headleft2_de.png spacer headright
lineleft
spacer
 
icra
spacer
deutsch banner englisch



y Navigation
Archiv > Weiß Kreuz > Entführt - Der Pakt mit dem Teufel

y Entführt - Der Pakt mit dem Teufel
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12]
Status Alter Sprache Veröffentlicht Last Update Zeichen Bewertung Klicks
Beendet
Ab 18 Jahren Deutsch 09.08.200509.08.2005 380886 4.83
Bei 12 Vote(s)
1393
Autor: wildest_brad
Pairing: AyaXOmi, SchuldigXKen
Kategorien: Action, Komödie
Inhalte: Lemon
Einführung: Omi wird entführt. Aya bittet Ken, ihm bei der Befreiung zu helfen, was sich jedoch als schwierig herausstellt. In seiner Not greift Ken zu einem ungewöhnlichen Mittel: Er schließt einen Pakt mit dem Teufel. Einem ganz speziellen Teufel...
Kommentare: Download: Bewertung: Benachrichtigung:
Letzten 5 lesen
Alle lesen
Kommentar schreiben
PDF: Kapitel
PDF: Fanfiktion
Textdatei: Kapitel
Textdatei: Fanfiktion
stern1 stern2
stern3 stern4
stern5  
Bookmark: Drucken: Meldung:
Fanfiktion bookmarken PDF: Kapitel drucken
PDF: Fanfiktion drucken
Browser: Kapitel drucken
Browser: Fanfiktion drucken
Kapitel melden
Fanfiktion melden

y Kapitel 5
Endlich sind wir auch mit dem fünften Teil fertig! Nachdem ich letzte Woche so schnell mit dem Updaten war, haben wir euch ganz schön zappeln lassen... Gomen. Mea culpa. Aber dafür ist dieses Kapitel hier reichlich lang und vollgestopft mit... Ach, lest es doch selbst!


@ akuma: Schön, wenn du Spaß beim Lesen hast! *grins* Ob Schu noch mehr Spielzeug auf Lager hat, werden wir sehen. Vorläufig reicht Ken ja das, was er gerade intus hat... ;-)

@ farfu-chan: Oh ja, du hast völlig Recht: Ken wird eine Menge Spaß mit der Kugel haben... *evilgrin* Du brauchst es dir gar nicht vorzustellen, du brauchst nur weiterzulesen ;-)
Nein, Aya und Omi wissen nicht, daß sie ineinander verliebt sind. Noch nicht, jedenfalls... (Aber du kennst uns ja, alles nur eine Frage der Zeit! *giggle*) So, und bevor du jetzt weiterliest - hol dir erst mal ne neue Schachtel Zigaretten. Die wirst du nämlich brauchen, zur Beruhigung!

@ Salmara: Hey, wie schön, auch von dir mal wieder was zu hören! *freu* Wir schreiben so schnell es geht an dieser Geschichte weiter. Brad-san ist ja nun wieder von ihrem Urlaub zurück, und von daher werden wir weiterhin fleissig in die Tasten hauen!




~5. ...und seine Folgen~


Nach diesem überaus anstrengenden Tag schlich Ken sich in die Küche, machte für sich selbst einen Beruhigungstee. So konnte er vielleicht schlafen. Ausgepowert war er ja schon; nur die Müdigkeit wollte sich nicht einstellen – zu viele Gedanken schwirrten in seinem Kopf herum.

Während das Wasser warm wurde, ging er in das Bad, damit er die Spuren seines Treffens mit Schuldig beseitigen konnte. Teilweise jedenfalls, schließlich fühlte er den kleinen Faden, der aus seinem Inneren hing. Kurz und zur Probe zog er daran. Sofort verkrampfte er sich und atmete schneller. Das hätte er nicht tun sollen, vor allem nicht, wenn er dies alles vergessen wollte. Er erinnerte sich wieder an die Szene im Auto, wie Schuldig sich über ihn gebeugt hatte. Unbewusst glitten seine Hände in den rasierten Schritt, griffen nach der anschwellenden Erektion. Laut stöhnte er, bevor er sich im allerletzten Moment beherrschte. Er durfte das nicht tun. Tief durchatmend ließ er den kalten Wasserstrahl über sich ergehen, ehe er aus der Dusche stieg und nur mit seinen Schlafshorts seinen Tee aufsuchte.

