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y 3 Tage, 4 Nächte
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Ab 18 Jahren Deutsch 17.02.200517.02.2005 314138 5.00
Bei 9 Vote(s)
789
Autor: wildest_angel
Pairing: anfangs Brad/Ken, später noch jede Menge mehr
Kategorien: Romantik
Inhalte: Lemon
Einführung: Ken geht bei einer Mission verloren. Um zu retten, was noch zu retten ist, müssen alte Feinde zusammenarbeiten. Die Geschichte ist nicht allein von mir. Neben Farfarello und Brad-san hat mir hauptsächlich Dhala_Elena_Angel geholfen. Danke an meine Freunde, die so nett für mich eingesprungen sind!
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y Kapitel 8
Und damit euch der Lesestoff nicht ausgeht, kommt noch gleich eine "kleine" Zwischenszene von Dhala hinterher... Enjoy it!





Zwischenszene, 2. Tag...


Wortlos starrte Ran auf den Deutschen, der immer noch in seinem Schlafsack lag. Nur einige Strähnen des Haares, das nur etwas heller war, als seine Eigenen, lugten daraus hervor. Penner! Er wandte sich noch einmal um, zurrte den zusammengerollten Schlafsack an seinem eigenen Rucksack fest.
Dann richtete er sich auf: „Aufwachen,“ baffte er. Nein, der Andere sollte lieber schnell wach werden, denn er war sich nicht sicher, ob er es sonst schaffen würde können, sein Versprechen zu halten. Zu verführerisch war der Gedanke, einfach schnell das Schwert zu nehmen und... Nein! Er hatte sein Wort gegeben! Und außerdem – selbst wenn er es getan hätte – er wusste nicht, ob er seinen Zug letztendlich hätte beenden können... . Er war noch zu schwach, zu schwach gegen sich selbst anzutreten. Trotz Allem, was geschehen war...
Schuldig driftete langsam zurück aus der Welt seiner Träume, die ihn zurück in die Vergangenheit geführt hatten, in andere Zeiten. Er kuschelte sich tiefer in die Wärme zurück. Nein, er wollte nicht aufwachen. Es war einfach zu be...
„Aufwachen!!“
Autsch. Nein, Schlafenszeit war beendet.
„Mach ,dass du deinen Arsch hochbewegst!“
Grummelnd richtete er sich auf, starrte in die unerbittlichen, kalten Amethysten: „Es geht auch freundlicher, Ran! Kein Grund, hier am Frühen Morgen so ein Gezeter zu veranstalten,“ knurrte er, persönlich verletzt.
„Ich heiße nicht..:!“
„Ach? Lass mich noch mal nachdenken: „Und ich bin Ran. Doch das waren so ziemlich genau deine Worte,“ konterte Schuldig trocken, während er sich vollständig aus seinem Schlafsack befreite und sich erst einmal ausgiebig streckte.
„Diesen Jungen hast du getötet,“ erwiderte Ran kalt, mühsam um seine Beherrschung ringend. „Und du hast gründliche Arbeit geleistet. Mach, dass du dich bewegst!“
Schuldig musterte den Jüngeren, der sich inzwischen von ihm weggedreht hatte und an seinem Rucksack herumnestelte. Er? Wieso er? Er hatte ihn..! Na gut, woher sollte der Rotschopf das auch wissen? Es stand ihm weder auf der Stirn tätowiert, noch hatte er es je irgendwem erzählt. Verstand er ja bis jetzt nicht, was damals eigentlich geschehen war.
Also machte er sich, theatralisch seufzend, daran, den Schlafsack zusammenzurollen und fischte sich sein Frühstück aus dem Rucksack. „Bäh! Wie kannst du nur diese Dinger runterwürgen?;“ fragte er, als er den Energy-Riegel in Rans Hand sah. Früchte, nicht Schokolade, verstand sich. Früchte und Vollkorn ohne Zucker. Einfach nur Bäh! Hatte Ran denn nicht wenigstens den Tick auch ablegen können, als er den Rest seiner einstmals so tollen Persönlichkeit von Bord geworfen hatte??!
Rans einzige Antwort bestand mal wieder aus einem bitterbösen Blick, der jeden Anderen sofort zum Schweigen gebracht hätte – was Schuldig wiederum wenig juckte. Also stieß Ran sich von dem Baum ab, an dem er gelehnt hatte, schulterte den Rucksack und lief einfach los, während er das Plastik um den Riegel herum anriss. Er hatte morgens noch nie wirklich was essen können, schon gar nicht wenn es so heiß, so schwül war. Das hier war das Höchste der Gefühle.
„He...!“ Schuldig starrte entgeistert auf die Gestalt, die einfach losmarschiert war.
„Du kannst unterwegs essen,“ rief Ran nur schadenfroh über die Schulter zurück: „Ich werde meinen Kollegen suchen. Du kannst aber auch bleiben – nur werde ich DICH mit Sicherheit nicht suchen.“
Schuldig wusste, er hatte im Moment keine andere Wahl. Also erhob er sich unter schlimmsten Flüchen und trabte hinter Ran her. Gott, hatte der sich verändert...
°~°~°~°Flashback°~°~°~°
„So, Sie sind also der neue Kellner.“
Schuldig nickte nur gelangweilt. Gott, er hasste Crawford für das, was er ihm hier angetan hatte! Das würde er dem Ami so was von zurückzahlen! Er sollte Leute bedienen, nur um an ein Ziel ranzukommen! Als ob es da nicht auch andere Wege gäbe! Wege, die weit weniger entwürdigend für seinen Stolz waren!
„Gut, das hier ist Tashi. Er wird Ihnen alles zeigen. Ich erwarte Pünktlichkeit, Höflichkeit und perfektes Benehmen.“
Wow! Das wurde ja immer schöner! Wenn er Brad heute Abend in die Finger bekommen würde!!! Der würde die Migräne seines Lebens kassieren! Ihm so was anzutun!! Das war ja so unfair!! Den scheiß Job hätte er auch selbst machen können!!!
„Hi, ich bin Tashi. Und du?“
Nein, Schuldig, du musst höflich sein, sagte er sich selbst, dann setzte er ein Lächeln auf, nahm die Hand entgegen: „William Schuldig.“
„Hab ich ja noch nie gehört, den Namen, mein ich!“
„Meine Mutter war Engländerin, mein Vater Deutscher,“ gab Schuldig knapp als Erklärung. Er hasste Crawford!! Allein für die Tatsache, dass er irgendwem seinen verhassten Vornamen sagen musste!!
„Cool! Dann sprichst du auch deutsch?“
„Notgedrungen.“
„..“
Noch bevor der Junge vor ihm zu einer weiteren Frage ansetzten konnte, flog die Tür zum Personalraum erneut auf und ein anderer junger Mann, nein, ein Junge, vielleicht siebzehn, stürmte herein. Feuerrote Haare hoben sich von schneeweißer Haut ab.
„Hi! Du bist...“
„Spät, sich weiß. Hab meine Uniform nicht gefunden,“ erwiderte der andere gehetzt.
„Kleiner Tipp: Schlüssel an Türen sollen manchmal wirklich hilfreich sein,“ kommentierte Tashi trocken.
„Ja, ja! Du hast Recht! Aya-chan hat sie versteckt, um mich zu ärgern...! Hi,“ unterbrach Ran sich nun, der jetzt erst den Anderen bemerkte. Schulterlange, orange Haare, stechend grüne Augen, hoch gewachsen, vielleicht vier Jahre älter als er selbst. „Du bist der Neue?“
„Sieht ganz so aus,“ meinte Schuldig nur, wobei er fasziniert diese Augen betrachtete. Violett. Das hatte er auch noch nicht gesehen.
„Das ist ... äh... wie war...?“
„William, William Schuldig. Nenn mich bloß nicht so,“ fügte er noch an.
„Komischer Name, woher kommt er?“
„Deutschland und England.“
Ran grinste. Das erklärte natürlich das fremdländische Aussehen. „Und wie soll ich dich dann nennen?“
„Will, wenn’s denn sein muss.“
„Gut. Und ich bin Ran. Ran Fuijimia.“
Schuldig nahm die Hand, betrachtete den vor ihm stehenden Jungen noch einmal. Das Ziel. Sofort streckte er seine Fühler aus, hatte aber, zum ersten Mal in seinem Leben, ernsthafte Probleme. Er konnte nur an der Oberfläche der Gedanken kratzen. Was... was sollte das denn?
„Alles in Ordnung?“
Erschrocken ließ Schuldig die Hand wieder los: „Sorry, ich war grad in Gedanken,“ nuschelte er.
Ran grinste ihn an: „Kein Problem. Hat Tashi dir schon alles gezeigt?“
„Nö, bin noch dabei.“
„Gut. Wenn du willst, kannst du ja nach der Schicht noch mit uns Eis essen gehen, Will“ schlug Ran vor.
Schuldig hob eine seiner Augenbrauen. Er hätte nicht gedacht, dass der Junge so vertrauensselig sein würde. Gut, es störte ihn gewaltig, dass er dessen Gedanken nicht ungehindert lesen konnte, aber scheinbar würde er auch so problemlos an sein Ziel kommen. Das war ja ein Kinderspiel! Na gut, je schneller er seinen Job erledigt hatte, je schneller konnte er aus dieser dämlichen Rolle raus! Er grinste zurück und nickte: „Mach ich glatt. Also, bis dann.“
Und schon war Ran weg, wohl vorn in Restaurant, um die Gäste zu bedienen.
°~°~°~°Flashback Ende°~°~°~°
Ja, vielleicht hatte Ran recht. Vielleicht war dieser fröhliche Junge wirklich tot. Aber daran wollte Schuldig nicht glauben. Vielleicht musste dieser Junge ja auch nur wieder hervorgelockt werden aus den Tiefen der Seele, in die er sich zu seinem eigenen Schutz verkrochen hatte. Schuldig grinste. Das war doch mal ne Herausforderung. Über diesem Gedanken war es ihm auch schon fast wieder egal, dass er gezwungen war, sein Frühstück im Gehen zu essen und, kaum dass er wach war, durch den Dschungel zu staksen.


