omi zusammenzucken, blass werden und wortlos den Raum verlassen.
Yohji steht auf, seine Augen zu kleinen Schlitzen verengt, das sonst so schöne Gesicht in eine Grimasse absoluten Hasses verzogen; bevor ich weiß, was überhaupt passiert, höre ich ein knallendes Geräusch, mein Kopf wird von enormer Wucht zur Seite gerissen, ich verliere den Halt, fliege rückwärts von der Couch, mein Schädel knallt auf die Tischkante, schwarze Kreise tanzen kurzfristig vor meinen Augen, ich mache eine unsanfte Landung auf dem Boden. Meine linke Gesichtshälte brennt wie Feuer, aus dem Mundwinkel sickert langsam eine warme Flüssigkeit, die sich als Blut entpuppt. "Verschwinde, Fujimiya! Geh zu ihm, wenn du ihn so sehr _liebst_! Geh mir aus den Augen, du Dreckskerl!" faucht Yohji mich an. Er ist wütend, verletzt, enttäuscht, Tränen stehen in seinen Augen, aber es sind Tränen des Zorns, wie ich unschwer an seinem wütenden Gesichtsausdruck erkennen kann. Ich kann ihn nur zu gut verstehen, er hat auch allen Grund dazu. Schweigend rapple ich mich, immer noch ein klein wenig benommen, auf, gehe zur Tür, bleibe nochmal kurz stehen, will etwas sagen, finde nicht die Kraft und die richtigen Worte. Gibt es die in so einer Situation überhaupt? Wie in Trance schleiche ich in mein Zimmer. Was hab ich nur getan?

Luft, ich brauche Luft! Mit einem Ruck reiße ich mein Fenster auf, halte meinen Kopf aus der Öffnung, atme tief das angenehme Aroma des Abends ein. Aus einem vorbeifahrenden Wagen dröhnt Musik zu mir herauf, ich kann Fetzen des Liedes erkennen. `...there`s a - raging fire in my heart tonight, growing - high and higher in my soul...` Ein humorloses Lachen drängt sich aus meinem Inneren, ein Laut der Verzweiflung. Wie passend! Zitternd und mit tiefem Seufzen lasse ich mich auf mein Bett fallen, starre wieder die Decke an. Meine Gedanken überschlagen sich. Warum habe ich Yohji so verletzt? Musste das wirklich sein? Eigentlich sollte ich mich besser unter Kontrolle haben. Bisher war ich doch auch mit dem zufrieden, was ich hatte. Ich weiß doch genau, daß du mit Brad zusammen bist. Wo bist du jetzt? Was machst du gerade? Wie komme ich aus dieser Falle wieder raus? Entfernt höre ich die Haustür zuschlagen und dann das satte Aufheulen von Yohji`s Wagen. Heute nacht wird er Vergessen im Alkohol und in den Armen einer schönen Frau -wahlweise auch eines Mannes- suchen. Ich wünsche ihm viel Glück dabei. Für mich gibt es solche Erlösung nicht. Im Halbschlaf drehen sich die Fragen weiter in meinem Kopf. Wie konnte es nur soweit kommen, daß wir uns wegen dir streiten, warum musste ich sagen, daß ich dich liebe?

"Weil es mein Plan war und weil es die Wahrheit ist." Entsetzt schrecke ich hoch, versuche, in der zunehmenden Dunkelheit auf die Schnelle etwas zu erkennen. Und _was_ ich erkenne treibt meinen Puls aus mehreren Gründen in die Höhe. Du sitzt lässig auf meinem Fensterbrett, ein Bein aufgestellt, das andere baumeln lassend und siehst mich in aller Seelenruhe an. Ich schließe die Augen, schüttle den Kopf, um diese Fata Morgana zu vertreiben. Langsam bin ich wirklich reif für die Klapsmühle. Als nächstes spüre ich deine Arme, die mich sanft zu dir ziehen, mich umschließen und mir Schutz geben, und deine Lippen zärtlich auf meinen. Kein Traum. Du bist _wirklich_ hier!