Aya hörte von seinem Zimmer aus das unterdrückte Stöhnen und Keuchen aus dem Bad. Neugierig geworden, stieg er aus seinem Bett, nachdem er lange Zeit krampfhaft versucht hatte, sich irgend einen Plan für Omis Befreiung zurechtzulegen. Im Bad waren die Geräusche verstummt, dafür hörte er jemanden in der Küche herumhantieren.

Beruhigend stieg Ken das Teearoma in die Nase. So eine Tasse Tee hatte schon etwas. Vor sich hindösend stützte er seinen Kopf auf eine Hand, nippte immer wieder an dem Gebräu. Langsam kehrte Ruhe in seinen Körper, auch wenn er seit der Dusche das Liebesspielzeug - oder eher Folterwerkzeug - nicht mehr ignorieren konnte. Mit jeder Bewegung stieß es irgendwo sanft an, machte ihn zusehends nervöser. Als er ein Geräusch im Gang hörte, blickte er mit verklärten Augen auf.

Aya lehnte im Türrahmen und konnte fast nicht glauben, was er sah. Kens Haare hingen ihm nass und wirr ins Gesicht, seine Augen leuchteten, die Wangen überzog ein leichter Rotschimmer, die Lippen waren geschwollen. Der Jüngere sah aus, als hätte er eben den besten Sex seines Lebens gehabt, und wäre gleichzeitig allerdings bis aufs Äußerste erregt. "Was ist denn mit dir los?", wollte der Rothaarige wissen. So ein Aussehen war nicht normal - jedenfalls nicht für Ken.

"Was sollte mit mir sein?", fragte Ken unwirsch zurück. Auf keinen Fall hatte er vor, seine Erlebnisse zu teilen. Aya würde sein Katana vermutlich an ihm ausprobieren. Und darauf war Ken nicht scharf. Wenn er scharf war, dann wegen etwas anderem. Wegen diesem ETWAS in sich drin konnte er nun mehr kaum ruhig sitzen. Nur mit höchster Willenskraft schaffte er es, sich nicht an dem Stuhl zu reiben. Auch wenn er es zu gerne getan und sich endlich Frieden von dieser Leidenschaft verschafft hätte.

Interessiert sah Aya seinem Kollegen zu. "Hat dir jemand ein Aphrodisiakum in den Drink gekippt, oder warum zappelst du so rum? Oder hatte deine letzte Tussi irgend eine Krankheit?" Da er sowieso keine Antwort erwartete, wollte er schon zurück in sein Zimmer gehen, als ihm sein Problem wieder einfiel. "Hast du schon eine Idee wegen Omi?"

Ein Aphrodisiakum? Aya hatte schon fast den Nagel auf den Kopf getroffen.
"Ja, da steht schon was." Ken rief sich zur Ordnung, obwohl es ihm schwer fiel. "Also... ich kann dir zwar nicht sagen, was es ist... aber" Er unterbrach sich selbst, um ein Keuchen zu unterdrücken. Verdammt, warum musste er sich auch gerade vorstellen, dass Aya nackt vor ihm stand? Aya war ein Mann, ein Mann, verdammt! Ken verzweifelte.
"Aber", setzte er erneut an, "es wird klappen. Du wirst Omi unbeschadet zurück bekommen." Der letzte Schluck aus der Tasse war getrunken und Ken stand auf, wollte sich an Aya vorbei aus der Küche drängen. Viel länger würde er es vermutlich auch nicht in dieser Gesellschaft aushalten.

Mit einem bezeichnenden Blick guckte Aya auf die untere Körperhälfte seines Kollegen. Oh ja, er konnte dessen Worte nur bestätigen... Da stand ganz gewaltig etwas. Anzüglich grinste er und versperrte wie unbeabsichtigt Ken den Weg aus der Küche.

