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Archiv > Weiß Kreuz > Der Freund meines besten Freundes

y Der Freund meines besten Freundes
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Ab 18 Jahren Deutsch 04.02.200504.02.2005 175942 3.50
Bei 8 Vote(s)
410
Autor: wildest_angel
Pairing: SchuldigxYohji, BradxYohji, SchuldigxAya
Kategorien:
Inhalte: Lemon
Einführung: Eine unbefriedigte Nacht hat zwei Männer zusammengeführt. Doch was passiert, wenn sich ein Dritter da mit einmischt? Eine Zusammenarbeit von der wundervollen Brad-san und mir. Danke, Braddy!
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y Kapitel 4
~*~*~4~*~*~

~*~*~ Kens POV

Auf dem Weg von meinem Zimmer zur Haustür komme ich an der Küche vorbei und werde unfreiwillig Zeuge einer seltsamen Szene. Yohji liegt in den Armen eines Mannes, bei dem es sich nur um Schuldig handeln kann. Durch ein merkwürdiges Gespräch mit Aya vor nicht ganz einer Stunde habe ich erfahren, dass sich unser Playboy den Schwarztelepathen an Land gezogen hat und dieser nun unsere Wohnung unsicher macht.

Die Unterredung mit meinem Leader war deshalb komisch, weil die wütenden Worte des Rothaarigen nicht so ganz mit seinem Gesichtsausdruck und seiner Haltung zusammenpassten. Er schien sich nicht so gut unter Kontrolle zu haben wie sonst, sodass man seine Emotionen unter der kühlen Oberfläche erkennen konnte, auch wenn ihm selbst das wahrscheinlich nicht
bewusst war.

~Flashback~

Durch wütendes Gezeter im Erdgeschoss, das ich gedämpft höre, als ich unter der Dusche stehe, neugierig geworden, betrete ich das Wohnzimmer, in dem sich jedoch nur noch Aya befindet. Scheinbar habe ich das Beste wieder mal verpasst.

Mein rothaariger Anführer bebt unterdrückt, in seinen Augen leuchtet ein schmerzvoller Ausdruck. "Was war denn los?", frage ich ihn unschuldig. Er erzählt mir die Kurzfassung der Geschehnisse. Jedes Mal, wenn er Schuldigs Namen erwähnt, wird sein Tonfall sanft und seine Augen blitzen auf - jedoch nicht vor Wut. Zornige Blicke von Aya sehen anders aus.

Als er mir berichtet, wie der Schwarz mit unserem Jüngsten geflirtet hat, verändert sich auch noch seine Haltung, was mich stutzig werden lässt. Seine Augen nehmen einen merkwürdig sehnsuchtsvollen Ausdruck an, als er zu der Stelle kommt, wie Omi
beinahe von dem Deutschen geküsst worden wäre. Auch seine Stimme ist nicht so emotionslos wie normal - im Gegenteil. Mit leicht hochgezogener Augenbraue beobachte ich Aya neugierig.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Situation den Älteren gewaltig gewurmt hat, ebenso wie die Tatsache, dass Yohji mit Schuldig gerade auf seinem Zimmer ist. Die unterschwelligen Gefühle, die der Rothaarige unbewusst ausdrückt, bringen mich ins Grübeln.

Nachdem er geendet hat, dreht sich der Ältere um und lässt mich einfach stehen. Trotz der schnellen Bewegung kann ich jedoch erkennen, dass seine Augen leicht feucht schimmern, als würde er mit Tränen kämpfen.

~Flashback Ende~

Und nun diese Situation. Ich kann die Spannung, die im Raum liegt, fast körperlich spüren. Es scheint eine Art
elektrische Schwingung zwischen den einzelnen Personen zu fließen, obwohl ich nicht zuordnen kann, von wem sie ausgeht und wem sie gilt. Die Atmosphäre ist aufgeheizt.

Yohji liegt in Schuldigs Armen, seine Hände streichen über den Rücken des Deutschen. Aya steht vor dem sich küssenden Pärchen und sieht mehr als nur verletzt aus. Er scheint zu leiden. Seine Augen sind vor Entsetzen geweitet, und ich glaube nicht, dass diese Tatsache nur daher kommt, dass er den Anblick zweier Männer in inniger Umarmung nicht verkraftet.

Als ich in Gedanken das Gespräch von vorhin noch mal durchgehe und meinen Leader jetzt ansehe, geht mir ein Licht auf. Aya ist nicht sauer, weil Schuldig hier bei uns ist. Die verschiedenen Emotionen in seinem Gesicht sprechen Bände: Unglauben, Verlangen, Verzweiflung, Eifersucht.