Aufseufzend ergebe ich mich deinem Kuß, lasse meine Hände über dich wandern, wühle in deinen seidigen Haaren, spüre, wie das Verlangen nach dir mit jeder Sekunde zunimmt, wieder sind mit einem Schlag alle Fragen, alle Probleme, die ganze Welt vergessen. Deine fordernde Zunge an meiner bringt mich um den Verstand, wie von selbst erreicht meine Hand den Kragen deines Shirts, fetzt es dir vom Körper, streicht über nackte Haut. Leise lachend trennst du unsere Lippen voneinander, das nütze ich sofort aus, um mich an deinem Hals entlang zu küssen. "Ich erwarte eine Erklärung, aber eine gute!" knurre ich, bevor ich mich in deiner Halsbeuge verbeisse und grob an der zarten Haut zu saugen beginne, während meine Hand ihren Weg zu dem Verschluß deiner Hose gefunden hat, diese nun öffnet und mit einem Ruck nach unten befördert. Meine Zunge zieht Kreise über deine Brust, geniesst das salzige Aroma deiner Haut, meine Hände irren in wilder Begierde über deinen herrlichen Körper, als ich immer weiter abtauche, deine harten Bauchmuskeln liebkose, um dann endlich das in Händen zu halten, wonach ich mich schon so lange so verzweifelt gesehnt habe. Dein leichter Moschusgeruch dringt direkt in mein Gehirn vor, lässt bei mir alle Sicherungen durchbrennen, das logische Denken verabschiedet sich, bin nur noch von einem Wunsch beseelt: Dir ebenso Vergnügen zu schenken, wie du es bei mir am Abend zuvor getan hast. Sanft kratze ich mit meinen Fingernägeln über deine aufgerichtete Erektion, meine Zungenspitze verfolgt die Spur, dein leises Aufstöhnen ist Musik vom Feinsten ...

Um diese Fanfiktion weiter lesen zu können ist ein Login erforderlich!
[1] [2] [3] [4] [5]

y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: Aikaginu
Username: Aikaginu
Datum: 04.10.2009 - 21:58

Kommentar Nr.: 6755
Wow, also erstmal, Respekt ;) Hat mir gut gefallen, die Story! Vor allem die Pairings mag ich ;)
Lg :) Aikaginu
Kommentar von: Iphigenia
Username: Iphigenia
Datum: 11.09.2008 - 14:41

Kommentar Nr.: 5523
ich hab es erstmal nur überfliegen können - aber das werde ich bald richtig nachholen. ich glaube, es ist wunderschön, aber bald mehr...
Kommentar von:
Username:
Datum: 12.02.2006 - 23:07

Kommentar Nr.: 1424
Eigentlich unglaublich, dass du so wenig Kommis zu der Story hast - wo es doch deine beste ist.

Ich bete sie an *einschleim*

Nein, Spaß bei Seite - sie ist deine gefühlvollste und tiefgreifenste und zu herzengehenste Geschichte. Obwohl Youji wieder mal der angepisste ist - auch wenn er Brad bekommt (was in meinen Augen eh keine Alternative ist *gg*)

Du solltest öfter so romantische Geschichten schreiben und ich kann bis heut kaum glauben, dass das dein erster war *umärmle*
Kommentar von: Dhala_Elena_Angel
Username: Dhala_Elena_Angel
Datum: 03.03.2005 - 12:37

Kommentar Nr.: 145
Oi!!!!! Cool!!!

Hach, ich liebe solche Happy Ends für alle! MAl eben schnell die PArtner getaucht!

Ich fand ja schon di eAndeutungen im anderen Teil klasse! Aber das.. *seufz* hat das Ganze noch mal um eine Ecke gesteigert!!

Mata ne,


ADE
Kommentar von: Dhala_Elena_Angel
Username: Dhala_Elena_Angel
Datum: 02.03.2005 - 12:37

Kommentar Nr.: 144
*seufz* soooo süüüüüüüüß!!!

Armer Ran. Erst leidet er so... aber dann kriegt er ja doch noch, was er will *seufz*

UNd die GEschichte geht wirklicllh noch weiter? Sie hört sich schon so fertig an...

Na, egal! Bis zum nächsten Mal!!!smile

Mata ne,


ADE
Alle lesen
lineright
spacer
bottomleft bottomright