Als Aya so vor ihm stand, schoss Ken noch etwas mehr Blut in die Wangen. Und nicht nur dahin, doch er versuchte, die anderen Körperstellen vor Aya verborgen zu halten. "Bitte, Aya...", flehte er schwach und mit zitternder Stimme. Er hatte nicht die Kraft, sich dem Älteren entgegenzusetzen. Und sollte er sich an ihm vorbeidrängen wollen, wäre das sicherlich keine gute Idee. Viel zu viel Körperkontakt. Etwas schwerer atmend schaute er den Rothaarigen an. "... lass mich durch."

Verstohlen grinsend gab Aya den Weg frei. Na, so ein Verhalten hatte er bei Ken ja noch nie erlebt! Er fragte sich, was nur passiert sein mochte, um solche Reaktionen bei dem Kleineren hervorzurufen. Nachdenklich sah er dem Braunhaarigen nach, der irgendwie verkrampft die Treppe hochstieg und in seinem Zimmer verschwand, ehe er selbst den selben Weg in seinen eigenen Raum ging.

Mit letzter Kraft dankte Ken allen Gestalten, die ihm in Shintoismus und Buddhismus einfielen, dass Aya ihn nicht aufgehalten hatte. Vermutlich hätte er sich sonst wie eine rollige Katze an ihn geschmissen und nicht eher aufgehört sich an ihm zu reiben, bis er den Druck abgebaut hatte.
Dass er jemals so süchtig nach Sex sein würde, hatte Ken nie zu träumen gewagt. Sollte nur dieses Etwas daran schuld sein? Er weigerte sich, dieses Ei mit seinem Namen anzusprechen.
Völlig erledigt ließ Ken sich auf seine weiche Matratze fallen und stöhnte verzückt auf. Das bot ja völlig neue Möglichkeiten! Mit einem Seitenblick betrachtete er das große Kissen neben sich. Er fasste einen Plan. Woher wollte Schuldig schon wissen, was er trieb – oder auch nicht? Außerdem hatte der Telepath ja nur gesagt, Ken dürfe nicht _Hand_ anlegen... Von allem anderen war nie die Rede gewesen... Wolllüstig stopfte er das Kissen zwischen sich und die Matratze. Bereits nach einem Probestoß war es für ihn klar: Nachdem er DAS hinter sich hätte, würde er sich wie neu geboren fühlen. Unglaublich gut und befriedigt.

~*~

Die Nacht war für Ken lang gewesen. Immer wieder war er hochgradig erregt aus seinen wirren Träumen geschreckt, in denen jedesmal ein gewisser langhaariger Telepath die Hauptrolle gespielt hatte. Und bei jeder noch so kleinen Bewegung vibrierte dieses seltsame Ding in ihm, reizte ihn, trieb ihn immer höher...

Kurz fragte er sich, warum ihn Aya nicht geweckt hatte, um wieder den Job im Hotel anzutreten, doch dann fiel ihm ein, daß sie ja frei hatten. Der Braunhaarige hoffte nur, Schuldig würde sein Versprechen halten und Omi zumindest heute beschützen.

Leise frustriert vor sich hinstöhnend arbeitete er sich aus dem Bett. Zu allem Unglück hatte er Vormittagsschicht mit Yohji. Er wollte sich gar nicht ausmalen, was geschehen mochte, wenn er sich da nicht unter Kontrolle hatte.

Der Braunhaarige zog sich ein weites T-Shirt über seine nicht minder weite Jeans, um eventuell anschwellende Körperteile zu überdecken. Als er sich im Spiegel betrachtete, verfluchte er Schuldig in die siebte Hölle. Er sah aus wie ein kleines Kind, das man in die Klamotten des älteren Bruders gesteckt hatte! Alles schlabberte nur so um ihn herum. Seufzend wandte er sich ab, verließ sein Zimmer und stieg bedächtig die Treppe nach unten.

Doch trotzdem seine Hose so weit war, daß sie jeden Moment von den Hüften zu rutschen drohte, spürte er den Stoff überdeutlich an seiner zum Leben erwachenden Härte reiben. Und dieses vermaledeite Etwas in ihm reizte wieder fröhlich einen furchtbar empfindlichen Punkt in seinem Inneren, ließ jetzt schon die ersten, sanften Wellen der Erregung durch seinen Unterleib strömen.