So? Was nun? Yohji kratzte sich am Kopf, den Blick immer noch auf den Körper gerichtet, der sich an ihn drückte. Dunkle Haare machten es praktisch unmöglich, das Gesicht zu erkennen, eine Hand lag warm an seiner Brust.
Eigentlich sollte er Nagi wirklich wecken, sie mussten weiter, wollten sie irgendwann mal mit diesem bescheidenen Job fertig werden, den Ken ihnen da eingebrockt hatte. Aber er ahnte, dass Nagi wohl erst schlief, seit er bei ihm lag, also höchstens ein paar Stunden. Nicht lange. Er seufzte leise, während er den Jüngeren weiter beobachtete. Im Grunde hatte er in der Nacht mehr über seinen Feind erfahren, als er wissen wollte, denn nun wusste er, dass auch Nagi nur ein Mensch war. Ein Junge mit Ängsten, die so groß waren, dass er sich freiwillig zu ihm gelegt hatte – zum Feind, nur um nicht allein zu sein.
Irgendwie fiel es Yohji schwer, daran zu denken, irgendwann wieder gegen Nagi anzutreten. Er hätte kein Problem damit gehab, wenn er die kalte Maske gesehen hätte, die den Jungen so wie älter und – ja, - gefährlicher hatte wirken lassen. Doch nun wusste er, was sich dahinter verbarg. Ein verängstigtes Kind, das gezwungen wurde, Erwachsener zu spielen. Das tötete. Das vom Regen einer hässlichen Kindheit in die Traufe von Schwarz gefallen war.
Gerade, als Yohji sich doch dazu durchgerungen hatte, den Jüngeren zu wecken, begann dieser, sich von Selbst zu bewegen, die Lider begannen zu flattern, die langen, dichten Wimpern gaben ein paar dunkelgraue, große, ausdrucksstarke Augen frei, die sich erst einmal ziemlich orientierungslos umsahen, bevor Nagi feuerrot anlief. – was Yohji unwillkürlich zum Grinsen brachte.
„Guten Morgen, Langschläfer,“ meinte er nur trocken: „Na, ich will mich ja nicht beschweren, aber meinst du, du hast mich jetzt lang genug als Kissen missbraucht?“ Er konnte es einfach nicht lassen, eine der Strähnen aus dem verschlafenen Gesicht zu pusten.
„ähhh... ich...!“ Und in dem Moment schoss Nagi in die Höhe. Gott, nein! Jetzt hatte er seinem Feind sein schlimmstes Geheimnis anvertraut! Etwas, dass außer Schuldig, Farf und Brad niemand kannte! Und er hatte etwas von seiner Vergangenheit preisgegeben, die er so tief in sich begraben hielt, dass selbst Schuldig Wochen gebraucht hatte, um es herauszufinden! Nicht nur das, er hatte es auch noch gerade Yohji anvertraut!! Yohji – der Schuldig doch so ähnlich War!! Er würde sich jetzt sein Lebtag lang diesen Spott anhören dürfen!!
Als ob Yohji seine Fehler bemerkt hätte, winkte er ab: „He, schon gut. Kuck nicht so entsetzt. Von mir erfährt es niemand. Komm, wir essen was und dann suchen wir weiter. Ich will so schnell wie möglich zurück in ein zivilisiertes Klima.“
Was? Nagi sah verwirrt zu dem Mann auf, der von der einen Sekunde zur Anderen ernst geworden war. Dann beruhigte er sich wieder, nickte zögerlich und begann, seinen Schlafsack aufzurollen. Viel schlimmer konnte es ja ohnehin nicht mehr werden...