Anscheinend hat er selbst noch nicht gemerkt, was für mich offensichtlich wird - der Rothaarige ist verliebt. Wäre es ihm bewusst, würde er nicht so verloren dastehen und wie ein waidwundes Tier auf den Langhaarigen blicken. Nein, dann würde er dazwischen gehen und um sein Recht kämpfen. Glaube ich zumindest.

Es tut mir allerdings weh, Fujimiya, den sonst so beherrschten und kühlen Kämpfer, so hilflos zu sehen. Tränen rinnen über seine Wangen, und ich bin heilfroh, dass er mich nicht bemerkt, denn diesen Anblick würde er mich bestimmt büssen lassen. Doch er starrt mit brennendem Blick immer noch auf die beiden Männer vor ihm. Ich beschließe, leise davonzuschleichen.
Schließlich habe ich noch was vor und es ist sowieso besser, wenn niemand weiß, wie viel ich mitbekommen habe.

~*~*~ Schuldigs POV

Während ich versuche, Yohji zu beruhigen, sehe ich Aya flehend an. Ich hoffe, dass er versteht, was ich damit bezwecke. Dieser Kuss hier bedeutet mir nichts. Nicht das Geringste. Ich will nur Yohji davon abhalten, auf den wundervollsten Mann loszugehen, den ich je getroffen habe. Innerlich bebend bete ich zu allen Göttern, dass der Weißleader das versteht.

Nein, anscheinend versteht er es nicht. Was soll ich denn tun? Soll ich wirklich zulassen, dass Yohji seinen Leader angreift? Wäre es jemand anders, wäre es mir herzlich egal. Plötzlich laufen Tränen über Ayas Gesicht. Dieser Anblick zerreißt mir das Herz. Nein, so geht das nicht! Jeder dürfte weinen, aber nicht der einzige Mensch, der in mir -seltsamerweise und
unerwartet- Gefühle geweckt hat.

Ich lasse Yohji los, der sich mittlerweile wieder beruhigt hat, und starre immer noch verzeihungsheischend in die Richtung
des Rotschopfs. Eigentlich möchte ich ihm erklären, warum ich Yohji in den Armen halte, doch mir fehlen die Worte. Der braun Gelockte strahlt mich glücklich an, doch das ist mir sowas von egal. Noch immer fixiere ich den Rothaarigen mit
meinem Blick und hoffe, dass es dem Mann in meinen Armen nicht auffällt und die Situation wieder eskaliert.

~*~*~ Ayas POV

WAS?? Das ist nicht die Möglichkeit. Schuldig küsst Yohji. Vor meinen Augen. So als wäre nichts vorgefallen! Er hat
nur mit mir gespielt?! Nein, das will ich nicht glauben. Es fühlte sich doch so echt an.

Lass es nicht wahr sein. Oh bitte. Schuldig, schubs ihn weg oder sonst was, aber bitte küss ihn nicht so, wie du mich gerade küssen wolltest! Ich flehe dich an.

Guck mich nicht so an. Mit wem von uns spielst du? Mit mir? Auch wenn du noch so verzeihend blickst, kann ich dir überhaupt noch glauben? Wer versichert mir, dass du das nicht im nächsten Moment mit mir machst? Ich kann nicht mehr. Tränen sammeln sich in meinen Augen. Heiß laufen sie mir über die Wangen. Du küsst ihn noch immer. Was da denn eben nichts?

Ich kann nur dastehen und zugucken, wie du ihm deine Zunge in den Hals schiebst. Du schaust mich dabei an. Willst du sagen, dass dir dies jetzt, der Mann in deinen Armen, nichts bedeutet? Daran glaube ich nicht. Nicht, wenn du ihn so küsst. Eifersucht droht mein Herz zu zersprengen. Schmerz nagt daran. Es tut so weh. Warum? Mag ich dich so sehr? Nein, es ist mehr als das. Viel mehr! Ich liebe dich. Deswegen tut es so weh. Deshalb schnürt es mir die Luft zum Atmen ab.

Verzweifelt hebe ich eine Hand an meinen Hals. Durch Tränenschleier sehe ich, wie Schuldig Yohji loslässt. Er hat sich völlig entspannt in seinen Armen. Ich will an Yohjis Stelle sein. Ich will geliebt werden! Wieder guckt Schuldig mich an, auf eine Weise, die ich nicht verstehe. Ich bin nicht fähig wegzugehen, ich kann mich nicht bewegen, muss mir dies hier antun. Ich will nicht mehr! Weinend drehe ich mich um.


Endlich habe ich es geschafft, mich von diesem Anblick zu lösen. Doch zuvor bedenke ich den Schwarz mit einem eisigen Blick, der mir wegen der Tränen nicht gelingen will. Ich gehe aus der Küche. Weg. Nur weg hier. Egal wohin. Doch bevor ich dir Tür erreiche, sacken meine Beine unter mir weg. Ich falle und vor meinen Augen breitet sich Dunkelheit aus.