Ken biss sich heftig auf die Unterlippe, um nicht aufzustöhnen. Oh ja, Schuldig hatte Recht behalten: Er dachte wirklich jede einzelne Sekunde an den Schwarz und das gegebene Versprechen!

~*~

Tief durchatmend betrat Ken die Küche, gefasst darauf, jemanden anzutreffen. Tatsächlich saß der Älteste am Tisch und hatte sich eine Tasse Kaffee eingeschenkt. "Guten Morgen." Ken versuchte freundlich seine Unsicherheit zu überspielen. "Kann ich auch noch eine Tasse haben? Ich hab heute nicht wirklich viel geschlafen..."

Yohjis prüfender Blick glitt zuerst über seinen wirklich reichlich übernächtigt aussehenden Teamkollegen und dann zur Kaffeemaschine, deren Kanne noch gut halb voll war. Mit einem amüsierten Grinsen stand er auf, holte für Ken eine Tasse und goß ihm diese mit der fast schwarzen Brühe voll. "Was war denn los?", wollte er beiläufig wissen. Denn daß ausgerechnet der Fußballer so fertig aussah, war doch schon ein kleines Ereignis.

Kurz fuhr sich Ken mit dem Zeigefinger über seine mitgenommene Unterlippe. Möglicherweise sollte er sich eine andere Stelle suchen, wo er drauf beißen konnte, sonst würde er Schuldig mit einer geschwollen Lippe gegenüberstehen. Wenn das doch nur sein geringstes Problem wäre... Die Frage schreckte ihn auf. "Weiß nicht. Hab einen doofen Traum gehabt und... konnte nicht wieder einschlafen." Leise seuzfte er, wäre das nur alles gewesen. Ken spielte mit dem Gedanken, sich an den Tisch zu setzen, doch er dachte an den vergangenen Abend. Sitzen wäre nicht gut. Sofort würde Yohji bemerken, dass Schlafmangel nicht sein einziges Problem war. So blieb er stehen und setzte die Tasse an seine Lippen. "Danke für den Kaffee", murmelte er leise.

Als der Älteste wieder am Tisch saß, musterte er den Jüngeren neugierig. Ein seltsamer Traum? Oh nein! Dumme Ausrede, so wie Ken aussah! Die Augen, unter denen sich zwar dunkle Ringe abzeichneten, die aber trotzdem glänzten, als hätte der Kleinere die schönste Nacht seines Lebens hinter sich, sprachen Bände. Ebenso die Bissspuren um die Lippe. Und das leichte Zittern der Hände. Yohji beschloss, seinen Kameraden heute im Auge zu behalten. Er vermutete, daß sich Ken eine extrem heisse Flamme aufgerissen hatte. Und so eine Frau musste man doch kennenlernen! Die musste gigantisch sein, wenn sie für solche Reaktionen bei dem sonst so beherrschten Sportler sorgte.

Trotz diesem Vorsatz zog ein dunkler Schatten über Yohjis Herz. Er wollte sich den Dunkelhaarigen nicht an der Seite einer Frau vorstellen. Nein, viel lieber würde er ihn an seiner eigenen Seite sehen... Aber bevor das geschah, gefror die Hölle. Das hatte Ken von Anfang an klar gestellt. Auch wenn Yohji nicht aufgab und in schöner Regelmässigkeit immer wieder versuchte, mit dem Kleineren zu flirten oder gar bei ihm zu landen - und jedesmal wieder auf Granit biss.

Obwohl Ken fühlte, dass sein Magen leer war, besaß er keinen großen Hunger. Oder besser gesagt, Appetit. Denn dieser konnte nur auf eine Art gestillt werden. Der einzige, der ihn davon befreien konnte, war Schuldig. Verflixt, fluchte Ken in Gedanken, schon wieder denke ich an ihn. Damit musste endgültig Schluss sein, denn sonst ging er Yohji ganz bestimmt auf den Leim. Der Braunhaarige schenkte Yohji noch einen undeutsamen Blick und verschwand mit samt der Tasse in Richtung des Blumenladens. Wäre er doch nur nicht so schnell gelaufen! Er musste sich unbedingt merken, dass bei großen Bewegungen sein Inneres noch mehr gereizt wurde. Und das konnte er wahrlich nicht gebrauchen.