~~

Dududididubdididu....
„Scheiße!!! Scheiße!!! Verdammtes Glumanda! Entwickle dich gefälligst endlich, oder ich kill...! Auuuu!“ Wütend riss Schuldig seinen Kopf in die Höhe – nur um ihn gleich wieder einzuziehen. Wow, hatte sein rotes Kätzchen mal wieder einen Blick drauf. „He! Das war nicht fair! Was hab ich denn nun schon wieder gemacht!?!“
„MACH DIESEN SCHEISS AUS!“
„He! Es ist ja wohl meine Sache, wenn ich... AUUUUUUUUUU!“ Diesmal war der Stein, der an seinen Kopf flog, doch um Einiges größer gewesen.
„AUS!“
„Warum?,“ donnerte Schu, wobei er auf den Boden stampfte, wie ein beleidigtes Kind. „Es ist mein Gameboy und ich mache, was ich will!!!“
Rans Augenbraue zuckte erneut entnervt nach oben, als die nervtötende Melodie erneut einsetzte.
Dududididubdididu....
„S O F O R T!“
“Nö.”
Donk.
Das war das letzte Geräusch, dass das elektronische Spielzeug wohl je wieder von sich geben würde, das nun, in mehrere Einzelteile zerlegt, auf der keinen Steingruppe aufschlug. Endlich, dachte Ran nur noch erleichtert. Er hätte das nicht eine Sekunde länger ertragen! Alles war besser als das.
„He!! Das war ein Gameboy Advance SP! Die Dinger kosten ein Scheiß Geld, ist dir das eigentlich klar??! Du hast gerade MEIN Eigentum zerstört!!!“
„Du hast meine Eltern umgebracht und meine Schwester ins Koma befördert,“ hielt Ran kalt dagegen. „Außerdem möchte ich dich noch einmal an unsere kleine Abmachung erinnern. Wenn dir nicht passt, was ich sage, steht es dir frei, zu gehen. Jederzeit..!“ Ran machte eine einladende Geste.
„Das mit deinen Eltern wirst du mir wohl auch ewig vorhalten, oder?,“ knurrte Schuldig entnervt, während er die Einzelteile seines Lieblingsspielzeugs anstarrte. Tot. Definitiv tot. Shi-neht – und zwar gründlich! Unrettbar! Er war allein! Inmitten des wilden Dschungels, fernab des nächsten Geschäfts, ohne jede Rettung, zusammen mit Mr. Icecube in Person! Wie sollte er die Zeit denn jetzt totschlagen!!??! Das Einzige, dass zum Glück noch ganz war, war das Spiel an sich! Wäre ja auch noch schöner gewesen! Wo er sich doch so schrecklich bemüht hatte, die vielen Pokèmon auf Level hundert zu bringen! Und es auch bei dreißig schon geschafft hatte! Wie einen kleinen Schatz nahm er das Spiel, steckte es in eine Hülle und ließ es in der Innentasche seines Rucksacks verschwinden, bevor der Irre auch noch darauf kam, das zu zerstören! Also wirklich! Diese blinde alles-kaputt-mach-Phase ließen Andere mit fünf hinter sich!!
Was? Was hatte Schuldig da gerade für einen neuen Spruch losgelassen?? Das glaubte Ran jetzt erst mal nicht!! Das hatte sich eben ernsthaft so angehört, als erwarte der Deutsche von ihm, dass er diesem das irgendwann vergeben würde!! Als ob es für diese Tat je Vergebung geben würde! Andere, als dessen Tod!! Ran ballte seine Fäuste so heftig, dass die Knöchel weiß hervortraten. Er spürte, wie seine Nägel sich in die Haut seiner Handflächen gruben, nur um sich abzuhalten, das Schwert zu ziehen und das alles mit einem Stich zu beenden! Und so Jemandem hatte er blindlings VERTRAUT!!!
°~°~°~°Flashback°~°~°~°
„Ne oder? Das ist ja jetzt wohl nicht dein Ernst!“
„Was?,“ fragte Schuldig leicht irritiert, wobei er begann, das Steuerkreuz zu malträtieren, während die übliche elektronische Musik einsetzte.
„Wie alt bist du um Himmels Willen!?“
„Zwanzig. Immer noch,“ konterte Schuldig. „Jo! Gewonnen, du Lusche! Ich bin besser! Und jetzt auf Level dreißig! Friss Dreck!!“
Ran betrachtete seinen neuen Kollegen immer noch mit aufgerissenen Augen. Und der wollte älter sein, als er? Der benahm sich ja noch schlimmer als seine Schwester!! Die hatte wenigstens den Anstand, solche Geräte nicht in der Öffentlichkeit zu ziehen! Sah man mal von ihrem bescheuerten Tamagotchi ab... Er schüttelte wortlos den Kopf.
„He, was soll das denn? Es gibt keinen besseren Weg, Stress abzubauen! Da, willst du auch mal?“
Entsetzt schüttelte Ran den Kopf, schon das piepende Gerät von sich. „Danke, ich verzichte,“ murmelte er schaudernd.
„Na gut,“ meinte Schuldig nur achselzuckend und begann, fröhlich weiter zu zocken, selbst, als sein Eisbecher vor ihm stand. Was ihn aber alles nicht davon abzuhalten schien, fröhlich an dem Gespräch teilzunehmen, nur gelegentlich unterbrochen von Kommentaren wie ‚ich bin eben unschlagbar’ oder ‚so.und-so ist wieder ein Level höher!’.
Aber trotz dieser Masche konnte Ran seinen Blick einfach nicht von dem Deutschen lassen, der ihn so faszinierte. Die grünen Augen, die in den verschiedensten Schattierungen zu leuchten schienen, die Strähne, die immer wieder über das Stirnband in das Gesicht fiel und von den langen Fingern zurückgestrichen wurde. Er hatte sich schon lange aus dem Gespräch ausgeklinkt und starrte den Älteren nun einfach nur noch an. Konnte sich gar nicht an ihm satt sehen. Das musste er Aya erzählen! Er hatte soeben seinen Gott gefunden!!
°~°~°~°Flashback Ende°~°~°~°
Nun – er hatte für seine Dummheit einen hohen Preis bezahlt. Für die Tatsache, Jemanden falsch eingeschätzt zu haben. Einen Preis, der seinem Vertrauen unangemessen hoch gekommen war. Das kam davon, wenn man sich von Aussehen blenden und von Hormonen steuern ließ...
Aber...! Selbst Aya hatte ihn gemocht! Und seine Eltern, als er ihn damals einmal mit nach Hause gebracht hatte! Warum? Warum hatte nichts ihn vor dem gewarnt, was dann geschehen war?? Warum hatte er so leichtfertig vertraut?? Aber er hatte gelernt. Wenigstens das. Er vertraute nur noch sich selbst. Und das hatte sich ausgezahlt. Niemand würde ihn je wieder so verletzten! Aber – warum tat es dann immer noch so schrecklich weh? Dieses... dieses penetrante, schmerzende Gefühl, dass seine Brust zu zersprengen drohte! Warum konnte er nicht endlich aufhören zu fühlen und den Schwur einlösen, den er seinen Eltern an ihrem Grab gegeben hatte!! Warum konnte er sich nicht endlich von seiner Vergangenheit befreien? Mehr wollte er doch gar nicht...


