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Archiv > Weiß Kreuz > Sehnsucht nach grünen Augen

y Sehnsucht nach grünen Augen
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Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 22.02.200522.02.2005 100782 5.00
Bei 9 Vote(s)
373
Autor: wildest_angel
Pairing: Schuldig / Aya
Kategorien: Romantik
Inhalte: Lemon
Einführung: Auf vielfachen Wunsch habe ich hier jetzt auch meine allererste FF hochgeladen. Also bitte, viel Spaß damit! Was geschieht, wenn Aya auf eine Party geht?
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y Kapitel 3
SEHNSUCHT NACH GRÜNEN AUGEN 3


Ich lasse Yohji allein, brauche Zeit für mich selbst, verschwinde in Richtung Ufer, um mich dort nahe am Wasser in den Schatten eines Baumens zu setzen, in die glitzernden Wellen zu starren und wieder zu mir selbst zu finden. Im Hintergrund nehme ich wahr, wie der Lärmpegel allmählich wieder lauter wird, was bedeutet, daß langsam aber sicher alle anderen ins Land der Lebenden zurückkehren. Und um auch die letzten Schläfer zu wecken, wird natürlich die Anlage wieder voll aufgedreht. Bitte, Leute, wer will denn schon _diese_ Musik beim Aufwachen hören? Das ist grausam!

Zum Glück muss ich nur noch diesen Tag und die darauffolgende Nacht hier überstehen. Wie kommen manche Leute nur auf die blöde Idee, ihren Geburtstag über zwei, drei Tage zu feiern? Das ist ja abartig. Hier kommt man vor lauter Lärm und Menschen ja nicht
mal richtig zum Nachdenken. Und dazu hätte ich im Moment wirklich Stoff genug... Bin ich froh, wenn wir morgen wieder nach Hause fahren!

Mein Blick gleitet verächtlich zu der Menschenmenge hinüber und bleibt wie festgeklebt an einer orangen Mähne und dem dazugehörigen, immer noch unbekleideten Oberkörper hängen.
Fasziniert beobachte ich deine Bewegungen. Verdammt, siehst du gut aus! Aber das weißt du, nicht wahr? Ist dir klar, wie du auf andere wirkst? Natürlich, denn du setzt es ja auch unbarmherzig ein. Von hier aus habe ich einen guten Überblick über die Anwesenden, und ich kann nicht einen entdecken, der dich nicht mehr oder weniger verstohlen anhimmelt, egal ob Männlein oder Weiblein. Wie kann ich mir nur einbilden, daß du dich ausgerechnet
für _mich_ interessierst? Brad hat wirklich mehr Glück als Verstand, wenn es stimmt, was man so über dich hört. Mit einem Kopfschütteln sehe ich wieder ins Wasser.
Ich sollte dich aus meinen Gedanken bekommen, und zwar schnell.

Yohji ist mein Freund, und damit hat sich`s. Wir passen prima zusammen, jeder kennt die Gewohnheiten des anderen, da gibt es keine Überraschungen mehr, in keiner Beziehung. Ich kann unseren Alltag auswendig herbeten, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen sind es jeden Tag die gleichen Abläufe, die gleichen Bewegungen, der gleiche Zeitplan. Sogar wenn ich mit ihm ins Bett gehe, kann ich jedes Wort, jede Berührung vorhersagen. Keine Überraschungen mehr. Aber keine Überraschungen bedeutet auch keine unangenehmen Überraschungen...

Nur auf den Missionen ist es anders. Da ist Adrenalin, da sind Spannung, Angst und irgendwie auch Leidenschaft. Da fühle ich mich... lebendig. Auch wenn ich es hasse, zu töten - der Kick, auf einer Mission zu sein, mein Katana zu schwingen und meinem Frust freien Lauf zu lassen,ist unbeschreiblich! Obwohl es früher noch schöner war, als ich dich wenigstens ab und zu noch dabei gesehen habe. Ich habe jedesmal gehofft, auf dich zu treffen. Nein, nicht, um dich zu töten, ganz sicher nicht, sondern um vielleicht einen kleinen Blick in deine Augen werfen zu können, die immer etwas völlig anderes zu sagen schienen als dein gehässiges Grinsen oder die kleinen Bösartigkeiten, die du mir immer an den Kopf geworfen hast.

Und schon wieder hast du dich still und heimlich in meine Gedanken geschlichen, mein Kopf hat sich ganz automatisch wieder zu dir gedreht. _Bitte_, zieh dir endlich was an, ich halte diesen
wahnsinnigen Anblick, dich nur in einer zerfetzten Jeans vor mir zu haben, nicht mehr aus!
Du siehst mich über die Entfernung hinweg fest an,ich kann deinen Blick förmlich auf mir spüren. Hör auf damit! Um das alles nicht länger ertragen zu müssen, stehe ich auf und suche mir das
weitest entfernte schattige Plätzchen, um ein wenig Ruhe zu bekommen, dich nicht mehr ansehen zu brauchen und vielleicht endlich etwas schlafen zu können.