Mit gerunzelter Stirn beobachtete der Größere den etwas schnellen und vor allem merkwürdig verkrampften Abgang seines Kollegen. Nun endgültig hellwach und hochgradig neugierig erhob er sich vom Tisch und folgte dem Brünetten. Schicht im Laden hatte er ja sowieso, warum also nicht eine Viertelstunde früher mit der Arbeit anfangen? Leise schlich er sich hinter den Jüngeren, der mit beschleunigtem Atem an der Theke stand und sich krampfhaft daran festhielt. Aus einem freundschaftlichen Anfall heraus konnte es sich der Ältere nicht verkneifen, auf das in der erschreckend weiten Jeans dennoch knackige Hinterteil zu schlagen.

Als Ken den Laden betrat, war es beinah stockfinster. So wie immer. Also war er derjenige, der heute die Rollläden hochziehen sollte. Doch vorher stellte er seinen Kaffeepot auf der Arbeitsplatte ab. Abermals biss er sich auf die Lippe, die mittlerweile schmerzte. Aber es war ihm recht. Mit einem Mal spürte er die Hand, die seinen Hintern so unanständig berührte. Erschrocken schrie er auf. Nur um darauf seine Fingernägel in das Holz zu schlagen. Sein Atem ging unnatürlich schnell, sein Herz schlug gegen die Rippen und seine Bauchdecke begann zu zittern. "Yohji...", sagte er schwach, mühsam nach Luft ringend. "Lass die Scheiße. Mach lieber... das Rollo hoch."

Leise vor sich hin lachend, kam der Braungelockte der Bitte des Jüngeren nach. Bei dem aufkommenden Tageslicht sah Ken noch viel merkwürdiger aus, befand Yohji für sich. Irgendwie... heiß. So ein Aussehen am frühen Morgen musste einfach bestraft werden! "Hmmm... Du schaust heute aber wirklich geil aus!", flüsterte er daher in das Ohr des Kleineren.

Krampfhaft versuchte Ken zu lächeln. Die Nähe machte ihm mehr als nur nervös. Aber wollte er sich wirklich den ganzen Tag nur dumm anmachen lassen? "Kann es sein, dass du neidisch bist - weil du am Morgen noch nicht kannst?" Unsicher drehte er sich um, ließ sie sich jedoch nicht anmerken. Er hob selbstsicher seinen Blick und begegnete Yohjis Augen. Grünen Augen... Oh nein, dachte er, als eine neue Welle der Lust seinen Körper erzittern ließ.

"Pfüüü!", machte Yohji nur verächtlich. Als ob er am Morgen noch nicht könnte! Da hatte der Kleine aber eine ganz falsche Vorstellung von ihm. Trotzdem ließ er den Fußballer los und drehte sich leicht angesäuert um, um die Bestellungen durchzuchecken.

Zum Glück für Ken ließ der Ältere tatsächlich von ihm ab. Wahrscheinlich wäre es auch nicht länger gut gegangen, denn sicher hätte Ken sich überzeugt, ob Yohji nun am Morgen konnte oder nicht. Ärgerlich schob er die Gedanken beiseite - schon wieder dachte er an Sex und einen Mann im selben Zusammenhang. "Hast du was für mich zu erledigen? Oder soll ich noch ein paar Aufträge fertig machen?", fragte er nach einigen schweigenden Momenten.

Mit Verwunderung nahm Yohji die heisere und irgendwie lustgetränkt-zitternde Stimme seines Freundes zur Kenntnis. Er drehte den Kopf zu ihm um und sah ihn sich noch einmal genau an. Die geröteten Wangen erregten diesmal seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Nur mühsam riss er sich von dem Anblick des Kleineren los, nickte langsam und meinte: "Ja, da sind noch zwei Sträuße zu binden. Wenn du die machen willst, richte ich schon mal alles andere her."