„Wow! Vorsicht!,“ rief Omi entsetzt, als er sah, wie Farf über die nächste Wurzel stolperte. „Pass doch auf! Oder willst du dir alle Knochen brechen??“
Eine Weile lang betrachtete das goldene Auge ihn prüfend, bevor der Blick gen Himmel wanderte. Er tat Gott so nicht weh, das hatte er nun erfahren. Omis Argumente waren einfach zu vernünftig gewesen. Also sollte er wirklich etwas mehr auf den schmalen Pfad achten, dem sie folgten – aber das Glänzen auf den goldenen Haaren war doch viel interessanter!
„Farf!“, herrschte Omi nun ungeduldig, wobei er mit seinem Fuß aufstampfte. „Farf, wir haben eine Aufgabe! Wir müssen Ken – und wohl auch Brad – finden! Ich kann nicht sie suchen UND noch auf dich aufpassen,“ wetterte der Jüngere, wobei er Aya dafür verfluchte, dass ausgerechnet er mit dem Iren gestraft worden war! Mit Nagi hätte er es sicher viel einfacher gehabt! Na ja, wenigstens war er nicht mit Schuldig gestraft. Wenigstens nicht das!
Aber er fragte sich schon, was da wohl zwischen dem Telepathen und ihrem Anführer gewesen sein mochte. Irgendwas auf alle Fälle. Aber was? Ayas Verhalten – das passte einfach alles nicht! Seine Bereitschaft, überhaupt mit Schwarz zusammen zu arbeiten, nein, da war mal was gewesen und er würde nur zu gern wissen, was!
„Du, Farf?“
Der Ire sah überrascht auf. Normalerweise sprach Omi ihn nicht an, außer um ihm zu sagen, er solle gefälligst mit irgendwas vorsichtiger sein.
„Was soll das? Ich meine, warum benimmt sich Schuldig bei Aya immer so komisch? Weißt du das?“
Nun war es an dem Iren, zu grinsen, was Omi dazu brachte, den Kopf fragend schief zu legen.
„DU weißt also was,“ stellte Omi fest.
„Sicher. Farf weiß viel, weil alle glauben, dass ich nix mitbekomme,“ grinste der Goldäugige nun. „Sie achten alle nicht darauf, ob ich zuhöre.“
Omi grinste. Infos!!! „Und?,“ hakte er nach.
„Schuldig liebt das rote Kätzchen.“
Omi, der sich gerade einen Prinzenrolle-Keks in den Mund geschoben hatte, begann wie wahnsinnig zu husten, so heftig, dass ihm die Tränen aus den Augen traten. Es dauerte eine ganze Weile, bevor er sich wieder eingekriegt hatte. „Schuldig tut... was?,“ krächzte er.
„Schuldig liebt Ran,“ gab Farf brav noch mal Auskunft, wobei sein Grinsen aber definitiv breiter wurde.
„Ran?“
„So heißt er doch.“
„Und woher wisst IHR das? Ich meine, er hat es UNS nie gesagt! Ich hab es nur durch Zufall mal rausbekommen!“
Erneut grinste Farf, bevor er eine ausschweifende Bewegung machte: „Warum ist er zu Weiß gekommen?,“ fragte er schließlich den Jüngeren.
„Na, wegen seiner Schwester. Wegen Rache, ne?“
„Rache an wem?,“ hakte er nach.
„An Takatori?,“ fragte Omi zurück.
„Und an denen, die seine Eltern getötet, also, die Bombe erst gezündet haben. An Schwarz.“
„Das... das seid ihr gewesen????!“
Farf nickte grinsend, wie ein Honigkuchenpferd. „Und Schuldig war auf euer Katerchen angesetzt, hat ihn beschatten sollen, damit er Infos über die Familie bekommt.“
„Warum er?“
„Na, weil Brad immer Angst hat, ich könnte ein Blutbad anrichten,“ schmollte Farf nun. „Dabei will ich doch nur Gott ein bisschen hurten,“ verteidigte er sich.
„Warum nicht Nagi?“
„Warum hätte Ran sich wohl mit einem Kind auseinandergesetzt? Und Brad war zu alt. Blieb nur Schuldig.“
„Na, der ist aber auch älter, als Aya,“ gab Omi zu bedenken.
Das brachte Farf fast zum Lachen: „Schu spielt Gameboy,“ konterte der Ire. „Schu ist ein Kind“
Das wurde ja immer interessanter! Omi lachte bei dem Bild, das vor seinen Augen entstand. Schuldig mit seinem hämischen Grinsen, mit all seiner Bosheit – hinter einem Gameboy! Wow!! Er könnte sich über den Boden kugeln!!
„Woher willst du wissen, dass Schuldig Aya wirklich liebt?,“ hakte Omi noch mal nach.
„Na, weil er ihn damals nicht getötet hat,“ belehrte Farf den Jüngeren, wobei er sein Auge verdrehte, als versuche er gerade, ihm die einfachste Tatsache der Welt zu erklären, die doch eh jeder wissen müsste.
„Schuldig hätte Aya töten können?“
„Klar,“ entgegnete Farfarello. „Ganz leicht sogar. Nur ein kleiner Schuss. Hat er aber nicht getan.“
„Und warum habt IHR ihn am Leben gelassen?“
Farf grinste: „Na, weil Schu gesagt hat, dass das Ran hurten würde! Und was Ran hurtet, das hurtet Gott. Und je länger Ran lebt, je mehr ist Gott gehurtet!“
„Na, der Schuss ging ja wohl nach Hinten los! Aya wird Schuldig töten, sobald wir wieder in Japan sind!“
Doch erneut schüttelte der Ire entschieden seinen Kopf. „Ran liebt Schuldig.“
„WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS?“ Nun wurde Omi das Ganze aber zu bunt! Aya... Aya, der Eisklotz... Aya, der nichts mehr wollte, als den Tod von Schwarz... Dieser Aya sollte Schuldig lieben?? Nein! No way!!
„Sicher. Euer Kater hatte schon mehr als eine Gelegenheit, um Schu das Licht auszublasen, aber er hat es nicht getan,“ klärte Farf den Jüngeren auf. „Hab’s selbst gesehen!“
„Ich glaub das einfach nicht,“ murmelte Omi sprachlos. Das... das konnte doch gar nicht sein, oder? Er sah erneut in das belustigt dreinblickende Auge. Schuldig und Aya? Das musste alles ein großes Missverständnis sein! Aber... es klang so weit hergeholt, dass es schon fast wieder wahr sein könnte!!