~*~*~ Yohjis POV

Als Schuldig mich liebevoll küsst, schmelze ich in seinen Armen einfach dahin. Ich bin in diesen Mann verliebt, zumindest glaube ich das. Und er zeigt mir jetzt, dass nur ich ihm etwas bedeute. Nein, Aya kann sich nicht zwischen uns stellen. Diese Nähe tut so gut, beruhigt mich unendlich. Doch irgendetwas stimmt trotzdem nicht…. Ich öffne meine Augen einen Spalt und sehe, dass der Deutsche an mir vorbeiblickt. Ich kann seinen Gesichtsausdruck nicht deuten, aber sicher ist es auch nicht
wichtig.

Nach viel zu kurzer Zeit löst er diesen herrlichen, erregenden Kuss. Mit strahlenden Augen blicke ich meinen Geliebten an, der seltsamerweise immer noch zu dem Rothaarigen sieht. Ich spüre eine Bewegung hinter mir, Aya schiebt sich an uns vorbei. Anscheinend verkraftet er den Anblick eines glücklichen Paares nicht. Seine merkwürdig nassen Wangen ignoriere ich gekonnt. Mit einem triumphierenden Lächeln sehe ich ihm nach.

Doch kaum ist Aya durch die Tür, sinkt er kraftlos zu Boden. Mit einem Aufschrei reiße ich mich aus Schuldigs
Umarmung und springe zu meinem Freund. Ich hebe ihn mit besorgtem Gesichtsausdruck hoch. Der Rothaarige ist kalkweiß im Gesicht, er hängt bewusstlos in meinen Armen. Zu Schuldig gewandt, flüstere ich: "Ich kümmere mich schnell um Aya. Bleib du bitte hier, ich will mit dir reden!" Ein knappes Nicken ist Antwort genug. Mir fällt die verzweifelte Miene meines Liebsten zwar auf, aber richtig einordnen kann ich sie nicht.

Außerdem ist erst mal mein Freund wichtiger. (Auch wenn er es eigentlich nicht verdient hätte.) Schnell bringe ich
ihn hoch in sein Zimmer und lege ich sanft in seinem Bett ab. "Mensch, Aya, was machst du für Sachen?" frage ich den Ohnmächtigen besorgt, während ich ihm eine seiner langen Strähnen aus dem Gesicht streiche. Trotzdem kann ich im Moment
nicht mehr tun, als hier neben ihm auszuharren und aufzupassen, dass es ihm nicht schlechter geht.

~*~*~ Crawford POV

Gestern Abend hatte ich eine seltsame Vision. Zuerst sah ich nur Schuldig, wie er in einen Club ging, um sich
Befriedigung zu verschaffen. Doch danach traf er auf einen Weiß. Yohji. Zwischen ihnen schien schon mehr zu laufen, als bei ihren vorherigen Partnern. Allerdings erwies sich der Morgen danach als Problem.

Der Weiß-Anführer würde sie beide entdecken und das war das Problem. Yohji hing an Schuldig, Aya aber auch. Und
Schuldig? Er würde das Problem zum eskalieren bringen, soviel war sicher. Heute Morgen, gegen zehn, verstärkte sich die Vision.

Das heißt, ich musste ihm mal wieder aus der Patsche helfen. So fuhr ich zum Koneko, dort wo Weiß leben. Ich
klingle und hoffe, dass jemand in Hörweite ist. Eigentlich müsste es gerade der Zeitpunkt sein, zu dem Yohji Aya in sein Bett trägt. Und Schuldig müsste unten sitzen und nichts zu tun haben. Will ich hoffen, dass er ausnahmsweise mal so
nett ist und die Tür öffnet. Endlich geht die Tür auf. Ein verwirrter Schuldig schaut heraus. "Brad, was machst du hier?", fragt er. Ich antworte ihm, dass ich ihm mal wieder helfen werde.

Lieber verschweige ich einen anderen Grund, warum ich hier bin. Schließlich muss auch er nicht alles ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: CrazyMama
Username: CrazyMama
Datum: 26.11.2009 - 21:56

Kommentar Nr.: 6842
also hat sich auch gelohnt sie zu lesen
Kommentar von: Brad-san
Username: Brad-san
Datum: 23.02.2005 - 16:14

Kommentar Nr.: 11
Hi wildest,
das ist eine der Geschichten, bei der ich sage, es hat sich gelohnt, sie zu schreiben. Dafür bin ich dir auch dankbar...
Ich könnte immer noch heulen, wenn ich an Aya denke. Er tut mir richtig leid... Aber irgendwie haben wir es immer auf ihm abgesehen... Wie das nur kommt? *g*

Auf uns. smile
Braddy
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