Ken nickte nur. Er traute seiner Stimme mittlerweile nicht mehr. Schließlich hatte er den Blick des Älteren bemerkt, der ihn so ungnädig musterte. In der geringen Hoffnung, Yohji entkommen zu sein, griff er nach den Zetteln, auf denen die Wünsche für die Sträuße standen. Dann langte er nach die benötigten Blumen aus den großen Kübeln und flocht sie künstlerisch zusammen. Aber seine Aufmerksamkeit teilte sich der Strauß mit Yohji. Immer wieder blickte der Braunhaarige zu seinem Kollegen hinüber, sah, wie dieser in anmutigen Gesten Topf für Topf auf die Straße brachte.

Die langjährige Erfahrung des Älteren ließ ihn sofort bemerken, daß er beobachtet wurde. Er verstand einfach nur nicht, warum sich Ken auf einmal so komisch verhielt. Würde er nicht wissen, daß der Kleinere nicht auf Jungs stand, würde er vermuten, der Andere hätte Interesse an ihm... So aber tat er das wehmütig als ausgemachten Blödsinn ab und konzentrierte sich, nachdem er sämtliche Kübel und Töpfe vor den Laden gestellt hatte, ganz auf das Aussortieren der verblühten Blumen. Leise summte er dabei eine kleine Melodie vor sich hin, während er immer wieder zwischen den Vasen und dem Abfalleimer hin und her wanderte.

Die letzte Sonnenblume und die letzte Rose fanden ihren Platz in dem Strauß, den Ken nun mit etwas Goldfolie umwickelte, ein wenig daran herumzupfte. Sein Blick glitt gehetzt zur Uhr, die ihm noch eine lange Arbeitszeit versprach. Trotz der wenigen Bewegung war ihm aus unerklärlichen Gründen heiß. Fast lachte Ken bei diesem Gedanken. Warum ihm heiß war? Das hatte er sehr wohl dem Schwarz und dessen Brandmarkung zu verdanken. Er wollte nur noch in sein Bett, diesen grausamen Tag vorbei wissen. Gerade in diesem Moment bat ihn Yohji um Hilfe. "Kannst du nicht selbst den Wasserschlauch holen? Warum soll ich ihn dir bringen?" Genervt starrte er den Blonden an.

Kens rüde Antwort brachte den Größeren dann doch aus dem Konzept. "Verdammt, Hidaka, aber sonst geht`s dir schon noch gut?", fauchte er den Brünetten wütend an. "Beweg endlich deinen Arsch und bring mir diesen Schlauch! Oder gibt es ein einleuchtendes Argument dagegen? Hast du auf einmal eine PVC-Phobie?", setzte er hinterhältig dazu.

Ihm war zum Heulen zumute. Wenn er sich und seinen Arsch - wie Yohji es so höflich ausgedrückt hatte - in Bewegung setzen würde... Doch als er dessen blitzende Augen sah, antwortete er nichts und begab sich in die hinteren Räume, um den Wasserschlauch zu holen. Jeder Schritt bescherte ihm eine neue Hitzewelle. Kurz blieb er stehen, um Atem zu schöpfen, hob dann das gewünschte Teil auf und brachte es Yohji. "Das nächste Mal holst du es selbst!", maulte Ken und blickte den anderen so trotzig es ging an. Unbewusst hob er die Hand, um die ersten kleinen Schweißperlen auf seiner Stirn fortzuwischen.

"Na also, geht doch!", murrte Yohji, als Ken endlich mit dem Schlauch aus dem Lagerraum kam. Der leicht misslungene wütende Blick aus den braunen Augen brachte den Älteren dann aber schon wieder dazu, leise zu lachen. Und ihm blieb auch die unwillige Bewegung, mit der sich Ken über die Stirn wischte, nicht verborgen. Besorgt packte er den Braunharigen an den Schultern und drehte ihn wieder zu sich herum. Aufmerksam schaute er ihm ins Gesicht. "Sag mal, bist du krank?", wollte er besorgt wissen.