~~

Inzwischen war es später Nachmittag geworden und sie hatten, wie schon am Vortag, nicht eine einzige Spur gefunden. Weder eine Leiche, noch irgend etwas Anderes, das darauf hindeutete, dass hier vor Kurzem ein Mensch durchgestiefelt war. Es war frustrierend. Und dazu kam inzwischen bei Nagi die Angst. Angst um den einzigen Menschen, der sich je um ihn gekümmert hatte. Angst um Brad, um seinen Vater, den er nie gehabt hatte, um den Menschen, der verhindert hatte, dass er als Stricher in der Gosse endete.
„Das war wohl ein Satz mit X,“ kam es in dem Moment von etwas weiter rechts, wo Yohji sich durch das Dickicht geschlagen hatte, weil er gemeint hatte, etwas zu sehen.
Nagi wandte sich um. Der Ältere war wieder zurück auf den schmalen Durchgang getreten, den er zuvor freigeschlagen hatte und hielt einen alten Stiefel hoch.
„Der lag da mit Sicherheit schon seit Jahren,“ seufzte er. „Der stinkt schon nicht mal mehr,“ fügte er hinzu, wobei er das alte Ding wieder zurück an die Stelle warf, wo er es gefunden hatte. „Soweit dazu.“ Dann wanderte Yohjis Blick wieder in den Himmel: „Wir sollten zusehen, dass wir eine Stelle finden, wo wir schlafen können. Es fängt bald an zu dämmern und ich hab nicht vor, auf dem Servierteller von irgendwas Wildem zu landen.“
Nein! Der Gedanke, den Nagi so verzweifelt zu verdrängen versucht hatte! Die nächste Nacht! Nein, nein, nein! Er... er wollte nicht!! Seine Starkstromlampe war im Eimer und das Feuer würde sicher WIEDER ausgehen! Er konnte schlecht erwarten, schon wieder bei Yohji schlafen zu können! Gott, warum musste er sich auch benehmen, wie ein Baby! Aber... er hatte Angst! Nein, nicht daran denken, befahl er sich selbst. Noch ist es hell. Noch hast du Zeit. Vielleicht finden wir rechtzeitig einen guten Platz und ich schlafe ein, bevor er dunkel wird, machte er sich selbst Mut, während er Yohji zunickte.
Yohji hatte gemerkt, wie bei der Erwähnung der Nacht das Gesicht des Jüngeren eine Nuance bleicher geworden war als ohnehin schon. Ach so, ja. Da war ja was gewesen. Vor seinen Augen sah er wieder das zitternde Bündel Elend, dass in seinen Armen gelegen hatte. Großartig! Daran hatte er ja gar nicht mehr gedacht! Er hatte es im Laufe des Tages wohl verdrängt, vor Allem auch, weil Nagi ja auch die ganze Zeit wieder seine maskenhafte Miene aufgesetzt hatte, die ihm nun, wenn auch nur für einen Herzschlag lang, wieder entglitten war. Na ja, er würde sehen, was noch kam. Erst einmal griff er nach seinem Rucksack, nickte Nagi aufmunternd zu und bahnte sich weiter einen Weg durch das Unterholz.