Als ich aufwache, ist die Sonne fast schon wieder hinter dem Horizont verschwunden. Langsam schlendere ich zum Lagerfeuer, der Schlaf hat mir gut getan, ich fühle mich auf jeden Fall ruhiger. Ich versuche, in dem Menschengetümmel Yohji ausfindig zu machen. Natürlich, er steht an der Bar, wo auch sonst? Anscheinend hat er einen hochinteressanten Gesprächspartner gefunden, wie es aussieht.

Wie bitte? Yohji`s Haltung - eine Hand auf die Hüfte gestützt, mit der anderen eine Zigarette und ein Glas haltend und trotzdem heftig gestikulierend; die Art, wie er beim Lachen den Kopf in den Nacken legt - kommt mir verdammt bekannt vor, obwohl ich es schon Ewigkeiten nicht mehr bei ihm gesehen habe. Das ist Yohji`s Flirtpose! Das muss ich mir jetzt schon genauer anschauen.

Unauffällig begebe ich mich in seine Richtung. Innerlich grinse ich ein wenig in mich hinein. Zu gut erinnere ich mich, wie es ist, von Yohji angebaggert zu werden. Seine Stimme bekommt einen
samtigen Touch, von dem man sich umschmeichelt fühlt; über seine Lippen kommen oberflächliche Plaudereien, gemischt mit Komplimenten und versteckten Andeutungen; immer wieder berührt er einen wie zufällig und man merkt zuerst gar nicht, wie man in seinen Bann gezogen wird. Soweit ich weiß, hatte er mit dieser Masche immer Erfolg - sogar bei mir, auch wenn es wahrscheinlich länger dauerte und er sich um einiges mehr anstrengen musste, als er erwartet hatte. Es stört mich nicht, daß er flirtet. Er macht es unbewusst, seiner Natur entsprechend. Eine schlanke Hand legt sich auf seine Schulter, eine zweite streicht ihm eine Haarsträhne hinter das Ohr, der Kopf seines Gegenübers beugt sich zu ihm, um ihm etwas ins Ohr zu flüstern.

Meine Augen weiten sich, ich vergesse zu atmen und meine Beine drohen nachzugeben. Das kann nicht sein! Über Yohji`s Schulter ist eine orange Mähne aufgetaucht... Machst du denn vor nichts und niemandem Halt? Unfähig, mich zu bewegen, sehe ich zu, wie du beginnst, mit geschlossenen Augen leicht an Yohji`s Ohr zu knabbern. Ein scharfer Schmerz durchzuckt meine Herzgegend. Du bist ein Bastard sondersgleichen! Eiskalte Wut macht sich in mir breit.

Plötzlich öffnest du deine Augen und siehst provokativ in meine, und schlagartig wird mir klar, daß ich nicht wütend bin, weil du Yohji antatschst, sondern weil ich gerne an seiner Stelle wäre. Wie es wohl ist, so von dir verwöhnt zu werden? Deine Lippen und Hände auf dem ganzen Körper, deinen Atem auf meiner Haut zu spüren? Weißt du, daß du mich in den Wahnsinn treibst mit deinen Spielchen? Warum bekommt jeder andere, wonach ich mich so sehr sehne? Du küsst dich langsam an Yohji`s Hals entlang, siehst mir dabei immer noch in die Augen. Meine Lendengegend beginnt zu kribbeln. Du knutschst meinen Freund ab, und ich werde dabei scharf? Ich gehöre ins Irrenhaus! Nein, das tue ich mir jetzt nicht mehr an, das ist zuviel. Nur weg von hier, zurück zum Ufer, wo ich heute nachmittag geschlafen habe, schnell...

Völlig verwirrt sitze ich wieder im Gras, kann nicht glauben, was ich eben gesehen und empfunden habe. Warum _machst_ du das? Macht es dir Spaß, so mit Menschen zu spielen? Gestern schiebst du vor meinen Augen omi die Zunge in den Hals und heute schlabberst du an Yohji rum. Was bezweckst du damit? Die Leute, den Lärm, die Umgebung um mich herum habe ich völlig ausgeblendet, beschäftige mich nur mit diesen Fragen. Nur beiläufig
bekomme ich mit, das Yohji auf einmal neben mir sitzt und mir leicht angetrunken freundlicherweise mitteilt, daß er jetzt schlafen ginge. Geistesabwesend murmle ich irgendeine Erwiderung, die besagt, daß ich noch ein wenig hier sitzen bleiben würde und er gut schlafen solle. Ich merke nicht einmal, wie er aufsteht und zum Zelt geht, meine Gedanken drehen sich nur noch um den Mann mit den grünen Augen und dem himmlischen Körper und darum, daß ich nicht verstehen kann, wie er mich so gefangen nehmen konnte.