Gezwungen lächlte Ken. Ja, krank war schon fast passend. "Nein", log er. "Es geht mir gut." Nichts wünschte Ken sich sehnlicher, als dass der Ältere ihn losließ, damit er nicht mehr so deutlich die heißen Finger auf seiner Haut spüren musste. "Mach dir keine Sorgen." Noch einmal versuchte Ken nervös zu lächeln, wusste im nächsten Moment aber schon, dass er nicht überzeugend wirkte. "Lass mich los", bat er leise.

"Nein, ich werde dich nicht loslassen! Erst will ich wissen, was mit dir nicht stimmt!", erwiderte Kudou gelassen, wobei er fest Kens Augen fixierte. Er spürte förmlich die Abneigung des Anderen, so gehalten zu werden. Aber das ließ ihn im Moment regelrecht kalt. Im Gegenteil - er zog den Jüngeren noch näher an sich heran.

Unbewusst schloss Ken die Augen. Diese Situation war erniedrigend. Er wollte nicht in dieser Nähe zu einem anderen sein. Und doch glaubte er, dabei Erlösung von den unliebsamen Empfindungen zu bekommen. Schuldig hatte doch nur gesagt, dass er selbst und auch keine Frau an ihn ran dürfe. Aber Yohji war doch männlich... Gegensätzliche Gedanken kamen ihm in den Sinn. Verzweifelt suchte er einen Ausweg. "Es geht mir gut. Nie ist es mir besser gegangen", behauptete Ken, während er sich aus den Stahlfesseln befreien wollte.

Mit einem leichten Kopfschütteln entließ Yohji seinen Kameraden aus seinem Griff. Gut, wenn der unbedingt meinte, daß alles in Ordnung sei... Brüsk wandte er sich ab, um den Schlauch, der unbeachtet auf dem Boden lag, aufzuheben und auszurollen.

Unendlich erleichert atmete Ken auf, als die Finger sich von seinem Oberarm lösten. Im Stillen dankte er Yohji für das Einsehen. Aber selbst jetzt noch spürte er die Wärme, die von seinem Kollegen ausging. Wie konnte es nur sein, dass er mit einem Mal so empfindlich war? Doch ihm blieb keine Zeit zum Überlegen, da gerade in diesem Moment der erste Kunde den Laden betrat und den Strauß mit den Rosen und Sonnenblumen abholen wollte. Freundlich bediente Ken ihn, auch wenn es ihm schwer fiel, sich auf seine Worte und auf die des Gegenübers zu konzentrieren. Ständig waren seine Gedanken bei Schuldig oder wahlweise dem Blonden, der die Blumen wässerte.

Auch wenn er sich nicht zu Ken umdrehte, so achtete Yohji doch auf die Stimme des Kleineren, die noch immer zittrig und atemlos war. Gut, dem Kunden konnte das sicher nicht auffallen, doch der Blonde kannte seinen Kollegen lange genug, um zu wissen, das irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war. Selbst nachdem der Mann mit dem Blumenstrauß das Geschäft verlassen hatte, sah Yohji es nicht ein, sich noch einmal von Ken anmaulen zu lassen, nur weil er sich Sorgen um ihn machte. So kehrte er ihm weiterhin den Rücken und tat so, als wäre er völlig allein im Laden.

Ken war heilfroh, dem Kunden einigermaßen sicher gegenüber getreten zu sein. Für einen kurzen Moment erlaubte er es sich, die Augen zu schließen und sich auf die Arbeitsplatte zu lehnen. Zwar merkte er die Wirkung des Ei's, aber es war zu einem erträglichen dumpfen Pochen abgeschwollen. Gerade richtete er sich wieder auf, als es sich stark bemerkbar machte. Sogleich ließ Ken seinen Oberkörper zurücksinken. Ein klarer Gedanke formte sich in seinem Gehirn, den er unwillentlich aussprach: "Bring es endlich zu Ende! Erlöse mich, verdammt noch mal!"