Farfarello hatte begonnen, das Holz, das er gesammelt hatte – ganz ohne sich einen Spreißel zuzuziehen, wie sonst – zu einer Feuerstelle aufzuschichten, wobei sein Blick kaum einmal von Omi wich, der immer noch den Mund nicht zu bekam. Der Ire musste grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Vielleicht hatte es Gott ja gehurtet, dass er das Geheimnis des Telepathen und des Anführers von Weiß verraten hatte? Erwartungsvoll blickte er nach Oben. Sicher hatte es das! So, wie Omi aussah!!
Er musste grinsen, erinnerte sich noch daran, wie er es selbst herausgefunden hatte. An dem Tag, an dem sie Ayas Familie Hops genommen hatten...
°~°~°~°Flashback°~°~°~°
Juhuuuu!!! Er hatte es mal wieder geschafft! Er war seinem Bewacher entkommen! Er hatte Nagi abgeschüttelt! Und Crawford auch! Und jetzt war er ganz allein! Er, sein Dolch... ach ja – und seine Zwangsjacke. So was Gemeines aber auch! Wie hatten die ihn auch einfach in so ein Ding zwingen können! Rund um ihn herum so viele Menschen, mit denen er Gott hurten könnte und er konnte sich nicht mal aus dem Ding befreien, weil es einen neuen Verschluss hatte, bei dem es dummerweise mehr erforderte, als sich eben mal schnell die Schulter auszurenken!!
Aber egal! Immerhin hatte Braddy ihm versprochen, dass er heute noch ganz viele Leute Hops nehmen durfte! Er durfte auf den Knopf drücken, der das Firmengebäude der Fujimiya Inc. in die Luft blasen würde! Und sicher würden ganz viele Leute auf der Straße von den Trümmern getroffen werden! Er musste sich nur rechtzeitig wieder einfangen lassen! Und bis dahin – konnte er ja kleine Kinder erschrecken. Moment, hier irgendwo ganz in der Nähe war doch so was wie ein Spielplatz gewesen!
Irre kichernd machte Farf sich auf den Weg, wobei er sich überlegte, was er so alles anstellen konnte, wo ihm ja die Hände dummerweise gebunden waren, als auf einmal etwas seine Aufmerksamkeit gefangen nahm. Moooooment!! Das war...das war doch...! Ja! Das war Schuldig! Mit... dem Opfer? Was sollte das denn werden? Crawford hatte doch ausdrücklich gesagt, dass Schuldigs Job erledigt war und der sich nicht mehr bei dem Opfer blicken lassen musste! Ging da etwa was ab, dass Brad nicht wusste? Denn davon gab es nur seeeeeeehr wenig – leider. Sonst könnte er Gott viel öfter hurten!
Leise schlich er näher an die Beiden heran.
„Büüüttöööööö!“
Der Rothaarige, das Opfer, lachte, als er die selten dämliche Mine des Deutschen sah. Seit wann machte er sich denn freiwillig mehr als unbedingt nötig zum Affen, fragte Farf sich im Stillen. Was würde wohl passieren, wenn er jetzt aus seinem Versteck sprang und Schuldig so richtig erschreckte? Ach nein, vielleicht wurde das ja noch interessanter. Er würde erst noch hübsch leise sein und zuhören.
„Schon gut, du Nervensäge!,“ lachte das Opfer schließlich ergeben. „Ich weiß zwar nicht, was das bringen soll, aber gut. Aya und ich gehen, gleich wenn sie kommt, in die Passage. Verrätst du mir auch, warum?“
Was? Was sollte das denn? Die Passage? Die lag doch gar nicht bei der Firma! Warum schickte Schuldig das Opfer, nein, zwei ihrer Opfer, weg vom Tatort? Was sollte das? Er wollte die Beiden doch hurten!!
„Nur so. Och komm schon! Ich komm auch nach! Ich will, dass du dir was ansiehst!“
„Und warum gehen wir dann nicht nachher zusammen? Dann kann ich noch schnell meinen Eltern...“
„NEIN! Ich... ich meine, nein. Du wirst es verstehen, wenn du da bist, das verspreche ich.“
Das Opfer seufzte erneut auf, strich sich einige der roten Strähnen aus dem Gesicht. „Na gut, Will. Von mir aus. Mir soll’s recht sein. Aber komm nicht zu spät, ja? Ich muss heut Abend pünktlich daheim sein, wenn ich mich schon in der Mittagspause nicht sehen lasse.“
„No prob,“ grinste der Deutsche zurück, wobei er dem Anderen den Gehrock abnahm, den Grünen, den er die meiste Zeit trug. Warum eigentlich? Vorher hatte er das Ding nicht so oft getragen. Da, egal. Viel wichtiger war es, herauszufinden, was Schu dagegen hatte, dass er die Beiden, diese Aya und den anderen hurtete! Er wollte es aber doch so gern! Und sonst ließ Schu ihn doch auch immer spielen! Also, warum nicht dieses Mal? Das war ja so was von unfair! Das würde er Brad erzählen und dann würde der Deutsche aber dicken Ärger bekommen. Aufgeregt hüpfte Farf von einem Fuß auf den Anderen. Oh, das würde Gott hurten!! Das würde dem Ami ja so gar nicht passen!