Mich mit meinen Fragen immer noch im Kreis drehend, zucke ich zusammen, als hinter mir jemand in die Hocke geht und sich zwei Hände auf meine Schultern legen. Nein, ich werde mich nicht umdrehen, will niemanden sehen, bin an keinem Gespräch interessiert. Warme Lippen legen sich auf meinen Nacken, Atem kitzelt auf meiner Haut. Yohji, verschwinde, geh Schuldig knutschen,laß mich in Ruhe. Durch die Ereignisse der letzten zwei Tage habe ich keine Kraft und keinen Willen mehr, mich zu wehren, ich kann ja nicht mal mehr klar denken. Ich drehe meinen Kopf, um Yohji gewaltig meine Meinung über Störungen beim Nachdenken zu husten.

Als weiche Haare meine Nase kitzeln, erwacht ein kleiner Teil meines Gehirns wieder zum Leben und verarbeitet, was ihm die Sinne mitteilen. Ein Gesicht, umrahmt von orangen Strähnen, befindet sich nur Zentimeter von meinem entfernt, leuchtendgrüne Augen fixieren mich neugierig mit einem zärtlichen Ausdruck, der Mund ist zu einem leichten Lächeln verzogen. Es dauert einen Moment, bis ich realisiere, daß du hinter mir sitzt und über meine Schulter schaust. Genau auf diesen Moment scheinst du gewartet zu haben, denn ich werde rückwärts in deine Arme gezogen, so daß ich gegen deine Brust lehne. Du nimmst meine Hände in deine, schlingst unsere Arme um mich, um mich noch näher an dich zu pressen und mich gleichzeitig zu halten, deine Finger verschränken sich mit meinen. Den alten Kampf Verstand gegen Gefühl verliert der Verstand, weil er einfach keine Lust mehr hat, dieses Theater mitzumachen und aufgibt. Ich lege meinen Kopf in deine Halsbeuge, kuschle mich an dich, schließe die Augen und genieße es einfach nur, deine nackte Haut zu spüren und so von dir gehalten zu werden. Ein warmes, wohliges Gefühl durchströmt mich. Vergessen ist meine Wut, meine ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: Aikaginu
Username: Aikaginu
Datum: 04.10.2009 - 21:58

Kommentar Nr.: 6755
Wow, also erstmal, Respekt ;) Hat mir gut gefallen, die Story! Vor allem die Pairings mag ich ;)
Lg :) Aikaginu
Kommentar von: Iphigenia
Username: Iphigenia
Datum: 11.09.2008 - 14:41

Kommentar Nr.: 5523
ich hab es erstmal nur überfliegen können - aber das werde ich bald richtig nachholen. ich glaube, es ist wunderschön, aber bald mehr...
Kommentar von:
Username:
Datum: 12.02.2006 - 23:07

Kommentar Nr.: 1424
Eigentlich unglaublich, dass du so wenig Kommis zu der Story hast - wo es doch deine beste ist.

Ich bete sie an *einschleim*

Nein, Spaß bei Seite - sie ist deine gefühlvollste und tiefgreifenste und zu herzengehenste Geschichte. Obwohl Youji wieder mal der angepisste ist - auch wenn er Brad bekommt (was in meinen Augen eh keine Alternative ist *gg*)

Du solltest öfter so romantische Geschichten schreiben und ich kann bis heut kaum glauben, dass das dein erster war *umärmle*
Kommentar von: Dhala_Elena_Angel
Username: Dhala_Elena_Angel
Datum: 03.03.2005 - 12:37

Kommentar Nr.: 145
Oi!!!!! Cool!!!

Hach, ich liebe solche Happy Ends für alle! MAl eben schnell die PArtner getaucht!

Ich fand ja schon di eAndeutungen im anderen Teil klasse! Aber das.. *seufz* hat das Ganze noch mal um eine Ecke gesteigert!!

Mata ne,


ADE
Kommentar von: Dhala_Elena_Angel
Username: Dhala_Elena_Angel
Datum: 02.03.2005 - 12:37

Kommentar Nr.: 144
*seufz* soooo süüüüüüüüß!!!

Armer Ran. Erst leidet er so... aber dann kriegt er ja doch noch, was er will *seufz*

UNd die GEschichte geht wirklicllh noch weiter? Sie hört sich schon so fertig an...

Na, egal! Bis zum nächsten Mal!!!smile

Mata ne,


ADE
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