Die Augen weit aufgerissen, wirbelte Yohji zu seinem Kollegen herum - und sah ihn völlig fertig und in verführerischer Pose halb auf der Theke liegen. Zu Ende bringen? Ihn erlösen? Meinte Ken tatsächlich das, was er gerade dachte? Nun, in wenigen Augenblicken würde er es wissen, denn Yohji ging wie automatisch auf den Braunhaarigen zu, packte ihn erneut am Arm, riß ihn nach oben und zog Ken an sich. Allerdings überraschte er den Brünetten mit dieser Handlung, denn der konnte sich nicht mehr rechtzeitig abfangen und prallte ganz gegen den Blonden. Und dadurch kam Yohji nicht umhin, die gewaltige Erektion des Kleinern, die unter den weiten Klamotten unsichtbar gewesen war, zu spüren.

Völlig erschrocken guckte er in diese grünen Augen. Nicht Schuldigs A ...

Um diese Fanfiktion weiter lesen zu können ist ein Login erforderlich!
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12]

y Die letzten 5 Kommentare
Kommentar von: zoro4ever
Username: zoro4ever
Datum: 25.06.2010 - 18:19

Kommentar Nr.: 7459
ich bin fertig mit lesen das war echt eine super story und ich bin froh, dass Yohji nicht leer ausgegangen ist. ich bin echt beeindruckt von euch und freue mich schon auf weitere storys von euch hoffentlich bis bald
Kommentar von: Old_Dragon67
Username: Old_Dragon67
Datum: 18.04.2007 - 16:11

Kommentar Nr.: 3245
ja, ja ich weiß, ich komme mal wieder etwas spät mit meinen kommi, aber ich bin so frei und schreibe was drunter egal wie lange diese geschichte schon on ist.

also um ehrlich zu sein, diese story ist einfach fesselnd. habe natürlich ein klein wenig geschnieft*gg*, ist ja bei mir nix neues, dennoch habe ich bis zum schluss durchgehalten und fertig gelesen, und oh freude, es ist ein gutes ende,also haben sich die klitzekleinen tränen doch gelohnt, und beide haben sich doch bekommen*freu*

genug gesabbelt.
Old_Dragon67 sagt tschüsseli
Kommentar von: sanisa
Username: sanisa
Datum: 17.04.2007 - 17:36

Kommentar Nr.: 3243
hi,

hab mir die Geschichte heut mal durch gelesen und bin echt beigester.
ihr habt nen tollen schreib stiel und überhaubt wie ihr das alles beschrieben habt.
wink bin immer noch völlig hin und weg also in dem sinne einen lieben Gruß von sanisa by
Kommentar von: Galu
Username: Galu
Datum: 26.09.2005 - 23:11

Kommentar Nr.: 910
Uff.....ein ereignisreiches, aber dennoch schönes Ende. Ich fand es gut, das Schuldig Ken gegen Yohji geholfen hat. In seiner Verzweiflung hätte dieser sicher noch etwas sehr Dummes getan.
Und nun ist ja auch jemand gekommen, der Yohji "helfen" wird.

Aber *räusper und rot werd*....WER ist Kira????????????
Auf jeden Fall jemand sehr faszinierendes.
Bitte schickt mir doch ne mail und klärt mich auf *sich dumm vorkommt*.

Liebe Grüße
Galu
Kommentar von: farfu-chan
Username: farfu-chan
Datum: 26.09.2005 - 12:22

Kommentar Nr.: 909
*immer noch durch die kante hops*
ihr seid so super... wo nehmt ihr nur immer die tollen ideen her?
mich hat es richtig gefreut, dass yohji doch nicht leer ausgegangen ist.
aber aya war ja mal wieder ganz schön fies zu ken... er soll froh sein, dass er jetzt seinen omi hat und nicht nach dem warum fragen... denk ich mal...
ich bete für alle, dass sie glücklich werden und viele kinder haben... öhm... so oder so ähnlich. jedenfalls renn ich jetzt wieder mir einem dauergrinsen rum und freue mich auf das nächste projekt von euch.

liebe grüße
klein *farfu-chan*
Alle lesen
lineright
spacer
bottomleft bottomright