Hä? Was... was war denn das jetzt? Schu hatte sich doch schon abgewandt! Jetzt kam er ja noch mal zurück! Er... er legte seine Hand auf den nackten Arm des Opfers? Und... er lächelte? Das hatte Farf auch noch nicht gesehen! Das war nicht das übliche, boshafte Grinsen, das den Opfern des Deutschen Angst und Schrecken einjagte, das... das war... ein ehrliches, ein trauriges, ein warmes Lächeln!! Was hatte das denn...! Nein! Nein, das... konnte das sein? Das... das war ja genial!!! Farf konnte nur mit Mühe ein Giggeln unterdrücken! Kinder Gottes, die ihn aufs Schlimmste verletzten, eine der bösesten Sünden begingen!! Das war ja soooooo guuuuuuut!!!! Das war besser, als alle seine Einfälle zusammen! Und wenn er es so betrachtete... dann war Gott ja viel länger gehurtet, als wenn sie diesen rothaarigen Kerl heut hops nehmen würden! Das... war entschieden besser! Ohhhhh, Gott würde leiden! Und das würde das liebe Farf freuen!!! Er konnte es kaum abwarten!
Nein, er würde den Deutschen nicht an Brad verraten! Das, was der vorhatte war ja so viel besser! Das war so genial! Er konnte fast schon hören, wie Gott da oben vor Schmerzen wimmerte! Zwei Männer, die sich liebten, wie Mann und Frau! Oh, das war ja so guuuut!!!
Farf blieb noch lange in seinem Versteck, nachdem Schuldig und der Andere, dessen Namen er sich nie gemerkt hatte, wieder verschwunden waren, wobei er sich freute, wie ein Kind – bis Brad auf einmal vor ihm stand, mit einem Gesichtsausdruck, der vor Selbstmitleid nur so triefte. Und Farf hätte sich am liebsten die Hände gerieben – wären die nicht ein wenig , nun, unpässlich gewesen. Hatte er doch heut schon wenigstens den Amerikaner gehurtet! Das war doch schon was! Der Tag wurde einfach immer und immer besser!!! Das würde sicher sein Lieblingstag werden!
°~°~°~°Flashback Ende°~°~°~°
Zu dumm, dass es damals nicht so gelaufen war, wie Schuldig es sich gedacht hatte. Was hatte dieses dumme Mädchen auch noch mal zurückrennen müssen! Nur, weil sie ihre blöde Tasche im Büro der Eltern vergessen hatte! So war alles aufgeflogen! Und jetzt hasste Aya Schuldig! Aber er liebte ihn auch immer noch, so, wie anders herum. Farf grinste. Wer wusste schon, was da draußen im Dschungel so alles passierte, wo gerade niemand anders da war? Vielleicht... vielleicht kam er ja doch noch zu seinem Vergnügen! Allein die Vorstellung daran ließ ihn vor Vorfreude grinsen.
Er sah erneut zu Omi hinüber, der sich inzwischen aufgerafft hatte, seinen Schlafsack auszubreiten und anschließend neben ihn zu treten. Der Geruch des Jungen stieg dem Iren in die Nase.
Hmmm..... das war gut, stellte er für sich fest, wobei er seine Nase tiefer in den blonden Strähnen vergrub.
Omi erstarrte kurz, als er merkte, dass Farfarello ihm immer näher auf die Pelle rutschte, bevor er sich genervt umdrehte: „He, was soll das?,“ fauchte er. „Willst du vielleicht, dass ich mich verbrenne?“
Hmmm... einen Moment lang dachte Farf über diese Frage ernsthaft nach, stellte sich vor, wie Omis Hand ‚aus Versehen’ in die Flammen geriet, sah den engelsblonden Jungen, der sicher eines von Gottes Lieblingskindern sein musste, aufschreien, die blauen Augen schmerzverzerrt. Nein, irgendwie gefiel ihm das gar nicht, entschied er. Und das erstaunte ihn. Warum? Warum gefiel es ihm denn nicht? Gott wäre doch sicher gehurtet. ‚Aber Farf auch,’ kam eine Stimme aus seinem Inneren.
Als Omi keine Antwort erhielt, die er auch nicht ernsthaft erwartet hatte, holte er das nächste Streichholz aus der Schachtel. Warum hatte er nur das Feuerzeug vergessen und stattdessen diese dummen Dinger genommen, schalt er sich selbst. Rasch riss er es über die raue Fläche, hielt die züngelnde, kleine Flamme an einen der kleinen Äste und wartete darauf, dass es endlich Feuer fing., wandte sich einmal kurz zum Dickicht um, als er meinte, ein Rascheln zu hören. Ken? Nein, schalt er sich selbst. Wäre Ken in der Nähe gewesen, hätte er schon gerufen. Farf und er waren ja nicht zu Überhören gewesen.
„Iyääää...“ quietschte Omi plötzlich auf, als ihm das Streichholz entrissen wurde und er in Farfs goldenes Auge sah, das ihn fast schon vorwurfsvoll musterte. „Was sollte das denn?,“ fragte er erschrocken – bis ihm auffiel, dass sein Finger pochte. Ach, verdammt! Wenn man einmal nicht aufpasste! Jetzt hatte er sich auch noch verbrannt! Aber... Moment mal...! Hatte Farf ihn gerade... warnen wollen? Hatte er deswegen seine Hand hochgerissen? Ungläubig weiteten sich seine Augen.
„Dummer Engel,“ schollt Farf, als er den sich langsam rötenden Finger sah, bevor er – ihn sich in den Mund steckte. Er wusste ja, dass das half...
„Engel..?“, fragte Omi leicht irritiert bevor er erst einmal versuchte, seine Hand zurückzuziehen. Aber Farf war erstaunlich stark – und er hatte sich gerade seinen Finger in den Mund gesteckt!! „He... was...?“
Farf grinste über das vollkommen überraschte, ja, ungläubig dreinblickende Gesicht, bevor er die Hand des Jüngeren losließ, ihn aber gleichzeitig am Nacken packte und seine Lippen auf die Omis legte. Hmmm... weich. Angenehm, beschloss er für sich. Viel schöner, als dem blonden Engel weh zu tun. Viel lustiger, als Gott zu hurten...
Endlich ließ Farf seinen Finger los. Was war denn nun schon wieder in den Iren gefahren? Erleichtert wollte Omi sich wieder dem ...

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y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: Galu
Username: Galu
Datum: 05.07.2005 - 23:07

Kommentar Nr.: 73
Herzlichen Dank EUCH allen für diese wundervolle Geschichte!!!!!!
Ihr habt mir ein paar schöne Stunden verschafft, in denen ich des öfteren fast vor Lachen vom Stuhl gefallen bin.
Ich hoffe noch öfters von euch zu lesen.

Liebe Grüße
Galu
Kommentar von:
Username:
Datum: 24.06.2005 - 21:15

Kommentar Nr.: 72
Tolle Story - vor allem, die Jugendbekanntschaft zwischen William (giggel) Schuldig und Ran find ich sehr gelungen.
Kommentar von: Salmara
Username: Salmara
Datum: 27.04.2005 - 14:27

Kommentar Nr.: 69
Also ich warte gerne etwas länger... hauptsache, es kommt auf jeden Fall noch einer^^
War wieder richtig herrlich, weiter so kann ich da nur sagen!!! ;-)
Kommentar von: Salmara
Username: Salmara
Datum: 25.04.2005 - 13:53

Kommentar Nr.: 68
Wahnsinn, das war einfach... ich kann mich nur immer wieder wiederholen, deine Geschichte ist einfach nur genial. Was ihr alle da zusammen schreibt, ist.... der Hammer!!!... deine Lemon...WOW!!! Bitte weiter so^^
Bis zum nächsten Teil
Deine Salmara
Kommentar von: Dhala_Elena_Angel
Username: Dhala_Elena_Angel
Datum: 25.04.2005 - 08:55

Kommentar Nr.: 67
Hi!

So, jetzt der Kommentar, den ich dir schon vor einer Weile schreiben wollte! Ich LIEBE deinen Lemon!!! *neid* *heul* Auch so schreiben können will!!!!
Na ja, egal... noch mal: dein Lemon war genial!

Mata ne,

ADEsmile smile smile smile
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